Relocation

5:30Uhr klingelte der Wecker und wir brachen zur Fähre auf. Frühstück gab es erstmal nicht. An der Fähre tummelten sich um 6Uhr schon gut 50 weitere Passagiere. Wir erhielten unseren Boardingpass und besorgten uns noch schnell etwas zu essen. Dann begann das Warten. Kurz vor 7Uhr erhielten wir die Ansage, dass die Fähre auf Grund starker Winde nicht fahren würde. Ich hab echt Glück mit den Badeinseln! (Zur Erinnerung: Pangkor scheiterte auch vor der Überfahrt. Nur Langkawi war ein Erfolg.) Zu aller erst wollte ich mein Geld zurück. Bei einer so unkalkulierbaren Wetterlage ist es keine gute Idee auf einer Insel zu sitzen, wenn der Rückflug ansteht. Wir erhielten unsere Tickets geflickt zurück (die abgerissenen Teile wurden wieder angetackert) und rückten Richtung Busbahnhof ab. Dort gab es dann erstmal richtig Frühstück für Carlos und mich. Uns blieb erstmal nichts weiter übrig als nachzudenken was wir machen wollten und zu warten. Das Ticket zurück erstatten würde nur das Reisebüro von gestern Abend, und das öffnet natürlich erst 9:30Uhr. Kurz vor 8Uhr klopfte ich dann mal an das Rolltor und siehe da, 5Minuten später war der Laden auf. Die 70MYR bekamen wir problemlos zurück.
Danach fällte ich meine Entscheidung: Zurück nach Singapur. Carlos wusste auch nichts besseres und kam mit.

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Alte Fischerboote in Mersing

Wir fuhren mit dem Bus nach Johor Bahru(JB). Der dortige Fernbusbahnhof war riesig! Es standen dort sicher 50-60 Busse herum! Der Bus nach Singapur war, dank der Travelagents die überall rum standen, schnell gefunden und auch nicht teuer. Es ging dann zur Zollabfertigung. In JB ist dies für Busse genau so organisiert wie am Flughafen. Einziger Unterschied: Man muss sein Gepäck natürlich mit durch die Station tragen. Danach ging es mit dem Bus über die Brücke nach Singapore. Dort erfolgte dann wieder, ebenfalls wie am Flughafen, die Kontrolle zum Eintritt nach Singapur. Alles verlief problemlos und zügig.
Nächstes Ziel war dann eine MRT Station (SBahn-Haltestelle). Wir waren recht weit außerhalb der City und es dauerte seine Zeit, bis wir die 17Stationen nach Little India absolviert hatten. Mein Hostel hatte ich bereits im Internetcafe in Mersing gebucht. Das Vintage Inn ist ein Capsul-Hotel. D.h. die Betten sind wie Hasenställe angeordnet und jeder hat so ein Fach in dem er schlafen kann. Dabei gewährt diese Form des Schlafsaals deutlich mehr Privatsphäre als sonst in Hostels übrig. Wenn man den Vorhang zuzieht hat man 2,5 m³ für sich allein.

Das Hotel ist sauber, sehr stylisch und wohl recht neu. Die Mitarbeiter sind freundlich und berieten mich bei meiner Tagesplanung. Heute wollte ich ins Museum (das Gebäude vor dem Sands, was wie eine Blume aussieht), in den Skypark und abschließend noch essen im Makansutra, eine Art Foodcourt an der Marina Bay.Bevor ich aufbrach wollte ich aber noch wissen, wo es einen guten Schneider zu finden gibt. Man empfahl mir einen in Little India. Sehr versteckt, man musste einen Treppenaufgang hinauf und fand dann dort eine kleine Schneiderei, bzw. den Raum zum Maßnehmen. Preis war ähnlich wie beim letzten Mal, eventuell sogar etwas billiger. Alles schien super. Leider fehlten ihm ein paar Stoffmuster. Aber das wäre kein Problem, in seinem(?) anderen Laden hätte man mehr Auswahl. Einer der Angestellten führte mich hin. Er nahm den direkten Weg, durch kleine Hintergassen und durch Blumenmärkte hindurch. Der Laden war tatsächlich größer und auch einladender gestaltet. Man zeigte mir die Stoffauswahl und ich saß ungefähr 1h um den passenden Stoff zu finden. Ich wollte einen weiß-in-weiß gemusterten und ein Nadelstreifen-Muster. Letzteres war einfach nicht zu finden. Ich entschloss mich dann halt zwei weiß-in-weiß gemusterte Hemden nähen zu lassen. Ich fragte was ein Hemd kosten solle, und er sagte 140S$. Ich sagte ihm was mir zugesagt wurde, und er bot mir 120S$ an. Ziemlich sauer verließ ich den Laden und bin direkt zurück zum ersten Laden. Dort stand man prinzipiell zu seinem Wort, aber als ich mir dort einen Stoff heraus gesucht hatte wurden es auch etwas mehr (85S$ statt 70S$ wie erst behauptet). Eigentlich war der Preis ok, aber nach dem Erlebnis vom anderen Schneider war ich sauer und bin gegangen.

Danach wollte ich zum Museum. Die Stoffsuche hatte mich aber soviel Zeit gekostet, dass das Museum jetzt nicht mehr sinnvoll war (1h ist einfach zu kurz). Also ab zum Skypark. Der Weg dahin war nicht gerade einfach zu finde. Man musste erst durch die Mal, dann durch das Hotel und als ich schlussendlich die Lobby des Skyparks gefunden hatte – war diese zu wegen einer geschlossenen Veranstaltung.
Die mal war aber auch an sich schon sehenswert. Hier ein kleines Wasserspiel:

Zum Glück ist die Bay-Area aus jeder Richtung ein Dankbares Fotomotiv. So entstanden diese Bilder:

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Blaue Stunde in Singapur

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Danach ging es zum Essen ins Makansutra. Die Preise sind OK (10S$ für ein Hauptgericht) und das Essen schmeckt. Der Foodcourt ist direkt rechts vom schwimmenden Fußballplatz. Auf diesem wurden gerade die letzten Vorbereitungen für das chinesische Neujahr (am 17.Jan startet das Jahr des Pferdes) gemacht.
Ich machte mich auf den Heimweg und da ich die nächste MRT Station nicht direkt finden konnte fragte ich ein junges Pärchen. Diese wollten auch dort hin und wir kamen ins Gespräch. Sie stellten sich als Philipinos heraus. Er sprach sogar etwas Deutsch was mich doch überaschte.

Morgen will ich nach Sentosa. Eventuell bleibt etwas Zeit für das Museum.

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Reif für die Insel

Ich schreibe aus einem Internetcafe auf Englischer Tastatur. Mit den Umlauten wird es deshalb erstmal nichts.

Heute bin ich zeitig aus dem Hotel aufgebrochen um einen fruehen Bus Richtung Mersing zu bekommen. Der Weg zum grossen Busbahnhof war sehr guenstig (2MYR, also 0,5EUR) und verlief problemlos. Leider ging der frueheste Bus Richtung Mersing erst gegen 12:30Uhr. Also verbrachte ich 2h am Busbahnhof mit warten. Der Bus war von Transnational, jedoch diesmal ein ordentlicher. Die Fahrt sollte 5h dauern, es wurden eher 6h.

Die Landschaft auf der Fahrt war von Oelpalmen und Dschungel dominiert. Die Doerfer wurden immer kleiner. Wir machten 30Minuten Pause an einer Raststaette, die mehr ein Imbiss mit Klo war. Ich nutzte die Zeit um die Gegend zu erkunden und sah dabei verschiedene Schmetterlinge und eine kleine, interessant aussehende Libelle.

Als wir endlich in Mersing ankamen wurden wir direkt zum Verkaufsbuero fuer die Faehre gelotst. Erste Ueberraschung: Heute fuhr gar keine Faehre.
Zweite Ueberraschung: Es ist jetzt Nebensaison und die Faehren fahren da eher “nach Gefuehl” als nach Plan.
Dritte Ueberraschung: Ob Morgen eine Faehre faehrt, erfahre ich 6:15Uhr am Pier.
Letzte und beste Ueberraschung: Ob eine Faehre an meinem Rueckreisetag faehrt, erfahre ich auch erst wenn ich auf der Insel bin. Eventuell muss ich einen Tag vorher schon abreisen und eine Nacht an anderem Ort einschieben.
Was solls… ich hab das Ticket gekauft (hin und zurueck kostet 70MYR also knapp 16EUR) und falls es morgen nicht klappt, kann ich das Ticket zurueck geben.

Es ging nun an die Zimmersuche in Mersing. Ich kam mit einem anderen Reisenden ins Gespraech. Sein Name ist Carlos und er ist spanischer Rentner, 62 Jahre alt und ehemaliger Kellner. Wir klapperten einige Hotels ab und verhandelten hart. Aber entweder die Zimmer waren unakzeptabel (kein Fenster, Doppelbett etc) oder zu teuer. Schlussendlich fanden wir aber ein Hotel wo uns das Zimmer direkt und ohne verhandeln 50MYR kostet und ein Fenster, Klimaanlage und zwei Einzelbetten hat. Leider gab es kein Internet dazu, aber das wisst ihr ja bereits.

Wie es weiter geht erfahrt ihr, und Ich, morgen.

Indische Tage in Malaysia

Der heutige Tag brach hektisch an. Innerhalb von 45 Minuten nach dem der Wecker geklingelt hat, wollten wir am Busbahnhof die Tickets nach KL gekauft haben und im Bus sitzen. Ziemlicher Wahnsinn, jedoch hat es dank einer Verspätung des Busses geklappt und wir kamen frühzeitig aus Malakka weg.
Wir erreichten das Geo Hotel in der Nähe meines ersten Hostels noch vor Mittag und konnten einchecken. Nachdem ich mit dem Rezeptionsmanager und Booking.com die gestrige Stornierung abgesprochen hatte, haben wir nun alles in Sack und Tüten und tatsächlich rund 100MYR gespart.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten brachen wir zu den Batu Caves auf. Diese Höhlen befinden sich im Norden von KL und werden als hinduistische Tempel genutzt. Alles ist dort nochmal eine Nummer größer und bunter als in den anderen Tempeln die ich gesehen habe.

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Riesige Hanuman Statue direkt im Eingangsbereich.

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Vishnu Statue am Treppenaufgang zu den Höhlen.

Bevor wir zu den eigentlichen Höhlen hinaufstiegen schauten wir uns eine Reptilienausstellung in der “Cave Villa” an (Kumuda liebt Schlangen, hatte aber doch einige Angst diese zu berühren.) Es gab auch verschiedene Vögel wie z.B. Pfauen zu sehen, welche einem aus der Hand fraßen.
Kumuda sah dann die Kokosnuss-Stände und war kaum zu halten:

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"Endlich wieder Kokosnuss!"

Nun war es aber endlich soweit und wir stiegen die über 270 Stufen zur Höhle hinauf. Endlich oben angekommen konnte man den Blick hinunter auf die japsenden anderen Touris geniesen. Die Höhlen waren riesig! Auf dem nachfolgenden Bild sieht man auf der anderen Seite Menschen die Treppen hochsteigen:

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Die größe wird deutlich wenn man die Menschen auf der gegenüber liegenden Treppe sieht.

Wenn man die erste Höhle durchschreitet und auf der anderen Seite die Treppe empor steigt kommt man in eine offene Halle in der ein weiterer Tempel steht. Hier konnten wir einen Gottesdienst beobachten, der sehr geräuschvoll ablief.

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Blick von hinten auf den Tempel in der obersten Halle.

Anschließend stiegen wir die Stufen hinunter und gönnten uns noch eine Kokosnuss. Es begann während dessen zu nieseln und wir blieben bei einem Süßigkeitenstand hängen bei dem wir uns mit Naschereien eindeckten.
Wir erreichten unser Hotel kurz bevor es richtig anfing zu regnen. Wir warteten ca. 1h bevor wir erneut aufbrachen um den indischen Tag mit einem Abendessen in Little India abzuschließen. Ich überredete Kumuda dann noch kurz auf dem Markt in der Pataling Street vorbei zu schauen und wir durchstöberten verschiedene Geschäfte.

Wir liefen dann, Hotel-Regenschirm sei dank, von KL Sentral aus nach Little India. Ich kannte ja mittlerweile die Wege und fand mich problemlos zurecht. Bevor wir uns in ein Restaurant setzten ließ ich mir von Kumuda die verschiedenen Produkte in den Geschäften erklären. Kumuda meinte, Little India in KL sähe wirklich aus wie eine kleine Stadt in Südindien. Sie fühlte sich sichtbar wohl.

Als wir nach dem Essen wieder im Hotel waren gab es noch Nachtisch. Das Foto entstand nachdem wir die Hälfte bereits vertilgt hatten:

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Vorsicht Süß!

Mit Kumi nach Malakka

Der Tag begann ruhig und leicht melancholisch. Schließlich war das mein letzter Tag auf der Insel. Zum Frühstück ging ich mit Phillipe, einem Schweitzer der seit 2 Jahren auf Reisen ist und noch ein weiteres Jahr plant, ins Nachbarhostel. Alles war sehr entspannt und man sprach über häufig angerissenes Thema Thema (wie mir scheint): “Hast du mal drüber nachgedacht selbst ein Hostel aufzumachen? Ja …”

Dann ging es kurz nach Mittag mit dem Taxi zum Flughafen. Der Check Inn verlief sehr geschmeidig, die Kontrollen waren sehr zurückhaltend und schon saß ich im Flugzeug nach KL, neben einer englischen Jung-Ärtztin. Für Gesprächsstoff war also gesorgt und außerdem gab’s “Memory” als Spiel auf dem Bildschirm.

Im Flughafen habe ich dann mir erstmal einen Überblick verschafft wo die Busse abfahren und so weiter. Kumis Flug war vor der Zeit, es schien als würde sie 30Min früher landen können. Leider wurde daraus nichts, denn es gab kein Gate für ihren Flieger und so kreiste sie 40Min über dem Flughafen und kam sogar leicht verspätet erst an.

Eigentlich sollte es einen Bus vom internationalen Terminal nach Malakka geben. Was ich nicht wusste ist, dass das Terminal von Transnational (so heißt die Busfirma) nur angefahren wird, wenn jemand ein Ticket online gebucht hat. Sonst gehen die Busse direkt vom anderen Terminal aus nach Malakka. Folge dieser Fehleinschätzung: 45Minuten Zeit am Terminal vergammelt. Als wir dann zum LCCT (dem anderen Terminal) gefahren sind um dort den Bus zu nehmen fuhr der Bus uns quasi in Sichtweite davon und wir durften nochmal 1h auf den nächsten Bus warten. Die Transnational Busse haben mich nicht überzeugt. Die Sitzreihen waren enger und es saßen 4 Personen pro Reihe. Richtung KL versuche ich einen anderen Betreiber zu finden.

Wir kamen dann recht spät (11Uhr) in Malakka erst an. Es war dunkel und vom Busbahnhof aus fuhren keine Busse mehr in die Stadt. Also nahmen wir uns ein Taxi für 20MYR. Das Hotel ist recht groß und war ursprünglich wohl auch recht nobel. Den Zimmern sieht man ihr Alter aber an. Trotzdem war es ganz angenehm ein großes Bett und ein Bad für sich allein zu haben.

Wir sind dann nach dem Check Inn etwas essen gegangen und dann entlang der Riverside Promenade herum flaniert. Anschließend, es war bereits halb 2 nachts, sind wir nochmal durch die historische Altstadt gelaufen die direkt hinter dem Hotel beginnt. Morgen verbringen wir den Tag in Melakka bevor wir am späten Nachmittag nach KL aufbrechen wollen.