Schnuppertauchgang

Heute ging ich nach dem Frühstück im Hostel direkt wieder Schnorcheln. Da ich mich teilweise schon etwas verbrannt hatte, ließ ich das T-Shirt diesmal an.

Jack hatte mir gesagt, es gäbe mehr Korallen hinter dem Tempel, man müsse nur weiter raus schwimmen. Also versuchte ich genau das. Jack gab mir diesmal Flossen mit, damit ich schneller voran kam.

Das Riff war dort wirklich abwechslungsreicher auch wenn es nicht so farbenprächtig wie am Roten Meer war. Es dominierten vor Allem die Fischschulen die Herden gleich, über den Meeresgrund zogen um an einigen Stellen Algen zu fressen.

Außerdem entdeckte ich noch eine “Mördermuschel” die unter einem Felsen lebte. Wenn sie noch lebendig sind, schillert ihr inneres in bunten Farben.





Nach gut 1,5 bis 2 Stunden im Wasser ging ich zurück zum Hostel Mittagessen.  Vorher schwamm ich noch durch den kleinen Fluss der in die Bucht mündete um an einen Palmen-Strand herum zu spazieren. Der Strand lag hinter einer Kokus-Plantage und war damit nicht Teil eines Resorts. Ich versuchte dort eine Kokusnuss zu knacken bzw. diese zu schälen, aber mangels Werkzeug war das zum scheitern verurteilt.

Nach dem Mittagessen ging es mit Jack und dem Tauchschüler Stephan zum Schnuppertauchgang. Im Endeffekt machte ich ein Stück der Tauchscheinausbildung mit. Wir lernten da Ausblasen des Mundstücks, wie man das Mundstück blind wieder findet und wie man sich ausbalanciert. Letzteres ist wichtig um Unterwasser “schweben” zu können. Richtig ausbalanciert muss man nur einatmen um aufzusteigen und ausatmen um abzusinken. Anschließend lernten wir noch wie man die Maske ausbläßt wenn sie mit Wasser voll gelaufen ist.

Danach ging es ums Riff herum. Mein Tauchkollege hatte etwas Balance-Probleme und stieg häufig zu weit auf, deshalb kamen wir anfangs nur langsam voran. Später ging es schneller und wir kamen an ein paar größeren Fischschulen und einigen Fischräusen vorbei. Beim Tauchen hat man die Möglichkeit einige Korallen, Seeigel und Fische aus der Nähe zu betrachten. Leider hatten wir nur Sauerstoff für 45 Minuten dabei, also mussten wir bald umkehren. Auf dem Rückweg zeigte Jack uns einen großen Pufferfisch der sich zwischen Felsen versteckte und, durch uns aufgeschreckt, versuchte sich unter Stephan zu verstecken. Auch ein paar wirklich große Mördermuscheln konnte wir sehen.

Zurück am Strand verstauten wir die schwere Ausrüstung in einem bereitstehenden Lastenmotorad und Liefen nach Hause. Ich duschte und hatte dann Zeit etwas zu lesen. Am Abend hatte sich dann eine Party angekündigt.

Die Leute der Tauchbasis fuhren zuerst zu einem Restaurant weiter im Süden der Insel. Dieses lag direkt am Wasser und hatte eine gute Essensauswahl. Die Finnen, welche mit bei Mike tauchen, wohnen dort auch. Nach einer großen Kokussuppe mit Reis ging es dann zum Peter Pan Resort.  Das liegt nördlich der Tauchbasis und ist wohl recht teuer (7000 Baht pro Nacht, also 165EUR). Dort setzten wir uns an die Strandbar. Wir waren ca 10 Personen, darunter noch zwei Mädchen aus Londen die ebenso wie die Finnen im Restaurant lebten. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihnen, bis sie anfingen ihre sozialen Netzwerke zu pflegen und zu beschäftigt waren zu um sich zu unterhalten. Ich wechselte zu den Finnen, die interessantere Typen waren und außerdem ein Geburtstagskind dabei hatten. Insgesamt ging es bis ca. 22Uhr, dann rief Mike seine Taucher weg von der Bar, denn morgen früh sollten sie fit zum tauchen sein.

In Mikes Tauchbasis saßen dann noch Mike, Jack (die beiden Tauchlehrer), Lu, die ihren letzten Abend hatte und Dong ein Tauchlehrer der als Festangestellter in einem Nobelresort arbeitet. Hin und wieder werden Gäste, bei zu großem Andrang, auch an Tauchbasen wie Mike “outgesourced”. Die Tauchlehrer erzählten von reichen Tauchgästen die absolut unfähig waren zu tauchen, ja noch nicht mal die Flossen richtig einzusetzen, die aber trotzdem einen Tauchschein hatten. Mit Geld geht scheinbar alles. Mit solchen Gäste wird der interessante Tauchausflug zu einem anstrengenden Babysitting, weil solche Gäste sich, ohne es auch nur zu merken, in Lebensgefahr begeben. Der Tauchlehrer ist also ständig unter Strom die Leute vom versehentlichen Auftauchen, oder vom Abdriften ab zu halten.

Gegen 12 ging ich ins Bett. Ich scheine mich wohl erkältet zu haben. Ich habe das feuchte T-Shirt vom Schnorcheln unter Verdacht.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s