Altstadtbesichtigung, Strand und Laternenfest in Hoi An

Wir brachen diesmal früher auf, da der gestrige Tag uns gelehrt hatte, die wenigen zu erwartenden Sonnenstunden effektiv zu nutzen. Wir mieteten uns zwei Scooter und fuhren zur Markthalle wo wir abstiegen um zu Fuß die Altstadt zu erkunden. In der Stadt verteilt befinden sich Ticketshops wo man Eintrittskarten (120.000 Dong) kaufen kann die zum Eintritt in 5 der Sehenswürdigkeiten der Altstadt berechtigt. Die Altstadt selbst ist sehenswert da sie noch die alten kleinen Häuser mit traditioneller Bauweise wieder spiegelt. Die meisten der kleinen Läden, Schneidereien und Souviniershops befinden sich in solchen Läden. Sie bestehen aus einem Vorderhaus, Mittelhaus und Hinterhaus. Die Straßenfront selbst ist eher schmal (ca. 6m) dafür sind die Grundstücke durch die 3 Häuser recht tief. Die Häuser sind verbunden durch kleine Höfe in denen meist ein kleiner Garten mit Bonsai und Teich/Becken angelegt ist. Wenn die Häuser 2 Geschosse haben, da führt in der zweiten Etage ein Freigang um den Hof.​

Erste Attraktion war die Versammlungshalle der Fujian Chinesen die im 17Jahrundert nach Hoi An geflohen waren. In der zwischenzeit wurde die Halle zu einem Tempel für die Gottheit Tianhou aus Fujian umgebaut.​

Danach besichtigten wir noch die Gesamtchinesische Versammlungshalle, einen Tempel, das Museum für Keramikhandel und das Museum für Folklore. Dort bekamen wir erklärt, wie Seide hergestellt wird und was die verschiedenen Qualitätsstufen unterscheidet. Kurzzusammenfassung: Je öfter die Seide gekocht wird, desto weicher wird sie und desto teurer wird der Stoff. Echte Seide riecht beim verbrennen nach verschmortem Haar, Kunstseide nach Plastik und Baumwolle wie Papier. ​

Schließlich kamen wir am Wahrzeichen Hoi Ans an, der japanischen Brücke. Diese kleine überdachte Brücke überspannt einen Seitenarm des Flusses und liegt am westlichen Ende der Altstadt. ​

Wir setzten uns in ein lokales kleines Kaffee und nahmen eine Erfrischung zu uns. Danach liefen wir am Wasser entlang zurück Richtung Markt. Eine alte Frau sprach uns an, ob wir nicht eine Bootstour machen wollten für 150000 Dong für 30Minuten. Wir willigten ein und gondelten noch etwas über den Fluss. ​


Wir ließen uns zum Markt gondeln wo wir ausstiegen und durch schlenderten. Die Obststände waren so einladend, dass ich nicht anders konnte als Früchte zu kaufen (2kg für ca. 4EUR). ​

Wir ließen uns zum Markt gondeln wo wir ausstiegen und durch schlenderten. Die Obststände sahen so gut aus, dass ich nicht anders konnte als Früchte zu kaufen (2kg für 4EUR).

Da es Mittag war nutzten wir den “Food Court” im Markt um etwas zu Essen zu finden. Die Preise im Markt sind sehr gut Cau Lau (ein Suppengericht mit dicken Nudeln) kostet 20.000 Dong (80Ct) und ein größeres Gericht 30-50k Dong.​

Nach dem Essen beschlossen wir, da das Wetter noch hielt, mit dem Motorrad an den Strand zu fahren. Wir hielten kurz im Hotel um Badesachen zu schnappen und ich konnte die Früchte die ich auf dem Markt gekauft hatte abstellen.

Ich montierte meine Action Cam schnell am Motorrad um ein Video von der Fahrt zu machen. Die Fahrt ging schnell und wir waren nach 10 Minuten am Strand. Der Mittelteil des Strands war mit großen Sandsäcken befestigt und es gab nicht wirklich einen guten Zugang zum Meer. In der Ferne sahen wir ab, dass der linke Teil des Strands flach und breit war. Also fuhren wir dort hin. Zwischen den Ressorts die dort liegen gab es immer wieder kleine Wege zum Strand. Als wir unsere Motorräder abstellten begegneten wir den beiden Australierinnen die wir aus Hue kannten. Leider waren sie gerade am gehen und mussten mit dem Fahrrad zurück radeln. Also gingen wir allein baden. Der Strand war toll, die Wellen brutal (es ist Taifunsaison) und das Wasser warm und sehr salzig. Ich unterzog meine ActionCam einen kurzen Wasserdichtigkeitstest. 

Video: Fahrt zum Strand und Ab in die Wellen

Wir fuhren dann zurück ins Hotel wo ich kurz duschte um zu den ersten Anproben zu fahren. Beim Schuster/Lederladen wurde mir mitgeteilt, dass meine Füße zu groß seien um eine bestimmte Schuhform zu erreichen und man wollte das klären bevor die Schuhe gemacht wurden. Außerdem musste ich noch etwas diskutieren bzgl. der Tasche damit sie so wird, wie ich mir das vorstelle. Bei BeBes konnte ich dann die ersten 4 Hemden anprobieren soweit diese fertig waren. Ich fuhr dann zurück ins Hotel und traf mich mit Vishal.
Heute Abend war Vollmond und deshalb gab es das Laternenfest in Hoi An was gute Fotomotive versprach. Wir fuhren zum selben Parkplatz wie am Morgen und liefen am Wasser entlang Richtung japanischer Brücke. Überall verkauften Frauen kleine Papierlaternen mit einer Kerze im Inneren. Die Papierlaternen waren von Verkäufer zu Verkäufer leicht unterschiedlich und ich vermute, dass sie selbstgemacht waren. ​

​Auf der großen Brücke über den Fluss standen die meisten Zuschauer und wir liefen in Ben und Marta die ich aus Sa Pa kannte. Wir unterhielten uns für eine Weile und sie empfahlen uns ein Restaurant nahe der Brücke, wo die Preise günstig und das Essen gut war (erkennbar an den vielen Vietnamesen die das Restaurant besuchen).

Nach dem Essen ging es zurück. Auf dem Rückweg fing es dann tatsächlich an zu regnen. Allerdings hatten wir den ganzen Tag lang darauf gewartet und hatten Regenschirme und Regencape dabei. Wir setzten uns ins Hotelrestaurant und aßen den Großteil der Früchte. Dabei waren Mangosteen, Custard Apple, Rambutan, Naschibirne, rote Drachenfrucht, kleine Litschies und eine größere Frucht die aussah wie eine Litschie aber mehr von einer Pomelo hatte. Ich wollte noch meine Bilder durchgehen und diesen Beitrag schreiben, war jedoch so müde, dass ich direkt ins Bett ging.

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