Museum Santorini und Transfer nach Naxos

Mein letzter Tag auf Santorini verlief entspannt jedoch vom Wetter her eher schlecht: Es regnete. Ein guter Zeitpunkt von der Insel zu verschwinden.
Zwischen CheckOut und Abfahrt meiner Fähre lagen jedoch ein paar Stunden. Ein ideales Zeitfenster um ins Museum zu gehen und sich die Bilder und Fundstücke der Ausgrabung von Akrotiri anzusehen.

Das Museum liegt unweit der Busstation. Für 6EUR Eintritt kann man ins nicht allzu große Museum hinein. Allerdings sind die Fundstücke durchaus verblüffend. Neben einer kurzen Geschichte der Geologie und der Vulkanausbrüche geht es direkt los mit den Fundstücken. Überwiegend Gebrauchs- und Kultgegenstände, ganz wenig Schmuck und natürlich die Wandmalereien. Insbesonders die Krüge mit praktischem Ausguss sind interessant. (Nochmal der Hinweis: Die Sachen sind 3500 Jahre alt!)

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Es war auch der Abguss eines Tisches zu sehen, der sehr an barocke Formen (siehe Beine und Füße des Tisches) erinnerte. Das Holz selbst war natürlich nicht erhalten, jedoch hatte der Tisch im Schutt einen Abdruck/Form hinterlassen, welche ausgegossen werden konnte.

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Grund für mich in die Ausstellung zu gehen waren hauptsächlich die Wandmalereien. Die nach 3500 Jahren immer noch ihre Farben bewahrt haben.

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Als letztes und besonderes Ausstellungsstück gab es noch einen goldenen Steinbock. Das einzigste goldene Fundstück sticht, in meinen Augen, auch durch sein modernes Äußeres hervor. Man könnte es für eine Arbeit aus den 21ten Jahrhundert halten.

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Danach ging es zur Fähre am neuen Hafen (dort wo auch gestern die Rundfahrt startete) und dann mit der großen Blue Star Ferry nach Naxos. Die Preise an Bord sind saftig, also sollte man etwas zu trinken und etwas zu essen mitnehmen. Auch Internet war nicht frei zugänglich. (Ich vermute nur gegen Bezahlung, ich bin dem aber nicht nachgegangen)

Mit ca. 10 Minuten Verspätung kamen wir in Naxos. Die Insel hat einen gewissen Charme. Die Hauptstadt Chora wird von ihrem mittelalterlichen, burgartigen Zentrum überragt, während ein alter Tempel auf einer Landzunge links vom Hafen einem klar mitteilt, dass man in Griechenland ist.

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Ich lief den Hafen entlang und erfragte meinen Weg zum Hotel (ich hatte dummerweise vorher nicht gecheckt wo es ist, und an Bord hatte ich wie gesagt kein Netz). An einem Kiosk fragte ich einen Griechen und merkte erst während ich sprach, dass er wohl nicht der Kioskbesitzer sondern eher sein bester Kunde bzgl Alkoholika war. Interessanterweise entpuppte er sich aber als sehr hilfsbereit, hörte den Namen des Hotels und führte mich zu einem Geschäft wo der Bruder des Hotelbesitzers arbeitet, der mir dann den Weg beschrieb.

Am Abend ging ich dann noch eine Runde spazieren. Ziel war zum einen der Tempel im Sonnenuntergang, zum anderen ein Restaurant zum Abendessen.
Der Tempel bietet eine nette Fotokulisse, viel mehr aber auch nicht. Am Fuße des Tempels stand ein Souvenirverkäufer der Marmorreliefs verkauft. Er machte mich darauf aufmerksam, dass der Marmor auf Naxos ein besonderer sei, der leicht Transparent ist. Mit dem Feuerzeug zeigte er mir, dass man das Licht durch den Stein hindurch sehen kann, und das bei bis zu 2cm dicken Platten.

An der Hafenpromenade checkte ich die Preise und war angenehm überrascht. Hier konnte man frischen Fisch für ca. 50% der Preise von Santorini essen. Das Restaurant Meze2 empfahl mein Reiseführer. Da die Preise OK und die Tische gut gefüllt waren, ging ich hinein. Ich bestellte gegrillte Pepperoni (groß und wirklich scharf!) danach Gouna und einen halben Liter Weißwein. Gouna ist eine lokale Spezialität. Der Fisch wird ausgenommen und zum trocknen in die Sonne gehängt. Er wird dann gegrillt serviert. Klingt “interessant”, war es auch.
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Der Fisch roch etwas fischiger als üblich und mein Magen teilte mir am nächsten Morgen mit, dass ich mir ein anderes Lieblingsgericht suchen sollte. Als ich die Rechnung kommen ließ (16,80EUR) bekam ich noch ein Dessert (Jogurt mit Marmelade) und einen Ouzo aufs Haus dazu. In Summe also durchaus ein guter Preis, wenn auch die Magenverstimmung gern ausbleiben darf.

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