Ein schöner Tag trotz Behinderung

Als ich am morgen auf gewacht bin, wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Mein Rücken schmerzte, was bei den vielen Bus und Flugzeugstunden wenig überraschte, aber schlimmer war mein Ellenbogen. Der tat richtig weh, und ich erinnerte mich an meinen Vater der ähnliche Symptome einmal hatte. Wikipedia erzählte mir dann die Details zu einer Schleimbeutelentzündung. Ich denke die Fahrt von Auckland nach Wellington waren die Ursache, dort hatte ich meinen Ellenbogen im Fensterrahmen abgestützt um irgendwie meinen Kopf abzustützen um etwas Schlaf zu finden. In der letzten Nacht habe ich wohl dann auf dem Ellenbogen gelegen und den Auslöser gegeben. Als Lösung laut Wikipedia gilt, solange keine Infektion vorliegt, wenig belasten und gerne etwas kühlen. Da ich lieber Singapur als einen Arzt sehen wollte, war das dann auch die Lösung.

Wir gingen zum Frühstücken wieder in die indischen Restaurants in little India. Ein Frühstück kann dann z.B. so aussehen (ca. 7Eur für 2 Personen):
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Danach wollten wir Dinge besorgen und sind in die Orchard Road gefahren. Diese Straße ist auf beiden Seiten gesäumt mit Einkaufszentren der etwas größeren Art. Die Einwohner Singapurs haben als Hauptfreizeitbeschäftigung sich das Shoppen ausgesucht. Anders sind diese Malls nicht zu erklären. Singapur hat aktuell ca. anderthalb mal so viele Einwohner wie Berlin (also 5,5Mio). Als wir entlang der Straße laufen fallen uns immer wieder Schneider auf, die einem Anzüge, Hosen und Hemden Maßschneidern. Bei den ein oder anderen schaut man dann mal rein und mit einer Schneiderin sind wir dann ins Gespräch gekommen. Für einen Anzug hatte ich weder Budget noch Zeit eingeplant (ein anderer Schneider hatte für einen Anzug mit 2 Hosen und 2 Hemden 550EUR veranschlagt), jedoch war ein Hemd eine Option. Also habe ich Maß nehmen lassen und hoffe, dass es Morgen alles passt. Kostenpunkt 45EUR.

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Blick in die Orchard-Road.

Wir wollten eigentlich Elektronik Shoppen. Kumuda kannte aus ihren Besuchen in Singapur noch Suntec-City, eine Ansammlung mehrerer Bürotürme deren Lobby zu einer 3 stöckigen Mall ausgebaut sind. Also sind wir dort hin. Suntec City war jedoch mittlerweile nicht mehr so “In” wie noch vor 5Jahren. wir fanden da keine interessanten Shops – abgesehen von einem Immobilien-Händler von dem wir uns haben “beraten” lassen. Es ging um einen Wohnkomplex direkt hinter der Grenze in Malaysia. Die billigen Wohnungen (60qm, ca. 400k EUR) waren schon weg. Aktuell muß man für die 100qm Wohnung ca. 650k EUR zahlen.

Da wir in der Nähe des Singapur-Flyers waren, machten wir einen Abstecher dahin und buchten die Fahrt mit diesem Riesenrad. Dieses 165m hohe Riesenrad bietet seinen Besuchern eine tolle Aussicht, während der 30 minütigen Fahrt. Die Fahrt war der Höhepunkt des Tages. Hier ein paar Eindrücke von Singapur aus dem Flyer:

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Einstieg in den Flyer. (Fahrt pro Person 33S$)

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Links unten: Zielgerade der F1-Rennstrecke, In Zentrum das Stadium

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Nachdem wir noch ein günstiges Eis (Gutschein im Fahrpreis enthalten) gekauft hatten, liefen wir zur nächten UBahn Station. In der Orchard Road hatte uns ein Verkäufer den Tip gegeben in die “Electronic Mall” zu fahren, wenn wir Elektronik kaufen wollten. Also ging es da hin. Wir kamen dabei an der alten Kathedrale von Singapur vorbei, die mit ihren ausladenden Grünflächen wie ein Fremdkörper in der sonst so dicht bebauten Stadt wirkt.
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In der Mall (die tatsächlich ca. 70% Elektronik Läden enthält) lernten wir dann, dass E-Book-Reader in Singapur nicht zu bekommen sind. Man kauft eher Tabletts. Das günstigste Tablet war aber nicht wirklich überzeugend. Ich schau dann nochmal in KL ob ich was finde. Ich schaute dann nochmal nach Kopfhörern und fand ein paar kleine Lautsprecher mit ordentlich bumms für 7,5EUR (SonicGear Tatoo 101).

Nach dem Shopping-Ausflug waren wir beide ordentlich ausgelaugt und brauchten etwas zu essen. Wir fanden ein burmesisches Restaurant. Die “Century Eggs” waren nicht so der kracher, der Tee-Leaf-Salad jedoch war eine echte Überraschung. Mein Ellenbogen fand dabei Gelegenheit in einer Schüssel mit Eiswürfeln zu liegen.
Danach gings zurück ins Hotel und, tot müde, direkt ins Bett.

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