16 Festungen in Khotyn und Kamjanez-Podilskyj

Heute haben wir uns Sightseeing vorgenommen. Diesmal geht es von Czernowitz zu zwei “benachbarten” Festungen. Die erste liegt in Khotyn.

Wir fuhren mit dem BlaBla Car (ja wir können es nicht lassen…) und hatten diesmal Glück. Wir erhielten Infos wo die Busse fuhren und er setzte uns strategisch günstig ab, so dass wir zur Festung laufen konnten.

Festung Kothyn

Die Festung Khotyn ist sehr seltsam gelegen. Man betritt durch einen äußeren Mauerring ein Areal. Die Festung liegt zwar im Zentrum aber deutlich unterhalb des Mauerrings in einem kleinen Tal und direkt am Fluss.

DSC_0606

Die Festung ist in sehr gutem Zustand. Es war sehr heiß und wir waren froh in den Gemäuern zu sein. In den Kellern gab es verschiedene Ausstellungen. z.B. Belagerungswaffen und Folterwerkzeuge. Letztere sorgen dafür, dass man doch froh ist “heute” zu leben und nicht in der “guten alten Zeit”.

Festung Kamjanez-Podilskyj

Weiter ging es zur nächsten Festung. Es war nun ca. 1Uhr. Eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, aber als wir an der Haltestelle warteten hielt ein Auto an und fragte ob wir mitwollten. Für paar Rivnas hatten wir also ein “Instant BlaBla Car”. Der Fahrer setzte uns wieder zielgenau in der Altstadt von Kamjanez-Podilskyj ab. Aber erstmal musste was zu Essen her:

Diesmal gab es mal ein paar andere Gerichte. Unter anderen kleine gefüllte Krauttaschen und für mich eine, ich sag mal “Mehlspeiße”, mit Speck und Käse. Im Video nenne ich es “Spätzle die nicht in Form gebracht wurden.” Allerdings war der Geschmack etwas säuerlicher. Es hat aber genauso voll gemacht wie Spätzle….

Der Weg zur Festung erfolgte dann von “Schatten zu Schatten”. Sobald wir drinnen waren, kühlten wir uns im “Brunnen-Raum” ab bevor wir die restlichen Anlagen besichtigten. In einem Flügel war ein Museum untergebracht. Über die rote Revolution, den Krieg und Stalin-Ära gab es diverse volle Vitrinen. Die Inhalte waren zwar nett anzuschauen, wurden aber wenig erklärt und eingeordnet.

DSC_0639

Von dort stiegen wir hinauf auf die “Zinnen” – nennt man das so? Die Wehrgänge auf den Mauern eben. Wir fanden sogar einen Weg auf einen der Türme. Zum Abschluss schauten wir uns noch etwas die Angebote im Innenhof der Festung an. Allerdings war es schon etwas später und nicht mehr viel los.

Gammeln in der Altstadt

Am späten Nachmittag (so gegen 5) verließen wir die Festung und liefen über die Festungsbrücke zurück in die Altstadt. Dort suchten wir erstmal ein Cafe um uns eine kleine Stärkung zu gönnen. Wir hatten ein BlaBla Car zurück nach Czernowitz, allerdings erst spät am Abend. Deshalb hatten wir Zeit und saßen ca. 2h im Cafe Achma.

Um halb 8 liefen wir dann über die Novoplanivskyi Brücke hinüber in die “Neustadt”. Die Brücke bietet spektakuläre Ausblicke auf die steilen Felswände zu beiden Seiten des Flusses. Wir kamen noch an einem Park vorbei, in dem man den Springbrunen zu einem sehr beliebten und wohl kostenfreien Freibad umgebaut hatte.

Ungeplanter Fußmarsch…

Unser BlaBlaCar brachte uns dann gegen halb 11 zurück in die Stadt. Allerdings war damit unser Trip nicht zu Ende. Denn der Bus brachte uns zur “Busstation”. Wir mussten ins Zentrum. Und es fuhren keine Busse (überall warteten Menschen an den Stationen, teilweise schon 45Minuten). Wir liefen also zu Fuß zurück (GoogleMaps sei dank).

Halb 12 gab es dann noch einen Burger in einem FastFood Restaurant (was bei den jungen Nachtschwärmern besonders angesagt zu sein schien – es war voll – allerdings gab es auch sonst keine offenen Restaurants).

Advertisements

15 Czernowitz zu Fuß

Heute wollen wir uns die Stadt anschauen. Wir liefen nach dem Frühstück zum Tsentral’na Square und entdeckten da ein auffällig schönes Gebäude. Ein Museum für die Kunst der Region. Also schauten wir uns das auch gleich von innen an.

Danach liefen wir einige Kirchen ab und “platzten” ganz unverhofft in die Generalprobe eines Chores. Wir setzten uns dort in die Ecke und lauschten etwas. Das klang schon sehr beeindruckend.

Weiter ging es zur Katholischen Kirche. Dort schlichen wir uns auf die Empore um ein paar Eindrücke von oben zu erhalten.

Am Türkischen Platz fanden wir eine obdachlos Frau (schlafend?) in der prallen Sonne liegend und in zweifelhafte Zustand. Wir (Tanja) riefen bei der Polizei an und die schickten eine Streife vorbei die sich das mal näher anschauen wollte.

Nach ging es zum “Schiffshaus”. Das war leider nur ein hübsches dreieckige Gebäude an einer Straßeneinmündung.

Dann liefen wir noch zur Uni, aber dort gab es nichts zu sehen, da wir zu spät dran waren. Morgen wollen wir da mal eine Besichtigung machen (die Uni ist UNESCO Weltkulturerbe).

14 Planänderungen und Überraschungskonzert

Eigentlich….

Eigentlich wollten wir ja in die Berge. Karpaten, Mount Hovarla und so. Aber das Wetter ist dort angeblich so schlecht, dass wir die ganze Woche lang dort nicht hoch können. (Ob die Wetter-Apps so stimmen weiß man natürlich nicht. Die Ansage “Starker Regen” hat uns aber gereicht.) Deshalb wollten wir Richtung Kamjanez-Podilskyj. Unser Blabla Car hat uns aber einfach mal versetzt und wir mussten nochmals umplanen. Das ganze machten wir beim Italiener, wo wir uns 3h die Zeit vertrieben (und ich ein paar Videos machen konnte).

Gelandet sind wir so in Tscherniwzi. Ebenso groß wie Ivano-Frankivs’k (also auch eine Regionalhauptstadt) aber in meinen Augen mit mehr Flair. Unser Hostel (Pelican) lag genau im Zentrum und am Abend fand auch noch ein Gratis Konzert eines bekannten Musikers statt der damit für sich (und den neuen Präsidenten) werben wollte. Das Parlament wurde vor wenigen Wochen aufgelöst und der Sänger Swjatoslaw Wakartschuk möchte wohl ins nächste Parlament. Die Musik war rockig und gut und wir hatten so einen schönen Abend.

13 Autotour zum Maniava Wasserfall

Da wir erst sehr spät aus dem Hotelzimmer heraus kamen, war heute eine Bergtour kein Thema. Statt dessen wollten wir anderweitig die Umgebung erkunden und kamen auf die gewagte Idee ein Auto zu mieten.

Zuerst durften wir feststellen, dass Adressen von Dienstleistern nichts bedeuten. Die eine Autovermietung (SIXT) die angeblich in einem Hotel untergebracht war, saß ganz wo anders. Man konnte gnädigst von der Rezeption aus anrufen und dann dort Deutsche Preise (und Kautionen) bezahlen. Das haben wir dann mal sein gelassen und wollten zu einer anderen Vermietung gehen. Auch diese war vor Ort nicht zu finden. Also riefen wir an. Diesmal waren die Konditionen fairer. Da mir das mit den Kautionen nicht geheuer war wollten wir schon fast absagen, allerdings bot man uns dann das Auto auch ohne Kaution an. OK… Wir mussten eine halbe Stunde warten bis der Wagen vorbei gebracht wurde (leer, tanken müssen wir schon selbst. So wie beim Scooter Verleih). Der Wagen war rundum zerkratzt und verdellt. Der Verleiher versicherte uns mehrfach, dass für ihn nur mechanische Beschädigungen einen Regress verursachen. Kleine Kratzer seien kein Thema. Beulen, oder Fehlende Fahrzeugteile seien zu beanstanden. Nun ja…

Der Wagen fuhr (automatik) , hatte Klimaanlage und sah unauffällig aus. Damit ging es dann ab Richtung Wasserfall.

Da uns mittlerweile der Hunger plagte suchten wir entlang der Strecke nach einem Restaurant. Wir fanden eines, welches anstatt aus einem Gebäude aus 3-4 kleinen Bungalows bestand. Das Essen dort war gut und reichlich. Wir nahmen die Reste mit als Proviant.

Je mehr wir ins Gebirge fuhren, desto schlechter wurden die Straßen. Erst dachte ich an einen Fehler in Google-Maps als das uns sagte, dass wir für die 30km 1Stunde brauchen werden. Allerdings hatte Maps recht! Die Straßen waren so schlecht und durchlöchert, dass man in Schlangen Linien und äußerster Konzentration vor schlich. Profi-Tip: Man kann die Güte der Straße aus der Entfernung daran ableiten, ob der Gegenverkehr auf seiner Seite bleibt oder nicht….

Interessant waren die recht großen, verzierten und hochwertig ausschauenden Tore an den Grundstücken. Auch das ein oder andere Haus sah ganz und gar nicht nach armer Landbevölkerung aus. Es schien: Je schlechter die Straße desto toller das Tor.

Irgendwann (so 2,5km vor dem Wasserfall) ließen wir das Auto am Straßenrand stehen und wanderten weiter. Das war auch gut so, da kurz darauf der Fluss mehrfach gequert werden musste. Zu Fuß ging das noch (oder mit einem Militärtruck). Der Kia wäre da gestorben…

Nach 40-60 Minuten Fußweg waren wir dann am Wasserfall, machten ausgiebig Bilder und drehten wieder um. Es wurde langsam Abend und wir wollten nicht im Dunklen Zurück fahren.

Am Auto angekommen verschlagen wir hungrig unseren Proviant bevor es die gefühlt sehr lange Strecke zurück in die Stadt ging.

Zum Abendessen gönnten wir uns dann ein modernes asiatisches Restaurant.

12 Transfer nach Ivano-Frankivs’k

Am Morgen versuchten wir nochmal unser Glück beim Haus der Wissenschaftler. Diesmal mit Erfolg. Was extrem seltsam war, war der Eintritt. Man wollte uns dazu bringen bei der Bank eine Überweisung zu tätigen anstatt uns einfach am Einlass eine Eintrittskarte zu geben. Tanja konnte das nach vielen Worten dann abwenden und wir bezahlten Cash an der Tür.

Wir waren zum Glück früh dran, so dass wir vor den ganzen “Fotoshootings” das Haus besichtigen konnten. Es ist wirklich den Eintritt wert und absolut großartig anzuschauen. Eine echte Perle…. Hier ein paar Bilder:

Danach ging es zur Uni wo wir unseren Fahrer für Blabla Car trafen. Mit ihm ging es zügig nach Ivano-Frankivs’k, einer Stadt von der Größe von Chemnitz am Fuße der Karpaten.

Wir machten dann dort Mittag und gingen noch in der Stadt spazieren. Morgen wollen wir eigentlich in die Berge. Mal schauen ob das was wird.

11 Leviv – Stadtrundgang und Ruhetag

Am Morgen suchten wir nach etwas was nach Frühstück aussah. Unsere Wahl fiel auf einen kleinen Laden unweit des Hostels der Crepes in verschiedenen Geschmacksrichtungen zubereitete.

Anschließend bauten wir uns eine kleine Sight-seeing Route. Es ging los mit der Erz-Kathedrale und Kapelle der Familie Boim direkt im Zentrum. Die Kathedrale direkt vor unserem Hostel lohnte nicht wirklich, da der gesamte Innenraum mit Gerüste zugestellt war.

Weiter ging es zur National-Oper die zur Jahrhundertwende 1900 eröffnet und von Anfang an mit elektrischem Licht (durch Firma Siemens) ausgestattet war. Tanja wartete draußen, während ich eine Besichtigung machte.

Weiter liefen wir zum Dominikaner Kloster. Am Wegesrand saßen, wie eigentlich in alle Städten in denen wir waren, alte Leute und verkauften Obst und Gemüse. Wir kauften so eine Portion Walderdbeeren, etwas was man bei uns nur selten sieht.

Anschließend liefen wir zum Lychakivsky Friedhof in Lviv. Dieser riesige und alte Friedhof, der dicht mit alten kunstvollen Grabsteine belegt ist, liegt auf einem Hügel und ist eine Besichtigung wert. Tatsächlich wird von den Touristen dort Eintritt verlangt.

Der Friedhof besteht zu einem großen Teil aus Wald, und der wiederum beherbergt unzählige Mücken die sich bevorzugt an mir gütlich tun wollen. Nach dem vielen Laufen nahmen wir eine (alte) Tram zurück zum Zentrum. Der öffentliche Nahverkehr ist hier sehr günstig mit 15Ct pro Fahrt.

Am nächsten Tag wollten wir zum “Haus der Wissenschaftler”, einem ehemaligen Clubhaus der Stallungsbesitzer von Lviv das extrem prächtig verziert war. Leider fand dort eine Hochzeit oder dergleichen statt und wir konnten deshalb nicht den Innenbereich besichtigen. Wir machten deshalb einfach eine kleine Tour durch den Ivan Franko Park und gingen dann zum Taras Shevchenko Platz wo wir dann einige Zeit im Schatten saßen und lasen.

10 Lviv – Lemberg Frühstart

Die Reise mit dem Blabla Car war eine Tortur! Harte Sitze, zu enge Sitzreihen, voller Bus und am schlimmsten: nun stop Film-Beschallung mit Pirates of the Carabean so das man ja nicht schlafen kann.

Am Morgen liefen wir dann durch die Stadt zum Hostel. Die Entfernung war nicht so groß und als wir aus dem Auto raus waren waren wir auch ruck zuck wieder wach. Der Weg durch die leeren Straßen war interessant. Was uns aber direkt auffiel waren die vielen Mücken die uns verfolgten. Das sollte ein Wahrzeichen der Stadt werden – überall wo Parks waren, wurde man direkt von mehreren angeflogen.

Wir konnten in unserem Hostel (wenig verwunderlich) zwar einchecken aber die Zimmer nicht beziehen. Also entschlossen wir uns etwas zu frühstücken und dann auf den “Hausberg” von Lemberg zu steigen. Wir machten stop bei “L’viv Croissant” um zu frühstücken. Leider sahen die Croissants in echt nicht so toll aus, wie auf den Bildern.

Dann ging es auf den Berg hinauf – durch einen weiteren Mückenwald. Nach erfolgte Abstieg besuchten wir eine Kathedrale am Wegesrand und später noch das Museum “Arsenal”, welches mittelalterliche Waffen und Rüstungen aus aller Welt (neben Europa auch Afrika und Japan) zeigte.

Zu Mittag aßen wir in einer Kultkneipe die es auf Google Maps auf ca. 16500(!) Bewertungen gebracht hat. Diese ist im Stile eines Partisanen-Unterschlupfs gehalten und serviert das Essen in Feldgeschirr. Hinein kommt man nur mit richtiger Parole (steht im Netz) und nachdem man geschworen hat kein Russe zu sein. Der Ausgang führt durch eine Fantasiewerkstadt wo man einen Partisanen-Kampfroboter sehen kann.

Nach dem Essen gingen wir noch über einen Flohmarkt spazieren und in eine weitere Kathedrale bevor wir uns für ein paar Stunden ins Hostel zurück zogen. Spät abends gingen wir noch etwas kleines Essen. Dabei wurden wir Zeugen eines 5:1 Siegs der Ukrainischen Nationalmannschaft, welche in Lviv gespielt hat (und im Hotel 500m Luftlinie von uns entfernt untergebracht war). Die Innenstadt von Lviv ist abends immer voll mit Leuten. Einen starker Kontrast zu den letzten Tagen in Pryluky.

09 Pryluky – ukrainisches Kleinstadtflair

In den drei Tagen in Pryluky haben wir etwas die Stadt angesehen und sind Tanjas Mutter hilfreich zur Hand gegangen.

Da wir etwas außerhalb in einem Wohngebiet wohnten ging es immer mit dem Bus in die Stadt. Tanja zeigte mir wo sie ihre Jugend verbrachte.

An einem Abend machte ich eines meiner typischen Abendessen (low carb Bigmac Rolle) und musste feststellen, dass es im Supermarkt in Pryluky keinen geriebenen Käse gibt.

08 Lavra Gruft und Freilichtmuseum Pirogovo

Am Vortrag (von dem ich kein Video gemacht hatte) wechselten wir das Hostel da eine Verlängerung nicht möglich war. Wir fuhren (vergeblich) nach Lavra kamen aber 30 Minuten zu spät. Danach gingen wir zum Fluss hinunter und sahen das Denkmal für die Gründer der Stadt Kiew an. Am Abend war dann Champions League Finale, welches wir in einer Bar unweit des neuen Hostels ansahen.

An diesem Tag gab es nun zwei Ziele : die Höhlen von Lavra und das Freilichtmuseum Pirogovo.

Die Höhlen besuchten wir mit einer Führerin. Leider waren sie so überlaufen, dass kaum Zeit blieb alles genau anzusehen. Allerdings sieht man von den Toten Mönchen eh kaum etwas. Nur bei einigen wenigen sieht man eine Hand die unbedeckt ist.

Nach dem Mittagessen ging es ins Freilichtmuseum. Das gab einen interessanten Blick zurück wie man vor 100 bis 200 Jahren in den verschiedenen Regionen der Ukraine gelebt hat.

07 Obolon Promenade

Den heutigen Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang in Obolon. Wir liefen die Promenade am Fluss entlang. Zur rush-hour liefen wir zur Blockbuster Mall, einem Einkaufszentrum das mehr ein Freizeitpark war. Dort gab es eine Kartbahn und wir drehten spontan ein paar Runden.

Ansonsten ließen wir es ruhig angehen.