Reif für die Insel

Die Nacht verlief unspektakulär, d.h. keine Mückenplage oder sonstigen Plagegeister. Nachdem ich aufgestanden war, rief ich als erstes auf Ko Kood/Ko Kut bei Mike an. Er ist der Betreiber einer Tauchbasis mit Hostel auf der sonst noch recht unerschlossenen Insel. Mike machte mir ein gutes Angebot für die Übernachtung, und sagte zu, falls ich einen Tauchgang bei ihm mit mache, den Zimmerpreis etwas zu senken. Das klang sogar noch besser, also sagte ich zu. Auf der Insel ist Internet nur via Internetcafe oder Mobilfunkanbieter zu haben. Ich bin auf Anraten von Mike dann zu einem Handyladen und habe mir ein 1Wochen Internetpaket für die Thai-SIM gekauft (99Baht). Danach versuchte ich etwas zu essen zu finden.

Mein Weg führte mich in die Markthalle, die gestern Nacht noch wie ausgestorben da lag. Heute früh war sie voll mit Menschen und Waren. Am Eingang brutzelte eine alte Frau Bananen in Fett. Diese “Chips” waren sehr lecker und kosten nur 10Baht pro Tüte. Wie immer ist die Ecke mit dem Fisch und Fleisch die “intensivste”, in der ich mich nicht lange aufhalten wollte. Im Zentrum des Marktes fand ich dann lange Tischreihen umgeben von kleinen Essensständen. Ich ging zu einem Essenstand am Ende und bestellte mir da einen recht großen Satei-Spieß mit Klebreis für zusammen 25Baht.

Gegen 10 war ich zurück im Hostel, buchte meine Fähre nach Ko Kood, besorgte noch ein paar Getränke (auf Ko Kood soll das Bier recht teuer sein) und wartete auf das Shuttle zur Fähre. Das kam eine ganze Weile nicht, und ich hatte schon Sorge die einzige Fähre zur Insel nicht zu bekommen. Irgendwann hielt ein Song Thaew vor dem Haus. Es war bereits voll mit Leuten und deren Gepäck, aber man packte mich selbstsicher noch hinten rein. Mein Rucksack stand auf dem Trittbrett, zusammen mit einem Kinderfahrrad. Nach 30 Minuten waren wir an der Fähre.

Die Fähre startet recht weit im Süden von Trat auf einer Landzunge. Die Überfahrt dauert ca. 2h. Als ich im Januar nach Langkawi übergesetzt bin, saß ich im Bauch der Fähre wo man leider gar nichts sah. Diesmal hab ich mich aufs Oberdeck gesetzt und konnte zumindest beim Einlaufen ein paar Bilder machen.
Erst hatte ich das Gefühl der einzige Nicht-Thai an Board zu sein, aber in Summe waren es wohl 6 Ferang (Fremde) die vor Ort ausstiegen.

Am Landesteg (der auf der anderen Seite der Insel liegt) warteten dann schon Song Thaew, welche uns kostenlos (im Fährpreis enthalten) zu unseren Zielen fuhren. So kam ich unproblematisch bei den Paradise Divers an. Zusammen mit mir stieg ein Thai aus. Es stellte sich heraus, dass er einer der Tauchlehrer war.

Als ich ankam war nur eine Mitarbeiterin in der Tauchschnule. Aber Sie wusste Bescheid und sprach gut Englisch. Schnell hatte ich mein ordentliches und sauberes Zimmer mit großem Deckenventilator bezogen. Es gab auch eine Klimaanlage, aber da ich günstiger mit Ventilator gebucht hatte, sollte ich die doch bitte nicht benutzen. Ok.

Ich hab mich dann Umgezogen und wollte an den Strand. Als ich bei der Tauschschule vorbei kam, saßen diesmal mehr Leute herum. Darunter Mike, Lu(ise), eine Deutsche die Regelmäßig vorbei kommt, und zwei Finnen. Mike gab mir dann eine Brille mit Schnorchel und den Tip auf der Rückseite der kleinen Insel nach einem Riff zu suchen.

Ich lief zum ca. 200m entfernten Strand, legte meinen Rucksack im Schatten ein paar kleinerer Bäume ab, und ging ins Wasser. Der Strand ist weiß, das Wasser Blau und überall stehen Kokuspalmen. Aktuell werden einige kleine Ressorts in Strandnähe gebaut, ansonsten dominieren Einheimische das Bild.
Ich schnorchelte auf die Insel zu und war schnell auf dem Felsriff, welches zur Insel gehört. Das Wasser über den Felsen war sehr flach, so dass es schwierig war dort vorwärts zu kommen. Einfach wäre es gewesen etwas weiter von der Insel weg, diese zu umschwimmen.

Irgendwann hatte ich es geschafft und sah auf der Rückseite der Insel einen kleinen buddhistischen Schrein. Das Wasser wurde hier tiefer und es gab mehr Fische. Leider konnte ich nur eine kleine Koralle sehen. Auf dem Weg zurück fand ich eine riesige Muschel, eine sogenannte “Mördermuschel”, wie man sie gern auch in Disney-Zeichentrickserien sieht. Obwohl es nur die Schale war, wog sie immer noch ca. 1-2kg.

Zurück im Guesthouse zeigte ich die Bilder Mike und er rieht mir zur Vorsicht, Dinge auf zu heben. Ihn hatte bei einem Reinigungseinsatz vor 3 Wochen ein Steinfisch gestochen und er konnte Tagelang seinen Arm nicht bewegen und vor Schmerzen nicht schlafen.

Am Abend saß ich bei den deutschen Tauchern und wir gingen noch zusammen Essen. Als ich erzählte, dass ich in letzter Zeit häufig in Bochum war, gab es gelächter, denn einer der Taucher war aus Bochum, und Lu aus Dortmund.
Ich versuchte mit meinem Handy ins Netz zu kommen, jedoch schlug dies aus verschiedenen Gründen fehl. Jack, der Thai-Tauchlehrer, unterhielt sich dann mit der Hotline und wir konfigurierten an den Netzwerkeinstellungen herum. Scheinbar benutzt man auf der Insel ein Frequenzband für 3G welches mein Handy nicht unterstützt. Jedenfalls ist das Netz für mich extrem langsam Bilder können kaum, Videos gar nicht hochgeladen werden.

Morgen Nachmittag werde ich dann meinen Schnuppertauchgang am Riff machen.

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