Das war die Reise – Rückblick mit Zahlen und was ich gelernt habe

Nun bin ich bereits 1 Woche wieder in Deutschland, war bereits wieder auf Arbeit und versuche die Erkältung los zu werden, die ich mir im Flieger eingefangen hatte.
Zeit um einen Rückblick zu wagen.

Zeit

Insgesamt war ich 47 Tage unterwegs und habe vor Ort 4 Länder besucht – geplant waren 3. Über die Hälfte der Zeit war ich in Malaysia. Knapp ein Drittel der Zeit war ich in NZ.
Tortengrafik der Zeitverteilung. 55% Malaysia

Orte

Zählt man die Orte an denen ich länger als 5h war kommt man zu folgender Übersicht:
In Malaysia habe ich 7 Orte besucht: KL, Tanah Rata (Cameron Highlands), Georgetown (Penang), Lumut, Langkawi, Malakka, Mersing.
In Neu Seeland habe ich 6 Orte besucht: Wellington, Tongariro NP Village, Taupo, Rotorua, Tauranga (Bay of Plenty), Auckland
Außerdem noch Darwin in Australien und natürlich Singapur.
Die meisten Nächte verbrachte ich in Kuala Lumpur gefolgt von Singapur, Wellington und Langkawi.

Kosten

Die Reise hat insgesamt ca. 4.000EUR gekostet und somit pro Reisetag ca. 85EUR. Wie man aus nachstehender Grafik erkennen kann, machen die (An- und Abreise-)Flüge fast die Hälfte der Kosten aus.
Inlandsflüge fallen unter Transport, genau wie Bus, Bahn und Taxi.

Ausgaben_Kevin_Grafisch

Kosten in Malaysia: 39EUR/Tag
Kosten in Neu Seeland: 46EUR/Tag
Kosten in Singapur: 86EUR/Tag

Auffällig ist der mäßige Abstand zwischen NZ und Malaysia und der große Abstand den Singapur einnimmt. Die Erklärung: In NZ habe ich echt auf Sparflamme gelebt. Essen wurde selbst gekocht, alles wurde auf ein Minimum reduziert und Ausgaben wo möglich vermieden. Hingegen war ich in Malaysia immer(!) Essen und reiste auch 2x in eine Sackgasse (die beiden Male wo ich an der Fähre umgekehrt bin).

Singapur war so teuer auf Grund der Tatsache, dass ich während der 6Tage zwei mal aus Singapur nach KL geflogen bin und ich außerdem noch 2 Hemden habe nähen lassen.

Erkenntnisse und Lehren

Backpacking – Individual Reisen

Macht verdammt viel Spaß. Man ist einfach viel entspannter, wenn man keine Zeitvorgaben hat. Was ihr wissen müsst steht im Reiseführer für euer Zielland. Geht vorher Impfen und lest euch die Packliste von Backpackern durch, die das schon 1 oder 2 mal gemacht haben. Bucht so wenig wie möglich im voraus. Es ändert sich immer mal was und stornieren/umplanen ist aufwändiger und macht mehr Stress als 2 oder 3 Hostels ab zu laufen.

Vorbereitung

Informiert euch darüber wie das Wetter im Reisezeitraum ist! Mich hat die Regenzeit, und vor Allem deren Dauer, etwas überrascht….

Informiert euch darüber wenn im Zielland Schulferien bzw. Saison ist! Ja, in den etwas(!) reicheren Ländern wie Malaysia, fahren die Familien am Wochenende und in der Ferienzeit auch gern zu Sehenswürdigkeiten und nehmen euch eure Betten (siehe Pangkor Episode) oder Busse (siehe Malakka Episode) weg.

Besorgt euch ein DKB Konto und nutzt die Kreditkarte unterwegs! Ihr könnte damit kostenlos Geld an sämtlichen Geldautomaten der Welt abheben (die Visa akzeptieren). (Bezahlen in Geschäften kostet 1,75% Gebühren)

Alleine Reisen

Kein Problem! Abhängig vom Land würde ich das auch für Frauen so sagen. Sucht euch Hostels mit guten Gemeinschaftsbereich. Ihr findet dort leicht andere Reisende und kommt ins Gespräch. Seid einfach gewillt auch allein von A nach B zu fahren, dann findet sich meist auch jemand der noch nicht so genau weiß wo er als nächstes hin will, und kommt vielleicht einfach mit. Es ist hin und wieder auch ganz gut sich von anderen Mitreisenden zu trennen. Schließlich ist es eure Reise und die solltet ihr so durchführen wie ihr wollt. Leute die “sticky” sind und andauernd an einem kleben sind auch nicht toll.

Essen

Esst was die Einheimischen essen. Probiert auch mal was aus. Schaut einfach, dass die Grundlagen der Hygiene eingehalten werden. Falls ihr doch mal Durchfall bekommt ist das kein Weltuntergang. Solange so eine “Verdauungsstörung” eure Reise nicht behindert (euch also von Ausflügen abhält) kann man sie auch einfach ignorieren. Erst wenn man wie ein Satellit um Toiletten kreist sollte man handeln und zur Reiseapotheke greifen.
Solltet ihr mal Abwechslung brauchen, kann ein westliches Fast Food Restaurant helfen um den Appetit wieder zu aktivieren. Tip: Esst unbedingt Früchte wenn ihr in tropischen Ländern seid. Die bekannten Sorten schmecken besser und die unbekannten Sorten sind echte Augenöffner was uns die Supermärkte so vorenthalten. Früchte die geschält werden müssen sind auch unbedenklich zu essen.

Diebstahl

Kontrolliert bei jedem Ortswechsel, ob die wichtigsten Sachen (Pass, Kreditkarte, Handy) am Mann sind. Tragt euer Zeug unauffällig am Körper und zeigt teure Sachen nicht in der Gegend herum. (Kameras die man nicht braucht einpacken.) Gute Hostels bieten Spinde an in die man seine Wertsachen, manchmal auch den ganzen Backpack, einschließen kann. Falls sowas nicht vorhanden ist, kann man die wichtigsten Sachen nachts auch mit ins Bett nehmen. Im allgemeinen gilt: Backpacker klauen nicht. Vorsicht ist gut, Misstrauen unangebracht. Wenn ich das Unglück meines Mitreisenden in Lumut berücksichtige (Pass und Kreditkarte geklaut/verloren) solltet ihr euch vorher informieren wo ihr euren Pass ersetzt bekommt und wie sowas abläuft. Außerdem sind 50-100USD in bar in nem Versteck ganz gut. (Geldgürtel z.B.)

Packliste

Nehmt so wenig mit wie möglich – umso mehr könnt ihr zurück bringen!

Wäsche für 10Tage, nicht mehr. Laundy Service ist in Hostels meist vorhanden und muss bei längerer Reise sowieso gemacht werden. Die 2-3EUR kann man schon mal investieren. Kauft euch Kompressionsbeutel, die machen richtig Platz im Rucksack! Nehmt einen Reiseadapter (ein platzsparendes Modell) mit. Kauft ein schnell trocknendes Microfaser Handtuch. Nehmt aber keines was zu groß ist(kleiner 1,50m!). Große Handtücher tendieren dazu irgendwo den Boden aufzuwischen – DAS wollt ihr NICHT! Eine Reise-Kofferwaage war sehr hilfreich. Euer Kulturbeutel sollte einer zum hängen sein. Nehmt ein dünnes und leichtes Schlafsack-Inlett mit. Wenn die Betten nicht sehr toll aussehen, oder es keine kostenlose Bettwäsche gibt, kann man so trotzdem  sauber und beruhigt schlafen. Treuester Schlafbegleiter war eine kleine Tasche, welche ich auf dem Hinflug (Nachtflug) von Oman Air erhalten hatte. Enthalten war eine Schlafmaske und Oropax. Durch den Karabinerhaken konnte ich das Set am Bett festmachen und nachts mein Handy dort reinstecken.

Sachen die man vor Ort kaufen kann und die meistens günstiger sind als zu Hause: FlipFlops, T-Shirts, Regenjacken/Überwürfe, Sonnenbrillen. Für die Damen: Schuhe! Nehmt nur 1 Paar mit.

Wenn ihr einen Tagesrucksack mitnehmt (und das solltet ihr!), dann schaut zu, dass dieser Hacken besitzt um ihn an den Trägern des Hauptrucksacks fest zu machen. Das macht das Tragen deutlich bequemer.
Der Rucksack sollte groß genug sein um eure Wertsachen bei Flügen aufzunehmen, er ist dann das Bordgepäck, und sonst sollte eine große Wasserflasche + Kamera + Zeugs hinein passen.

Reiseapotheke

Das Auswärtige Amt hat eine gute Liste an Medikamenten die man in der Hausapotheke und auf Reisen dabei haben sollte. Siehe hier.

Bei DocMorris habe ich mir den Großteil davon für ca. 25EUR zusammen gekauft. Zusätzlich solltet ihr Sonnencreme und Hand-Desinfizierer mitnehmen (gibts alles im Drogeriemarkt). Ich verbrenne mich leicht in der Sonne. “Bepanthen Kühlendes Schaumspray” hätte ich also ebenfalls gut gebrauchen können.

Malaysia

Ein tolles Einstiegsland für Backpacker-Anfänger. Englisch ist sehr verbreitet, das Land ist billig zu bereisen und das Essen bietet genügend Abwechslung um nicht langweilig zu werden. Man kann sich Metropolen ansehen, Inseln bereisen, Tee Plantagen besichtigen und durch den Dschungel wandern. Will man entspannt reisen sind 3 bis 4 Wochen eine gute Zeit um Festland-Malaysia zu bereisen. Für Borneo und Brunei braucht man sicherlich nochmal 2-4 Wochen. Fahrt nicht in der Regenzeit.

Singapur

In Singapur ist alles schick und neu und stylisch. Als Backpacker kommt man sich in der U-Bahn schnell underdressed vor. Die Stadt hat genug Sehenswürdigkeiten für 4-5 Nächte. Die Stadt ist seeeeeehr einfach zu bereisen. Zur Not fahren Taxis die sehr günstig sind. Englisch ist kein Problem und die Preise sind ok.

Wer einen Schneider sucht: Liberty Silk House in Little India. Hemden ab 75-80S$.

Neu Seeland

Ihr braucht mindestens 4Wochen! Besser 5Wochen! Plant 2,5 – 3Wochen für die Südinsel ein. (Ich war da gar nicht! Nur Hörensagen.)
Fahrt nicht über Weihnachten/Neujahr nach NZ! Das Wetter ist schlecht und alles noch mal teurer als es eh schon ist (Unterkünfte, Mietwagen etc). Ach ja: Neu Seeland ist teuer!
NZ lebt von seinen “Activities” wie Bunjee Jumping, Fallschirm springen, Rafting etc. Wenn ihr an solchen Zeug kein großes Interesse habt, bzw. nicht bereit seit relativ viel Geld auszugeben, dann sind schon mal 30-40% der Sachen weg, die man so macht. Die Landschaft ist interessant und bietet trotzdem noch genug Sehenswürdigkeiten.
NZ ist voller Deutscher Touristen! 40-50% aller Backpacker waren Deutsche! Wenn ihr nach NZ fahrt um weg von Deutschland zu kommen, könnt ihr die Reise direkt absagen. Fahrt lieber nach Laos oder Burma oder Nepal oder Indien oder… NZ ist auch sonst ziemlich vergleichbar mit Deutschland.
Nehmt einen Mietwagen in dem man auch schlafen kann. Die Busreisen sind teuer und schnüren euch ein. Mietwagen bekommt man ab 30NZD pro Tag.
Die Leute sind alle sehr freundlich. Trampen geht nirgendwo so gut und einfach wie in NZ.
Die Touris in NZ haben irgendwie immer ein Dauergrinsen im Gesicht und sind alle demonstrativ gut drauf (genau wie die Leute in den Hostels und den Sehenswürdigkeiten). Dinge sind entweder “Awesome” oder “Nice”.

NZ ist bei uns in Deutschland ja sowas wie das gelobte Land. Das sorgt natürlich für eine gewisse Erwartungshaltung. Bei mir hat das Wetter und die Germanenflut dann die Stimmung gedrückt, so dass ich nicht wirklich sagen kann, dass der Kurztrip sich gelohnt hat. Nein, ich würde sogar sagen, es wäre besser gewesen, ich wäre statt dessen nach Thailand gereist.

Nächste Ziele?

Die Ecke muss ich definitiv nochmal bereisen. Im November habe ich mir vorgenommen mit Kumi zu Diwali (indisches Lichterfest. Quasi das Weihnachten der Hindus) nach Indien zu fliegen. Thailand, Laos und Vietnam sollten aber irgendwann auch noch bereist werden.

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Heil zu Hause angekommen – naja fast

Der Rückflug zog sich mit seinen 15h naturgemäß echt hin. Aber als mich dann Kumuda in München in Empfang nahm war ich doch ganz froh wieder in Deutschland zu sein. 

Später am Abend besuchten Markus und Anja von weiteweltweltweit Kumuda und Mich und obwohl ich hundemüde war, quatschten wir noch bis halb 3 in der Nacht (Ortszeit. Für mich war es da schon wieder halb zehn morgens…)

Ich hatte die Nacht bzw. die Ankunft jedoch nicht ganz unbeschadet überstanden und mich direkt erkältet. Ich hoffe aktuell immer noch, dass es keine Grippe wird.

Am Sonntag Nachmittag bin ich dann bei meinen Eltern angekommen und später bei mir in der Wohnung. Jetzt geht’s ans Auspacken, Wäsche waschen, den morgigen Arbeitstag vorbereiten etc.

Ich werde nächste Woche nochmal meine Lehren die ich aus der Reise gezogen habe hier veröffentlichen.

Entspannt ins Einkaufsparadis

Heute ließ ich es sehr geruhsam angehen. In Singapur verließ ich nur zum Hemd abholen und zum Essen das Hostel bevor es mit einem günstigen hostel-eigenen Shuttle zum Flughafen ging.
Das kostenlose Frühstück war lecker und das Richtige für Kumi gewesen:

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Reisspagetti mit Kokosraspel und Orange gefärbten Zucker

Diesmal flog ich mit Tiger-Air und landete in KL am LCCTerminal. Da ich mittlerweile aber schon mal da war (1Tag mit Kumi auf dem Weg nach Malakka), gabs keine Überraschungen mehr.
Mit dem Bus ging es nach Sentral und dann weiter nach Chinatown – dort kenne ich mich einfach am besten aus. Ich bin im Razzys untergekommen. Das ist ganz schick und freundlich. Es gibt keine Bettwäsche aber ich hab ja meinen Schlafsack dabei.

Bevor ich mich nochmal auf den Markt stürzte um letzte Besorgungen zu machen (ich bin die Einkaufsabteilung für Kumi), habe ich mir etwas Besonderes zu essen gegönnt:
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Die Muscheln waren in NZ deutlich besser (und größer). Der Frosch in Ingwerwein war voller kleiner Knochen und schmeckte nicht nach Huhn (sondern nach Ingwer und reduziertem Wein). Am besten fand ich das süß saure Reh und den Preis: 11Euro.

Da ich wohl mittlerweile das Feilschen gelernt habe, war ich auf dem Markt ebenfalls erfolgreich. Jetzt muss es nur noch gefallen.

Safari-Day

Der Plan für heute sieht vor, dass ich die Beiden Safaris, also die neue River-Safari und die allseits beliebte Night-Safari, besuche.

Den Morgen verbrachte ich damit einen Reperaturshop für meine Uhr zu finden – erfolglos. Was in vielen Deutschen Einkaufszentren einfach geht, gibt es in Singapur wohl nicht: Eine Uhrreparatur die vor Ort Baterrien wechselt und die Versiegelung auf Wasserdichtheit prüft. Marktniesche?

Jedenfalls bin ich auf meiner Suche auch im Mustafas gewesen. Das ist eine Mall am Rande von Little India die mehr ein “gestapelter Basar” ist, als ein Glaspalast wie sonst Die Gänge sind eng und zugestellt mit Dingen. Die Kleider-Ramschtische sind mannshoch, aus touristischen Gründen sicher einen Besuch wert. Die Mal hat nebenbei 24/7 geöffnet.

Nach dem Mittagessen ging es mit der Bahn und dem Bus zum Zoo – dort beginnt die Riversafari. Was so einfach klingt ist eine ca. 1h Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Allem die Busfahrt zieht sich recht lange hin. Am Ende erreicht man den gepflegten Eingangsbereich des Zoos, der mit Ethno-Musik afrikanischen Stils beschallt ist.

Die Riversafari ist, wie mir im Hotel erklärt wurde, eigentlich nur erschaffen worden, um die beiden neuen Superstars des Zoos zu präsentieren: Die beiden Pandabären Kai Kai und Jia Jia. Wie in Singapur üblich, läßt man sich bei einer solchen Gelegenheit nicht lumpen und baut gleich einen kleinen Zoo ringsrum. Da es um Flüsse geht, gibt es natürlich auch wieder Aquarien zu bestaunen. Der Park ist unterteilt in 7 verschiedene Flüsse:
– Mississippi
– Congo
– Nil
– Yangtze
– Ganges
– Murray
– Mekong

Die “Hauptdarsteller” der einzelnen Flüsse waren mitunter aber etwas schwer zu finden bzw. nicht zu sehen. Der Park der Riversafari ist im Grunde genommen 3 geteilt. Es gibt den Pfad durch 7 Flüsse links vom Eingang und die Bootstour rechts von Eingang. An dem Punkt wo sich beide treffen ist eine Brücke. Am linken Ende der Brücke und damit am Ende der 7 Flüsse befindet sich eine “Bambushalle” die 2 Gehege enthält: Die der Pandabären. Durch die Halle führt in 3m Höhe ein geschwungene Holzbrücke von der aus man die Bären gut sehen kann.

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6 Inder auf einem Bild.

Man empfahl mir die Tour von links zu beginnen, als erst Flüsse, dann Bären und dann Rundfahrt. Die Bären wurden gerade gefüttert als ich kam, bzw. wurden wieder ins Gehege gelassen, somit konnte ich sie auch gut fotografieren.

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Kai Kai

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Roter Panda. Kleiner und nicht so berühmt wie die großen Pandas.

Man hatte mit mitgeteilt, dass ich 16:30 am Boot sein sollte für die Rundfahrt. Als ich auf die Uhr schaute, war ich schon 1Minute drüber. Also beeilte ich mich zur “Anlegestelle” zu kommen. Völlig unnötig wie sich herausstellte. Der Park war Wochentags kaum besucht. Die boote fuhren alle 2Minuten ab und waren teilweise leer. Die Bootsfahrt bot(!) einige nette Fotomotive war aber nach ca. 5-10Minuten vorrüber. Da wenig los war, fragte ich, ob ich sitzen bleiben konnte um eine zweite Tour zu drehen. Das wurde dann auch gemacht und so konnte ich nochmal allein die Rundfahrt machen.
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Danach kam ich an einem bereits geschlossenen Cafe an einem Aussichtspunkt vorbei. Die Tische luden zum verschnaufen ein und ich konnte meine mitgebrachten Kekse essen. Anschließend lief ich zum letzten Aquarium vor dem Ausgang. Dieses ist auch das größte und ist meiner Meinung nach genauso spektaulär wie die Pandas, denn hier gab es Mantees zu sehen: Diese großen Süßwasser “Seekühe” leben in (Nord?)Amerika und waren in einem überschwemmten Urwald präsentiert wo sie zwischen Baumstämmen herum schwammen.

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Der Star im Hintergrund: Mantee

Als ich am Ausgang noch ein zwei Fotos schießen wollte, meldete meine Kamera “Akku alle”. Shit!
Die Nachtsafari öffnete 19Uhr die Tore, es war 18:15Uhr. Meine Überlegung: “Hin und zurück brauche ich mindestens 2h, eher 2,5h. Aber der Akku muss ja auch noch ca. 0,5h laden… Nützt alles nichts. Ich muss zurück zum Hotel!”

Ich konnte auf die Art einmal den Berufsverkehr in Singapur mit vollen U-Bahnen ausprobieren. Sehr schön. Der Bus war gerammelt voll.
Mit geladenenem Akku und einigen Zweifeln wie ich Fotos machen würde bei der Nachtsafari ging es zurück zum Zoo. Ich war gegen 22Uhr da. Und bin direkt in das Bähnchen gestiegen mit dem man durch den Park gefahren wird. Es gibt zusätzlich noch Wanderwege, jedoch sieht man jeweils unterschiedliche Tiere. D.h. man kommt zu Fuß nicht zu den Tieren die man von der Bahn aus sieht.

Die Nachtsafari ist anders als andere Tierparks aufgebaut. Man hat die Gehege offen gebaut und es gibt keine Trennung zwischen den Tieren (zumindest den Pflanzenfressern) und der Bahn. Die Tiere (Paarhufer) werden durch spezielle Gitterroste in ihren Bereichen gehalten. Mit der Bahn bzw. Schuhen kann man jedoch einfach über diese hinweglaufen. Das ganze funktioniert so ähnlich wie mit Gittern und Frauen in Stöckelschuhen. Diese vermeiden ja auch wo möglich über Gitter zu laufen, um nicht die Absätze zu zerkratzen oder abzubrechen. Die Tiere wollen selbiges für ihre Beine.

Was mir nicht gefallen hat: Es gab kaum Zeit ein Foto zu machen. Da es sehr finster war, ging das auch nicht bei fahrendem Wagen. Die Nachsafari ist also eher nichts für Fotografen. Ich bin dann danach nochmal auf den Wanderwegen unterwegs gewesen und konnte dort im simulierten Mondlicht zumindest noch ein Bild schießen.

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Auch Vögel müssen schlafen.

Mein Eindruck von den Safaries: Die Riversafari ist ihr Geld (25S$) kaum wert. Die Nachsafari ist zwar teurer (35S$) aber auch etwas besonderes. Wann läuft man schon sonst nachts durch einen Dschugel. Einen Fotoapparat braucht man hingegen nicht. Hätte ich das gewusst….

Sentosa Beach und ArtScience Museum

Nach einem kostenlosen Frühstück im Hostel (es gab Mutton-Curry mit Brot, das freut den Lamm-Liebhaber) ging es nach kurzen Umwegen zum Art und Science Museum an der Bayfront. Das ist das Gebäude, was aussieht wie eine Blüte. Das Gebäude ist ziemlich groß, jedoch auf Grund seiner hübschen aber völlig unzweckmäßigen Form, recht schlecht nutzbar. Nicht gerade ein Meisterwerk für ein Design-Museum, wo es doch sonst immer heißt “Form follows Function”… (Kleiner Tipp: Arabischer Architekt)

Die Ausstellung im inneren wittmete sich dem amerikanischen Designerpaar Eames, welche hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren entwürfe für einen Möbelbauer gemacht hatten aber auch für IBM oder die USA bei der Weltausstellung in Moskau tätig waren. Ich fand es schade, dass die meisten Möbelentwürfe nicht ausprobiert werden durften. Auch war die Ausstellung an einigen Stellen schlecht gemacht bzw. für Asiaten unter 1,80m ausgelegt.

Nach dem Mittagessen ging es dann nach Sentosa. Die Insel vor der Insel ist ein Naherholungsgebiet, Freizeitpark und Resort in einem. Leider kostenpflichtig, jedoch mit 4S$ kein Problem. Mein Hostel verkauft die Eintrittskarten für diverse Sehenswürdigkeiten mit Rabatt an seine Gäste, deshalb kam ich schon mit dem Ticket für das S.E.A. Aquarium an. Bevor man das eigentliche Aquarium betritt, läuft man durch eine Ausstellung die dem Handel in vorkolonialen Zeiten gewittmet ist. Das ganze wir mit passenden Geräuschen untermahlt. Ähnliche Ausstellungen habe ich auch in Malakka und in Welington gesehen, aber die hier war deutlich besser gemacht.

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Riesendschunke bzw. Schatzschiff wie sie die Chinesen wohl um 1430 einsetzten.

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Das Aquarium ist recht groß und erinnerte mich teils stark an das in La Rochelle, welches ich bei meiner Frankreich-Rundfahrt gesehen hatte. Allerdings wird in Singapur nicht gekleckert sondern geklotzt und das Guinnesbuch der Rekorde verbrieft, dass Singapur das größte Acryl-Sichtfenster der Welt hat (siehe Bilder).
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Gegen 18Uhr bin ich dann noch an den Strand, der jedoch nicht soooo toll war (Langkawi hat die Latte halt hoch gelegt…), aber im Wasser war ich trotzdem. Die Duschanlagen waren, singapur-untypisch, in einem mittelmäßig bis schlechten Zustand. Ist halt aber auch Privatgrundstück des Resorts.

Ich aß in der Mall (ja, es gibt hier überall Einkaufszentren. Überall!!) und spielte mit dem Gedanken noch den Skypark zu besichtigen. Am Counter angekommen sah ich, dass der Eintritt von 23$ nur für das Observation-Deck gilt und man den Park selbst gar nicht sieht. Ich habe dann verzichtet. Viel mehr sehen als vom Flyer kann man sowieso nicht.

Relocation

5:30Uhr klingelte der Wecker und wir brachen zur Fähre auf. Frühstück gab es erstmal nicht. An der Fähre tummelten sich um 6Uhr schon gut 50 weitere Passagiere. Wir erhielten unseren Boardingpass und besorgten uns noch schnell etwas zu essen. Dann begann das Warten. Kurz vor 7Uhr erhielten wir die Ansage, dass die Fähre auf Grund starker Winde nicht fahren würde. Ich hab echt Glück mit den Badeinseln! (Zur Erinnerung: Pangkor scheiterte auch vor der Überfahrt. Nur Langkawi war ein Erfolg.) Zu aller erst wollte ich mein Geld zurück. Bei einer so unkalkulierbaren Wetterlage ist es keine gute Idee auf einer Insel zu sitzen, wenn der Rückflug ansteht. Wir erhielten unsere Tickets geflickt zurück (die abgerissenen Teile wurden wieder angetackert) und rückten Richtung Busbahnhof ab. Dort gab es dann erstmal richtig Frühstück für Carlos und mich. Uns blieb erstmal nichts weiter übrig als nachzudenken was wir machen wollten und zu warten. Das Ticket zurück erstatten würde nur das Reisebüro von gestern Abend, und das öffnet natürlich erst 9:30Uhr. Kurz vor 8Uhr klopfte ich dann mal an das Rolltor und siehe da, 5Minuten später war der Laden auf. Die 70MYR bekamen wir problemlos zurück.
Danach fällte ich meine Entscheidung: Zurück nach Singapur. Carlos wusste auch nichts besseres und kam mit.

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Alte Fischerboote in Mersing

Wir fuhren mit dem Bus nach Johor Bahru(JB). Der dortige Fernbusbahnhof war riesig! Es standen dort sicher 50-60 Busse herum! Der Bus nach Singapur war, dank der Travelagents die überall rum standen, schnell gefunden und auch nicht teuer. Es ging dann zur Zollabfertigung. In JB ist dies für Busse genau so organisiert wie am Flughafen. Einziger Unterschied: Man muss sein Gepäck natürlich mit durch die Station tragen. Danach ging es mit dem Bus über die Brücke nach Singapore. Dort erfolgte dann wieder, ebenfalls wie am Flughafen, die Kontrolle zum Eintritt nach Singapur. Alles verlief problemlos und zügig.
Nächstes Ziel war dann eine MRT Station (SBahn-Haltestelle). Wir waren recht weit außerhalb der City und es dauerte seine Zeit, bis wir die 17Stationen nach Little India absolviert hatten. Mein Hostel hatte ich bereits im Internetcafe in Mersing gebucht. Das Vintage Inn ist ein Capsul-Hotel. D.h. die Betten sind wie Hasenställe angeordnet und jeder hat so ein Fach in dem er schlafen kann. Dabei gewährt diese Form des Schlafsaals deutlich mehr Privatsphäre als sonst in Hostels übrig. Wenn man den Vorhang zuzieht hat man 2,5 m³ für sich allein.

Das Hotel ist sauber, sehr stylisch und wohl recht neu. Die Mitarbeiter sind freundlich und berieten mich bei meiner Tagesplanung. Heute wollte ich ins Museum (das Gebäude vor dem Sands, was wie eine Blume aussieht), in den Skypark und abschließend noch essen im Makansutra, eine Art Foodcourt an der Marina Bay.Bevor ich aufbrach wollte ich aber noch wissen, wo es einen guten Schneider zu finden gibt. Man empfahl mir einen in Little India. Sehr versteckt, man musste einen Treppenaufgang hinauf und fand dann dort eine kleine Schneiderei, bzw. den Raum zum Maßnehmen. Preis war ähnlich wie beim letzten Mal, eventuell sogar etwas billiger. Alles schien super. Leider fehlten ihm ein paar Stoffmuster. Aber das wäre kein Problem, in seinem(?) anderen Laden hätte man mehr Auswahl. Einer der Angestellten führte mich hin. Er nahm den direkten Weg, durch kleine Hintergassen und durch Blumenmärkte hindurch. Der Laden war tatsächlich größer und auch einladender gestaltet. Man zeigte mir die Stoffauswahl und ich saß ungefähr 1h um den passenden Stoff zu finden. Ich wollte einen weiß-in-weiß gemusterten und ein Nadelstreifen-Muster. Letzteres war einfach nicht zu finden. Ich entschloss mich dann halt zwei weiß-in-weiß gemusterte Hemden nähen zu lassen. Ich fragte was ein Hemd kosten solle, und er sagte 140S$. Ich sagte ihm was mir zugesagt wurde, und er bot mir 120S$ an. Ziemlich sauer verließ ich den Laden und bin direkt zurück zum ersten Laden. Dort stand man prinzipiell zu seinem Wort, aber als ich mir dort einen Stoff heraus gesucht hatte wurden es auch etwas mehr (85S$ statt 70S$ wie erst behauptet). Eigentlich war der Preis ok, aber nach dem Erlebnis vom anderen Schneider war ich sauer und bin gegangen.

Danach wollte ich zum Museum. Die Stoffsuche hatte mich aber soviel Zeit gekostet, dass das Museum jetzt nicht mehr sinnvoll war (1h ist einfach zu kurz). Also ab zum Skypark. Der Weg dahin war nicht gerade einfach zu finde. Man musste erst durch die Mal, dann durch das Hotel und als ich schlussendlich die Lobby des Skyparks gefunden hatte – war diese zu wegen einer geschlossenen Veranstaltung.
Die mal war aber auch an sich schon sehenswert. Hier ein kleines Wasserspiel:

Zum Glück ist die Bay-Area aus jeder Richtung ein Dankbares Fotomotiv. So entstanden diese Bilder:

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Blaue Stunde in Singapur

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Danach ging es zum Essen ins Makansutra. Die Preise sind OK (10S$ für ein Hauptgericht) und das Essen schmeckt. Der Foodcourt ist direkt rechts vom schwimmenden Fußballplatz. Auf diesem wurden gerade die letzten Vorbereitungen für das chinesische Neujahr (am 17.Jan startet das Jahr des Pferdes) gemacht.
Ich machte mich auf den Heimweg und da ich die nächste MRT Station nicht direkt finden konnte fragte ich ein junges Pärchen. Diese wollten auch dort hin und wir kamen ins Gespräch. Sie stellten sich als Philipinos heraus. Er sprach sogar etwas Deutsch was mich doch überaschte.

Morgen will ich nach Sentosa. Eventuell bleibt etwas Zeit für das Museum.

Reif für die Insel

Ich schreibe aus einem Internetcafe auf Englischer Tastatur. Mit den Umlauten wird es deshalb erstmal nichts.

Heute bin ich zeitig aus dem Hotel aufgebrochen um einen fruehen Bus Richtung Mersing zu bekommen. Der Weg zum grossen Busbahnhof war sehr guenstig (2MYR, also 0,5EUR) und verlief problemlos. Leider ging der frueheste Bus Richtung Mersing erst gegen 12:30Uhr. Also verbrachte ich 2h am Busbahnhof mit warten. Der Bus war von Transnational, jedoch diesmal ein ordentlicher. Die Fahrt sollte 5h dauern, es wurden eher 6h.

Die Landschaft auf der Fahrt war von Oelpalmen und Dschungel dominiert. Die Doerfer wurden immer kleiner. Wir machten 30Minuten Pause an einer Raststaette, die mehr ein Imbiss mit Klo war. Ich nutzte die Zeit um die Gegend zu erkunden und sah dabei verschiedene Schmetterlinge und eine kleine, interessant aussehende Libelle.

Als wir endlich in Mersing ankamen wurden wir direkt zum Verkaufsbuero fuer die Faehre gelotst. Erste Ueberraschung: Heute fuhr gar keine Faehre.
Zweite Ueberraschung: Es ist jetzt Nebensaison und die Faehren fahren da eher “nach Gefuehl” als nach Plan.
Dritte Ueberraschung: Ob Morgen eine Faehre faehrt, erfahre ich 6:15Uhr am Pier.
Letzte und beste Ueberraschung: Ob eine Faehre an meinem Rueckreisetag faehrt, erfahre ich auch erst wenn ich auf der Insel bin. Eventuell muss ich einen Tag vorher schon abreisen und eine Nacht an anderem Ort einschieben.
Was solls… ich hab das Ticket gekauft (hin und zurueck kostet 70MYR also knapp 16EUR) und falls es morgen nicht klappt, kann ich das Ticket zurueck geben.

Es ging nun an die Zimmersuche in Mersing. Ich kam mit einem anderen Reisenden ins Gespraech. Sein Name ist Carlos und er ist spanischer Rentner, 62 Jahre alt und ehemaliger Kellner. Wir klapperten einige Hotels ab und verhandelten hart. Aber entweder die Zimmer waren unakzeptabel (kein Fenster, Doppelbett etc) oder zu teuer. Schlussendlich fanden wir aber ein Hotel wo uns das Zimmer direkt und ohne verhandeln 50MYR kostet und ein Fenster, Klimaanlage und zwei Einzelbetten hat. Leider gab es kein Internet dazu, aber das wisst ihr ja bereits.

Wie es weiter geht erfahrt ihr, und Ich, morgen.

Dichtgepackter letzter Tag für Kumi

Heute hatten wir keine speziellen Ziele. Kumi wollte noch einmal schauen, ob sie eine Uhr kaufen kann, die ihr schon vor Weihnachten bei den chinesischen Händlern aufgefallen war (eine mit weißem Keramikgehäuse). Also waren wir auf dem Markt in der Pataling-Street “shoppen”. Unsere Verhandlungstechnik ist mittlerweile recht gut, und wir kommen meist bei 50% oder weniger heraus.
Kumi fand ihre Uhr und ich ein paar tolle Kopfhörer für mich.

Wir wollten dann bei einem chinesischen Straßenstand der Dampfgegartes (Bao/Pao) anbietet etwas essen. Da alle Plätze außen voll waren, zeigte man uns die Treppe ins Gebäude. Wir gingen etwas unsicher hinein und fanden am oberen Ende der Treppe ein ordentliches Restaurant, welches mit dem Straßenverkauf zusammen gehört. Hier ein Bild aus dem Restaurant auf die Patalingstreet hinunter.
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Nachdem wir alle eingekauft hatten ging es zurück ins Hotel zum packen.Es war doch recht schwierig alles in Kumis Koffer unter zu bringen. Aber schlussendlich hatten wir mehr oder weniger genau 25Kg im Koffer (ich habe ja diese Tolle Reise-Kofferwage. Danke Ronny!).

Dann ging es mit dem Bus zum Flughafen. Der Schalter hatte noch nicht geöffnet (wir waren sehr früh da) also gingen wir in einen Parfümladen damit ich herausfinden konnte, welches Parfüm mir gefallen könnte. Ich musste mehrfach zu den Kaffeebohnen greifen (die gibts zum schnuppern um die Nase/Geruch zu neutralisieren) weil man irgendwann kaum noch die Unterschiede riechen kann. Nach 30 – 45Min bin ich dann gegangen und habe Kumi beim Check Inn geholfen. 25Kg waren zwar OK, jedoch maximal 23Kg pro Gepäckstück! Wir mussten also umpacken. Nach reichlich einer halben Stunde arbeit, mit andauerndem neu Wiegen hatten wir es dann geschafft und Kumi konnte ihr Gepäck einchecken.

Danach wollten wir einen Kaffee trinken. Das erste Cafe was wir fanden war hemmungslos überteuert, also suchten wir weiter. Etwas am Rand der Halle fanden wir ein “Kopitime”, eine malaiische Cafe-Kette. Die Preise waren für den Flughafen sehr günstig. Wir bestellten zum Kaffee eine Nudelsuppe mit allerlei Beilagen wie Fischbällchen etc. und die war eine der besten Suppen die wir jemals in Malaysia gelöffelt haben – und definitiv ihre 11,50MYR also ca. 3EUR wert.

Nach dem Essen fand ich heraus, dass Prokon wohl gerade vor der Insolvenz steht und ich somit etwas Geld verlieren könnte. Nicht gerade tolle Nachrichten.
Jetzt war aber erstmal Zeit Kumi auf ihren 15h Flug zu verabschieden. Da ich kein Ticket hatte, konnte ich sie nicht weit in den Flughafen hinein begleiten.

Nachdem Kumi gegangen war, fuhr ich zurück zum Hotel. Eigentlich wollte ich in dem Restaurant am Markt heute Abend Frosch(!) essen. Aber nach der tollen Suppe hatte ich keinen Hunger mehr. Statt dessen haben ich bis spät in die Nacht gesessen um meine nächsten Tage zu planen. Ich muss irgendwie auf die Tioman Inseln kommen. Meinen Schnorchel+Brill habe ich ja dummerweise in NZ am Strand liegen gelassen. Ersatz wäre also auch gut.
Morgen geht es also früh los.

Zurück in KL

Nach einem letzten Frühstück in Little India (diesmal hatte ich ein mit Minz-Masalla gefülltes Brot und ein 2 süße Stücke sowie Masalla Chai), konnten wir mein geschneidertes Hemd in Empfang nehmen. Wir nahmen dann das Taxi zum Flughafen. Sobald man zu 2. oder gar zu 3. ist, ist das Taxi in Singapur die schnellste und eine recht günstige Lösung. Wir fuhren für 17S$ zum Flughafen, also 1S$ weniger als das Airportshuttle (2x 9S$) gekostet hatte.

Der Flug verlief schnell und etwas holprig. Vom Flughafen aus ging es mit dem Bus für 10MYR (2,5EUR) in die Stadt und dann weiter zu jenem Hotel was wir das letzte Mal auch gebucht hatten. Wir hatten nicht reserviert, aber da wir jetzt außerhalb der Urlaubszeit unterwegs sind, gab es keine Probleme ein Zimmer zu bekommen.

Wir waren dann schnell im Sentral Market bei einem Thai essen und danach auf der Suche nach einem Laundry Service (Wäscherei). Das Hotel verlangt Geld pro Stück, ich suche aber etwas wo ich pro Kg waschen lassen kann. Am Ende bin ich in einem Hostel um die Ecke fündig geworden.

Nächstes Ziel sollte dann die Berjaya Time Square Mall werden, wo Kumi günstig Klamotten kaufen wollte und ich nochmal nach Elektronik Ausschau halten wollte. Die Fahrt dort hin dauerte unglaubliche 80Minuten! Das lag daran, dass eine Richtung der Monorail ausgefallen war und wir 2x umsteigen mussten und die Züge zu dieser Zeit so voll waren. Wir hatten also ca. 1h in der Mall übrig bevor diese schloss.
Kumi war erfolgreich bei ihrem Streifzug, bei mir waren es gemischte Ergebnisse. Ich hatte ein Angebot vorliegen für ein 7Zoll Tablet mit Hülle und Ladekabel für 50EUR. Jedoch war das was ich über das Gerät erfahren konnte wenig ergiebig. (512MB RAM und 4GB Speicher. 1,2GHz Prozessor, Display-Auflösung ???)  Ich hab das Gerät nicht gekauft. Eine Recherche bei Amazon zeigt mir, dass man jetzt den alten Kindle für 49EUR kaufen kann. Ich glaube, da muss ich nicht mehr weiter suchen.

Als die Geschäfte schlossen, sind wir dann zurück zum Hotel gelaufen. Kumuda war erst nicht so überzeugt von diesem Vorschlag. Aber als wir nach 30Minuten am Hotel waren, war es doch die richtige Entscheidung.

100% Singapur

Nachdem ich mich aus dem Bett geschält hatte (Rücken und Ellenbogen waren unverändert schlecht in Form) ging es nach little India zum frühstücken. Kumi suchte eine spezielle Restaurant-Kette, die aber wohl nicht mehr in Little India zu finden ist. Statt dessen trafen wir einen netten Restaurantbesitzer der südindische Spezialitäten anzubieten hatte. So gestärkt nahmen wir uns unser erstes Ziel vor: Die “Gardens at the Bay”. Im Riesenrad waren uns die großen weinroten Pilze hinter dem Marina Bay Sands bereits aufgefallen. Heute wollten wir wissen, was es damit auf sich hat. Als wir aufbrechen wollten regnete es ordentlich, also besorgten wir uns aus dem Hotel nocht Regenschirme. Danach gings zur U-Bahn (MRT).

Vom Sands aus verläuft eine Brücke zu den Gärten. Zutritt ist prinzipiell erst einmal frei. Wir gelangten durch den Malaiischen Garten in den Chinesischen Garten und dann in den indischen Garten. Dahinter erhoben sich dann die beiden futuristischen Kuppeln mit der Blumenausstellung und dem Cloud Forrest (Wolkenwald). Hier ist dann Eintritt fällig und die 28S$ p.P. sind auch gerechtfertigt.
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Zuerst sind wir in den Wolkenwald gegangen. Diese Kuppel ist höher und schmaler als die andere. Im Inneren befindet sich ein von Menschenhand gemachter Berg mit diversen Wasserfällen. Der Berg ist von Blumen des Regenwalds bedeckt. Ein Rundgang führt erst um den Berg und dann zu einem Lift im Inneren. Dieser führt auf die Bergspitze von wo aus man dann den Berg hinunter laufen kann. Am Ende gibt es noch Ausstellungen im Berg über Höhlen und Kristalle.
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Der zweite Dom mit den Blumen war hauptsächlich architektonisch interessant. Als besonderes Ausstellungsstück waren Baobabs (Wasserspeicher-Bäume aus Afrika) zu sehen. Aber auch sehr alte Olivenbäume (keine Ahnung wie man die dort hin bekommen hat) waren zu sehen. Man nutzte auch Nutzpflanzen zu Deko-Zwecken. Darunter Erdbeeren, Tomaten, Orangen und Chilis. Von letzteren habe ich eine probiert und die waren richtig scharf!
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Die Kakteen Abteilung haben wir dann zügig absolivert, da wir noch zum Schneider mussten um das Hemd anzuprobieren. Der Weg führte uns noch einmal an den pilzartigen Gestellen vorbei.
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Es stellte sich heraus, dass die Manschetten nochmal weiter gemacht werden müssen. Die Schneiderin will das Hemd dann zum Hotel schicken und wenn das nicht klappt nach Deutschland senden.

Wir sind dann Essen gegangen und anschließend zur letzten Station des Tages aufgebrochen: Der Bay mit dem Merlion bei Nacht.
Vorher kamen wir jedoch noch an einem Massagesalon vorbei der günstige Preise zu bieten hatte. Ich nahm die Rückenmassage für 20S$ und Kumi die Fußmassage für 13S$. Beides dauerte 30Min und ich konnte mich danach wieder deutlich besser bewegen.

Der Merlion ist ein Fabeltier, halb Löwe halb Meerjungfrau bzw. Fisch. Eine große Statue steht als Wasserspeier am Ufer der Bucht mit Blick auf das Marina Bay Sands und den Singapore Flyer. Als wir dort ankamen, war es schon dunkel und die Lichtshow am Sands startete gerade. Einen Ausschnitt daraus und von der Aussicht vermittelt dieses Video:

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Letztes Ziel war dann das Hotelbett.