Mekong Delta Tag 2: Floating Market Cai Rang und Nobelschlepper

Nach einem überschaubaren Frühstück ging es kurz nach 7Uhr Richtung schwimmendem Markt von Cái Rang. Dieser Markt dient den Großhändlern der Gegend um ihre Waren an kleinere Verkäufer weiter zu reichen. Die Boote hier sind recht groß und schwer beladen. Die meisten Boote verkaufen genau eine Ware, z.B. Ananas oder Mango, manche auch mehrere. Was ein Boot verkauft wird durch eine Stange angezeigt die vorn am Boot hoch ragt. Hängt oben an der Stange eine Mango, wird Mango verkauft. Einfach aber effektiv. ​​Wir gingen kurz an Board eines Obsthändlers der am Rand des Marktes vor Anker lag und an Endkunden verkaufte. Dort konnte man zwei verschiedene Mango Qualitäten testen, was mir klar machte wieso bei manchen Fruchtsaftständen der Mangosaft fad schmeckt und bei anderen nicht. Der eine kauft billig Mangos, der andere die guten gelben mit dunkel orangenen Fruchtfleisch.​

Obwohl wir gegen 8Uhr am Markt ankamen war der Haupttroubel schon vorbei. Es waren nur relativ wenige kleine Boote unterwegs. Die meisten fuhren vollgepackt vom Fluss weg. In Can Tho gibt es noch mehrere kleinere schwimmende Märkte wo dann diese Verkäufer die Waren umschlagen. Am Ufer, neben dem Großhandelsmarkt, gibt es noch einen Landmarkt wo Leute zu Fuß einkaufen können.

Nachdem wir zurück im Bus waren fuhren wir zu einer Reisnudel-Fabrik. Die Nudeln werden zu 80% aus Reismehl und zu 20% aus Tapioca-Mehl hergestellt. Mit Wasser vermengt wird ein ein dünner runder Boden aus sehr flüssigen Teig geformt und gedämpft. Als Brennmaterial verwendet man die Trockene Reishülsenstreu. Nach 30Sekunden wird der Fladen aus dem Dampf genommen und auf Palmmatten zum trocknen in die Sonne gelegt. Diese großen trocknen Fladen werden dann mit einem Reißwolf in Nudeln geschnitten.​

Wir fuhren Mittagessen in ein weiteres “Gartenrestaurant”. Es gab einen Obstgarten und diverse Gehege in denen die Kleintiere gehalen wurden die in der Küchenhütte zubereitet wurden. u.A. wieder Frösche und Schlangen.​

Danach ging es wieder zum Bus und mit nur einer kurzen Pause zurück nach Saigon wo wir noch vor 18Uhr ankamen.  

Ich war gerade im Hotel angekommen als Vish mich anschrieb. Er hatte eine Verabredung war sich aber uneins ob er nicht lieber mit mir was unternehmen wollte. Ich sagte ihm, er soll fragen ob sein Date eine Freundin hat, den käme ich mit. Tatsächlich ließ sich das einrichten und wir gingen in die Park Hayet Hotel Bar. Eine ziemlich noble und teure Location. Wir gingen etwas früher hin um die Location zu checken und uns eine ruhige Ecke zu suchen. Die Mädels kamen schick angeputzt vorbei, waren aber absolut langweilige Gesprächspartner. Außerdem waren sie, dafür dass sie sich als Vietnamesen in einer Bar aufhielten die auf Londoner Niveau Getränke verkaufte, auch sehr unbeeindruckt und abgezockt. Eine Kombination die mir nicht gut gefiel und ich sprach mit Vish in einer ruhigen Minute darüber. Wir sagten den Mädels, dass wir gern in eine andere Location wechseln würden und ob sie Vorschläge hätten. Sie nannten eine Bar und wir fuhren mit einem Uber dort hin. Am Eingang wurde uns gesagt, dass der Laden voll wäre und wir nur rein kämen, wenn wir einen Tisch kauften. Der Preis lag bei 400$. Ich zog Vish nochmal an den Rand und wir gingen die Fakten nochmal durch. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir mit den Mädels definitiv keine Zeit verschwenden wollten und bestimmt auch kein Geld hinterher werfen würden. Also ging ich zu den Beiden und gab den Spielverderber. Ich sagte, dass ich mich verabschieden müsse, ich sein zu müde. Vish verabschiedete sich ebenfalls und wir zogen ab. Auf dem Weg, wir liefen gut 30Minuten zu Fuss durch die Stadt, versuchten wir den Abend einzuordnen. Es war recht offensichtlich, dass die Mädels nicht zum ersten mal in diesen Locations waren. Für Vietnamesen ist die aber zu teuer. Die beiden waren allerdings hübsch genug, um Drinks ausgegeben zu bekommen. Allerdings waren sie null an Gesprächen interessiert und wirkten langweilig. Wieso hängt also jemand freiwillig mit Leuten die einen nicht interessieren in einer Bar ab? Unsere Vermutung: Die Beiden bekommen von den Bars Geld dafür Kunden dort hin zu locken. Alles in Allem eine interessante Erfahrung die ich nicht so schnell wiederholen muss.

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