Mitten ins Getümmel

Die Nacht im Flieger war kurz, aber zumindest konnte ich ein paar Stunden Schlaf abbekommen.

Am Flughafen lief die Einreise problemlos ab, dank deutschem Pass, andere Touristen müssen noch ein VisaOnArrival-Formular ausfüllen.
Am Geldautomaten traf ich dann einen anderen Backpacker der zufälligerweise in die selbe Gegend der Stadt musste. Also schlugen wir uns erstmal gemeinsam bis zur Bahn durch und fuhren in die Stadt. Wir trennten uns dann aber an der MRT (S-Bahn) Station, da er eine andere Strecke fahren wollte als ich, und ich ein paar Meter zu Fuß gehen wollte um die Gegend zu erkunden. Genau das tat ich dann auch unfreiwilliger Weise, denn ich bin an meiner Soi (Straße) vorbei gelaufen. Schweiß überströhmt (27°C, hohe Luftfeuchtigkeit) und viel zu früh (10:30Uhr) kam ich in meinem Hostel an. Aber ich konnte mich frisch machen und ins Netz um die Wartezeit zu über brücken, bis mein Zimmer fertig war.

Als ich dann ins Zimmer konnte, war ich nach der überfälligen Dusche so fertig, dass ich erstmal 1,5h im sehr bequemen Bett geschlafen habe.
Ich musste mich regelrecht zwingen irgendwann doch auf zu stehen um noch etwas von der Stadt zu sehen. Der hilfsbereite Typ an der Rezeption schlug vor, mit dem Boot ins Zentrum zu fahren. (Die S-Bahn fährt nur bis nach Chinatown. Die restlichen Kilometer muss man laufen oder Tuktuks nehmen.)

Die Tour mit dem Boot war günstig und man konnte die Stadt vom Fluss aus sehen. Es war dabei sehr verwunderlich zu sehen, dass neben schicken Bürohochhäusern noch einfachste Wohnhäuser und verfaulende Werkstatt-Schuppen zu sehen sind. Gerade die Abrissgebäude hätte ich so nah zur Altstadt gelegen, nicht vermutet.
Danach lief ich am Königspalast vorbei (der hatte schon zu, was ich vorher wusste), weiter am Verteidigungsministerium entlang zum Wat Pho. Dieser Tempel Komplex bietet zwei große Hallen mit Buddha Statuen und diversen anderen Einrichtungen die ein Kloster so benötigt. Hier ein paar Eindrücke:



Nachdem ich aus dem Tempel heraus war, fasste ich den engagierten Entschluss nach Chinatown zu laufen.  Laut Karte sollten das nur 1,5km sein, was vermutlich stimmt. Engagiert war es, weil es finster wurde, und Straßenschilder nur an größeren Kreuzungen den Namen der Straße in lateinischen Buchstaben zeigen. Irgendwann habe ich dann doch in einem 7/11 (das sind die all gegenwärtigen Mini-Supermärkte die auch spät abends noch auf haben.) nach dem Weg gefragt und musste erfahren, dass ich nur 50m entfernt war. Chinatown, jedenfalls die kleinen Stände die ich aus KL kannte, war bereits abgebaut. Jedoch gab es weiter innen noch eine Kreuzung wo es dampfte und zischte. Dort waren Garküchen aufgebaut. (Ein Video davon habe ich, aber leider ist der Upload momentan nicht möglich. Ich versuche so viel Material wie möglich bei slickpic hoch zu laden.)
Dort traf ich dann zwei Traveler die dort auch aßen. Der eine, ein Banker aus Südafrika, der andere ein Zivi aus Österreich. Wir verstanden uns gut und sind dann noch gemeinsam durch Chinatown gewandert und Essen probiert. Schließlich ging es zurück nach Sukhumvit, so heißt die Ecke wo mein Hostel ist. Die beiden mussten auch in die Gegend, also haben wir uns ein Tuktuk geschnappt und ordentlich verhandelt. Die Fahrt war länger als Gedacht, und mit 50 Baht p.P (knapp über 1Eur) auch recht günstig. Das soll auch so sein, wenn ich mein Ziel von 1500 Baht pro Tag nicht reißen will.
Zurück in Sukhumvit kamen wir an der Soi Cowboy vorbei. An der lauten Musik, den vielen Menschen und den auffallend hübschen Mädchen, konnte man sich schnell denken, was für eine Straße das ist. Wir sind die Straße einmal rauf und wieder runter gelaufen und konnten dort auch die “berühmten” Ladyboys sehen die, ehrlich gesagt, besser raus geputzt waren als die echten Mädels. Da wir dort aber eh nichts verloren hatten gings dann schnell wieder in zurück auf die Hauptstraße. Wir kamen recht schnell am Hostel der beiden anderen an, wo ich mich verabschiedete und schnur straks in die falsche Richtung lief (Norden statt Westen). So dauerte es noch 30 Minuten mehr, bis ich im Hostel ankam. Aber ich bin ja hier um Bangkok und Thailand zu sehen. 😉 

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