Rückkehr nach Hanoi und kurzer CheckIn beim Arzt

Um 6:30Uhr holte mich ein Motoradtaxi aus dem Homestay ab und es ging 30 Minuten lang über Schlaglochpisten nach Sa Pa wo um 8Uhr mein Bus zurück nach Hanoi abfahren sollte. Die Fahrt selbst war ein Abendteuer und ich war froh heil in Sa Pa angekommen zu sein. Die Leute in den Bergen fahren auf solchen Straßen jeden Tag…

Als der Bus los fuhr stellte ich fest, dass ich kein Proviant dabei hatte. Da ich außer 2 dicken Bananen zum Frühstück nichts gegessen hatte, stellte ich mich schon auf eine unschöne Fahrt ein. Neben mir saß ein alter Mann der sich als Australier zu erkennen gab, 75 Jahre war und 15 Jahre davon als Soldat in der britischen Armee gedient und in Asien und Afrika gekämpft hatte. 

Nach 2h Fahrt hielt der Bus an einem Restaurant und ich konnte etwas zu essen kaufen. Man sagte uns nicht wie lange der Stop sein würde also kaufte ich zwei Packungen mit Süßigkeiten und etwas zu trinken. Die Süßigkeiten waren einerseits Bonbons aus Banane und Kokos (Bonbons wollte ich eigentlich nicht kaufen…) und eine Art Nuss-Nougat Küchlein die Geschmacklich sehr gut waren. Andere Reisende hatten auch einfach auf Verdacht Packungen gekauft und wir tauschten unsere Beute um verschiedenes zu probieren.​

In Hanoi angekommen war mein erstes Ziel der Schneider. Da ich heute auch bezahlen musste ging ich in eine große Bankfiliale um Geld abzuheben. Am Automat ging es leider nicht, da der nur 2 Mio ausspuckte und ich 16Mio brauchte. Also ging ich an den Schalter und mir wurde geholfen. Die 3% Gebühr (>20EUR) schmerzen allerdings schon.

Danach lief ich zum Schneider zur Anprobe. Nga besuchte an dem Tag ihre Familie in einem Dorf außerhalb Hanoi und ich war allein da. Da die Anzüge aber alle passten gab es keinen Grund sie dabei zu haben.

Danach ging es zum Hostel. Leider wurde ich damit überrascht, dass mein Hostel ausgebucht war. Man hatte mir aber ein Bett in einem befreundeten Hostel reserviert und so checkte ich dort ein. Danach ließ ich mich beraten wo ich einen Arzt finden könnte. Ich hatte eine Abschürfung seit ein paar Tagen und diese schmerzte und hatte sich wohl etwas entzündet. In der nähe des Hostels gab es ein Deutsch-Vietnamesisches Krankenhaus. Dort verwies man mich aber weiter an das “National Skin Hospital” da in ersterem Krankenhaus mehr Operationen etc. behandlt würden. Also fuhr ich mit dem Motoradtaxi in besagtes Hospital (der Arzt im deutschen Hospital schrieb auf Vietnamesisch wohin ich musste, so dass der Fahrer es verstand).

Dort angekommen bezahlte ich 100.000 Dong Praxisgebühr. Danach wartete ich ca. 20 Min das der Doktor mich sah. Er sprach kein Englisch stellte mir aber ein Rezept für 3 Medikamente aus und machte mir klar, dass mein Übersetzer ihn Anrufen könne falls ich fragen zur Anwendung hätte. Ich ging dann nach unten um in der Apotheke die Medikamente zu holen. In Summe kostete mich der Aufenthalt knapp 1 Mio Dong (25EUR). Die Fahrt zurück wurde zu einem Abenteuer da der Fahrer die Straße falsch verstanden hatte und in die falsche Richtung gefahren war. Als er der Meinung war, dass wir da seien sagte ich ihm, dass dies nicht die richtige Straße ist. Glücklicherweise war eine Frau am Straßenrand die sehr hilfsbereit war und etwas Englisch sprach. Sie verstand wo ich hin wollte und sagte dem Fahrer wohin es gehen sollte. Als wir endlich angekommen waren bezahlte ich statt 20k Dong 50k und sah es als Stadtbesichtigung.

Am Abend traf ich in meinem Hostel einen anderen Traveller aus Deutschland namens Felix. Er war Polizist und hatte es geschafft seinen Arbeitgeber davon zu überzeugen ihm 2 Monate frei zu geben. (Viele Wochenenden in der Bereitschaftspolizei helfen dabei). Wir gingen zusammen Abendessen und landeten auf Empfehlung von Hostelbesitzer Stew in einem Grill wo man gerillte Frösche essen konnte. Es gab eine große eisgekühlte Fleischtheke mit verschiedenen Spießen (u.a. Frosch, aber auch Gemüse, Fisch usw.) die man in ein Körbchen legte und der Bedienung gab. Die Körbchen landeten auf dem Grill während man mit einer Nummer versehen zu einem Tisch ging und dort wartete. Es kam dann ein großer Metallgrill auf den Tisch der zum Warmhalten der Speißen dient. In der mit Alufolie ausgelegten Schale lagen Zwiebeln und Fettschwarte die mit der Zeit ausbrutzelte und so das Fett lieferte damit nichts anbrennt. Die Spieße wurden nach und nach fertig und zu unserem Tisch gebracht:​

Nach dem Essen gingen wir zu unserem Hostel, setzten uns in den Eingang mit einer dort befindlichen Gitarre und machten Musik und tranken Bier. Gegen 10 Uhr ging es aufs Zimmer wo ich mich noch etwas um meinen Shop kümmerte.

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