Adler auf Langkawi

Heute früh ging ich zu den Mädels ins Hostel zum Frühstücken und danach von dort zur Insel-Hopping-Tour. Langkawi ist ein Archipel mit 99 Inseln. Von diesen sind nur 4 bewohnt.

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Blick vom fahrenden Boot

Wir fuhren zuerst mit dem Schnellboot auf eine Insel auf der es einen großen Frischwasserteich gibt. Entstanden soll dieser dadurch sein, dass an seiner Stellen eine große Höhle war, welche eingebrochen und mit Regenwasser vollgelaufen ist. Die lokale Legende dazu besagt, dass Baden in diesem See die Fruchtbarkeit von Frauen erhöht. Interessanterweise hat die Insel das Profil einer schwangeren Frau.

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Insel mit dem Profil einer schwangeren Frau. Der Kopf liegt rechts.

Auf der Insel gab es neben Affen, Krebsen und Schlammspringern am Anlegebereich auch Welse die an den Füßen der Touris herum zupften. Außerdem gab es dort unzählige Touristen. Nach einer Stunde im See ging es wieder zum Boot.

Nächste Station war eine Insel die wir nicht betraten (war auch mit Mangroven zugewachsen) aber die Nistplatz von mehreren Seeandlern ist. Langkawi ist die “Adlerinsel” und dort sieht man warum. Unsere Tour fütterte die Adler nicht, aber andere tun dies wohl.

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Ein Seeadler ist anderswo kaum noch zu sehen. Hier gibts einige.

Anschließend ging es zu einer anderen Badeinsel die leider auch recht überlaufen war. Links vom Steg sah es aus wie in Hurghada zur Hauptsaison. Rechts vom Steg war aber, das hatte ich bei der Ankunft gesehe, zwischen den Mangroven Sandstrand und niemand in der Nähe. Die Mädels liefen direkt zu den Massen und in die pralle Sonne. Nichts für mich. Also ging ich zu dem besagte Plätzchen hin und hatte für 1 Stunde meinen von Mangroven beschatteten Privatstrand. Ich saß dann im badewannen-warmen Wasser und aß ein paar Erdnussbutterkekse. Dort hätte ich noch etwas länger bleiben können.

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Mein Plätzchen

Anschließend ging es zurück zum Ausgangspunkt und dann ins Hostel. Dort traf ich einen Schweizer der mit mir zusammen auf die Insel gekommen ist und insgesamt 3 Jahre unterwegs sein wird 2 Jahre hat er bereits hinter sich und sein Rücksack ist beeindruckend voll mit Landesflaggen bestickt.
Wir gingen dann zu einer anderen Stelle an unserem “Hausstrand” wo auch ein Resort beheimatet ist und man sich eigentlich auf die Liegen schmuggeln kann. Leider waren diesmal überall Kontrolleure unterwegs. Wir waren dann dort trotzdem Baden, jedoch war die Strömung recht stark und immer noch war alles voll mit Fischeiern(?). Als die Sonne dann wieder etwas stärker vom Himmel brannte (es war sonst angenehm leicht bewölkt) bin ich zurück ins Hostel.

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Reorganisation

Heute hatte ich nichts spezielles vor. Ich habe mit Kumuda telefoniert und danach mich schlau gemacht wie wir vom Flughafen nach Melakka und ich von Langkawi zum Flughafen kommen werde. Die Antworten kann ich jetzt schon geben.
Ich habe einen Inlandsflug von Langkawi nach KL (Internationales Terminal!) für 89MYR gefunden. Billiger gehts echt nicht….
Außerdem habe ich herausgefunden, dass Busse direkt vom Flughafen nach Melakka fahren. Es wird also – wenn alles gut geht – extrem entspannt.

Am Abend war ich dann noch schwimmen und musste feststellen, dass das Wasser voll mit Gelee war. Bei genauen hinsehen waren es Eier von irgendwelchen Tieren. Eventuell Fische? Es gab sie in verschiedenen Größen und das Meer war voll davon.
Dies brachte mich ins Gespräch mit 2 holländischen Mädels. Wir verbrachten dann den Abend zusammen. Beide hatten Kriminologie in Südafrika studiert, mal ganz was Neues.

Wir hatten erfahren, dass es Live-Musik in einer Bar am Ende des Strands geben soll, also sind wir dort nach dem Abendessen hingelaufen und haben dann dort bis ca. 2Uhr gesessen. Die beiden erzählten, dass sie morgen die Insel-Hopping-Tour machen wollen ( 30MYR). Das klang gut und ich hab mich angehangen.

Roller fahrn!

Heute ging es früh los. Zusammen mit 3 Mädels aus dem Hostel (aus Spanien, Neu Seeland und Deutschland) ging es zum Frühstück und dann zum Rollerverleih. Wir hatten erst etwas Sorge was das Wetter machen würde, denn beim Frühstück goss es wie aus Kübeln. Doch das hörte so plötzlich auf wie es gekommen war und es blieb schön. Für 30MYR haben wir uns einen 125ccm Roller ausgeliehen und sind dann auf der Insel rumgekurvt.

Erstes Ziel war ein Wasserfall genannt “7 wells” (sieben Brunnen). Wir waren erst am eigentlichen Wasserfall und genossen das kühle saubere Wasser. Dan entdeckten wir ca. 50m  weiter den Fluß hinunter einen kleinen Teich wo niemand war und kletterten dahin. Das war unser Plätzchen und eines der schönsten zum Baden dazu. Hier ein paar Bilder:

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Danach ging es zum nächsten Wasserfall, der anders war. Viel weniger Wasser dafür aber deutlich eindrucksvollerer Felsen. Schwimmen waren wir dort nicht, da eine Tafel mit “Baden auf eigene Gefahr, Parasiten” nicht gerade einlud.
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Danach fuhren wir weiter entlang der Nordküste und fanden einen schwarzen Sandstrand der mir nicht wirklich gefiel. Wir hatten dann dort etwas zum Essen gefunden (was wirklich gut schmeckte auch wenn es schwierig war zu bestellen, da der Koch nicht wirklich Englisch sprach).
Danach ging es noch an einen Strand den Markus und Anja kennen dürften. Die 3 Inseln gaben ein tolles Panorama, leider gab es keinen Schatten dort zum zurück ziehen.
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Rechtzeitig zum Sonnenuntergang (gegen 7) waren wir wieder zurück an unserem Strand im Westen der Insel und hatten ein kühles Bier in der Hand (bzw. ein Radler)
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Tag am Meer

Heute war Strand angesagt. Doch zuerst wurde gefrühstückt. Im Hostel gab es eigentlich nichts, jedoch hatte ein Langzeitgast Müsli mit Früchten bekommen und nach etwas betteln haben wir das Gleiche erhalten. Sehr lecker und reichlich! Gestern Abend hatte ich ein deutsches Mädel aus Bamberg kennen gelernt und wir haben uns ein schattiges Plätzchen unter Palmen gesucht. Dort wurde dann gelesen und gequatscht.
Zwischendurch gings dann auch ins Wasser und die Qualität war tatsächlich deutlich besser als in Penang.

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Meine Palme, Mein Strand, Mein Meer

Gegen 16Uhr gings zurück ins Hostel, gerade rechtzeitig bevor es kurz und heftig regnete. Dort trafen wir neue Reisende aus Deutschland, Frankreich und Neu Seeland.

Morgen wollen wir dann mit Motorrollern die Insel erkunden. Das soll allerdings schon recht früh losgehen. Also jetzt ab ins Bett.

Odysee mit Happy End

Der heutige Tag war für meinen Begleiter aus Dutschland wohl der schwärzeste. Wir haben früh ausgecheckt um den Bus zu bekommen. Es stellte sich heraus, dass in Lumut die Uhren etwas anders gehen und der 8:30Uhr Bus erst um 9 fährt. Recht früh habe ich ein Hostel (das Gecko) angerufen und ein Zimmer für günstige 15 MYR klar gemacht.
Unterwegs mussten wir den Bus wechseln. Als wir mit dem 2. Bus an einen Rastplatz kamen, stellte mein Begleiter fest, dass seine Gürteltasche mit Pass, Kreditkarte, EC Karte und 500MYR in Bar weg war. Es brach die verständliche Panik aus. Ich rief, dank meiner lokalen SIM, im Hotel in Lumut an. Dort hatte man aber nichts gefunden. Ich versuchte ihn etwas zu beruhigen in der Hoffnung seine Tasche wäre versehentlich in seinem Rucksack gelandet. In Butterworth angekommen durchsuchte er seinen Rucksack aber erfolglos.
Für diesen Fall hatte ich ihm vorgeschlagen wie geplant nach Penang zu fahren (mit der Fähre) dort ein Hostel für 1 Nacht zu nehmen und den Honorarkonsul anzurufen, der in der Stadt lebt. Ob die Tasche ihm gestohlen wurde (im ersten Bus haben wir beide bisschen geschlafen) oder sie beim Umsteigen abging, konnten wir nicht klären.

Ich musste dann weiter Richtung Langkawi. Da die Fähre von Penang aus nur vormittags fährt, es aber schon 14Uhr war, habe ich etwas anderes probiert. Ich nahm den Bus nach Alor Seta im Norden, um dann mit einem Regionalbus nach Kuala Kedah zu fahren von wo aus Fähren im Stundentakt nach Langkawi fahren. Im Bus traf ich zwei deutsche Backpacker mit Ziel am selben Strand. Wir reisten von da an gemeinsam.
Wir kamen 16:40 an der Fähre an. Beim Ticketkauf lernten wir, dass die 17Uhr Fähre voll war und wir erst 18Uhr los kommen würden. Wir gingen dann etwas essen. Diesmal Bratreis der Ok war.

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Beim Gang auf die Fähre

Das zweite was ich lernte: Fähren sind langsam! Die Überfahrt dauerte 2h. Recht lang in Begleitung von Familien mit gelangweilten Kindern.

Im mittlerweile finsteren Langkawi angekommen gings mit dem Taxi weiter zum Hostel.

Reisedauer
Start 8:30
Ankunft 21:30
Gesamtreisedauer: 13h

Ein Wort zum Hostel: Der 8er Schlafsaal ist abgewohnt und der Badbereich ebenso. Mehr als 15MYR sollte man da nicht nehmen. Der Aufenthaltsbereich ist hingegen top. Die Dose Bier kostet zur HappyHour 3MYR, Zollfreier Zone sei dank.

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Der Aufenthaltsbereich ist ein Pavillion mit Bar im Garten.