Chiang Mai

Die Nacht im Zug war holprig, trotzdem konnte man besser schlafen als im Bus. Als Frühstück gab es dann ein Sandwitch und kalte schlaffe Pommes. Erstes Ziel des Tages war es nun eine Unterkunft zu finden.

Ich fand über meinen Reiseführer zur Thapae Gate Lodge, einem Hostel welches von einem Deutschen und seiner Thai-Frau geleitet wird. Ich habe mich für ein Ventilator-Zimmer entschieden, da aktuell die Temperaturen nicht so hoch sind, dass man AC benötigen würde. Wettermäßig ist Chiang Mai sehr angenehm. Gefühlt 23-27 Grad.

Ich bin dann aufgebrochen um die Stadt zu erkunden. Mein Weg führte mich direkt zu einem der kleineren Tempel der Stadt. Dort sprach mich ein freundlicher Thai auf Englisch an und wollte mir tatsächlich nichts verkaufen. Er gab mir nur den Tip Touren direkt beim Tourist-Office zu kaufen, die könnten die richtigen Preise liefern. Wie sich später heraus stellte gibt es eh keine Preisunterschiede, da die Anbieter alles miteinander absprechen.

An diesem wie auch den nachfolgenden Tempeln, bewachen Nagas, riesige Schlange, den Eingang. Hier eine kleine Auswahl:



Am großen Tempel Wat Chedi Luang gab es dann mehr zu bestaunen. Der Chedi, ich nenn es einfach mal Tempelberg, hinter dem Tempel, ist beeindruckend groß. Er war wohl einige Jahrhunderte lang eine Ruine und wurde bisher nur notdürftig hergerichtet. Und das obwohl er der eindrucksvollste Chedi in Chiang Mai ist.

Hinter dem Chedi, immer noch auf dem Tempelgelände, gab es noch 2 kleinere Heiligtümer zu sehen. Dort waren zwei hoch angesehene Äbte des Klosters als Wachsfiguren in meditierender Pose ausgestellt. Im Tempel traf ich auch die beiden Niederländer wieder, die mit dem Fahrrad Chiang Mai erkundeten.

Ich setzte meinen Weg zu Fuß fort. Die Altstadt ist nur ca. 2km x 2km groß und die Wahrzeichen konzentrieren sich auf die östliche Hälfte. Ich kam an einem kleinen Tempel (Wat Sam Pao) vorbei, in dem Fuß und Thai-Massagen angeboten wurden. Da wohl in einigen Klöstern die Massagetechnik geschult wird, hatte ich diesmal die Hoffnung, dass man mir den Rücken hier nicht nur schmerzhaft verbiegt, sondern das mit etwas Ahnung macht.

Bevor ich mich auf das Abendteuer einließ suchte ich jedoch etwas zu essen und wurde direkt am Tapae Gate fündig. Ich hatte unter anderem Bratreis mit Ananas. Die Massage war diesmal nicht nur billiger (130Baht) sondern der ältere Herr wußte was er tat. Es gab auch keine Diskussion als ich bat sich auf unteren Rücken und Beine zu konzentrieren. Er benutzte viel mehr seine Fingerknöchel und übte konstanten Druck aus. Nach einer guten Stunde war ich wieder halbwegs hergerichtet und ich gab auch etwas Trinkgeld.

Danach ging es zu Fuß zurück zum Hostel. Ich kam mit dem Hostelchef ins Gespräch und erfuhr ein paar interessante Infos bezüglich der Thai-Wirtschaft, Tourismus-Branche und Thais als Angestellte. Auch wenn es ihm ganz gut ging, hat er wohl, vorsichtig gesprochen, wenig Hoffnung für die Thai Wirtschaft.

Ich lief dann noch zum Nachtmarkt um zu schauen, was man sich noch Gutes gönnen könnte. Ich aß zwei Spieße mit gefülltem Schweinefleisch. Die Füllung war wohl in Knoblauch angemachter Reis. Sehr intensiv – wie alle Thai Speißen – aber auch lecker und günstig: 13Baht = 25Cent

Anschließend kaufte ich noch 1kg der Litschie-Artigen kugeligen Früchte, die ich aus Malaysia kannte. Es war wohl eine leicht andere Art aber trotzdem lecker. Das Kilo konnte ich nicht alleine Essen, also bot ich es ein paar Niederländern im Hostel an und kam so ins Gespräch. Ich hab bestimmt 600g gegessen, und hoffe, dass mein Magen keine Anstalten macht. Die Früchte hatten den unangenehmen Nebeneffekt, dass die Finger klebrig wurden, und selbst Seife dies nicht weg bekam.

Morgen geht es Zip-Linen. Was das ist, werdet ihr sehen…

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