Anreise – Typisch Ich

Der Tag war super geplant. 14:00 Uhr wollte ich spätestens in meiner Wohnung sein um alles fertig zu machen und um 14:30Uhr wollte ich allerspätestens die Wohnung verlassen. 14:55Uhr ging mein Zug ab Chemnitz Hauptbahnhof nach München Flughafen.
In den letzten Minuten fallen mir regelmäßig noch unzählige Dinge ein die noch alle gemacht werden könnten und müssten. Ich verließ also 14:35Uhr meine Wohnung und lief zum Bahnhof. Erst langsam und gemächlich, dann doch etwas zügiger am Ende war kurz Panik, denn der Zug wurde auf ein andere Gleis verlegt. Gut durchgeschwitzt saß ich dann schlussendlich doch im Zug.
Die Umsteigezeiten von 7 bzw. 8 Minuten hatten mir etwas sorge bereitet, nor lief alles geschmeidig und ich kam rechtzeitig und wie geplant am Flughafen München an. Beim Aussteigen aus dem ICE aus Nürnberg sprach ich mit einer Backpackerin die in den Bergen Europas unterwegs war. Sie stellte sich als Australierin heraus und sagte, dass Deutschland ihr Lieblingsland sei. Irgendwie witzig, denn es gibt nicht wenige Deutsche die das umgekehrt ebenso sagen.
Der Flug mit Etihad nach Abudabi begann etwas nüchtern, denn ich durfte in der Mittelreihe in einer voll besetzten Reihe Platz nehmen. Als das Boarding fertig war, waren die Fensterplätze neben mir jedoch komplett frei und ich fragte ob ich wechseln dürfte. Das wurde mir erlaubt und ich konnte so etwas schlafen. Positiv überrascht wurde ich vom “Nachtpaket” das ausgeteilt wurde (mit Minizahnbürste, Oropax und Augenblende. Auf letzterer steht auf einer Seite “Bitte schlafen lassen” und auf der anderen “Bitte zum Essen wecken”.)  Besonders überrascht war ich vom Essen, genauer vom Essbesteck. Es war Metallbesteck. Bei deutschen Airlines muss man dazu wohl Businessclass fliegen. Kurzum der Flug war gut.
Angekommen in Abu Dabi stellte ich mich auf 2h Transitzeit ein. Komischerweise begann das Boarding des neuen Flugs nur ca. 30Min nach der Landung. Zwar saßen wir dann nochmal 30Min auf dem Rollfeld aber wirklich “Aufenthalt” hatten wir nicht. Der Flughafen in Abu Dabi fühlte sich überraschend klein an. Gerade wenn man dies vergleicht mit der riesigen Ferrari-Anlage vor dem Flughafen die ein riesiges rotes Dach mit Ferrari Logo kennzeichnet.

Der Weiterflug bestand für mich darin mich mit Lesen zu beschäftigen. In Saigon war gerade Morgen und ich wollte den Tag/Nacht Rhytmus beibehalten. Kurz vor eintreffen des Fluges sah ich Stewardessen zu einigen Passagieren zu gehen und sie anzusprechen. Irgendwas war wohl schief gelaufen – vielleicht mit ihren Anschlussflügen. Als wir in Saigon dann endlich eintrafen (1 Buch hatte ich mittlerweile durch, dann noch eine Zeitung und ein zweites Buch zu 70%) verkündete der Kapitän, dass es über Saigon stark stürmen würde und wir ein paar Extrarunden fliegen müssten. Mit 40 Minuten verspätung und gut durchgerüttelt landeten wir dann. Es ging durch die Gesundheitschecks (Ebola & Co Spätauswirkungen) und dann durch die Passkontrolle. Am Gepäckband wartete ich auf meinen Rucksack bis ein Vietnames mit einem Schild mit Namen vor mir stand – mein Name stand darauf. Das Gepäck war noch in Abu Dabi. Hervorragender Start! Auf dem Flug hatte ich Kontakt mit einem Deutsch Vietnamesen geknüpft (Südvietnamesische Familie die nach dem Krieg nach Westdeutschland geflohen war) was mir jetzt bei der Verständigung entgegen kam. Sein Gepäck und das seiner Mutter fehlte ebenso, also taten wir uns zusammen. Wir nahmen dann gemeinsam ein Taxi, weil unsere Unterkünfte auf der gleichen Straße lagen. Wir fuhren zuerst zu meiner unterkunft und es gab irgendwie Umrechnungsverwirrungen. Am Ende bezahlte ich in Dong und bekam von den Beiden Euro zurück. Als ich im Hostel war und nachrechnete musste ich feststellen, dass sie sich, zu meinen Gunsten, verrechnet hatten. Falls ich die beiden nochmal sehe gebe ich ihnen ein paar Nudeln aus.

Im Hostel checkte ich ein und war leicht enttäuscht. Die Booking.com Bewertung von 8.9 für Lily’s Hostel war wohl etwas übertrieben. Aber zumindest gibt es einen Abschließbaren Spint für jedes Bett. Ich ging dann bei Regen zum Ben Thanh Markt (vorbei an der Ernst Thälmann Oberschule) um etwas Unterwäsche und ein T-Shirt zu kaufen. Um 9Uhr läßt sich nicht ganz so locker verhandeln. Am Ende habe ich für 19$ ein T-Shirt, ein Poloshirt, und Unterwäsche gekauft. Nicht wirklich ein Schnäppchen.
Dann ging ich auf Nahrungssuche. Kurz bevor ich mich in ein Restaurant mit weißen Tischdecken und benachbarter Küche und Grill setzen wollte, sah ich wie die Bedienungen die durchhängenden Plastikplanen mit Stangen entleerten. Das Wasser Platschte direkt in die schön hergerichtete Fischauslage. Ich ging dann doch um den Markt herum und setzte mich in ein kleines Straßenrestaurant wo sich eine ältere Vietnamesin geduldig ohne English abmühte mir die Karte zu erklären. Ich bestellte zwei Vorspeißen die in Summe mehr als genug waren, und zwei Bier. Inkl. Trinkgeld 170000 Dong = ca. 5,50EUR.

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Nebenan saß ein älteres Päarchen aus Europa und ich sprach die beiden an. Dough und Sandra waren Briten und waren mal schnell aus Bangkok nach Vietnam geflogen um sich das Mekong-Delta anzusehen. Wir unterhielten uns gut. Nach einiger Zeit mussten die Beiden los, da sie morgen früh die VietCong Tunnel besichtigen wollten. Ich aß noch auf und ging dann in mein Hotel. Ich hoffe morgen möglichst nicht erst um Mitternacht meine Sachen zu bekommen.

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