Aufbruch nach Kambodscha

Der Morgen begann wie in der Steinzeit: Nahrungssuche. Im Hostel gab es zwar Kaffee aber nichts dazu. An der Rezeption wies man mich Richtung Markt.
Normalerweise findet man in Thailand an jeder Kreuzung etwas zu essen. Aber Chantaburi war diesmal anders. Ich lief und lief und fand nichts. Irgendwann kam ich am Markt an. Dort gab es dann endlich zu essen, aber ich hatte fast 20Minuten gebraucht und irgendwann musste ich noch zum Busbahnhof kommen.

Ich holte mir süßen Reis mit Früchten und an einem Früchtestand noch einen Beutel mit Ananas. Im Hotel wurde das dann hinein geschlungen und mit (Instant-) Kaffee herunter gespühlt. Dann kam mein Taxi und kurz darauf saß ich im Bus, als einziger Nicht-Thai.

Die Fahrt verlief unspektakulär. Da ich meine Bücher ausgelesen habe, war sie etwas langweilig. Ich sah irgendwann aus dem Fenster und sah einen Flughafen. Laut meiner Uhr mussten wir in 30-60 Minuten in Bangkok sein, also fragte ich welche Flughafen dies sei. Irgendwann verstand mich jemand, der Bus war schon wieder los gefahren, und man sagte mir Bangkok Airport. Shit! Das ist meine Haltestelle!

Also schnell zum Fahrer. Der fakelte auch nicht lange und plötzlich stand ich mit Gepäck auf der Autobahn. Thai-Style. Ich hielt ein Taxi an, welches mich für 50 Baht zurück zur Busstation brachte. Von dort ging es mit dem kostenlosen Airport-Shuttle zum Terminal.

Ich hatte noch kein Ticket, also fragte ich am Info-Tresen wo ich ein Ticket nach Siem Reap kaufen könnte. Man verwies mich an Bangkok-Air. Dort wollte man mir erst einen Flug, der in 3 Stunden abgeht, verkaufen. Ich fragte nach einem anderen, kurzfristigeren Flug und man telefonierte kurz. Es gab einen für 160EUR (teuer!) der in genau 1h abhebt. Ich solle mich beeilen. Ich sagte zu und jetzt wurde es spannend.

Zuerst ging es zum Schalter einchecken. Die Dame im Shop hatte meinen Namen falsch geschrieben, also wurde das Ticket angepasst. Danach ging es zum Gate und durch den Security Check. Ich nutzte den “Nacktscanner” da dort weniger Leute warteten.
Danach ging es zur Ausreise-Pass-Kontrolle. Dort standen massen. Es war nun 35 Minuten vor Abflug. Das Gate schließt 15 Minuten vorher. Vor mir standen noch 15 Leute in der Schlange. Das wird so nichts….
Ich fragte eine Flughafen-Angestellte was ich machen könnte und zeigte mein Ticket. Sie meinte ich solle Folgen und öffnete eine Trennwand. Dahinter war die “Fastline” für Offizielle Gäste, VIPs und die Board-Crews. Dort war niemand und die Passkontrolle war in 5 Minuten durch.
Am Gate angekommen war ich der letzte der in den Bus zum Flieger einstieg. Auf dem Rollfeld hielt dieser neben einer kleinen Düsenmaschiene mit 75 Sitzplätzen. Die Maschine wartete noch bis ein Regenschauer vorbei gezogen war und dann ging es nach Kambodscha.

Beim Anflug auf Siem Riep sieht man riesige Wasserflächen. Ob es eine Flut war oder Reisfelder konnte man nicht sehen. Dann kam die Einreise-Prozedur. Ich rechnete nach Markus Beschreibung mit dem schlimmsten (d.h. Touristen-Nap und Abzocke). Jedoch war nichts dergleichen zu bemerken. Eventuell tritt dieser Beschiss nur an der Landgrenze (Bus) auf. Im Flieger mussten wir Einreise-Karten ausfüllen und dabei eine Unterkunft angeben. Da ich keinen Reiseführer für Kambodscha habe lieh ich mir einen bei anderen Touristen im Flugzeug um eine Adresse zu haben (und um zu wissen wohin ich das Taxi schicken muss…)

Da sich keine Mitfahrgelegenheit am Flughafen bot entschloss ich mich ein Taxi zu nehmen. Das Auto kostet 7Dollar (US). Man bot mir ein Motorrad-Taxi für 2USD an. Gepäck nimmt der Fahrer auf den Schoß. Ich versuchte mein Glück. Der Fahrer brachte mich zu meiner gewünschten Adresse, die aber etwas zu teuer war. Er schlug mir eine andere Unterkunft 50m weiter vor. Ich war skeptisch, da er mir auch eine Tour aufschwatzen wollte, ließ mich aber hinbringen. Das Hotel sah deutlich teurer aus als ich mir eigentlich gönnen wollte. Aber zu meiner Überraschung gab es noch genau 1 Bett in einem Dorm-Room mit Klimaanlage. Preis 6$ pro Nacht inkl. Frühstück und Schließfach. Top! Vor dem Hotel (Hostel kann man das Gebäude nicht nennen) gab es einen Teich mit kostenlosem Fisch-Spa. Dort saßen zwei reisende und ich gesellte mich zu ihnen.

Der eine war aus England und IT-ler, Ryan, die andere war Sonja, eine Lehrerin aus Deutschland auf Sabbatical.
Nach 30 Minuten Fisch-Spa entschlossen wir zum Markt zu laufen um uns etwas im Ort um zu schauen und etwas zu essen. Auf dem Weg kaufte ich eine Kokusnuss für 2500 Riel, knapp 50Cent. Wo wir schon beim Geld sind. Preise werden üblicherweise in Dollar ausgeschrieben. Wechselgeld bzw. Kleinbeträge werden in Riel ausgegeben. 4000 Riel sind ca. 1$. Alles sehr gewöhnungsbedürftig.

Siem Riep ist durch Angkor Wat wohl eine der wenigen touristischen Städte des Landes. Lara Croft bzw. Tomb Raider haben da wohl mit dazu beigetragen.
Wir schlenderten durch den Markt und wollten dann, als dieser schloss, in die “Bar-Street”, die Unterhaltungsmeile der Stadt. Diese war dank der Riesigen Leuchtreklame in 100m Entfernung leicht zu finden.

Die Straße war komplett voll mit Touristen und teureren Restaurants. Nur am Eingang zur Party-Meile gab es etwas besonderes zu sehen. Einen Essensstand der Tarantel und Schlangen in gegrillter Form verkaufte. Da die aber bereits zubereitet waren und nicht frisch vom Grill kamen, sah ich davon ab mir so einen Snake-Stick zu kaufen.

Das Restaurant war top, die Bedienung extrem aufmerksam und das ganze für 7,5$ sehr erschwinglich. In Kambodscha kann man für wenig Geld sehr gediegen essen.

Weiter ging es in eine Bar mit Live-Musik die wir nach ein paar Alkoholfreien Drinks nach ca. 1h verließen. Auf dem Rückweg wurde Geld geholt und dann ging es zum Hotel. Auf dem Weg viel mir auf, dass mein Rucksack weg war…. Zuletzt hatte ich ihn in der Bar mit Musik gehabt. Also rannte ich zurück und fand ihn unangetastet auf meinem Platz. Da auch noch die Gläser am Platz standen, hatte man wohl nicht gewagt den Tisch ab zu räumen weil da ja noch meine Sachen lagen und wir gleich zurück kommen würden…. Puh… Glük gehabt. Im Rucksack war meine Kamera und morgen will ich nach Angkor Wat.

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