Naxos Roadtrip

Nach einem ausgedehnten Frühstück ließ ich über mein Hotel ein Auto kommen. Das Auto, ein recht neuer Lancia Ypsilon kostete mich 25EUR für einen Tag.
Bis das Auto kam, laß ich in meinem Reiseführer etwas über Naxos und die Sehenswürdigkeiten im Hinterland.
Dabei laß ich von der Zeus-Höhle (benannt nach dem Berg Zeus bzw. Zas) welche hinter Filoti liegt und über die Kirche Panagia Drosiani. Diese steuerte ich als erstes an, da sie als einzige nicht auf der Route lag, sondern leicht daneben. Die Kirche sah aus wie aus dem Fels gehauen. Sie war von der Anlage her recht schief und krum (die Seitenschiffe gingen eher im 45 Grad Winkel ab). Sie beeindruckte nicht durch ihre Größe, sondern eher durch ihre Gewölbeartigkeit. Sie wurde nicht im Detail geplant und durch einen Architekten ausgeführt, sondern einfach von Amateuren über die Jahrhunderte gebaut – so das es passt. Leider konnte man innen keine Fotos aufnehmen.
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Danach ging es nach Chalkri, ein Dörfchen was von allen besuchten das meiste zu bieten hatte. Höhepunkt war der Besuch der lokalen Distille wo Kitron hergestellt wird. Dieser Zitronenlikör wird aus den Blättern einer bitteren Orange gemacht (aus den Früchten macht man Marmelade). Die alten Brennöfen werden noch immer benutzt. Der Likör war lecker und so wanderte eine weitere Flasche in meinen Souvenirkorb. Ich fand dann eine gut besuchte Taverne zwei Ecken weiter und aß dort einen Feta mit Chili zu mittag.
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Danach ging es weiter zum Berg Zas und der dortigen Höhle. Auf dem Weg lag Filoti, wo ich unter einem großen Baum in der Dorfmitte einen Kaffee trank. Ich fand dann, dank Google Maps App und der Beschilderung, die Straße zur Höhle, bzw. zu einem Aussichtspunkt von dem man aus weiter zu Fuß gehen musste. An dieser Stelle klingelte es aus dem Tal unter dem Aussichtspunkt. Eine Herde Ziegen kletterte durchs Gelände und ließ die Glöckchen am Hals läuten. Hier ein Video davon:
http://vimeo.com/166864682
Danach begann der Aufstieg. Erst ging es über einen einfachen Pfad, dann über Stock und Stein – Marmor um genau zu sein. Die Felsen waren weiß und leuchteten in der Sonne. Auffällig war auf dem Weg eine Blume mit interessant aussehender Blüte (welche aber unangenehm roch).
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Der Höhleneingang war halb zugemauert, so das nur ein Türdurchgang offen war. Die Höhle war sehr tief und nur mit einer Lampe zu erkunden. Ich versuchte mein Glück mit meinem Handy. Zuerst ging es links entlang und auf einen Geröllhaufen hinauf. Als ich hinab stieg (was leichter klingt als es in der Dunkelheit war) stellte ich fest, dass man auf der rechten Seite der Höhle um den Haufen herum gehen konnte und noch tiefer in die Höhle kam. Als ich dort weiter ging stand ich irgendwann vor einem recht steilen Geröllhang, den ich dann doch nicht erklomm. Ich war allein in der Höhle und gut 100m tief drinnen als ich umgekehrte. Im Schein meiner Taschenlampe sah ich eine fette Spinne rennen und hörte Fledermäuse zirpen.
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Ich hielt dann auf der Fahrt Richtung Norden noch in Aperathos, einem weiteren kleinen Dörfchen. Ich stieg aus und lief einfach die ersten Treppenstufen hinauf, die ich fand. Es war ein kleines verwinkeltes Dörfchen und nach einigem herumlaufen fand ich ein schönes Plätzchen was für ein Foto taugte. Danach ging ich zurück zum Auto. Ich war spät dran und wollte nach Apollonas um dort zu baden. Die Straße war spektakulär. Es ging in Serpentinen durchs Gebirge hoch und runter. Um 17:20Uhr kam ich in Apollonas an und stellte mein Auto am winzigen Hafen/Strand ab.
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Ich ging dann schwimmen (endlich Sandstrand) und saß noch eine Weile und laß. Als ich mich in den herunter gekommenen Kabinen wieder umgezogen hatte, ging ich die Restaurants/Tavernen ab, musste aber feststellen, dass man sich hier keine Mühe gab etwas interessantes zu essen zu bieten. Ich setzte mich dann wieder ins Auto und fuhr die Westküste zurück nach Naxos Stadt (Chora). Das klingt einfacher als getan, denn die Straße war genauso gewunden wie im Gebirge (faktisch war man im Gebirge, nur mit Blick aufs Meer).

Mein Reiseführer erwähnte den Strand Abram, den ich auch besuchte. Ein kleiner Kiesstrand ohne Besonderheiten. Die Betreiber der kleinen Taverne waren gerade bei Renovierungsarbeiten und wollten mich gern als Gast haben. Aber auf Tiefkühlkost hatte ich keine Lust.

Ich kam bei Sonnenuntergang in Chora an, tankte nochmal nach (in Summe 16EUR Sprit – Super95 kostet 1,60EUR!) und fuhr dann ins Hotel. Heute gehe ich ins Fischrestaurant am Strand vor meinem Hotel essen. Die gemischte Fischplatte für 12EUR sieht so aus.(Sogar mit Oktopus!) 
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