Ein sonniger letzter Tag

Wie angedeutet ging es mit dem Nachtbus nach Wellington. Eine absolut ersparenswerte Erfahrung. Anscheinend hat man bei Intercity nicht begriffen, dass Nachtbusse dazu da sind “im Schlaf weite Distanzen zu überbrücken”. Deshalb hatte der Busfahrer auch nichts besseres zu tun als in launiger Art und Weise alle 2,5h eine Pause über die Lautsprecher anzukündigen.
Da der Bus keine sonstigen Verzögerungen hatte war ich gegen 5:30Uhr in Wellington. Ich lief dann zum Hostel und konnte dort wie vereinbart duschen. Danach setzte ich mich auf einen Sitzsack im Gemeinschaftsraum und schlief für 1,5h.

Gegen 10Uhr lief ich zum Parlament um dort die erste Tour des Tages zu erwischen. Wie für Wellington üblich hatte es angefangen zu nieseln. Eintritt und Tour im Parlament ist kostenlos. Leider war es nicht erlaubt Foto zu machen. Wir liefen durch den neuen Verwaltungsteil (der Bienenstock/Bee Hive genannt) und durch den alten, im edwardianischen Stil gebauten, Teil. Die Tour führte auch in den Keller in dem die Gummipuffer gezeigt wurden auf denen das Gebäude ruht. Es wurde damit in den 90er Jahren erdbebensicher umgebaut so wie die anderen hoch schützenswürdigen historischen Gebäude in Wellington.

Nach der Tour bummelte ich durch die Läden zurück zum Hostel wo ich mich nochmal etwas ausruhen konnte. Gegen 16Uhr wurde ich dann von Kumuda und ihrem Vater Rajamani abgeholt. Das Wetter hatte sich dank der starken Winde deutlich verbessert und es schien nun die Sonne. Wir liefen zum Marine Museum, welches aber bereits um 17Uhr schloss. Danach tranken wir dann Kaffee und (zusätzlich kostenlosen grünen Tee) in einem japanischen Restaurant im Hafen. Anschließend liefen wir zum Parlament damit ich von selbigen noch Fotos bei Sonnenschein machen konnte und von dort aus dann zum Restaurant des Abends, einem beligischen Restaurant in der Featherston Street. Dort gab es belgisches Bier und 1KG Muscheln in Weißweinsoße mit Pommes für 18NZD (11Eur) die wirklich sehr lecker waren. Wir blieben dort für einige Stunden bis Kumuda mit ihrem Vater zum Bus musste.

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Morgen geht es dann sehr früh los: Um 5:45Uhr werde ich abgeholt! 5:45UHR!!!

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On the Road – Auckland

Heute früh ging es um 8Uhr mit dem Bus nach Auckland, der größten Stadt Neu Seelands und gleichzeitig letzte Station für mich.
Der Bus war richtig schlecht. Die Klimaanlage sammelte Kondenswasser, welches dann über einigen Plätzen abtropfte. Zumindest war ich davon nicht direkt betroffen. Von der malaysischen Beinfreiheit war auch nur zu träumen.

Auf der Fahrt regnete es und ich erwartete, dass der Tag in Auckland nicht anders sein würde. Es war also eine gute Idee auf der Fahrt zu schlafen.
In Auckland suchte ich zuerst die Touristeninformation auf. Dort wieß man mich auf die Mietfächer für Gepäck im Busbahnhof hin. Ich konnte also mein schweres Gepäck einschließen und mit dem leichten kleinen Rucksack durch Auckland laufen. Das Wetter war sehr gut, teilweise brannte die Sonne ordentlich vom Himmel. Mit meinem Sonnenbrand wollte ich etwas “schattiges” unternehmen.

In der Auslage mit Broschüren fand ich die Auckland Art Gallery die nicht weit vom Busbahnhof entfernt im Albert-Park liegt. Eintritt war frei und in 1,5h startete sogar eine kostenlose Führung durch das Gebäude. Ich bin dann dort hin marschiert und habe voher noch ein paar vergleichweise günstige Sandwiches kaufen können die ich im Albert Park unter den eindrucksfollen Bäumen des Parks essen konnte.
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Die Art Gallery war  recht groß und man hatte wohl auch mehrere Preise für die Architektur gewonnen, was mir aber nicht klar werden wollte.
Es gab einen zeitgenössischen Teil, einen Victorianischen Teil, einen Teil der sich mit Neu Seelands Landschaften beschäftigt und einer der sich mit den Maories beschäftigt.
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Ein echter Dürer war auch zu sehen.

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Maori-Portraits.

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Maori-Einflüsse in der modernen Kunst

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Neuseeländischer Jugendstil.

Man durfte vieles fotografieren wie überhaupt das Museum sehr besucherorientiert war. So konnte man dort auch seinen Rucksack bzw. überflüssige Kleidung kostenlos an der Garderobe abgeben. Die Gegend um den Albert-Park war sehr schön. Es gab auch noch einige ältere Gebäude die victorianisch angehaucht waren.

Wie bei mir üblich, blieb ich recht Lange im Museum hängen und bin dann pünktlich zur Schließzeit erst heraus gekommen. Weiter ging es dann zum “Auckland Domain” einer Parkanlage. Als ich dort ankam war gerade ein größeres Tennisturnier zu Ende gegangen und viele Menschen waren auf der Straße. Ich lief rechts vom Tennisstadion den Berg hinauf, welcher Teil des Parks war. Ich suchte mir dort ein schattiges Plätzchen und verschnaufte erst einmal.
Anschließend ging es zurück zur Sky City Busstation. Dabei lief ich über den Campus der Universität Auckland, auf dem, verständlicherweise zum Samstag Abend, nichts los war.

In der Busstation habe ich mein Gepäck eingesammelt, mein Handy geladen und mich mit einem anderen Reisenden (er nutzte einen Adapter zum Handy laden) unterhalten der sich als indischer Bankangestellter entpuppte der seit 11 Monaten in NZ lebt.

Diesen Artikel schreibe ich aus dem Bus. Leider ist der auch nicht viel Besser als jener auf der Herfahrt (zumindest regnet es nicht im Inneren).

Tag am Meer 2

Heute war Strandtag. Gegen 11:30 bin ich aufgebrochen und mit dem Bus zum Mount Maunganui gefahren. Der Berg bzw. die Aussicht von selben ist auch der Hauptattraktion von Tauranga. Bay of Plenty heißt die Gegend aufgrund eines Kommentars von Kapitän Cook. Cook nannte sie Bay of Plenty („Bucht des Überflusses“), nachdem er reiche Nahrungsmittelvorräte in mehreren Dörfern von Māori entdeckt hatte. Hat also nichts mit dem Aussehen der Bucht zu tun.
Am Mount Maunganui gibt es aber auch einen schönen Sandstrand. Einzig was fehlt ist Schatten….

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Der Mount Maunganui vom Hafen aus gesehen.

Ich bin zuerst um den Berg herum gelaufen. Es gab da einen Rundweg um den Fuß des Berges. Da sind diese Bilder entstanden:

Dabei fand ich auch ein Stück felsige Küste und versuchte dort ins Wasser zu kommen um zu schnorcheln. Es gelang mir nicht wirklich. Ich fand eine Taucherbrille mit Schnorchel in einem kleinen “Becken” zwischen den Felsen.

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Der Felsenstrand an dem ich nicht ins Wasser gekommen bin.

Nach dem vergeblichen Versuch ein Stück Küste für mich allein zu haben, bin ich dann aufgebrochen um zum Gipfel zu laufen. Unterwegs überholten mich in der prallen Sonne immer wieder Leute die da hoch joggen wollten. Auch jetzt noch, wenn ich diese Zeile schreibe beherrscht mich dabei eine Mischung aus Mitleid und Unverständnis.
Am meisten Spass hatte indes ein Gleitschirmflieger der hervorragende Thermik am Berg hatte und mit Leichtigkeit an Höhe gewinnen konnte um sich dann ein ums andere Mal in kreisendem Sturzflug Richtung Meer zu stürzen.
Hier nun ein paar Bilder vom Gipfel.
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Vom Gipfel zurück bin ich dann an den Strand. Dort stand ein Mann mit grau meliertem Haar mit einem Rugby-Ball in der Hand herum. Ich fragte ihn wie man das Ding richtig wirft. Daraus wurde dann eine 30 minütige “Trainingseinheit” mit Garry und seinem Sohn Mat. Garry kommt mit seiner Familie schon seit 37 Jahren immer zu Weihnachten hier her. Er gab mir dann noch den Tip, zum Schnorcheln links vom Strand hinter die Steine zu gehen.
An der besagten Stelle war eine Maori Familie(?) beim Muscheln sammeln. Hauptsächlich sammelten sie Seeigel ein. Ich habe versucht auch was zu finden aber mir war da das Glück nicht hold. Außerdem war der Wellengang sehr stark und dadurch viel Sand im Wasser.
Ich bin dann über einige Muschelberge zurück zum Hauptstrand gelaufen und habe mich dort in die recht hohen Wellen gestürzt.

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Kein Sand sondern abertausende Muscheln.

Nach 4h am Strand und insgesamt 6h in der Sonne bin ich dann zurück zum Hostel.

Das Schicksal lässt sich nicht vermeiden

Der heutige Tag sagte ursprünglich ja voraus, dass ich 8Uhr in den Bus nach Auckland steige um dann 8h später im eigentlich nur 1,5h entfernten Tauranga anzukommen. Das wollte ich nicht akzeptieren und hatte deshalb einen anderen Bus von einer anderen Firma (Naked Bus) gefunden und gebucht, der 12:30Uhr abfahren sollte und direkt nach Tauranga fährt.

Am morgen hatte ich dadurch ein paar Stunden Zeit und entschlossen in einen Vergnügungspark zu fahren (Agroventures). Dort hatte ich mir 2 Attraktionen ausgesucht die zusammen 75NZD, also 45EUR kosten: Den Swoop und die Agrojet-Rennboote.

Der Swoop ist ein 45m hohes Pendel, welches einem nach einem kurzen freien Fall die Möglichkeit gibt, wie Superman durch die Luft zu fliegen. Das sieht dann so aus:

Die Rennboote sind mit dicken Chevy Motoren ausgestattet (über 300PS) und katapultieren einen in wenigen Sekunden (4,5 um genau zu sein) von 0 auf 100 km/h. Das hört sich ziemlich nett an und sieht so aus:

Wenn ihr genau hin schaut seht ihr, dass das nicht ich bin. Ich habe die Bilder und Videos meiner Fahrten zwar gekauft (für den unerheblichen Preis von nochmals 35NZD … Neuseeland halt), aber halt nur auf CD gebrannt erhalten, die ich wiederum natürlich nicht lesen kann. Schade, denn mein Gesicht beim Swoop hätte euch bestimmt gefallen.

Nachdem ich im Park fertig war ging es zurück zum Hostel und dann zum Bus. Ich hatte jedoch schon eine SMS erhalten, dass sich der Bus wohl um bis zu 1h verspäten würde. Das kam mir recht, da ich dadurch etwas mehr Zeit zum Mittagessen hatte.

Beim Essen kam die Nachricht, dass sich der Bus um ca. 2h verspäten würde. Das wiederum war schon nicht mehr witzig. Als der Bus dann nach ca. 3h(!) endlich ankam konnten wir immer noch nicht fahren, da der Fahrer nun seine gesetzliche Pause machen musste. Also sind wir erst 3,5h später als geplant los gekommen. Das dann vom Tage nicht mehr viel übrig bleibt, ist wenig verwunderlich. Da kommt dann das Eingangs erwähnte Schicksal ins Spiel. Mit dem anderen Bus wäre ich sogar noch 1h früher angekommen (hätte dann aber natürlich nicht den Park absolviert).

Am Abend war ich dann nochmal etwas in der Gegend laufen und habe an einem Strand die Schale einer Jakobsmuschel gefunden und mich mit einem jungen Franzosen etwas über die Welt und das Reisen unterhalten (er sprach zum Glück gutes Englisch).

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Jakobsmuschel die ich am Strand fand.

Drecksloch!

Überraschend früh fand ich heute morgen aus dem Bett – als die letzten gerade ins Bett fielen (gegen 9Uhr).
Gestern war ich mit meinem Rundgang nicht ganz fertig geworden, also nahm ich mir diesen für den Vormittag vor. Für den Nachmittag hoffte ich darauf, dass 4 Leute für die Maori-Mud-Tour zusammen kommen, am Morgen war ich noch der Einzige auf der Liste.

Der Park in Rotorua hält recht spektakuläre geothermische Löcher und einen See bereit. Das Wasser scheint sehr heiß zu sein, denn heute dampfte es doch ordentlich (siehe Bilder). Es gab auch einige blubbernde Schlammlöcher – Dreckslöcher sozusagen – zu bestaunen. Dank Skype konnte meine Mutter diese sogar “live” besichtigen.

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Heiße Quelle im Park

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Eines der Dreckslöcher - blubbernder Schlamm

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Bewohner der Tümpel

Im Park gibt es auch mehrere Fußbäder wo man sich hinsetzen konnte und die Füße im warmen Wasser baumeln lassen konnte. Das tat ich dann auch ausgiebig.

Als es dann langsam mit Nieseln anfing, begab ich mich wieder auf den Weg zurück zum Hostel. Ich kam dabei an der “Maori-Ecke” von Rotorua vorbei. Auffällig war das Maori-Gemeinde-Zentrum welches in traditioneller Weise mit Schnitzereien und Paua-Muscheln verziert ist.
Ihm gegenüber befand sich eine kleine anglikanische Kirche die einen ganz besonderen Charme versprühte, denn sie war mit Maori-Schnitzereien und Kunsthandwerk gestaltet.

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Maori Kultur/Gemeindehaus

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Inneres der Kirche mit Maori-Schnitzereien

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Detailaufnahme der Wand

Den Nachmittag verbrachte ich dann mit lesen und langer Weile. Es fand sich natürlich niemand mehr für die Tour und damit musste auch ich darauf verzichten. Erst am Abend war ich nochmals unterwegs und als ich zurück kam hörte ich ein “Beratungsgespräch” an der Rezeption wo von einem Park die Rede war in dem man zu vernünftigen Preisen etwas Action abbekommen kann. Die Info hätte ich ungefähr 8h früher gebraucht. Ich werde versuchen das morgen Vormittag noch mitzunehmen. Mein Bus geht gegen 12:30Uhr. Ursprünglich war mein Bus für 8Uhr früh angesetzt. Aber “Nomads-Tours” hatte mir da einen Bärendienst erwiesen und mir eine 8h Busfahrt in den “Nachbarort” zusammen gebucht. Ich habe deshalb einen anderen Bus gebucht der mich in 1,5h da hin bringt auch wenn ich dadurch 25$ extra bezahle.

Happy New Year!

Heute vormittag war ich nochmal in Taupo am See spazieren und habe mir etwas die Uferpromenade angeschaut. Wie in NZ üblich gab es dort diverse “Aktivitäten” die man gegen Geld ausüben kann. Es wurden aufblasbare Surfbretter für 20$ pro Stunde vermietet, Parasailing wurde angeboten und man konnte versuchen vom Ufer aus einen Golfball auf einem schwimmenden Ponton ein zu lochen. Der Witz an der Sache: Es kostete Geld, aber selbst wenn man es geschafft hätte (was bei dem Wind reiner Zufall wäre) hätte es keinen Gewinn gegeben.

Ich bin nicht ganz ziellos am Ufer entlang gelaufen, sondern suchte die Stelle an der heiße Quellen waren. Auf dem Weg zurück (die Quellen waren wenig spektakulär) kam ich mit einer Kiwi-Oma ins Gespräch die mit ihren Enkeln am Ufer spielte. Ihr Sohn hatte doch tatsächlich eine Deutsche geheiratet und sie kannte sich dadurch in Deutschland auch etwas aus.

Mein Bus ging dann gegen 14Uhr nach Rotorua. Rotorua ist eine vulkanisch sehr aktive Gegend. Man riecht es auch in der Stadt sofort. Ein (leichter) Schwefelgeruch ist durchaus vernehmbar. Nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte erfuhr ich, dass es heute Abend erlaubt sei privaten Alkohol im Hostel zu trinken (was normalerweise mit dem Rauswurf aus dem Hostel bestraft wird). Also ging ich noch schnell einkaufen. Nachdem alle Besorgungen erledigt waren wollte ich noch etwas von Rotorua sehen. Ich machte mich auf dem Weg zum “Sulfur Point”. Dies ist eine Stelle im See, welche so stark mir Schwefel gesättigt ist, dass das Wasser weislich erscheint. In diesem Bereich des Sees riecht es wirklich sehr stark nach Schwefel. Der Geruch ist dabei leicht anders als verfaulte Eier, aber trotzdem nicht unbedingt als Raumerfrischer geeignet.
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Am See gibt es mehrere Vogelschutzgebiete welche verschiedenen Möwenarten zuflucht bieten. Scheinbar war ich in so ein Gebiet geraten, denn einige Möwen waren doch sehr daran interessiert mich zu vertreiben und flogen recht nach an mir vorbei. Ich nutzte das um die Vögel abzulichten.
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Durch Zufall fand ich einige Baumsamen die auf den ersten Blick wie Eicheln aussahen. Als ich mir den dazugehörigen Baum ansah, spekulierte ich eher auf Eukalyptus. Und tatsächlich, wenn man in die Eicheln etwas hinein beißt oder mit dem Fingernagel kratzt riecht man deutlich das Eukalyptus Aroma.
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Eukalyptusbaum

Nach ca. 3h und ohne die geplante Runde komplett abzuschließen (den Kuirau Park habe ich mir für Morgen aufgespart) kam ich wieder im Hostel an. Hier fand dann auch eine Neujahrsparty statt. Um Mitternacht bin ich jedoch, mit einer gerade erst eingetroffenen UK-Chinesin, zum Strand gelaufen wo das große Feuerwerk statt fand. Dank 1GB Datenflat und Skype konnten meine Eltern das life miterleben.

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Schnappschuss vom Feuerwerk

Eine Bootsfahrt die ist lustig…

Heute früh musste Kumi auschecken und ihren Bus erwischen. Das lief alles super glatt ohne irgendwelche Probleme. Auch Zeit für ein Frühstück war genug. Unsere Wege trennten sich an der Bushaltestelle, denn von da aus konnte ich bequem in den (Yacht-)Hafen laufen. Dort lag das Hochsee taugliche Segelboot “Fearless” am Pier. Für 35NZD (ca. 20EUR) ging es 2,5h raus auf den See.
Diesmal war das Wetter auf meiner Seite. Etwas zu sehr für mein Gesicht, ich laufe jetzt mit roter Birne durch die Gegend, aber besser als Regen alle Mal. Der sollte natürlich heute nicht ausbleiben, vorerst blieb ich aber davon verschont.

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Die "Fearless" im Hafen.

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Vulkane gibts natürlich auch in Taupo.

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Gutes Wetter und ordentlich Wind laden ein zum segeln.

Ziel des Törns waren die “weltberühmten Maorireliefs” am See. Wie ich lernte waren diese ca. 35Jahre alt und von den Maoris als Geschenk an die Gemeinde gemacht worden. Den Maoris gehört auch der Grund des Sees und alles was darauf ist. Deshalb müssen die Nutzer (also die Tourenveranstalter, Segelbootbesitzer etc.) Geld an die Maoris für die Nutzung bezahlen. Bisher hat die Regierung dies als Subvention gemacht, ab nächstem Jahr werden dass die Unternehmen selbst machen müssen. Das dürfte die Preise negativ beeinflussen.
Eigentlich wollten wir noch in den See springen um etwas zu schwimmen. Am Horizont zogen aber dunkle Wolken auf und die Sonne verschwand auch immer häufiger unter dicken grauen Wolken. Es ging deshalb schnurstracks zurück zum Hafen. Auf dem Weg zurück gab es heiße Schokolade (Kakao) und Kekse. Man freut sich in diesem teuren Land echt über jede kleine Aufmerksamkeit. 😉
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Ich war dann noch etwas zu Mittag essen und bummelte gerade im Hostel ein als es anfing zu regnen. Ordentlich. “Cats and Dogs”, würde man hier sagen, hat es geregnet. Aber diesmal hatte es mich nicht erwischt. Immerhin.

Am Abend habe ich dann etwas gelesen und einmal mehr das Chilli im Hostel (mit Bier für 7,50NZD/4EUR echt günstig) gegessen. Morgen geht es für mich gegen 14Uhr weiter nach Rotuora wo ich auch ins neue Jahr rutschen werde.

Das Beste draus machen

Der heutige Tag begann sehr früh: 6Uhr klingelte der Wetter. Um 7 soll der Bus abfahren und dann wollten wir 6-8h lang im Gebirge zwischen Vulkanen wandern. Das es Regnen wird war klar und wir hatten uns damit abgefunden.
Das unser Gastgeber uns ca. 6:30Uhr eröffnete, dass der Pass heute wegen starker Winde geschlossen ist, war dann aber doch nicht geplant. Er setzte mit süffisantem Gesicht hinzu, dass das im Gebirge halt so wäre und wir einfach einen Tag länger bei ihm bleiben sollten. Er hörte da schon die Kasse klingeln.
Wir haben uns dann beraten und haben umgeplant. Wir fahren heute nach Taupo, der Stadt am großen See im Norden des Parks, welche sowieso mein nächstes Ziel wäre. Die Abreise geht natürlich nicht ohne extra Kosten ab. Unser unfreundlicher Gastgeber kann es sich partout nicht vorstellen uns die zweite Nacht zu erlassen und er verdient ganz sicher auch an unserer Abreise mit dem Privat-Shuttlebus (es fahren keine Transitbusse durch den Nationalpark). Ich gönne dem Typen keinen Penny mehr und wir waren beide froh dort weg zu kommen. Wir hatten nur leider keine Ahnung wo wir übernachten sollten, meine Unterkunft für morgen hatte mir telefonisch abgesagt, es regnete und irgendwie verging einem schon die Lust auf NZ zunehmend.

Da wir nichts besseres wussten, fuhren wir trotzdem zu dem Hostel (Urban Retreat Taupo) in dem ich morgen einchecken werde. Dort angekommen gab es die frohe Kunde, dass sogar ein einzelnes Zimmer zur Verfügung stände, was Kumi ruck zuck wieder strahlen ließ. Als Tagesprogramm wurde uns dann vorgeschlagen einen Wanderung zu einem nahen (2h entfernt) Wasserfall zu machen und auf dem Weg zurück in den heißen Quellen baden zu gehen. Das klang super, und genau das machten wir dann auch.

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Auf dem Rückweg machten wir dann halt an den heißen Quellen. Man muss sich diese als ein kleines dampfendes Flüsschen vorstellen, welches in einen kalten Fluss mündet. Das kleine Flüsschen hat dabei ein paar kleinere (1-2m) Wasserfälle und kleine natürliche Becken zu bieten. Es waren sehr viele Badegäste dort, als wir vom Wasserfall zurück kamen. Als wir jedoch etwas weiter Flussaufwärts schauten, fanden wir einen Pool der komplett leer war und nahmen den in Beschlag. Das Wasser war verdammt heiß! Ungefähr so wie eine frisch eingelassene Badewanne in die man sich langsam “vorarbeiten” muss. Wir hielten es nur ca. 10Min darin aus, bevor wir zum kühlen Fluss liefen um uns abzukühlen.

Mit dem Bus durchs Land

Heute ging es zusammen mit Kumuda in den Tongariro Nationalpark, einige Stunden nördlich von Wellington. Es ging recht früh, vor 8Uhr los, jedoch erst nachdem ein Techniker sich den Bus angeschaut hatte. Irgendwie war die Fahrerin mit dem Bus nicht glücklich.
Wir fanden auf der Fahrt heraus warum. Der Bus war leider nicht so toll wie die “Exekutif” Busse in Malaysia, d.h. ich hatte keinen Platz für meine Beine. Der Bus verlor wohl Kühlflüssigkeit, jedenfalls ging ab und an in Kurven ein nerviger Signalton an.
Landschaftlich war die Fahrt sehr interessant. Die Gegend wurde immer hügeliger: Hier 3 Bilder (u.A. mit den zu erwarteten Schafen) in der Reihenfolge wie wir sie sahen, also von Süd nach Nord:

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sanfte Hügel im Süden

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Größere Hügel weiter im Norden

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Miniatur-Gebirge vor dem Nationalpark

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Zum Schluss sogar Schneebedeckte Gipfel

Nachdem wir in Bulls (einer Kleinstadt) halt gemacht hatten und planmäßig umgestiegen waren, ging es weiter Richtung “National Park Village”. Der Nationalpark umschließt diverse Vulkane, wobei der größte in Herr der Ringe als Schicksalsberg in Mordor genutzt wird. Der Vulkan war von weitem sichtbar.

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Der Schreckensberg in Moria

Im Nationalpark-Dörfchen angekommen war unsere Unterkunft (Howards Montain Lodge) schnell gefunden und eine freundliche junge Dame nahm uns in Empfang. Kumi wollte gern ein eigenes Bad, also wurde nach einem Einzelzimmer gefragt. Es schien als wenn zumindest für die zweite geplante Nacht es eine Chance gäbe. Doch als der Eigentümer dazu kam wollte er unverschämte 25$ Reinigungsgebühr extra (die bei der normalen Zimmernutzung ja im Preis sowieso schon enthalten ist). Wir merkten schnell an was für einen Typen wir hier gekommen waren. Er wollte nur unser Bestes: Unser Geld. Um die horrenden Verpflegungskosten zu umgehen war ich dann erstmal auf dem Weg zur Tankstelle, welche die einzige Einkaufsmöglichkeit in dem Nest bot.

Nachdem das alles soweit geregelt war, gingen wir noch schnell etwas laufen. Pünktlich zu dem Zeitpunkt als wir den Fuß vor die Tür setzen wollten fing es auch schon an zu regnen. Wir sind dann trotzdem los und wollten zu einem Wasserfall laufen. Es lohnte sich, da wir nun einen genaueren Blick auf die Pflanzenwelt werfen konnten. Es wachsen im Nationalpark überall 2 auffällige Pflanzen: Eine 3m hohe Blume und ein sehr dekorativer Grasbusch dessen Halme bis über 2m hoch werden.

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Grashalm, Riesenblume und Kumi

Unsere Wanderung reichte leider nicht bis zum Wasserfall, da wir rechtzeitig vor der einbrechenden Nacht wieder zurück sein wollten. Glücklicher Weise erreichten wir aber einen Aussichtspunkt und konnten so zumindest einen Abschluss vorweisen.

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Ein mit Moos bedeckter Baum im Nationalpark

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Auf dem Weg durch den Park

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Am Aussichtspunkt.

Morgen wollen wir die Tongariro Alpine Crossing laufen: 6h durch das alpine Bergland. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

Letzter Tag in Wellington

Ein weiterer regnerischer Tag geht seinem Ende entgegen. Deshalb haben wir auf die Wanderung durch den botanischen Garten und Mount Victoria verzichtet. Statt dessen schlenderten wir durch verschiedene Geschäfte und spielten “Preise raten”. Wir werden zunehmend besser. Ich habe mittlerweile alles zusammen was ich kaufen wollte und werde nun zusehen keinen Cent mehr für “Zeug” auszugeben sondern eher für Touren.
Wir waren so erfolgreich im “Shoppen”, dass wir leider nicht mehr ins Parlament hinein kamen. So bleiben nur die Bilder von außen. Der alte Gebäudeteil besteht allem Anschein nach aus Marmor. :
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Rechts neben dem alten Gebäudeteil steht die Bibliothek.

Das Highlight des Tages war die “Old St.Paul” Kirche eine Straße hinter dem Parlament. In den 60ern sollte die Kirche abgerissen werden, weil die Gemeinde in eine neue Kathedrale umgezogen war. Wer in der “Old St.Paul” war, kann das kaum glauben. Die tolle Holzkirche hat richtig viel Charme (die Leute aus Malaysia sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen, deren Kirchen waren eher langweilig.)

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Diese kleine Kirche soll was tolles sein?

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Neugothische Holzbögen geben der kleinen Kirche richtig viel Character.

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Blick vom Alter nach hinten. Die Kirche wird nicht mehr genutzt ist aber noch geweiht.

Wir haben weiterhin heute viel Zeit damit zugebracht die weitere Reise zu organisieren. Die Reise mit Kumi in den Nationalpark morgen ist gebucht und auch meine Rundreise sowie sämtliche Hostels und Busse. Morgen früh gehts sehr zeitig (vor 8Uhr) zum Busbahnhof. Mein Blick auf den Wetterbericht für Tongariro macht mir aber wenig Hoffnung auf schönes Wetter. Wir werden den Schicksalsberg (Herr der Ringe) wohl in authentisch schlechtem Wetter sehen.