Malakka Reloaded

Heute früh ging es ausgeruht zum ausführlichen Frühstück. Es gab Früchte, Toast und verschiedene lokale Speißen (man isst hier auch schon zum Frühstück Reis oder Nudeln). Mein Highlight war die große Schüssel mit Erdnussbutter und der frische Orangensaft.
Danach checkten wir aus dem Hotel aus und gaben unsere Koffer in die Aufbewahrung an der Rezeption damit wir uns frei in der Stadt bewegen können.

Wir liefen am Fluss entlang Richtung Mündung, entschlossen uns dann aber zum Wechsel auf die andere Flussseite. Zuerst stießen wir auf eine Ruine eines alten herrschaftlichen Hauses. Ich lief einfach hinein und machte ein paar Bilder. Auf die Idee war auch ein anderer Tourist gekommen. Das Haus ist sicherlich ein Investmentobjekt…

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Immobilie mit Potential in guter Lage zu verkaufen....

Wir kamen an eine Kreuzung an der wir gestern (bzw. heute) Nacht schon einmal waren.
Bei tageslicht sahen wir aber einen riesigen chinesisch-buddistischen Tempel in dem es sehr betriebsam zuging.
An der Straße zum Tempel gab es diverse Geschäfte die Zubehör für die Rituale anbieten, so wie bei uns die Gärtner gern Stände am Weg zum Friedhof unterhalten. In den Geschäften gibt es dann Dinge des täglichen Lebens aus Papier nachgebaut. (z.B. Hemden mit Schlips, Autos, Papiergeld, etc.) Diese werden dann im Tempel den Ahnen dargebracht (verbrannt).

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Laden mit Tempelzubehör wie Papierautos und Papiergeld.

Im “Cheng Hoon Teng Tempel” brannten Räucherstäbchen und es waren einige Leute unterwegs und beteten. Sehr interessant war eine Art “Weihnachtsberg” (wer das nicht kennt, bitte mal googlen) mit buddhistischen Mönchen.

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Blick in den Hauptraum des Tempels.

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Anstatt von Grabsteinen nutzt man bei den Chinesen Täfelchen die in einem Schrein aufbewahrt werden. Das nimmt nicht so viel Platz weg und die Tafeln enthalten meist auch noch das Bild des Verstorbenen. Einige Tafeln waren halb überklebt, dh eine Person auf der Tafel war noch am Leben. Die Tafeln werden also von Ehepaaren schon zu Lebzeiten (oder wenn der erste stirbt) angefertigt und enthält die Namen beider Partner. Ein solcher Schrein sieht dann so aus:

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Hunderte von Täfelchen mit den Namen verstorbener.

Wir liefen dann weiter Richtung roten Platz, nicht ohne vorher noch in einem kleinen chinesischen Teehaus einen 24-Gewürze-Kühlungstee zu gönnen. Ob es der Tee war oder die Klimaanlage, jedenfalls war uns danach nicht mehr ganz so warm.

Auf dem Weg kamen wir erneut an Kirchen vorbei deren Besuch nicht lohnt (andere deutsche Touristen die hinein kamen sagten genau das Gleiche). Schließlich waren wir auf roten Platz angekommen. Er erhielt seinen Namen durch die Dunkelrot angestrichenen Gebäude (die teilweise leider hinter Gerüsten verborgen waren. Das Plätzchen ist mit seinen Bäumen und Brunnen sowie den bunten Fahrradrikschas recht idyllisch.
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Das danebenliegende Fort ist jedenfalls keinen Blick wert. Mr Raffles kam halt damals einfach zu spät um den Abriss durch die Briten zu verhindern.
Kurze Nebeninfo: Malakka ist die erste Stadt in Malaysia wo man sogar beim Betreten der Touristinfo die Schuhe ausziehen muss.

Wir sind dann weiter zum Marine-Museum gegangen. Dort hatte man eine portugiesische Caravalle nachgebaut und als Ausstellungsraum verwendet.
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Trotz einsetzendem Regen machten wir uns noch auf den Hügel mit der Ruine der St. Pauls Kirche von wo man einen Blick über die Stadt erhält.

Danach gingen wir zu einem Inder essen der echt südindisch kochte und Kumuda in einen Zustand zwischen Glück und Heimweh versetzte. Es gab Dosa (Brot) mit Chutneys. Selbige wurden in großen Töpfen an den Tisch gebracht und man konnte sich nehmen so viel man wollte.

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Genügend Chutney für jeden

Soweit lief der Tag wie geplant. Aber es sollte doch alles anders kommen als wir schlussendlich am Busbahnhof ankamen um unser Ticket nach KL zu lösen. Es gab nämlich keine mehr. Alle Busse an diesem Tag waren ausgebucht (Wochenende vor Weihnachten, Schulferien, Wochendbeginn). Es gab genau 1 Taxifahrer der überland nach KL fahren wollte und dieser wollte 240MYR für die Fahrt. Ein Bus würde für uns 2x 25MYR kosten. Er ließ mit sich nicht verhandeln, und provozierte durch seine Sturheit bei uns nur eins Trotz. Bevor wir mit dem fahren, bleiben wir noch eine Nacht in Malakka. Uns hat dan der Betreiber eines Hostels angesprochen und uns ein Doppelzimmer für 50MYR verschafft. Wir haben dann im Hotel in KL angerufen und konnten durch etwas rumquängeln am Telefon eine kostenlose (schaun wir mal…) Umbuchung erreichen. Dadurch haben wir sogar noch etwas Geld gespart.
Wir waren durch das warten und verhandeln etwas verschlafen und haben leider den Nachtmarkt nur noch erreicht als er schon abgebaut wurde. Aber trotzdem können wir sagen: wir waren da. 😉

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