Prunk und Paläste

Heute ging es mal vormittags los. An der Rezeption traf ich einen der Traveler mit dem ich weg war. Wir beschlossen kurzerhand uns ein deftiges Frühstück zu verpassen: Bratreis mit Hünchen. Super lecker. Anschließend klärte ich im Hostel, wie ich am schnellsten zur Vimanmek Mansion und zur Ananta Samakhom-Tronhalle kommt. Es ging mit der S-Bahn bis zum Victory-Monument und dann mit dem Taxi zur Tronhalle.

Am Kassenhäuschen der Mansion stand geschrieben, dass es um 2Uhr eine englische Führung gäbe. Da ich um 1Uhr da war, schaute ich erstmal bei der Tronhalle vorbei. Dort sagte man mir, dass es wohl länger als 1h dauern würde und ich doch zuerst die Führung machen sollte. Also vertrieb ich mir die Zeit in den gepflegten Gärten europäischen Stils, und als es zu warm wurde, im Eiscafe.

2Uhr war ich pünktlich zu meiner Führung an der Mansion und war der einzige Tourist der diese wohl haben wollte. Also wurde ich von meinem persönlichen Guide durch die Räume geführt. Die Mansion ist ein mehrstöckiges Teak-Haus welches als Palast einem der vorherigen Könige gedient hat. Später, als es nicht mehr benutzt wurde, wurde es als Lagerhalle umfunktioniert. Zum 200Jährigen Stadtjubiläum von Bangkok, wurde das Haus an seinem Standort abgebaut und an seinem jetzigen als Museum wieder errichtet. Es zeigt wie früher die Herrscher Thailands gelebt haben. Der damalige König hatte in England studiert (Oxford) und war mit einigen europäischen Herrschern bekannt oder befreundet. Er modernisierte sein Land nach europäischen Einflüssen, was auch an den Ausstellungsstücken zu sehen war. Leider konnte man die Vitrinen nicht im Detail betrachten, da Seile einem das näher treten verwehrten.
Einige Bereiche mit Vitrinen waren so gar nicht zugänglich. Dies, und das man keine Fotos machen konnte, schmälerte etwas das Erlebnis.

Danach ging es in die Tronhalle. Dort konnte man mit einem Audioguide die dortige Ausstellung besuchen. Die Tronhalle wird mittlerweile nicht mehr als Empfangssaal für königliche Gäste genutzt, sondern beherrbergt unter ihren 6 Kuppen aus Carara-Marmor eine Ausstellung von Kunstschätzen welche die Kunsthandwerks-Akademie fertigt. Soweit es sich mir erschloss, finanziert die Königsfamilie den Erhalt der Kunsthandwerker wie dies früher durchaus auch in Europa üblich war. Im Gegenzug fertigen diese Handwerksmeister Intarsien, Gold, Silber, Seidenstickerei und Schnitzarbeiten. Die Königin hatte darüber hinaus angeregt die Flügel der Thailändischen Prachtkäfer als Dekoration zu verwenden, woraus sich ein eigener Stil entwickelte, welchen die Kunstakademie weiter erforscht. So hängen direkt am Eingang schillernde Mosaik-Geflechte in die 1x5mm lange Streifen aus Käferflügeln eingearbeitet sind.
Ich hätte davon gern ein paar Fotos gemacht, jedoch war auch hier Fotografieren verboten…

Ich hatte dann vor zur Fähre zu laufen um mit selbiger nach Chinatown zu fahren um dort etwas zu essen. Auf dem Weg lief ich eine Zeitlang neben einem Traveler-Pärchen her. Ich sprach sie dann an, wohin sie wöllten und sie erzählten mir von einem 32m Buddha in der Nähe. Ich schloss mich den Beiden, zwei polnische Studenten, an. Nach dem Buddha ging es weiter zur Fähre. Unterwegs entdeckten wir einen kleinen Markt in den wir einen Abstecher wagten. Ein echter Thai Markt, das merkte man schon daran, dass die Planen sehr niedrig hingen und ich häufig nur gebückt durch kam. Der Markt war zwar schon recht leer, aber immer noch standen Bottiche mit lebenden Fischen, Welsen, Aale und sogar Fröschen herum.
Anschließend versuchten wir zur Fähre zu gelangen, was daran scheiterte, dass die Anlegestelle an der wir waren, um die Zeit nicht mehr angefahren wurde.

Also nahmen wir uns ein Taxi nach Chinatown. Die Beiden hatten sich entschieden mit essen zu gehen. Ich erzählte ihnen von dem “Restaurant” an dem ich am ersten Tag war, und nach kurzer Suche fanden wir dies auch wieder. Alle Plastiktische waren voll besetzt, so dass wir diesmal gut eine Stunde auf das Essen warten mussten. Wir wurden durch die regelmäßigen Stichflammen vom Grillmeister am Wok unterhalten, und als Reisende gibt es eh immer was zu erzählen. Das Essen entschädigte dann für die Wartezeit. Es gab “Stir Fried Seafood”, “Deep fried Chicken” und “Scampies”, letztere in einer extrem leckeren Kokusmilch-Soße angemacht. Wir hatten uns abgesprochen, dass wir alle Gerichte aufteilten, so konnten wir alles probieren. Danach liefen wir zur Mrt/S-Bahn Station und fuhren jeweils zu unseren Unterkünften.

Da mir vom vielen Laufen die Füße und der Rücken schmerzte, bin ich da noch in einen Massage-Salon gegangen. Eigenlich wollte ich gern einen 50/50 Mix aus Fussmassage und Thai-Rücken-Massage. Aber die Eigentümer wollten das aus irgend einem Grunde nicht. Da der andere Laden an dem ich vorbei kam gerade zugemacht hatte, wollte ich nicht noch lange rum suchen, und habe dann die Thai-Massage gewählt. Eine recht schmerzhafte Entscheidung. Bei der Thaimassage wird durch geziehlten Druck auf die Muskeln versucht deren Verspannungen “aufzubrechen”. Zum Einsatz kommen Ellebogen, Knie und alles was weh tut – hatte ich das Gefühl. Auch das “auf den Rücken stellen” war im Programm. Jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass meine Verspannungen dadurch gelöst wurden. Um ehrlich zu sein bin ich froh, wenn es bis morgen nicht schlimmer wird.

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