Langsamer als gedacht

Heute war der Plan sich von Ko Kood bis Siam Riep (Ankor Wat) in Kambodscha durch zu schlagen. Gleich vorn weg: Daraus wurde nichts. Und das kam so…

Ich stand früh auf, sackte meine Wäsche ein (Laundry Service kostete 100Baht, d.h. 3x soviel wie in Chiang Mai), frühstückte und brach bei tollem Wetter mit der Fähre auf nach Trat. An Board saß ich neben einem älteren Herrn der mich ansprach. Er war Thai, selbst Urlauber, und sehr hilfsbereit. Ich erzählte von meinem Plan nach Siam Riep zu reisen, und dass ich noch nicht wüsste wie genau ich da hin käme. Vom Bus riet er mir ab, da der wohl 6-8h braucht und in jedem Nest auf der Strecke zur Grenze anhält. Fliegen ab Trat wäre eine Möglichkeit. Er rief seine Tochter zur hilfe und beauftragte sie für mich die Preise von Trat nach Bangkok und von da nach Siam Riep zu recherchieren. Nach 15 Minuten hatte ich Flugdaten, Abflugzeiten und Preise. Wow, ein Reisebüro auf reisen! 😉

Die andere Alternative wäre nach Chantabury mit dem Bus/Van zu fahren und dann von dort zu versuchen entweder nach Bangkok oder Siam Riep zu kommen.

Ich entschloss mich zu fliegen. 150Eur sind nicht zu teuer und ich würde Zeit sparen. Doch dann lief die Zeit davon. Die Fähr-Überfahrt dauerte länger und länger, die Shuttlebusse nach Trat ebenso und schließlich wurde mir klar, dass ich tagsüber Siam Riep nicht mehr erreichen würde.

Ich entschloss mich die Alternative via Chantaburi ins Auge zu fassen. Der Loose-Reiseführer schreibt außerdem, dass diese Stadt ein Insider-Tip abseits der Touristenrouten ist. Also ein Grund mehr da hin zu fahren.

Ich machte in Trat halt im Orchid-Guesthouse wo man mich direkt wieder erkannte. Ich konnte dort mein Gepäck ablegen und mit dem kleinen Rucksack etwas essen gehen. Eine Flasche Bier hatte ich von der Insel mit zurück gebracht und die wollte ich in diesem Zuge gleich mit vernichten. Ich lief zur Markthalle, suchte nach einem Stand wo es Curries gab, fand nichts und ging wieder zu den Grillständen mit dem tollen Fleisch für 20Baht. (Diesmal hab ich ein Foto gemacht).

Im Guesthouse gab man mir außerdem den Tip, dass ich Tickets für den Van nach Chantaburi direkt in der Stadt kaufen könne und nicht zur Busstation fahren muss. Das sparte mir ein Taxi.

Die Fahrt nach Chantaburi war beengt aber schnell vorbei (ca. 1h). Als wir ins Stadtgebiet einfuhren versuchte ich mich zu orientieren und hatte Glück. Ich laß den Namen des Guesthouses in das ich einchecken wollte (das einzige in Chantaburi). Praktischerweise kann man in Thailand die Fahrer der Busse und Vans bitten direkt anzuhalten um auszusteigen. So sparte ich mir ein weiteres Taxi. Ich checkte ein und nahm mir ein Zimmer mit AC. Es hatte sogar einen Balkon zum Fluss.

Nachdem ich das Zimmer und mich etwas herunter gekühlt hatte, entschloss ich mich die Stadt zu erkunden. Es hatte zu nieseln angefangen, aber das war weiter nicht schlimm. Ich lief die Altstadt am Fluss entlang und auch kurz hinüber zur Kathedrale. Diese stammt aus kolonialen Zeiten. Die Region Chantaburi war als einzige in Thailand unter Kolonialherrschaft (französisch). Die Kathedrale stammte aus dem Jahr 1906 und deutlich schöner hergerichtet als das was ich in Malaysia sehen konnte.

Danach ging ich zu einem Aussichtspunkt am Fluss. Dort wollte ich einen Kaffee trinken. Es gab zu meiner Überraschung keine englischsprachige Karte. Die Bedienung war freundlich aber auch des Englischen nicht mächtig. “Americano” verstand er nicht, und erst nach mehrmaligen wiederholen machte es bei “Coffee” klick. Er führte mich zu einem Kaffee auf der anderen Seite der Straße, weg vom Fluss. Dort konnte ich bestellen und man brachte dann den Kaffee zur Terrasse zu diesem komischen Fremden der nicht, wie jeder normale Mensch, dort Reis essen mochte.



Chantaburi ist ein Zentrum für den Edelsteinhandel, wobei sehr viele “bunte Steine”, oder Halbedelsteine verkauft werden. Ich war außerhalb der Marktzeit unterwegs und wurde deshalb damit nicht behelligt. Ich lief dann noch bei zwei Klöstern vorbei bevor ich mich zu einem Restaurant aufmachte, welches im Reiseführer erwähnt wurde (Chanthorn Phochana). Es handelte sich um ein Restaurant mit langer Tradition in dem man die regionale Kräutersuppe mit Schweinefleisch (Bai Cha Muong) essen konnte. Die Suppe war sehr gehaltvoll und machte zusammen mit dem Reis gut satt. Geschmacklich war sie leicht sauer und erinnerte damit etwas an Rouladen-Soße.

Anschließend lief ich zum Busbahnhof um mir mein Ticket für morgen zu kaufen. Ich werde nach Bangkok fahren um dann von dort aus zu fliegen.

Den Rückweg sparte ich mir und fuhr mit dem Motorradtaxi. Nach einem kurzen Einkauf im 7/11 zog ich mich in mein Zimmer zurück und konnte wieder Bloggen.

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