Kajak und Tubing in Van Vieng

Nach dem Frühstück in einem nahegelegenen Restaurant (die Hotels in Van Vieng servieren alle nur kostenfreien Instant-Kaffee und Bananen, kein richtiges Frühstück) wurden wir um 8:30Uhr vom Hotel abgeholt und fuhren 8km den Fluss hinauf. Es stellte sich heraus, dass wir die beiden einzigen Tourteilnehmer des Tages waren. Wir bekamen ein Doppelsitzer Kajak und einen Guide der nebenher fuhr. Außerdem noch ein Dry-Bag um unsere Sachen zu verstauen. Ich hatte meine Actioncam dabei, konnte diese aber nirgendwo vernünftig befestigen. Allerdings war die montierte Halterung so geformt, dass man sie gut im Mund halten konnte wenn man zwischendurch paddeln musste. Ich saß vorn im Boot was gut fürs Filmen war, allerdings war Vishal ungeübt und die hintere Person ist die, welche am meisten Einfluss auf die Steuerung des Kajaks hat. Die Landschaft war absolut toll, jedoch war man gut damit beschäftigt Stromschnellen/Steine zu umfahren und nicht bei der ersten Welle zu kentern. Dies gelang uns gut bis zur ersten 90 Grad Kurve. Dort rächte es sich, dass ich vorn und nicht hinten saß. Wir wurden quer zur Strömung gedreht und auf einen Stein gespühlt und ab ging es ins Wasser. Das ganze wurde natürlich auf Video festgehalten…. 

Die restliche Fahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle und so schlimm war die Abkühlung auch nicht. Einzig, dass unsere Trinkwasser-Vorräte weg gespühlt wurden war schade. Auf der Fahrt kamen wir auch an den Tubing Bars vorbei, hielten aber nicht an. Statt dessen machten wir einen kurzen Badestop an einer Brücke wo Kinder badeten. Und das obwohl die Strömung wirklich stark war.

Gegen 11:45Uhr waren wir zurück in der Stadt. Die Tour endet in Van Vieng unweit unseres Hotels. Wir liefen zurück und gingen Mittagessen. Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte ordentlich herunter. Ich hatte vor zum Tubing zu gehen. Vishal war mehr für das Hotel. Also ging ich allein. Ich entschied mich für die Roten Tubes, was vielleicht ein Fehler war, denn die Fahrt startete unterhalb von Van Vieng und führte so aus der Stadt hinaus. Die “weißen Tubes” starten oberhalb der Stadt und man kommt wieder in Van Vieng an. Die größere der beiden Bars auf der weißen Route sah auch einladender aus. Was ist Tubing eigentlich? Man bekommt einen Schlauch aus einem LKW Reifen auf dem man sich setzt und den Fluss hinunter treibt. Man kommt an diversen Bars (mittlerweile nur noch 2, früher viele. Da gabs aber zu viele ertrunkene Touristen…) vorbei. Dort hält man an und macht Party. In Laos gibt es günstigen Whiskey und Vodka und auf meiner Fahrt gab es in der ersten Bar direkt 50g Vodka aufs Haus “zum Warm werden”. Ich würde jedem der Tubing bei Sonnenschein macht empfehlen sich extra einzucremen oder noch besser einen Schirm mit zu nehmen. Die Sonne brennt auf den Fluss hinunter und ich verbrannte mich wirklich stark.​

An der ersten Bar gab es noch Schaukeln und einen Sprungfelsen in den Fluss. Ansonsten war das Tuben recht entspannt.​


​Am Abend ging ich wieder in die Sakura-Bar. Dort traf ich auch die Thai-Mädels wieder. Sie waren auch Tuben, allerdings auf der anderen Strecke. Diesen Abend trank ich in der Bar statt Bier Wodka-Mixer. Die Dinger sind gefährlich und für 10.000 KIP wirklich günstig. Gegen 1 ging es ins Bett. Morgen geht es nach Vientiane.

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Van Vieng erkunden mit dem Motorrad

Wir frühstückten in einem der zahllosen Restaurants auf der Hauptstraße und mieteten dann zwei Roller und kauften eine ordentliche Karte der Gegend (eine selbst gezeichnete hätten wir sonst so bekommen, nur war die halt nutzlos)Wir entschlossen in einem großen Bogen nach Norden zu fahren und über eine Geröllpiste dann zum Wasserfall im Westen zu fahren. Die Landschaft ist atemberaubend und würde überall sonst wohl ein Naturpark sein. Laos hat rings um Van Vieng aber soviel solche Ausblicke, dass man gar nicht erst darauf Aufmerksam gemacht wird. Nach ca. 40 Minuten Fahrt stand plötzlich ein LKW quer auf der Piste. Er stand so, dass garantiert niemand daran vorbei kommt. Wir machten ein Foto und kehrten um. Auf dem Rückweg hatte ich meine Kamera am Rucksack befestigt und versucht die Landschaft festzuhalten.

Nach einem kurzen Mittagessen/Fruchtshake stop, fuhren wir in die andere Richtung. Auf unserer Karte war eine Höhle + Lagune eingezeichnet (was auch einigen Touren entsprach). Außerdem gab es laut Karte eine landschaftlich schöne Strecke zu bestaunen. Es ging über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses und dann 40 Minuten über durchaus schlechte Straßen. Es holperte und staubte sehr und man musste sehr aufpassen, nicht einen großen Stein oder ein tiefes Loch zu erwischen. Wir kamen dann an eine Brücke an der diverse Baumaschinen damit beschäftigt waren, einen LKW zu bergen. Dieser hatte die Brücke zum Einsturz gebracht und beendete diesen Abschnitt unserer Fahrt. ​​​

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​​Da wir angeblich nur 500m von der Lagune entfernt waren, wateten wir durch den Fluss und liefen die Straße entlang. Nach 5Minuten Fußweg kam ein Tuktuk entgegen, und wir waren gern bereit uns fahren zu lassen. Es stellte sich heraus, dass die Laoten es mit Entfernungen nicht so haben, denn die Lagune war sicher mehr als 500m entfernt. Auf dem Weg pickten wir einen Finnen auf, passenderweise hieß er Mika, der schon 15 Minuten gelaufen war. Die Lagune (Lagune #3) war ein Fluss, der aufgestaut wurde um mit Sprungtürmchen, Schaukel und Schwimmringen zur Abkühlung einlud. Die Höhle auf dem Gelände der Lagune war nicht sehr spektakulär also verbrachten wir mehr Zeit damit um Wasser herum zu treiben. ​

Danach ging es zusammen mit Mika zurück mit dem Tuktuk zum Fluss. Mittlerweile hatte sich an der Brücke schon eine beträchtliche Zuschauerschaft eingefunden. Auf der Rückfahrt gaben Vishal und Mika das Tempo vor und es ging, für meinen Geschmack, etwas zu zügig vorran. Plötzlich hielt Mika an – ich war etwas abgehängt und sah ihn nur am Straßenrand stehen. Als ich näher kam, sah ich seine Zehe bluten. Er hatte ein Schlagloch erwischt und versucht sich mit seinen Flipflops abzustützen – wodurch ein ordentliches Stück Haut abhanden gekommen war. Glücklicherweise geschah das direkt neben einer Tankstelle. Dort hatte man zwar keinen Sanikasten (oder zumindest wollte/konnte man unsere Frage danach nicht verstehen), aber es gab Packetband und Toilettenpapier. Damit verarzteten wir Mika und fuhren dann in die Stadt zurück wo Mika bei einer Apotheke anhielt und der Apotheker sich dem Fuß annahm. 

Es war schon nach 4Uhr und eine weitere Tour lohnte nicht mehr (ab 17:15Uhr beginnt der Sonnenuntergang und 17:45 ist es dunkel). Wir fuhren also zum Motorradverleih und gaben die Scooter zurück. Wir verbachten dann etwas Zeit in unseren Zimmern bevor wir gegen 20Uhr etwas zu Essen suchten. Vishal war von Pizza nicht abzubringen, also bestellten wir eine extra große und teilten uns rein. Um 21Uhr ging es dann zurück Richtung Hotel. Spontan machten wir in der Sakura Bar halt wo bereits der Bär steppte. 

Der Laden war proppe voll mit Koreaner (Laos scheint das Urlaubsland schlechthin für die Koreaner zu sein. Man sah unzählige überall.), Backpackern und auch Reisende aus den Nachbarländern wie z.B. Thailand. Es gab Lachgas-Luftballons (reine Geldverschwendung), Bier und Lao-Vodka Mixgetränke. Die Stimmung war gut und ich kam mit einer Thai ins Gespräch die schon mehrmals in Laos Urlaub gemacht hatte. Ihr Name war Apple (oder zumindest nannte sie sich so) und sie zeigte ihrer Freundin Laos. Als gegen 11Uhr in der Bar die Musik ausging gab es kostenlose Taxis zur “Dschungel Party”. Ich fuhr mit Apple dort hin, Vish war schon ins Hotel verschwunden, und wir setzten die Party dort fort. So richtig Dschungel war es aber nicht – vielmehr ein Guesthouse am Rande der Stadt. Irgendwann gegen 1Uhr ging es zurück ins Hotel. Morgen früh wollen wir Kajak fahren gehen.

Fahrt nach Van Vieng

Nach dem Frühstück wurden wir vom Hotel abgeholt und zur Busstation gebracht. Unser VIP Bus entpuppte sich trotz vorherigem Anruf von White Elefant Travel als Minibus. Exakt was wir nicht wollten. Alles beschweren half nichts und so wurde der Minibus bestiegen (20 Sitzer mit ausklappbaren Notsitzen). Ich konnte zumindest mit einer kleineren Passagierin den Platz tauschen um meine Beine ausstrecken zu können.Die Fahrt hätte ganz ok sein können, wenn nicht eine einheimische Mitreisende, die unterwegs zustieg, die Angewohnheit hätte, sich lautstark zu räuspern und in eine Tüte zu spucken. Zum Glück saßen wir am anderen “Ende” des Busses.

Die Gegend durch die wir fuhren war absolut umwerfend. Da sich die Fenster im Bus aufschieben ließen, konnte ich auf der Fahr ein paar Schnappschüsse machen:​​

Nach 6h und 2 kurzen Essenspausen (sowie einem kurzen Stopp an einer Baustelle – wohl ein Erdrutsch – bei dem ich kurz zum fotografieren ausstieg) kamen wir in Van Vieng an. Es folgte die Hotelsuche. Die ersten Kandidaten waren nicht erfolgreich. Also packten wir unsere Sachen in die Lobby eines Hotels und Vish passte auf, während ich die Gasthäuser der Umgebung absuchte. Schlussendlich blieben wir im Khamphone Guesthouse hängen, wo mir dann zum Sonnenuntergang dieser Schnappschuss gelang:​​​

Van Vieng erinnert mich etwas an Kalambaka und die Meteoraklöster in Griechenland. Nur dass die Felsen hier noch höher und mit dichtem Dschungel bewachsen sind.

Wir gingen dann etwas die Umgebung erkunden und fanden einen günstigen Motorradverleih um die Ecke den wir morgen in Anspruch nehmen werden. Essen gingen wir dann Indisch und wir fanden einen guten Frucht-Shake Stand. Da wir recht fertig waren, ging es diesmal früh ins Bett.