Doi Suthep mit “Happy Beginning”

Heute hatte ich mir in den Kopf gesetzt den Tempel auf dem Berg oberhalb von Chiang Mai zu besichtigen, aber ohne dafür ein Vermögen auszugeben (die letzten Tage waren ja schon etwas oberhalb meines geplanten Budgets). Bisher bin ich entweder mit “Meter-Taxi” oder TukTuk unterwegs gewesen. Letztere sind schon mitunter nervig in Sachen Preis. Diesmal ging es aber etwas weiter weg (ca. 15km) und da sind dann die “Song Thaew” zuständig. Das sind Pickups mit Sitzplätzen und Überdachung auf der Ladepritsche. Es fahren unzählige in Chiang Mai herum. Laut Hostel sollte ich ein rotes nehmen, die seien für diese Fahrt und Fahrten im Stadtgebiet zuständig.

Nachdem ich mein Frühstück eingenommen hatte, hielt ich ein Song Thaew an, machte 50 Baht als Preis bis zum Zoo aus (so hatte man mir es geraten), und fuhr los.
Hier mal ein Bild vom Song Thaew von einem Song Theaw:

Am Zoo angekommen offerierte mir der Fahrer freundlich, dass er mich für 200 Baht direkt hoch fahren würde. Man hatte mir aber 50 Baht für die Strecke mitgeteilt, und so stand es auch im Reiseführer, also lehnte ich ab. 150m weiter parkten viele rote Song Thaews und der offizielle Preis lag bei 40 Baht. Super.
Der Haken: Nur wenn der Wagen voll ist. Ich wartete gefühlt eine Stunde und es kam niemand. Runterhandeln ließen sich die Fahrer nur auf 200 Baht. Irgendwann überlegte ich mir, dass es sinnvoller sei, einfach den Hang ein Stück hoch zu laufen und ein Song Thaew was sowieso hoch fährt anzuhalten. 50 Baht extra, lehnen die Fahrer normaler Weise nicht ab.

Nach 10 Minuten Fußmarsch kam ich an einem kleinen Markt an, von wo aus man einen Wasserfall besichtigigen konnte. Ich sah dort ein winziges Bienenvolk, welches ein trichterartiges Nest an einen Felsen gebaut hatte.

Oberhalb des Marktes gab es dann noch ein Kloster/Wat zu besichtigen, welches anderswo sicher eine Bemerkung im Reiseführer wert gewesen währe, aber nicht in Chiang Mai.

Als ich wieder an der Straße stand probierte ich bei einem weißen Pickup mein Glück und hielt den Daumen raus. Der PickUp hielt an, ich sagte “Doi Surthep?” sie sagten “ok” und ich hatte mein Taxi. Die Jungs waren sogar so nett unterwegs an einem Aussichtspunkt anzuhalten, damit ich Fotos machen konnte. Oben am Tempel angekommen wollte ich den Beiden etwas Geld geben, aber sie verzichteten und fuhren weiter. Das hat mir natürlich die Stimmung deutlich aufgehellt, nachdem die Song Thaew Fahrer mich eher angesäuert hatten.

Um zum Tempel zu gelangen, muss man eine 300 Stufen lange Treppe hinauf steigen. Die Treppe ist gesäumt von zwei großen Naga-Schlangen. An deren Köpfen spielen kleine Kinder in einheimischer/bergvölker Tracht, die sobald man sie fotografiert, auf einen zu gelaufen kommen und energisch ihre Gage einfordern.

Auf dem Plateau angekommen, erstrecken sich kleinere Souviniergeschäfte um den eigentlichen Tempel herum. Dieser liegt nochmals 2m höher. Im Innenhof steht im Zentrum die/der/das goldene Chedi, umgeben von einem schmalen Wandelgang, den Pilger(?) mit Lotusblühten in der Hand, im Uhrzeigersinn beschreiten. Kreuzförmig vom Chedi abgehend sind kleine Altäre untergebracht. Am interessantesten ist ein aus grüner Jade geschnittener und in Gold eingefasster Buddha:



Wie bei allen Religionen üblich, konnte und sollte natürlich reichlich gespendet werden. Großspender wurden mit Namensplaketten im Tempel geehrt. Soweit ersichtlich ist diese Ehre ab 5.000Baht, also knapp 120Eur zu haben. Recht viele Chinesen nutzen dies um das Ansehen ihrer Familie zu steigern. Man konnte aber auch zweckgebunden Spenden. Zum Beispiel für neue Tempelanlagen, oder die Restaurierung alter, oder der Ausbildung junger Mönche, oder oder oder. Damit dies nicht unübersichtlich wird, gab es eine Wand mit Spendendosen. http://bulk-share.slickpic.com/album/share/zNwTNQg5uDMNTQ/9167614.1/400/p/Android_photo_SP_9167614.jpg

Bevor ich wieder zurück in die Stadt fuhr, lief ich durch die Geschäfte unterhalb der Treppe und fand ein Restaurant in dem ich etwas aß. Was ich lernen konnte: Schlechter Service ist preisunabhängig. Als man sich bei der Rechnung auch noch mehrfach um 20 Baht verrechnete und mir ein “Special Menu” verkauft haben wollte, war das Maß echt voll.

Berg ab hielt ich Song Thaew an, welches sowieso gerade fahren wollte und konnte so für 50 Baht aufspringen. Da die letzten beiden Touris aber sogar auf die andere Seite der Altstadt wollten bin ich soweit mit gefahren, bis ich die Stadtmauer sehen konnte und dann ausgestiegen. Das der Fahrer dann 60 haben wollte war mir auch egal. Günstiger hätte es kaum laufen können.

In der Altstadt angekommen besuchte ich noch den Wat Chiang Man. Dieser Tempel war ursprünglich der Palast der Fürsten, die Chiang Mai gegründet hatten. Der goldene, auf Elefanten ruhende Chedi des Tempels, steht der Legende nach an der Stelle, wo die Fürsten während der Bauzeit der Stadt (und des Tempels) ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten.



Ich lief dann die 2 km bis zum Hostel zurück und genehmigte mir auf dem Weg noch einen Fruchtshake. Der wird auf eigenen Wunsch hin frisch im Mixer am Straßenstand zubereitet. Bei mir gab es Mango+Maracuja.

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