Van Vieng erkunden mit dem Motorrad

Wir frühstückten in einem der zahllosen Restaurants auf der Hauptstraße und mieteten dann zwei Roller und kauften eine ordentliche Karte der Gegend (eine selbst gezeichnete hätten wir sonst so bekommen, nur war die halt nutzlos)Wir entschlossen in einem großen Bogen nach Norden zu fahren und über eine Geröllpiste dann zum Wasserfall im Westen zu fahren. Die Landschaft ist atemberaubend und würde überall sonst wohl ein Naturpark sein. Laos hat rings um Van Vieng aber soviel solche Ausblicke, dass man gar nicht erst darauf Aufmerksam gemacht wird. Nach ca. 40 Minuten Fahrt stand plötzlich ein LKW quer auf der Piste. Er stand so, dass garantiert niemand daran vorbei kommt. Wir machten ein Foto und kehrten um. Auf dem Rückweg hatte ich meine Kamera am Rucksack befestigt und versucht die Landschaft festzuhalten.

Nach einem kurzen Mittagessen/Fruchtshake stop, fuhren wir in die andere Richtung. Auf unserer Karte war eine Höhle + Lagune eingezeichnet (was auch einigen Touren entsprach). Außerdem gab es laut Karte eine landschaftlich schöne Strecke zu bestaunen. Es ging über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses und dann 40 Minuten über durchaus schlechte Straßen. Es holperte und staubte sehr und man musste sehr aufpassen, nicht einen großen Stein oder ein tiefes Loch zu erwischen. Wir kamen dann an eine Brücke an der diverse Baumaschinen damit beschäftigt waren, einen LKW zu bergen. Dieser hatte die Brücke zum Einsturz gebracht und beendete diesen Abschnitt unserer Fahrt. ​​​

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​​Da wir angeblich nur 500m von der Lagune entfernt waren, wateten wir durch den Fluss und liefen die Straße entlang. Nach 5Minuten Fußweg kam ein Tuktuk entgegen, und wir waren gern bereit uns fahren zu lassen. Es stellte sich heraus, dass die Laoten es mit Entfernungen nicht so haben, denn die Lagune war sicher mehr als 500m entfernt. Auf dem Weg pickten wir einen Finnen auf, passenderweise hieß er Mika, der schon 15 Minuten gelaufen war. Die Lagune (Lagune #3) war ein Fluss, der aufgestaut wurde um mit Sprungtürmchen, Schaukel und Schwimmringen zur Abkühlung einlud. Die Höhle auf dem Gelände der Lagune war nicht sehr spektakulär also verbrachten wir mehr Zeit damit um Wasser herum zu treiben. ​

Danach ging es zusammen mit Mika zurück mit dem Tuktuk zum Fluss. Mittlerweile hatte sich an der Brücke schon eine beträchtliche Zuschauerschaft eingefunden. Auf der Rückfahrt gaben Vishal und Mika das Tempo vor und es ging, für meinen Geschmack, etwas zu zügig vorran. Plötzlich hielt Mika an – ich war etwas abgehängt und sah ihn nur am Straßenrand stehen. Als ich näher kam, sah ich seine Zehe bluten. Er hatte ein Schlagloch erwischt und versucht sich mit seinen Flipflops abzustützen – wodurch ein ordentliches Stück Haut abhanden gekommen war. Glücklicherweise geschah das direkt neben einer Tankstelle. Dort hatte man zwar keinen Sanikasten (oder zumindest wollte/konnte man unsere Frage danach nicht verstehen), aber es gab Packetband und Toilettenpapier. Damit verarzteten wir Mika und fuhren dann in die Stadt zurück wo Mika bei einer Apotheke anhielt und der Apotheker sich dem Fuß annahm. 

Es war schon nach 4Uhr und eine weitere Tour lohnte nicht mehr (ab 17:15Uhr beginnt der Sonnenuntergang und 17:45 ist es dunkel). Wir fuhren also zum Motorradverleih und gaben die Scooter zurück. Wir verbachten dann etwas Zeit in unseren Zimmern bevor wir gegen 20Uhr etwas zu Essen suchten. Vishal war von Pizza nicht abzubringen, also bestellten wir eine extra große und teilten uns rein. Um 21Uhr ging es dann zurück Richtung Hotel. Spontan machten wir in der Sakura Bar halt wo bereits der Bär steppte. 

Der Laden war proppe voll mit Koreaner (Laos scheint das Urlaubsland schlechthin für die Koreaner zu sein. Man sah unzählige überall.), Backpackern und auch Reisende aus den Nachbarländern wie z.B. Thailand. Es gab Lachgas-Luftballons (reine Geldverschwendung), Bier und Lao-Vodka Mixgetränke. Die Stimmung war gut und ich kam mit einer Thai ins Gespräch die schon mehrmals in Laos Urlaub gemacht hatte. Ihr Name war Apple (oder zumindest nannte sie sich so) und sie zeigte ihrer Freundin Laos. Als gegen 11Uhr in der Bar die Musik ausging gab es kostenlose Taxis zur “Dschungel Party”. Ich fuhr mit Apple dort hin, Vish war schon ins Hotel verschwunden, und wir setzten die Party dort fort. So richtig Dschungel war es aber nicht – vielmehr ein Guesthouse am Rande der Stadt. Irgendwann gegen 1Uhr ging es zurück ins Hotel. Morgen früh wollen wir Kajak fahren gehen.

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