Wasserfall Kuang Si und Luxusabendessen

Ich ging am Morgen in Vishs Hotel um meine Blogbeiträge hochzuladen. Dort fragte ich, ob ich Frühstück bekommen könnte und man bot mir an für 2$ zu essen, was ich gern annahm. Wir mieteten dann für 12$ jeweils einen Scooter und fuhren zum Kuang Si Wasserfall, 26km außerhalb von Luang Prabang und damit ca. 40Min Fahrzeit entfernt. Eintritt zum Wasserfall kostete 20.000Kip doch zuvor wollten wir einen Kaffee trinken. Wir gingen in eines der Restaurants/Bistros (mir fehlt ein passender Name) vor dem Eingang und bestellten Iced Coffee. Was wir bekamen war der wohl schlechteste Kaffee ever. Selbst größere Mengen gezuckerter Milch konnten den nicht retten.

Auf dem Gelände des Wasserfalls liegt auch eine Bärenrettungsstation und so konnte man diverse Bären sehen, die dort aufgepeppelt und irgendwann ausgewildert werden sollen. Der Wasserfall fließt in mehreren Stufen nach unten. Die untersten Stufen waren als Badebereich ausgewiesen. Die nächsthöhere, recht flache Stufe hatte man mit Piknicktischen und Bänken (im Wasser) austaffiert. In das dritte und größte Becken fiel das Wasser des eigentlichen Wasserfalls. Er war ca. 50m hoch und 10-20m breit und dicht von Dschungel umwachsen.​​

​Wir gingen über die Brücke auf die andere Seite wo ein Pfad durch den Dschungel nach oben führte. Vish zog es vor weiter unten am Badebecken zu bleiben während ich hinauf stieg. Der Aufstieg war schweißtreibend aber er lohnte sich. Oben gab es einen weiteren Badebereich und man konnte relativ nah an die Abrisskante des Wasserfalls um Fotos zu machen.​

​Auf dem Weg nach unter kam ich an einem großen Spinnennetz vorbei welches halb über den Weg gespannt war. Die Spinne war, trotz ihrer enormen Größe (ca Handflächengroß) erst auf den zweiten Blick erkennbar.​​

Nachdem ich unten angekommen war ging ich Baden. Leider hatte es nicht funktioniert meine ActionCam zu laden und so konnte ich kein Video im Wasser drehen. Wasserfälle sind die besten Badeplätze in den Tropen: Süßwasser, Abkühlung und ein kostenloses “Fishspa” in einem.  
Wir fuhren ca. 4Uhr zurück nach Luang Prabang. Wir waren hungrig und wollten etwas essen, allerdings nicht in dem “schlechtesten Kaffee Restaurant Ever”. Ca. 10km vor Luang Prabang sah ich ein kleines Restaurant neben der Straße und konnte Vish überzeugen hier zu essen. Der Wirt war sehr zuvorkommend. Tische und Bänke wurden nochmal für uns sauber gemacht und wir wurden informiert, dass er nur ein Gericht habe: Die typische laotischen Nudelsuppe. Perfekt! Nach dem Hinweis von Antony Bourdains Guide war ich bisher nicht erfolgreich bei der Suche nach der Suppe. Wir setzten uns und der Wirt sprach mit uns auf gutem Englisch etwas. Er war in den 90er Jahren Mönch in Luang Prabang gewesen und hatte so Englisch gelernt. Nach seiner Zeit im Kloster hatte er geheiratet, einen kleinen Laden und Restaurant aufgemacht und arbeitete als Guide für einen Tourenanbieter in Luang Prabang. Wir hatten zwei Suppen, eine Cola und ein großes Bier. Insgesamt bezahlten wir 35.000 Kip, soviel wie sonst für ein Gericht allein.​​

Bevor wir ins Hotel fuhren kauften wir noch Tickets für den VIP Bus morgen um 9:30 nach Van Vieng. VIP war Pflicht, da ich genügend Platz für meine Beine haben wollte. Wir buchten beim White Elefant Tours und ließen noch extra anrufen, um zu klären, dass es wirklich ein VIP Bus ist.

Zurück im Hotel ging ich, nachdem Vish mir dies dringend empfohlen hatte, zum Roten Kreuz um mich massieren zu lassen. Eine Stunde Massage kostete 50.000 Kip (5,5EUR) und der Großteil der Einnahmen kam der Unterstützung der ärmsten Dörfer in Laos zu Gute. Danach ging ich Duschen und zog mich um, da wir heute Abend mal spendabel sein wollte und ins teure 3 Nagas Restaurant gehen wollten. Vorher wollte ich mir noch eine Zigarre kaufen. Da es Zigarren nicht im normalen Handel gab, fuhren wir verschiedene Hotels ab, bis ich final eines fand was Zigarren anbot – zu deftigen Preisen. Ich entschied mich für die günstige Kubanische für nur 14$ das Stück. Ich fragte nach dem günstigesten Zimmerpreis: 950$ pro Nacht!! (Das Hotel wird bei Booking.com nicht gelistet und ist selbst in Google Maps nicht namentlich erwähnt… Nimmt aber lagemäßig das Filetstück in Luang Prabang in Beschlag) Im Restaurant angekommen merkte ich, dass man mir mehr als 14$ abgenommen hatte…

Wir aßen dann das Explorer Menü für 200.000Kip und tranken Wein (das Glas für 65.000 Kip). Alles in Allem bezahlten wir jeweils ca. 300.000 Kip. Der erste Gang, nach ein paar Reiscrackern als “Gruß aus der Küche”, war gebackenes Seegras mit Sesam-Chili-Paste. Danach kam der Hauptgang bestehend aus 4 kleineren Gerichten. Den Abschluss machten frittierte Bananen mit Schokolade und Vanilleeis. Alles war schön angerichtet und schmeckte gut. Jedoch waren die Preise trotzdem zu hoch.

Vish fuhr zurück ins Hotel und ich noch einmal zu meinem “Zigarrenhändler” um seinen “Wechselkurs” zu checken. Man teilte mir mit, dass die 14$ ohne Steuern und Service Charge seien die jeweils 10% aufschlag bedeuten. Ich war damit überhaupt nicht einverstanden, auch weil man mir davon vorher nichts erzählte und die 4$ Zigarre schon überzogen teuer verkauft wurde. Ich sagte dann die magischen Worte “I’m very unhappy about this” was in der Region eine schlimme Sache ist. Ich bekam die 20% Aufschlag zurück und verließ das Resort.

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