Entspannt ins Einkaufsparadis

Heute ließ ich es sehr geruhsam angehen. In Singapur verließ ich nur zum Hemd abholen und zum Essen das Hostel bevor es mit einem günstigen hostel-eigenen Shuttle zum Flughafen ging.
Das kostenlose Frühstück war lecker und das Richtige für Kumi gewesen:

image

Reisspagetti mit Kokosraspel und Orange gefärbten Zucker

Diesmal flog ich mit Tiger-Air und landete in KL am LCCTerminal. Da ich mittlerweile aber schon mal da war (1Tag mit Kumi auf dem Weg nach Malakka), gabs keine Überraschungen mehr.
Mit dem Bus ging es nach Sentral und dann weiter nach Chinatown – dort kenne ich mich einfach am besten aus. Ich bin im Razzys untergekommen. Das ist ganz schick und freundlich. Es gibt keine Bettwäsche aber ich hab ja meinen Schlafsack dabei.

Bevor ich mich nochmal auf den Markt stürzte um letzte Besorgungen zu machen (ich bin die Einkaufsabteilung für Kumi), habe ich mir etwas Besonderes zu essen gegönnt:
image

Die Muscheln waren in NZ deutlich besser (und größer). Der Frosch in Ingwerwein war voller kleiner Knochen und schmeckte nicht nach Huhn (sondern nach Ingwer und reduziertem Wein). Am besten fand ich das süß saure Reh und den Preis: 11Euro.

Da ich wohl mittlerweile das Feilschen gelernt habe, war ich auf dem Markt ebenfalls erfolgreich. Jetzt muss es nur noch gefallen.

Advertisements

Relocation

5:30Uhr klingelte der Wecker und wir brachen zur Fähre auf. Frühstück gab es erstmal nicht. An der Fähre tummelten sich um 6Uhr schon gut 50 weitere Passagiere. Wir erhielten unseren Boardingpass und besorgten uns noch schnell etwas zu essen. Dann begann das Warten. Kurz vor 7Uhr erhielten wir die Ansage, dass die Fähre auf Grund starker Winde nicht fahren würde. Ich hab echt Glück mit den Badeinseln! (Zur Erinnerung: Pangkor scheiterte auch vor der Überfahrt. Nur Langkawi war ein Erfolg.) Zu aller erst wollte ich mein Geld zurück. Bei einer so unkalkulierbaren Wetterlage ist es keine gute Idee auf einer Insel zu sitzen, wenn der Rückflug ansteht. Wir erhielten unsere Tickets geflickt zurück (die abgerissenen Teile wurden wieder angetackert) und rückten Richtung Busbahnhof ab. Dort gab es dann erstmal richtig Frühstück für Carlos und mich. Uns blieb erstmal nichts weiter übrig als nachzudenken was wir machen wollten und zu warten. Das Ticket zurück erstatten würde nur das Reisebüro von gestern Abend, und das öffnet natürlich erst 9:30Uhr. Kurz vor 8Uhr klopfte ich dann mal an das Rolltor und siehe da, 5Minuten später war der Laden auf. Die 70MYR bekamen wir problemlos zurück.
Danach fällte ich meine Entscheidung: Zurück nach Singapur. Carlos wusste auch nichts besseres und kam mit.

image

Alte Fischerboote in Mersing

Wir fuhren mit dem Bus nach Johor Bahru(JB). Der dortige Fernbusbahnhof war riesig! Es standen dort sicher 50-60 Busse herum! Der Bus nach Singapur war, dank der Travelagents die überall rum standen, schnell gefunden und auch nicht teuer. Es ging dann zur Zollabfertigung. In JB ist dies für Busse genau so organisiert wie am Flughafen. Einziger Unterschied: Man muss sein Gepäck natürlich mit durch die Station tragen. Danach ging es mit dem Bus über die Brücke nach Singapore. Dort erfolgte dann wieder, ebenfalls wie am Flughafen, die Kontrolle zum Eintritt nach Singapur. Alles verlief problemlos und zügig.
Nächstes Ziel war dann eine MRT Station (SBahn-Haltestelle). Wir waren recht weit außerhalb der City und es dauerte seine Zeit, bis wir die 17Stationen nach Little India absolviert hatten. Mein Hostel hatte ich bereits im Internetcafe in Mersing gebucht. Das Vintage Inn ist ein Capsul-Hotel. D.h. die Betten sind wie Hasenställe angeordnet und jeder hat so ein Fach in dem er schlafen kann. Dabei gewährt diese Form des Schlafsaals deutlich mehr Privatsphäre als sonst in Hostels übrig. Wenn man den Vorhang zuzieht hat man 2,5 m³ für sich allein.

Das Hotel ist sauber, sehr stylisch und wohl recht neu. Die Mitarbeiter sind freundlich und berieten mich bei meiner Tagesplanung. Heute wollte ich ins Museum (das Gebäude vor dem Sands, was wie eine Blume aussieht), in den Skypark und abschließend noch essen im Makansutra, eine Art Foodcourt an der Marina Bay.Bevor ich aufbrach wollte ich aber noch wissen, wo es einen guten Schneider zu finden gibt. Man empfahl mir einen in Little India. Sehr versteckt, man musste einen Treppenaufgang hinauf und fand dann dort eine kleine Schneiderei, bzw. den Raum zum Maßnehmen. Preis war ähnlich wie beim letzten Mal, eventuell sogar etwas billiger. Alles schien super. Leider fehlten ihm ein paar Stoffmuster. Aber das wäre kein Problem, in seinem(?) anderen Laden hätte man mehr Auswahl. Einer der Angestellten führte mich hin. Er nahm den direkten Weg, durch kleine Hintergassen und durch Blumenmärkte hindurch. Der Laden war tatsächlich größer und auch einladender gestaltet. Man zeigte mir die Stoffauswahl und ich saß ungefähr 1h um den passenden Stoff zu finden. Ich wollte einen weiß-in-weiß gemusterten und ein Nadelstreifen-Muster. Letzteres war einfach nicht zu finden. Ich entschloss mich dann halt zwei weiß-in-weiß gemusterte Hemden nähen zu lassen. Ich fragte was ein Hemd kosten solle, und er sagte 140S$. Ich sagte ihm was mir zugesagt wurde, und er bot mir 120S$ an. Ziemlich sauer verließ ich den Laden und bin direkt zurück zum ersten Laden. Dort stand man prinzipiell zu seinem Wort, aber als ich mir dort einen Stoff heraus gesucht hatte wurden es auch etwas mehr (85S$ statt 70S$ wie erst behauptet). Eigentlich war der Preis ok, aber nach dem Erlebnis vom anderen Schneider war ich sauer und bin gegangen.

Danach wollte ich zum Museum. Die Stoffsuche hatte mich aber soviel Zeit gekostet, dass das Museum jetzt nicht mehr sinnvoll war (1h ist einfach zu kurz). Also ab zum Skypark. Der Weg dahin war nicht gerade einfach zu finde. Man musste erst durch die Mal, dann durch das Hotel und als ich schlussendlich die Lobby des Skyparks gefunden hatte – war diese zu wegen einer geschlossenen Veranstaltung.
Die mal war aber auch an sich schon sehenswert. Hier ein kleines Wasserspiel:

Zum Glück ist die Bay-Area aus jeder Richtung ein Dankbares Fotomotiv. So entstanden diese Bilder:

image

Blaue Stunde in Singapur

image

image

image

Danach ging es zum Essen ins Makansutra. Die Preise sind OK (10S$ für ein Hauptgericht) und das Essen schmeckt. Der Foodcourt ist direkt rechts vom schwimmenden Fußballplatz. Auf diesem wurden gerade die letzten Vorbereitungen für das chinesische Neujahr (am 17.Jan startet das Jahr des Pferdes) gemacht.
Ich machte mich auf den Heimweg und da ich die nächste MRT Station nicht direkt finden konnte fragte ich ein junges Pärchen. Diese wollten auch dort hin und wir kamen ins Gespräch. Sie stellten sich als Philipinos heraus. Er sprach sogar etwas Deutsch was mich doch überaschte.

Morgen will ich nach Sentosa. Eventuell bleibt etwas Zeit für das Museum.

Reif für die Insel

Ich schreibe aus einem Internetcafe auf Englischer Tastatur. Mit den Umlauten wird es deshalb erstmal nichts.

Heute bin ich zeitig aus dem Hotel aufgebrochen um einen fruehen Bus Richtung Mersing zu bekommen. Der Weg zum grossen Busbahnhof war sehr guenstig (2MYR, also 0,5EUR) und verlief problemlos. Leider ging der frueheste Bus Richtung Mersing erst gegen 12:30Uhr. Also verbrachte ich 2h am Busbahnhof mit warten. Der Bus war von Transnational, jedoch diesmal ein ordentlicher. Die Fahrt sollte 5h dauern, es wurden eher 6h.

Die Landschaft auf der Fahrt war von Oelpalmen und Dschungel dominiert. Die Doerfer wurden immer kleiner. Wir machten 30Minuten Pause an einer Raststaette, die mehr ein Imbiss mit Klo war. Ich nutzte die Zeit um die Gegend zu erkunden und sah dabei verschiedene Schmetterlinge und eine kleine, interessant aussehende Libelle.

Als wir endlich in Mersing ankamen wurden wir direkt zum Verkaufsbuero fuer die Faehre gelotst. Erste Ueberraschung: Heute fuhr gar keine Faehre.
Zweite Ueberraschung: Es ist jetzt Nebensaison und die Faehren fahren da eher “nach Gefuehl” als nach Plan.
Dritte Ueberraschung: Ob Morgen eine Faehre faehrt, erfahre ich 6:15Uhr am Pier.
Letzte und beste Ueberraschung: Ob eine Faehre an meinem Rueckreisetag faehrt, erfahre ich auch erst wenn ich auf der Insel bin. Eventuell muss ich einen Tag vorher schon abreisen und eine Nacht an anderem Ort einschieben.
Was solls… ich hab das Ticket gekauft (hin und zurueck kostet 70MYR also knapp 16EUR) und falls es morgen nicht klappt, kann ich das Ticket zurueck geben.

Es ging nun an die Zimmersuche in Mersing. Ich kam mit einem anderen Reisenden ins Gespraech. Sein Name ist Carlos und er ist spanischer Rentner, 62 Jahre alt und ehemaliger Kellner. Wir klapperten einige Hotels ab und verhandelten hart. Aber entweder die Zimmer waren unakzeptabel (kein Fenster, Doppelbett etc) oder zu teuer. Schlussendlich fanden wir aber ein Hotel wo uns das Zimmer direkt und ohne verhandeln 50MYR kostet und ein Fenster, Klimaanlage und zwei Einzelbetten hat. Leider gab es kein Internet dazu, aber das wisst ihr ja bereits.

Wie es weiter geht erfahrt ihr, und Ich, morgen.

Dichtgepackter letzter Tag für Kumi

Heute hatten wir keine speziellen Ziele. Kumi wollte noch einmal schauen, ob sie eine Uhr kaufen kann, die ihr schon vor Weihnachten bei den chinesischen Händlern aufgefallen war (eine mit weißem Keramikgehäuse). Also waren wir auf dem Markt in der Pataling-Street “shoppen”. Unsere Verhandlungstechnik ist mittlerweile recht gut, und wir kommen meist bei 50% oder weniger heraus.
Kumi fand ihre Uhr und ich ein paar tolle Kopfhörer für mich.

Wir wollten dann bei einem chinesischen Straßenstand der Dampfgegartes (Bao/Pao) anbietet etwas essen. Da alle Plätze außen voll waren, zeigte man uns die Treppe ins Gebäude. Wir gingen etwas unsicher hinein und fanden am oberen Ende der Treppe ein ordentliches Restaurant, welches mit dem Straßenverkauf zusammen gehört. Hier ein Bild aus dem Restaurant auf die Patalingstreet hinunter.
image

Nachdem wir alle eingekauft hatten ging es zurück ins Hotel zum packen.Es war doch recht schwierig alles in Kumis Koffer unter zu bringen. Aber schlussendlich hatten wir mehr oder weniger genau 25Kg im Koffer (ich habe ja diese Tolle Reise-Kofferwage. Danke Ronny!).

Dann ging es mit dem Bus zum Flughafen. Der Schalter hatte noch nicht geöffnet (wir waren sehr früh da) also gingen wir in einen Parfümladen damit ich herausfinden konnte, welches Parfüm mir gefallen könnte. Ich musste mehrfach zu den Kaffeebohnen greifen (die gibts zum schnuppern um die Nase/Geruch zu neutralisieren) weil man irgendwann kaum noch die Unterschiede riechen kann. Nach 30 – 45Min bin ich dann gegangen und habe Kumi beim Check Inn geholfen. 25Kg waren zwar OK, jedoch maximal 23Kg pro Gepäckstück! Wir mussten also umpacken. Nach reichlich einer halben Stunde arbeit, mit andauerndem neu Wiegen hatten wir es dann geschafft und Kumi konnte ihr Gepäck einchecken.

Danach wollten wir einen Kaffee trinken. Das erste Cafe was wir fanden war hemmungslos überteuert, also suchten wir weiter. Etwas am Rand der Halle fanden wir ein “Kopitime”, eine malaiische Cafe-Kette. Die Preise waren für den Flughafen sehr günstig. Wir bestellten zum Kaffee eine Nudelsuppe mit allerlei Beilagen wie Fischbällchen etc. und die war eine der besten Suppen die wir jemals in Malaysia gelöffelt haben – und definitiv ihre 11,50MYR also ca. 3EUR wert.

Nach dem Essen fand ich heraus, dass Prokon wohl gerade vor der Insolvenz steht und ich somit etwas Geld verlieren könnte. Nicht gerade tolle Nachrichten.
Jetzt war aber erstmal Zeit Kumi auf ihren 15h Flug zu verabschieden. Da ich kein Ticket hatte, konnte ich sie nicht weit in den Flughafen hinein begleiten.

Nachdem Kumi gegangen war, fuhr ich zurück zum Hotel. Eigentlich wollte ich in dem Restaurant am Markt heute Abend Frosch(!) essen. Aber nach der tollen Suppe hatte ich keinen Hunger mehr. Statt dessen haben ich bis spät in die Nacht gesessen um meine nächsten Tage zu planen. Ich muss irgendwie auf die Tioman Inseln kommen. Meinen Schnorchel+Brill habe ich ja dummerweise in NZ am Strand liegen gelassen. Ersatz wäre also auch gut.
Morgen geht es also früh los.

Zurück in KL

Nach einem letzten Frühstück in Little India (diesmal hatte ich ein mit Minz-Masalla gefülltes Brot und ein 2 süße Stücke sowie Masalla Chai), konnten wir mein geschneidertes Hemd in Empfang nehmen. Wir nahmen dann das Taxi zum Flughafen. Sobald man zu 2. oder gar zu 3. ist, ist das Taxi in Singapur die schnellste und eine recht günstige Lösung. Wir fuhren für 17S$ zum Flughafen, also 1S$ weniger als das Airportshuttle (2x 9S$) gekostet hatte.

Der Flug verlief schnell und etwas holprig. Vom Flughafen aus ging es mit dem Bus für 10MYR (2,5EUR) in die Stadt und dann weiter zu jenem Hotel was wir das letzte Mal auch gebucht hatten. Wir hatten nicht reserviert, aber da wir jetzt außerhalb der Urlaubszeit unterwegs sind, gab es keine Probleme ein Zimmer zu bekommen.

Wir waren dann schnell im Sentral Market bei einem Thai essen und danach auf der Suche nach einem Laundry Service (Wäscherei). Das Hotel verlangt Geld pro Stück, ich suche aber etwas wo ich pro Kg waschen lassen kann. Am Ende bin ich in einem Hostel um die Ecke fündig geworden.

Nächstes Ziel sollte dann die Berjaya Time Square Mall werden, wo Kumi günstig Klamotten kaufen wollte und ich nochmal nach Elektronik Ausschau halten wollte. Die Fahrt dort hin dauerte unglaubliche 80Minuten! Das lag daran, dass eine Richtung der Monorail ausgefallen war und wir 2x umsteigen mussten und die Züge zu dieser Zeit so voll waren. Wir hatten also ca. 1h in der Mall übrig bevor diese schloss.
Kumi war erfolgreich bei ihrem Streifzug, bei mir waren es gemischte Ergebnisse. Ich hatte ein Angebot vorliegen für ein 7Zoll Tablet mit Hülle und Ladekabel für 50EUR. Jedoch war das was ich über das Gerät erfahren konnte wenig ergiebig. (512MB RAM und 4GB Speicher. 1,2GHz Prozessor, Display-Auflösung ???)  Ich hab das Gerät nicht gekauft. Eine Recherche bei Amazon zeigt mir, dass man jetzt den alten Kindle für 49EUR kaufen kann. Ich glaube, da muss ich nicht mehr weiter suchen.

Als die Geschäfte schlossen, sind wir dann zurück zum Hotel gelaufen. Kumuda war erst nicht so überzeugt von diesem Vorschlag. Aber als wir nach 30Minuten am Hotel waren, war es doch die richtige Entscheidung.

Kuala Lumpur Highlights

Heute früh ging es, nachdem wir festgestellt hatten, dass kein Frühstück in der Hotelrate enthalten war, zum Sentral Market. Ich wusste, dass der dortige Food Court eine recht gute Auswahl bieten wird. Der Sentral Market bietet neben guten Essen auch eine super Gelegenheit für Einkäufe. Es gibt dort sehr viele handgearbeitete Dinge zu kaufen. Von teuren iranischen Kamelknochen-Kästchen im Intarsien und Email-Bemahlung (Email nicht E-Mail!) über geschnitzte Kästchen und Silberarbeiten hin zu Kleidern oder Musikinstrumenten. Wir verbrachten dann dort auch gut 2-3 Stunden, vobei ich den ein oder anderen Antik/Trödelmarkt nicht auslassen konnte.

Anschließend ging es zurück ins Hotel zum frisch machen, bevor wir zu den Türmen aufbrechen wollten. Auf dem Weg zum Hotel kam uns aber noch ein Früchtehändler in die Quere von dem wir leckere Früchte kauften.
image

Ein kurzer Abstecher in die Pataling Street machte uns bekannt mit dem Angebot der lokalen Uhren-Fälscher. Die Uhren haben dabei durchaus gute Qualität und sind recht teuer (erstgenannter Preis: 300MYR) für Fälschungen, jedoch sind die Originale alle noch teurer(300EUR aufwärts).
Nach dem kurzen Hotelaufenthalt ging es mit dem kostenlosen GoKL-Bus zum KL-Tower, dem Fernsehturm von Kuala Lumpur der gleichzeitig der 4. höchste der Welt ist. Wir entschlossen den unverschämten Preis (49MYR pro Person) für die Aussichtsplattform zu bezahlen und verzichteten auf den völlig übertrieben-teuren Ausflug auf das OpenAir-Plateau (99MYR pro Person). Die Aussicht jedenfalls war Klasse und man konnte glauben SimCity zu spielen. 😉
image

image

Blick vom KL Tower

image

Der KL-Tower (Fernsehturm)

Anschießend liefen wir zum Traders-Hotel und dessen Sky-Bar (Tip von Markus und Anja). Unterwegs kamen wir an einer Kreuzung vorbei an der man keine Wohnung haben sollte. Bei jeder Grünphase (d.h. egal in welche Richtung) schossen die wartenden Motorräder mit größtmöglichem Lärm davon. Nur an dieser Kreuzung ist mir dies in der Art aufgefallen.

image

Auf dem Weg zur Skybar

Endlich im Hotel angekommen verschlug es uns 3x den Atem: 1. beim Anblick der schicken Skybar mit Pool in der Mitte, 2. beim Blick aus dem Fenster auf die Petronas Towers und 3. beim Blick auf die Preise der Speisekarte. Wir bestellten uns ein 15MYR teures Ginger Ale. Es gab kostenloses WLAN und so konnte ich kurz mit meinen Eltern chatten und ihnen den Ausblick zeigen.

image

Die ehemals höchsten Gebäude der Welt sehen beleuchtet immer noch sehr eindrucksvoll aus.

Wir machten uns dann mit dem Zug zurück zum Hotel und gingen dann in der Pataling Street auf Nahrungssuche. Ein Satee-Spieß-Stand (Holzspieße mit verschiedenen Fleischsorten ähnlich einem Schaschlik warten auf Eis gebettet auf einen Käufer. Der gibt die dann dem Grillmeister.) war unser erstes Ziel. Da wir aber noch nicht satt waren liefen wir die Straße weiter entlang und fanden einen Laden wo wir ein “Claypot” Gericht gegessen haben was super war. Es wird, wie der Name sagt, in einem heißen Lehmpott an den Platz gebracht. Ein weiches Ei was unter gerührt wird und Leber (quasi “tote Oma”) machen das Gericht so reichhaltig.

Indische Tage in Malaysia

Der heutige Tag brach hektisch an. Innerhalb von 45 Minuten nach dem der Wecker geklingelt hat, wollten wir am Busbahnhof die Tickets nach KL gekauft haben und im Bus sitzen. Ziemlicher Wahnsinn, jedoch hat es dank einer Verspätung des Busses geklappt und wir kamen frühzeitig aus Malakka weg.
Wir erreichten das Geo Hotel in der Nähe meines ersten Hostels noch vor Mittag und konnten einchecken. Nachdem ich mit dem Rezeptionsmanager und Booking.com die gestrige Stornierung abgesprochen hatte, haben wir nun alles in Sack und Tüten und tatsächlich rund 100MYR gespart.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten brachen wir zu den Batu Caves auf. Diese Höhlen befinden sich im Norden von KL und werden als hinduistische Tempel genutzt. Alles ist dort nochmal eine Nummer größer und bunter als in den anderen Tempeln die ich gesehen habe.

image

Riesige Hanuman Statue direkt im Eingangsbereich.

image

Vishnu Statue am Treppenaufgang zu den Höhlen.

Bevor wir zu den eigentlichen Höhlen hinaufstiegen schauten wir uns eine Reptilienausstellung in der “Cave Villa” an (Kumuda liebt Schlangen, hatte aber doch einige Angst diese zu berühren.) Es gab auch verschiedene Vögel wie z.B. Pfauen zu sehen, welche einem aus der Hand fraßen.
Kumuda sah dann die Kokosnuss-Stände und war kaum zu halten:

image

"Endlich wieder Kokosnuss!"

Nun war es aber endlich soweit und wir stiegen die über 270 Stufen zur Höhle hinauf. Endlich oben angekommen konnte man den Blick hinunter auf die japsenden anderen Touris geniesen. Die Höhlen waren riesig! Auf dem nachfolgenden Bild sieht man auf der anderen Seite Menschen die Treppen hochsteigen:

image

Die größe wird deutlich wenn man die Menschen auf der gegenüber liegenden Treppe sieht.

Wenn man die erste Höhle durchschreitet und auf der anderen Seite die Treppe empor steigt kommt man in eine offene Halle in der ein weiterer Tempel steht. Hier konnten wir einen Gottesdienst beobachten, der sehr geräuschvoll ablief.

image

Blick von hinten auf den Tempel in der obersten Halle.

Anschließend stiegen wir die Stufen hinunter und gönnten uns noch eine Kokosnuss. Es begann während dessen zu nieseln und wir blieben bei einem Süßigkeitenstand hängen bei dem wir uns mit Naschereien eindeckten.
Wir erreichten unser Hotel kurz bevor es richtig anfing zu regnen. Wir warteten ca. 1h bevor wir erneut aufbrachen um den indischen Tag mit einem Abendessen in Little India abzuschließen. Ich überredete Kumuda dann noch kurz auf dem Markt in der Pataling Street vorbei zu schauen und wir durchstöberten verschiedene Geschäfte.

Wir liefen dann, Hotel-Regenschirm sei dank, von KL Sentral aus nach Little India. Ich kannte ja mittlerweile die Wege und fand mich problemlos zurecht. Bevor wir uns in ein Restaurant setzten ließ ich mir von Kumuda die verschiedenen Produkte in den Geschäften erklären. Kumuda meinte, Little India in KL sähe wirklich aus wie eine kleine Stadt in Südindien. Sie fühlte sich sichtbar wohl.

Als wir nach dem Essen wieder im Hotel waren gab es noch Nachtisch. Das Foto entstand nachdem wir die Hälfte bereits vertilgt hatten:

image

Vorsicht Süß!

Malakka Reloaded

Heute früh ging es ausgeruht zum ausführlichen Frühstück. Es gab Früchte, Toast und verschiedene lokale Speißen (man isst hier auch schon zum Frühstück Reis oder Nudeln). Mein Highlight war die große Schüssel mit Erdnussbutter und der frische Orangensaft.
Danach checkten wir aus dem Hotel aus und gaben unsere Koffer in die Aufbewahrung an der Rezeption damit wir uns frei in der Stadt bewegen können.

Wir liefen am Fluss entlang Richtung Mündung, entschlossen uns dann aber zum Wechsel auf die andere Flussseite. Zuerst stießen wir auf eine Ruine eines alten herrschaftlichen Hauses. Ich lief einfach hinein und machte ein paar Bilder. Auf die Idee war auch ein anderer Tourist gekommen. Das Haus ist sicherlich ein Investmentobjekt…

image

Immobilie mit Potential in guter Lage zu verkaufen....

Wir kamen an eine Kreuzung an der wir gestern (bzw. heute) Nacht schon einmal waren.
Bei tageslicht sahen wir aber einen riesigen chinesisch-buddistischen Tempel in dem es sehr betriebsam zuging.
An der Straße zum Tempel gab es diverse Geschäfte die Zubehör für die Rituale anbieten, so wie bei uns die Gärtner gern Stände am Weg zum Friedhof unterhalten. In den Geschäften gibt es dann Dinge des täglichen Lebens aus Papier nachgebaut. (z.B. Hemden mit Schlips, Autos, Papiergeld, etc.) Diese werden dann im Tempel den Ahnen dargebracht (verbrannt).

image

Laden mit Tempelzubehör wie Papierautos und Papiergeld.

Im “Cheng Hoon Teng Tempel” brannten Räucherstäbchen und es waren einige Leute unterwegs und beteten. Sehr interessant war eine Art “Weihnachtsberg” (wer das nicht kennt, bitte mal googlen) mit buddhistischen Mönchen.

image

Blick in den Hauptraum des Tempels.

image

Anstatt von Grabsteinen nutzt man bei den Chinesen Täfelchen die in einem Schrein aufbewahrt werden. Das nimmt nicht so viel Platz weg und die Tafeln enthalten meist auch noch das Bild des Verstorbenen. Einige Tafeln waren halb überklebt, dh eine Person auf der Tafel war noch am Leben. Die Tafeln werden also von Ehepaaren schon zu Lebzeiten (oder wenn der erste stirbt) angefertigt und enthält die Namen beider Partner. Ein solcher Schrein sieht dann so aus:

image

Hunderte von Täfelchen mit den Namen verstorbener.

Wir liefen dann weiter Richtung roten Platz, nicht ohne vorher noch in einem kleinen chinesischen Teehaus einen 24-Gewürze-Kühlungstee zu gönnen. Ob es der Tee war oder die Klimaanlage, jedenfalls war uns danach nicht mehr ganz so warm.

Auf dem Weg kamen wir erneut an Kirchen vorbei deren Besuch nicht lohnt (andere deutsche Touristen die hinein kamen sagten genau das Gleiche). Schließlich waren wir auf roten Platz angekommen. Er erhielt seinen Namen durch die Dunkelrot angestrichenen Gebäude (die teilweise leider hinter Gerüsten verborgen waren. Das Plätzchen ist mit seinen Bäumen und Brunnen sowie den bunten Fahrradrikschas recht idyllisch.
image

image

Das danebenliegende Fort ist jedenfalls keinen Blick wert. Mr Raffles kam halt damals einfach zu spät um den Abriss durch die Briten zu verhindern.
Kurze Nebeninfo: Malakka ist die erste Stadt in Malaysia wo man sogar beim Betreten der Touristinfo die Schuhe ausziehen muss.

Wir sind dann weiter zum Marine-Museum gegangen. Dort hatte man eine portugiesische Caravalle nachgebaut und als Ausstellungsraum verwendet.
image

Trotz einsetzendem Regen machten wir uns noch auf den Hügel mit der Ruine der St. Pauls Kirche von wo man einen Blick über die Stadt erhält.

Danach gingen wir zu einem Inder essen der echt südindisch kochte und Kumuda in einen Zustand zwischen Glück und Heimweh versetzte. Es gab Dosa (Brot) mit Chutneys. Selbige wurden in großen Töpfen an den Tisch gebracht und man konnte sich nehmen so viel man wollte.

image

Genügend Chutney für jeden

Soweit lief der Tag wie geplant. Aber es sollte doch alles anders kommen als wir schlussendlich am Busbahnhof ankamen um unser Ticket nach KL zu lösen. Es gab nämlich keine mehr. Alle Busse an diesem Tag waren ausgebucht (Wochenende vor Weihnachten, Schulferien, Wochendbeginn). Es gab genau 1 Taxifahrer der überland nach KL fahren wollte und dieser wollte 240MYR für die Fahrt. Ein Bus würde für uns 2x 25MYR kosten. Er ließ mit sich nicht verhandeln, und provozierte durch seine Sturheit bei uns nur eins Trotz. Bevor wir mit dem fahren, bleiben wir noch eine Nacht in Malakka. Uns hat dan der Betreiber eines Hostels angesprochen und uns ein Doppelzimmer für 50MYR verschafft. Wir haben dann im Hotel in KL angerufen und konnten durch etwas rumquängeln am Telefon eine kostenlose (schaun wir mal…) Umbuchung erreichen. Dadurch haben wir sogar noch etwas Geld gespart.
Wir waren durch das warten und verhandeln etwas verschlafen und haben leider den Nachtmarkt nur noch erreicht als er schon abgebaut wurde. Aber trotzdem können wir sagen: wir waren da. 😉

Mit Kumi nach Malakka

Der Tag begann ruhig und leicht melancholisch. Schließlich war das mein letzter Tag auf der Insel. Zum Frühstück ging ich mit Phillipe, einem Schweitzer der seit 2 Jahren auf Reisen ist und noch ein weiteres Jahr plant, ins Nachbarhostel. Alles war sehr entspannt und man sprach über häufig angerissenes Thema Thema (wie mir scheint): “Hast du mal drüber nachgedacht selbst ein Hostel aufzumachen? Ja …”

Dann ging es kurz nach Mittag mit dem Taxi zum Flughafen. Der Check Inn verlief sehr geschmeidig, die Kontrollen waren sehr zurückhaltend und schon saß ich im Flugzeug nach KL, neben einer englischen Jung-Ärtztin. Für Gesprächsstoff war also gesorgt und außerdem gab’s “Memory” als Spiel auf dem Bildschirm.

Im Flughafen habe ich dann mir erstmal einen Überblick verschafft wo die Busse abfahren und so weiter. Kumis Flug war vor der Zeit, es schien als würde sie 30Min früher landen können. Leider wurde daraus nichts, denn es gab kein Gate für ihren Flieger und so kreiste sie 40Min über dem Flughafen und kam sogar leicht verspätet erst an.

Eigentlich sollte es einen Bus vom internationalen Terminal nach Malakka geben. Was ich nicht wusste ist, dass das Terminal von Transnational (so heißt die Busfirma) nur angefahren wird, wenn jemand ein Ticket online gebucht hat. Sonst gehen die Busse direkt vom anderen Terminal aus nach Malakka. Folge dieser Fehleinschätzung: 45Minuten Zeit am Terminal vergammelt. Als wir dann zum LCCT (dem anderen Terminal) gefahren sind um dort den Bus zu nehmen fuhr der Bus uns quasi in Sichtweite davon und wir durften nochmal 1h auf den nächsten Bus warten. Die Transnational Busse haben mich nicht überzeugt. Die Sitzreihen waren enger und es saßen 4 Personen pro Reihe. Richtung KL versuche ich einen anderen Betreiber zu finden.

Wir kamen dann recht spät (11Uhr) in Malakka erst an. Es war dunkel und vom Busbahnhof aus fuhren keine Busse mehr in die Stadt. Also nahmen wir uns ein Taxi für 20MYR. Das Hotel ist recht groß und war ursprünglich wohl auch recht nobel. Den Zimmern sieht man ihr Alter aber an. Trotzdem war es ganz angenehm ein großes Bett und ein Bad für sich allein zu haben.

Wir sind dann nach dem Check Inn etwas essen gegangen und dann entlang der Riverside Promenade herum flaniert. Anschließend, es war bereits halb 2 nachts, sind wir nochmal durch die historische Altstadt gelaufen die direkt hinter dem Hotel beginnt. Morgen verbringen wir den Tag in Melakka bevor wir am späten Nachmittag nach KL aufbrechen wollen.

Adler auf Langkawi

Heute früh ging ich zu den Mädels ins Hostel zum Frühstücken und danach von dort zur Insel-Hopping-Tour. Langkawi ist ein Archipel mit 99 Inseln. Von diesen sind nur 4 bewohnt.

image

Blick vom fahrenden Boot

Wir fuhren zuerst mit dem Schnellboot auf eine Insel auf der es einen großen Frischwasserteich gibt. Entstanden soll dieser dadurch sein, dass an seiner Stellen eine große Höhle war, welche eingebrochen und mit Regenwasser vollgelaufen ist. Die lokale Legende dazu besagt, dass Baden in diesem See die Fruchtbarkeit von Frauen erhöht. Interessanterweise hat die Insel das Profil einer schwangeren Frau.

image

Insel mit dem Profil einer schwangeren Frau. Der Kopf liegt rechts.

Auf der Insel gab es neben Affen, Krebsen und Schlammspringern am Anlegebereich auch Welse die an den Füßen der Touris herum zupften. Außerdem gab es dort unzählige Touristen. Nach einer Stunde im See ging es wieder zum Boot.

Nächste Station war eine Insel die wir nicht betraten (war auch mit Mangroven zugewachsen) aber die Nistplatz von mehreren Seeandlern ist. Langkawi ist die “Adlerinsel” und dort sieht man warum. Unsere Tour fütterte die Adler nicht, aber andere tun dies wohl.

image

Ein Seeadler ist anderswo kaum noch zu sehen. Hier gibts einige.

Anschließend ging es zu einer anderen Badeinsel die leider auch recht überlaufen war. Links vom Steg sah es aus wie in Hurghada zur Hauptsaison. Rechts vom Steg war aber, das hatte ich bei der Ankunft gesehe, zwischen den Mangroven Sandstrand und niemand in der Nähe. Die Mädels liefen direkt zu den Massen und in die pralle Sonne. Nichts für mich. Also ging ich zu dem besagte Plätzchen hin und hatte für 1 Stunde meinen von Mangroven beschatteten Privatstrand. Ich saß dann im badewannen-warmen Wasser und aß ein paar Erdnussbutterkekse. Dort hätte ich noch etwas länger bleiben können.

image

Mein Plätzchen

Anschließend ging es zurück zum Ausgangspunkt und dann ins Hostel. Dort traf ich einen Schweizer der mit mir zusammen auf die Insel gekommen ist und insgesamt 3 Jahre unterwegs sein wird 2 Jahre hat er bereits hinter sich und sein Rücksack ist beeindruckend voll mit Landesflaggen bestickt.
Wir gingen dann zu einer anderen Stelle an unserem “Hausstrand” wo auch ein Resort beheimatet ist und man sich eigentlich auf die Liegen schmuggeln kann. Leider waren diesmal überall Kontrolleure unterwegs. Wir waren dann dort trotzdem Baden, jedoch war die Strömung recht stark und immer noch war alles voll mit Fischeiern(?). Als die Sonne dann wieder etwas stärker vom Himmel brannte (es war sonst angenehm leicht bewölkt) bin ich zurück ins Hostel.