Auf in die Hauptstadt

Um sieben war heute Abholtermin Richtung Fähre. In der Nacht hatte es stark geregnet und eine Finnin aus meinem Zimmer wartete seit 6 Uhr auf ihren Bus. Bei mir klappte alles wie geplant. Einzige Überraschung war, wie viele Leute in den kleinen Bus Platz nehmen können. (Es gab noch kleine Klappstühle die den Gang ausnutzten.)

Das Boot war eher ein Expressboot als eine Fähre. Es zog mit hoher Geschwindigkeit über den Spiegel glatten See. Wir kamen wie erwartet an den schwimmenden Dörfern vorbei und konnten so ein paar Bilder machen. Am Ende des Sees standen dann noch Dörfer auf Stelzen. Die Fahrt verlief ansonsten recht Ereignislos. Mein Platznachbar stellte sich als ehemaliger Profi-Triathlet heraus, der mittlerweile als Lehrer an einer Sportschule arbeitet.



Nach 5h, also gegen 14Uhr erreichten wir Phnom Penh. Am Bootsanleger warteten schon TukTuks auf Kundschaft. Mit etwas Verhandlungsgeschick konnte ich den Fahrer auf 3$ drücken, was wohl immer noch zu viel war. Aber so war ich wenigestens schnell da.

Als ich das Hostel betrat (Me Mates Guesthouse), begrüßte mich Jimmy. Er hatte eine schlechte Fahrt mit 5h Verspätung und extra Kosten im Bus hinter sich. (Er war am Abend bereits losgefahren und erst 11Uhr in PP angekommen.) Ich checkte ein und dann ging es gemeinsam auf Tour. Zuerst wollten wir Richtung Nationalmuseum. Da ich noch nichts gegessen hatte, hielten wir an einem Straßenlokal (mit WiFi!) in welchem wir für 2500Riel Bratreis bekam und wir dann noch zwei Eiskaffee für 4000Riel tranken. In Summe knapp über 1,5$.

Im Museum angekommen bezahlten wir artig Eintritt. Im inneren gab es Guides für 6EUR zu kaufen. Also nahm ich einen und wollte mit Jimmy teilen. Anstatt eines Handgerätes stand plötzlich eine Frau vor uns. Wir hatten somit eine persönliche Führung, leider konnte man nicht alles verstehen.

Wir konnten dann, trotz Fotografierverbot noch ein paar Bilder machen. Danach kamen wir noch an der Pagode Wat Ounalom vorbei, welche sehr groß aber ansonsten nicht sehr beeindrucken war.

Wir liefen weiter und wehrten die, gefühlt, hunderten TukTuk Fahrer ab die uns fahren wollten. Einer der Fahrer schlug uns vor zum Wat Phnom zu fahren um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Wir fanden die Idee gut, wollten aber lieber laufen. Auf dem Weg zum Tempel sahen wir den Nachtmark der gerade aufgebaut wurde.

Am Wat Phnom gab es nicht all zu viel zu sehen und wir entschlossen uns zum Zentralen Markt Psar Thmei zu laufen. Dort angekommen konnten wir noch ein paar Minuten lang durch die Gänge wandern, denn der Markt schloss gerade. Ich kaufte dann noch am 100g Jackfruit am Obststand, was gar nicht so einfach war, denn die Frau verstand nicht, dass ich kein Kilo kaufen wollte.

In meinem Guide, den ich von Sonja geerbt hatte, stand, dass ein Nachtmark westlich vom zentralen Markt zu finden sei. Wir liefen dort hin, fanden aber nichts. Auch die Fahrer dort wussten nichts von einem Nachtmarkt, außer jenem welchen wir auf den Hinweg auch gesehen hatten.
Wir entschlossen da hin zu laufen um etwas zu Essen zu finden.

Der Markt war interessant, da im “Essensbereich” mit den Garküchen Teppiche ausgelegt waren wo gegessen werden konnte. Wir fanden aber an allen Ständen nur das gleiche uninteressante Essen, und entschlossen am Mekong Ufer entlang nach Hause zu laufen und auf dem Weg nach Restaurants zu suchen.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen fanden wir ein günstiges Restaurant. Das Essen war ok, aber hatte einen indischen Touch. Da auf der Karte auch indische Gerichte waren, gehe ich davon aus, dass der Koch Inder war.

Anschließend ging es zurück ins Hotel wo erstmal duschen auf der Tagesordnung stand. Morgen wollen wir die Standrundfahrt machen und uns auch die Killing Fields der Roten Khmer anschauen.

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