Drecksloch!

Überraschend früh fand ich heute morgen aus dem Bett – als die letzten gerade ins Bett fielen (gegen 9Uhr).
Gestern war ich mit meinem Rundgang nicht ganz fertig geworden, also nahm ich mir diesen für den Vormittag vor. Für den Nachmittag hoffte ich darauf, dass 4 Leute für die Maori-Mud-Tour zusammen kommen, am Morgen war ich noch der Einzige auf der Liste.

Der Park in Rotorua hält recht spektakuläre geothermische Löcher und einen See bereit. Das Wasser scheint sehr heiß zu sein, denn heute dampfte es doch ordentlich (siehe Bilder). Es gab auch einige blubbernde Schlammlöcher – Dreckslöcher sozusagen – zu bestaunen. Dank Skype konnte meine Mutter diese sogar “live” besichtigen.

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Heiße Quelle im Park

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Eines der Dreckslöcher - blubbernder Schlamm

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Bewohner der Tümpel

Im Park gibt es auch mehrere Fußbäder wo man sich hinsetzen konnte und die Füße im warmen Wasser baumeln lassen konnte. Das tat ich dann auch ausgiebig.

Als es dann langsam mit Nieseln anfing, begab ich mich wieder auf den Weg zurück zum Hostel. Ich kam dabei an der “Maori-Ecke” von Rotorua vorbei. Auffällig war das Maori-Gemeinde-Zentrum welches in traditioneller Weise mit Schnitzereien und Paua-Muscheln verziert ist.
Ihm gegenüber befand sich eine kleine anglikanische Kirche die einen ganz besonderen Charme versprühte, denn sie war mit Maori-Schnitzereien und Kunsthandwerk gestaltet.

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Maori Kultur/Gemeindehaus

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Inneres der Kirche mit Maori-Schnitzereien

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Detailaufnahme der Wand

Den Nachmittag verbrachte ich dann mit lesen und langer Weile. Es fand sich natürlich niemand mehr für die Tour und damit musste auch ich darauf verzichten. Erst am Abend war ich nochmals unterwegs und als ich zurück kam hörte ich ein “Beratungsgespräch” an der Rezeption wo von einem Park die Rede war in dem man zu vernünftigen Preisen etwas Action abbekommen kann. Die Info hätte ich ungefähr 8h früher gebraucht. Ich werde versuchen das morgen Vormittag noch mitzunehmen. Mein Bus geht gegen 12:30Uhr. Ursprünglich war mein Bus für 8Uhr früh angesetzt. Aber “Nomads-Tours” hatte mir da einen Bärendienst erwiesen und mir eine 8h Busfahrt in den “Nachbarort” zusammen gebucht. Ich habe deshalb einen anderen Bus gebucht der mich in 1,5h da hin bringt auch wenn ich dadurch 25$ extra bezahle.

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Happy New Year!

Heute vormittag war ich nochmal in Taupo am See spazieren und habe mir etwas die Uferpromenade angeschaut. Wie in NZ üblich gab es dort diverse “Aktivitäten” die man gegen Geld ausüben kann. Es wurden aufblasbare Surfbretter für 20$ pro Stunde vermietet, Parasailing wurde angeboten und man konnte versuchen vom Ufer aus einen Golfball auf einem schwimmenden Ponton ein zu lochen. Der Witz an der Sache: Es kostete Geld, aber selbst wenn man es geschafft hätte (was bei dem Wind reiner Zufall wäre) hätte es keinen Gewinn gegeben.

Ich bin nicht ganz ziellos am Ufer entlang gelaufen, sondern suchte die Stelle an der heiße Quellen waren. Auf dem Weg zurück (die Quellen waren wenig spektakulär) kam ich mit einer Kiwi-Oma ins Gespräch die mit ihren Enkeln am Ufer spielte. Ihr Sohn hatte doch tatsächlich eine Deutsche geheiratet und sie kannte sich dadurch in Deutschland auch etwas aus.

Mein Bus ging dann gegen 14Uhr nach Rotorua. Rotorua ist eine vulkanisch sehr aktive Gegend. Man riecht es auch in der Stadt sofort. Ein (leichter) Schwefelgeruch ist durchaus vernehmbar. Nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte erfuhr ich, dass es heute Abend erlaubt sei privaten Alkohol im Hostel zu trinken (was normalerweise mit dem Rauswurf aus dem Hostel bestraft wird). Also ging ich noch schnell einkaufen. Nachdem alle Besorgungen erledigt waren wollte ich noch etwas von Rotorua sehen. Ich machte mich auf dem Weg zum “Sulfur Point”. Dies ist eine Stelle im See, welche so stark mir Schwefel gesättigt ist, dass das Wasser weislich erscheint. In diesem Bereich des Sees riecht es wirklich sehr stark nach Schwefel. Der Geruch ist dabei leicht anders als verfaulte Eier, aber trotzdem nicht unbedingt als Raumerfrischer geeignet.
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Am See gibt es mehrere Vogelschutzgebiete welche verschiedenen Möwenarten zuflucht bieten. Scheinbar war ich in so ein Gebiet geraten, denn einige Möwen waren doch sehr daran interessiert mich zu vertreiben und flogen recht nach an mir vorbei. Ich nutzte das um die Vögel abzulichten.
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Durch Zufall fand ich einige Baumsamen die auf den ersten Blick wie Eicheln aussahen. Als ich mir den dazugehörigen Baum ansah, spekulierte ich eher auf Eukalyptus. Und tatsächlich, wenn man in die Eicheln etwas hinein beißt oder mit dem Fingernagel kratzt riecht man deutlich das Eukalyptus Aroma.
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Eukalyptusbaum

Nach ca. 3h und ohne die geplante Runde komplett abzuschließen (den Kuirau Park habe ich mir für Morgen aufgespart) kam ich wieder im Hostel an. Hier fand dann auch eine Neujahrsparty statt. Um Mitternacht bin ich jedoch, mit einer gerade erst eingetroffenen UK-Chinesin, zum Strand gelaufen wo das große Feuerwerk statt fand. Dank 1GB Datenflat und Skype konnten meine Eltern das life miterleben.

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Schnappschuss vom Feuerwerk