Safari-Day

Der Plan für heute sieht vor, dass ich die Beiden Safaris, also die neue River-Safari und die allseits beliebte Night-Safari, besuche.

Den Morgen verbrachte ich damit einen Reperaturshop für meine Uhr zu finden – erfolglos. Was in vielen Deutschen Einkaufszentren einfach geht, gibt es in Singapur wohl nicht: Eine Uhrreparatur die vor Ort Baterrien wechselt und die Versiegelung auf Wasserdichtheit prüft. Marktniesche?

Jedenfalls bin ich auf meiner Suche auch im Mustafas gewesen. Das ist eine Mall am Rande von Little India die mehr ein “gestapelter Basar” ist, als ein Glaspalast wie sonst Die Gänge sind eng und zugestellt mit Dingen. Die Kleider-Ramschtische sind mannshoch, aus touristischen Gründen sicher einen Besuch wert. Die Mal hat nebenbei 24/7 geöffnet.

Nach dem Mittagessen ging es mit der Bahn und dem Bus zum Zoo – dort beginnt die Riversafari. Was so einfach klingt ist eine ca. 1h Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Allem die Busfahrt zieht sich recht lange hin. Am Ende erreicht man den gepflegten Eingangsbereich des Zoos, der mit Ethno-Musik afrikanischen Stils beschallt ist.

Die Riversafari ist, wie mir im Hotel erklärt wurde, eigentlich nur erschaffen worden, um die beiden neuen Superstars des Zoos zu präsentieren: Die beiden Pandabären Kai Kai und Jia Jia. Wie in Singapur üblich, läßt man sich bei einer solchen Gelegenheit nicht lumpen und baut gleich einen kleinen Zoo ringsrum. Da es um Flüsse geht, gibt es natürlich auch wieder Aquarien zu bestaunen. Der Park ist unterteilt in 7 verschiedene Flüsse:
– Mississippi
– Congo
– Nil
– Yangtze
– Ganges
– Murray
– Mekong

Die “Hauptdarsteller” der einzelnen Flüsse waren mitunter aber etwas schwer zu finden bzw. nicht zu sehen. Der Park der Riversafari ist im Grunde genommen 3 geteilt. Es gibt den Pfad durch 7 Flüsse links vom Eingang und die Bootstour rechts von Eingang. An dem Punkt wo sich beide treffen ist eine Brücke. Am linken Ende der Brücke und damit am Ende der 7 Flüsse befindet sich eine “Bambushalle” die 2 Gehege enthält: Die der Pandabären. Durch die Halle führt in 3m Höhe ein geschwungene Holzbrücke von der aus man die Bären gut sehen kann.

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6 Inder auf einem Bild.

Man empfahl mir die Tour von links zu beginnen, als erst Flüsse, dann Bären und dann Rundfahrt. Die Bären wurden gerade gefüttert als ich kam, bzw. wurden wieder ins Gehege gelassen, somit konnte ich sie auch gut fotografieren.

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Kai Kai

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Roter Panda. Kleiner und nicht so berühmt wie die großen Pandas.

Man hatte mit mitgeteilt, dass ich 16:30 am Boot sein sollte für die Rundfahrt. Als ich auf die Uhr schaute, war ich schon 1Minute drüber. Also beeilte ich mich zur “Anlegestelle” zu kommen. Völlig unnötig wie sich herausstellte. Der Park war Wochentags kaum besucht. Die boote fuhren alle 2Minuten ab und waren teilweise leer. Die Bootsfahrt bot(!) einige nette Fotomotive war aber nach ca. 5-10Minuten vorrüber. Da wenig los war, fragte ich, ob ich sitzen bleiben konnte um eine zweite Tour zu drehen. Das wurde dann auch gemacht und so konnte ich nochmal allein die Rundfahrt machen.
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Danach kam ich an einem bereits geschlossenen Cafe an einem Aussichtspunkt vorbei. Die Tische luden zum verschnaufen ein und ich konnte meine mitgebrachten Kekse essen. Anschließend lief ich zum letzten Aquarium vor dem Ausgang. Dieses ist auch das größte und ist meiner Meinung nach genauso spektaulär wie die Pandas, denn hier gab es Mantees zu sehen: Diese großen Süßwasser “Seekühe” leben in (Nord?)Amerika und waren in einem überschwemmten Urwald präsentiert wo sie zwischen Baumstämmen herum schwammen.

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Der Star im Hintergrund: Mantee

Als ich am Ausgang noch ein zwei Fotos schießen wollte, meldete meine Kamera “Akku alle”. Shit!
Die Nachtsafari öffnete 19Uhr die Tore, es war 18:15Uhr. Meine Überlegung: “Hin und zurück brauche ich mindestens 2h, eher 2,5h. Aber der Akku muss ja auch noch ca. 0,5h laden… Nützt alles nichts. Ich muss zurück zum Hotel!”

Ich konnte auf die Art einmal den Berufsverkehr in Singapur mit vollen U-Bahnen ausprobieren. Sehr schön. Der Bus war gerammelt voll.
Mit geladenenem Akku und einigen Zweifeln wie ich Fotos machen würde bei der Nachtsafari ging es zurück zum Zoo. Ich war gegen 22Uhr da. Und bin direkt in das Bähnchen gestiegen mit dem man durch den Park gefahren wird. Es gibt zusätzlich noch Wanderwege, jedoch sieht man jeweils unterschiedliche Tiere. D.h. man kommt zu Fuß nicht zu den Tieren die man von der Bahn aus sieht.

Die Nachtsafari ist anders als andere Tierparks aufgebaut. Man hat die Gehege offen gebaut und es gibt keine Trennung zwischen den Tieren (zumindest den Pflanzenfressern) und der Bahn. Die Tiere (Paarhufer) werden durch spezielle Gitterroste in ihren Bereichen gehalten. Mit der Bahn bzw. Schuhen kann man jedoch einfach über diese hinweglaufen. Das ganze funktioniert so ähnlich wie mit Gittern und Frauen in Stöckelschuhen. Diese vermeiden ja auch wo möglich über Gitter zu laufen, um nicht die Absätze zu zerkratzen oder abzubrechen. Die Tiere wollen selbiges für ihre Beine.

Was mir nicht gefallen hat: Es gab kaum Zeit ein Foto zu machen. Da es sehr finster war, ging das auch nicht bei fahrendem Wagen. Die Nachsafari ist also eher nichts für Fotografen. Ich bin dann danach nochmal auf den Wanderwegen unterwegs gewesen und konnte dort im simulierten Mondlicht zumindest noch ein Bild schießen.

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Auch Vögel müssen schlafen.

Mein Eindruck von den Safaries: Die Riversafari ist ihr Geld (25S$) kaum wert. Die Nachsafari ist zwar teurer (35S$) aber auch etwas besonderes. Wann läuft man schon sonst nachts durch einen Dschugel. Einen Fotoapparat braucht man hingegen nicht. Hätte ich das gewusst….

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One thought on “Safari-Day

  1. I liked this article very much.I imagined myself to be there through your article! For the ‘6 Indians’ – I give you 10/10 – Well Done 🙂

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