Entspannt ins Einkaufsparadis

Heute ließ ich es sehr geruhsam angehen. In Singapur verließ ich nur zum Hemd abholen und zum Essen das Hostel bevor es mit einem günstigen hostel-eigenen Shuttle zum Flughafen ging.
Das kostenlose Frühstück war lecker und das Richtige für Kumi gewesen:

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Reisspagetti mit Kokosraspel und Orange gefärbten Zucker

Diesmal flog ich mit Tiger-Air und landete in KL am LCCTerminal. Da ich mittlerweile aber schon mal da war (1Tag mit Kumi auf dem Weg nach Malakka), gabs keine Überraschungen mehr.
Mit dem Bus ging es nach Sentral und dann weiter nach Chinatown – dort kenne ich mich einfach am besten aus. Ich bin im Razzys untergekommen. Das ist ganz schick und freundlich. Es gibt keine Bettwäsche aber ich hab ja meinen Schlafsack dabei.

Bevor ich mich nochmal auf den Markt stürzte um letzte Besorgungen zu machen (ich bin die Einkaufsabteilung für Kumi), habe ich mir etwas Besonderes zu essen gegönnt:
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Die Muscheln waren in NZ deutlich besser (und größer). Der Frosch in Ingwerwein war voller kleiner Knochen und schmeckte nicht nach Huhn (sondern nach Ingwer und reduziertem Wein). Am besten fand ich das süß saure Reh und den Preis: 11Euro.

Da ich wohl mittlerweile das Feilschen gelernt habe, war ich auf dem Markt ebenfalls erfolgreich. Jetzt muss es nur noch gefallen.

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Safari-Day

Der Plan für heute sieht vor, dass ich die Beiden Safaris, also die neue River-Safari und die allseits beliebte Night-Safari, besuche.

Den Morgen verbrachte ich damit einen Reperaturshop für meine Uhr zu finden – erfolglos. Was in vielen Deutschen Einkaufszentren einfach geht, gibt es in Singapur wohl nicht: Eine Uhrreparatur die vor Ort Baterrien wechselt und die Versiegelung auf Wasserdichtheit prüft. Marktniesche?

Jedenfalls bin ich auf meiner Suche auch im Mustafas gewesen. Das ist eine Mall am Rande von Little India die mehr ein “gestapelter Basar” ist, als ein Glaspalast wie sonst Die Gänge sind eng und zugestellt mit Dingen. Die Kleider-Ramschtische sind mannshoch, aus touristischen Gründen sicher einen Besuch wert. Die Mal hat nebenbei 24/7 geöffnet.

Nach dem Mittagessen ging es mit der Bahn und dem Bus zum Zoo – dort beginnt die Riversafari. Was so einfach klingt ist eine ca. 1h Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Allem die Busfahrt zieht sich recht lange hin. Am Ende erreicht man den gepflegten Eingangsbereich des Zoos, der mit Ethno-Musik afrikanischen Stils beschallt ist.

Die Riversafari ist, wie mir im Hotel erklärt wurde, eigentlich nur erschaffen worden, um die beiden neuen Superstars des Zoos zu präsentieren: Die beiden Pandabären Kai Kai und Jia Jia. Wie in Singapur üblich, läßt man sich bei einer solchen Gelegenheit nicht lumpen und baut gleich einen kleinen Zoo ringsrum. Da es um Flüsse geht, gibt es natürlich auch wieder Aquarien zu bestaunen. Der Park ist unterteilt in 7 verschiedene Flüsse:
– Mississippi
– Congo
– Nil
– Yangtze
– Ganges
– Murray
– Mekong

Die “Hauptdarsteller” der einzelnen Flüsse waren mitunter aber etwas schwer zu finden bzw. nicht zu sehen. Der Park der Riversafari ist im Grunde genommen 3 geteilt. Es gibt den Pfad durch 7 Flüsse links vom Eingang und die Bootstour rechts von Eingang. An dem Punkt wo sich beide treffen ist eine Brücke. Am linken Ende der Brücke und damit am Ende der 7 Flüsse befindet sich eine “Bambushalle” die 2 Gehege enthält: Die der Pandabären. Durch die Halle führt in 3m Höhe ein geschwungene Holzbrücke von der aus man die Bären gut sehen kann.

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6 Inder auf einem Bild.

Man empfahl mir die Tour von links zu beginnen, als erst Flüsse, dann Bären und dann Rundfahrt. Die Bären wurden gerade gefüttert als ich kam, bzw. wurden wieder ins Gehege gelassen, somit konnte ich sie auch gut fotografieren.

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Kai Kai

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Roter Panda. Kleiner und nicht so berühmt wie die großen Pandas.

Man hatte mit mitgeteilt, dass ich 16:30 am Boot sein sollte für die Rundfahrt. Als ich auf die Uhr schaute, war ich schon 1Minute drüber. Also beeilte ich mich zur “Anlegestelle” zu kommen. Völlig unnötig wie sich herausstellte. Der Park war Wochentags kaum besucht. Die boote fuhren alle 2Minuten ab und waren teilweise leer. Die Bootsfahrt bot(!) einige nette Fotomotive war aber nach ca. 5-10Minuten vorrüber. Da wenig los war, fragte ich, ob ich sitzen bleiben konnte um eine zweite Tour zu drehen. Das wurde dann auch gemacht und so konnte ich nochmal allein die Rundfahrt machen.
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Danach kam ich an einem bereits geschlossenen Cafe an einem Aussichtspunkt vorbei. Die Tische luden zum verschnaufen ein und ich konnte meine mitgebrachten Kekse essen. Anschließend lief ich zum letzten Aquarium vor dem Ausgang. Dieses ist auch das größte und ist meiner Meinung nach genauso spektaulär wie die Pandas, denn hier gab es Mantees zu sehen: Diese großen Süßwasser “Seekühe” leben in (Nord?)Amerika und waren in einem überschwemmten Urwald präsentiert wo sie zwischen Baumstämmen herum schwammen.

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Der Star im Hintergrund: Mantee

Als ich am Ausgang noch ein zwei Fotos schießen wollte, meldete meine Kamera “Akku alle”. Shit!
Die Nachtsafari öffnete 19Uhr die Tore, es war 18:15Uhr. Meine Überlegung: “Hin und zurück brauche ich mindestens 2h, eher 2,5h. Aber der Akku muss ja auch noch ca. 0,5h laden… Nützt alles nichts. Ich muss zurück zum Hotel!”

Ich konnte auf die Art einmal den Berufsverkehr in Singapur mit vollen U-Bahnen ausprobieren. Sehr schön. Der Bus war gerammelt voll.
Mit geladenenem Akku und einigen Zweifeln wie ich Fotos machen würde bei der Nachtsafari ging es zurück zum Zoo. Ich war gegen 22Uhr da. Und bin direkt in das Bähnchen gestiegen mit dem man durch den Park gefahren wird. Es gibt zusätzlich noch Wanderwege, jedoch sieht man jeweils unterschiedliche Tiere. D.h. man kommt zu Fuß nicht zu den Tieren die man von der Bahn aus sieht.

Die Nachtsafari ist anders als andere Tierparks aufgebaut. Man hat die Gehege offen gebaut und es gibt keine Trennung zwischen den Tieren (zumindest den Pflanzenfressern) und der Bahn. Die Tiere (Paarhufer) werden durch spezielle Gitterroste in ihren Bereichen gehalten. Mit der Bahn bzw. Schuhen kann man jedoch einfach über diese hinweglaufen. Das ganze funktioniert so ähnlich wie mit Gittern und Frauen in Stöckelschuhen. Diese vermeiden ja auch wo möglich über Gitter zu laufen, um nicht die Absätze zu zerkratzen oder abzubrechen. Die Tiere wollen selbiges für ihre Beine.

Was mir nicht gefallen hat: Es gab kaum Zeit ein Foto zu machen. Da es sehr finster war, ging das auch nicht bei fahrendem Wagen. Die Nachsafari ist also eher nichts für Fotografen. Ich bin dann danach nochmal auf den Wanderwegen unterwegs gewesen und konnte dort im simulierten Mondlicht zumindest noch ein Bild schießen.

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Auch Vögel müssen schlafen.

Mein Eindruck von den Safaries: Die Riversafari ist ihr Geld (25S$) kaum wert. Die Nachsafari ist zwar teurer (35S$) aber auch etwas besonderes. Wann läuft man schon sonst nachts durch einen Dschugel. Einen Fotoapparat braucht man hingegen nicht. Hätte ich das gewusst….

Sentosa Beach und ArtScience Museum

Nach einem kostenlosen Frühstück im Hostel (es gab Mutton-Curry mit Brot, das freut den Lamm-Liebhaber) ging es nach kurzen Umwegen zum Art und Science Museum an der Bayfront. Das ist das Gebäude, was aussieht wie eine Blüte. Das Gebäude ist ziemlich groß, jedoch auf Grund seiner hübschen aber völlig unzweckmäßigen Form, recht schlecht nutzbar. Nicht gerade ein Meisterwerk für ein Design-Museum, wo es doch sonst immer heißt “Form follows Function”… (Kleiner Tipp: Arabischer Architekt)

Die Ausstellung im inneren wittmete sich dem amerikanischen Designerpaar Eames, welche hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren entwürfe für einen Möbelbauer gemacht hatten aber auch für IBM oder die USA bei der Weltausstellung in Moskau tätig waren. Ich fand es schade, dass die meisten Möbelentwürfe nicht ausprobiert werden durften. Auch war die Ausstellung an einigen Stellen schlecht gemacht bzw. für Asiaten unter 1,80m ausgelegt.

Nach dem Mittagessen ging es dann nach Sentosa. Die Insel vor der Insel ist ein Naherholungsgebiet, Freizeitpark und Resort in einem. Leider kostenpflichtig, jedoch mit 4S$ kein Problem. Mein Hostel verkauft die Eintrittskarten für diverse Sehenswürdigkeiten mit Rabatt an seine Gäste, deshalb kam ich schon mit dem Ticket für das S.E.A. Aquarium an. Bevor man das eigentliche Aquarium betritt, läuft man durch eine Ausstellung die dem Handel in vorkolonialen Zeiten gewittmet ist. Das ganze wir mit passenden Geräuschen untermahlt. Ähnliche Ausstellungen habe ich auch in Malakka und in Welington gesehen, aber die hier war deutlich besser gemacht.

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Riesendschunke bzw. Schatzschiff wie sie die Chinesen wohl um 1430 einsetzten.

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Das Aquarium ist recht groß und erinnerte mich teils stark an das in La Rochelle, welches ich bei meiner Frankreich-Rundfahrt gesehen hatte. Allerdings wird in Singapur nicht gekleckert sondern geklotzt und das Guinnesbuch der Rekorde verbrieft, dass Singapur das größte Acryl-Sichtfenster der Welt hat (siehe Bilder).
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Gegen 18Uhr bin ich dann noch an den Strand, der jedoch nicht soooo toll war (Langkawi hat die Latte halt hoch gelegt…), aber im Wasser war ich trotzdem. Die Duschanlagen waren, singapur-untypisch, in einem mittelmäßig bis schlechten Zustand. Ist halt aber auch Privatgrundstück des Resorts.

Ich aß in der Mall (ja, es gibt hier überall Einkaufszentren. Überall!!) und spielte mit dem Gedanken noch den Skypark zu besichtigen. Am Counter angekommen sah ich, dass der Eintritt von 23$ nur für das Observation-Deck gilt und man den Park selbst gar nicht sieht. Ich habe dann verzichtet. Viel mehr sehen als vom Flyer kann man sowieso nicht.

Relocation

5:30Uhr klingelte der Wecker und wir brachen zur Fähre auf. Frühstück gab es erstmal nicht. An der Fähre tummelten sich um 6Uhr schon gut 50 weitere Passagiere. Wir erhielten unseren Boardingpass und besorgten uns noch schnell etwas zu essen. Dann begann das Warten. Kurz vor 7Uhr erhielten wir die Ansage, dass die Fähre auf Grund starker Winde nicht fahren würde. Ich hab echt Glück mit den Badeinseln! (Zur Erinnerung: Pangkor scheiterte auch vor der Überfahrt. Nur Langkawi war ein Erfolg.) Zu aller erst wollte ich mein Geld zurück. Bei einer so unkalkulierbaren Wetterlage ist es keine gute Idee auf einer Insel zu sitzen, wenn der Rückflug ansteht. Wir erhielten unsere Tickets geflickt zurück (die abgerissenen Teile wurden wieder angetackert) und rückten Richtung Busbahnhof ab. Dort gab es dann erstmal richtig Frühstück für Carlos und mich. Uns blieb erstmal nichts weiter übrig als nachzudenken was wir machen wollten und zu warten. Das Ticket zurück erstatten würde nur das Reisebüro von gestern Abend, und das öffnet natürlich erst 9:30Uhr. Kurz vor 8Uhr klopfte ich dann mal an das Rolltor und siehe da, 5Minuten später war der Laden auf. Die 70MYR bekamen wir problemlos zurück.
Danach fällte ich meine Entscheidung: Zurück nach Singapur. Carlos wusste auch nichts besseres und kam mit.

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Alte Fischerboote in Mersing

Wir fuhren mit dem Bus nach Johor Bahru(JB). Der dortige Fernbusbahnhof war riesig! Es standen dort sicher 50-60 Busse herum! Der Bus nach Singapur war, dank der Travelagents die überall rum standen, schnell gefunden und auch nicht teuer. Es ging dann zur Zollabfertigung. In JB ist dies für Busse genau so organisiert wie am Flughafen. Einziger Unterschied: Man muss sein Gepäck natürlich mit durch die Station tragen. Danach ging es mit dem Bus über die Brücke nach Singapore. Dort erfolgte dann wieder, ebenfalls wie am Flughafen, die Kontrolle zum Eintritt nach Singapur. Alles verlief problemlos und zügig.
Nächstes Ziel war dann eine MRT Station (SBahn-Haltestelle). Wir waren recht weit außerhalb der City und es dauerte seine Zeit, bis wir die 17Stationen nach Little India absolviert hatten. Mein Hostel hatte ich bereits im Internetcafe in Mersing gebucht. Das Vintage Inn ist ein Capsul-Hotel. D.h. die Betten sind wie Hasenställe angeordnet und jeder hat so ein Fach in dem er schlafen kann. Dabei gewährt diese Form des Schlafsaals deutlich mehr Privatsphäre als sonst in Hostels übrig. Wenn man den Vorhang zuzieht hat man 2,5 m³ für sich allein.

Das Hotel ist sauber, sehr stylisch und wohl recht neu. Die Mitarbeiter sind freundlich und berieten mich bei meiner Tagesplanung. Heute wollte ich ins Museum (das Gebäude vor dem Sands, was wie eine Blume aussieht), in den Skypark und abschließend noch essen im Makansutra, eine Art Foodcourt an der Marina Bay.Bevor ich aufbrach wollte ich aber noch wissen, wo es einen guten Schneider zu finden gibt. Man empfahl mir einen in Little India. Sehr versteckt, man musste einen Treppenaufgang hinauf und fand dann dort eine kleine Schneiderei, bzw. den Raum zum Maßnehmen. Preis war ähnlich wie beim letzten Mal, eventuell sogar etwas billiger. Alles schien super. Leider fehlten ihm ein paar Stoffmuster. Aber das wäre kein Problem, in seinem(?) anderen Laden hätte man mehr Auswahl. Einer der Angestellten führte mich hin. Er nahm den direkten Weg, durch kleine Hintergassen und durch Blumenmärkte hindurch. Der Laden war tatsächlich größer und auch einladender gestaltet. Man zeigte mir die Stoffauswahl und ich saß ungefähr 1h um den passenden Stoff zu finden. Ich wollte einen weiß-in-weiß gemusterten und ein Nadelstreifen-Muster. Letzteres war einfach nicht zu finden. Ich entschloss mich dann halt zwei weiß-in-weiß gemusterte Hemden nähen zu lassen. Ich fragte was ein Hemd kosten solle, und er sagte 140S$. Ich sagte ihm was mir zugesagt wurde, und er bot mir 120S$ an. Ziemlich sauer verließ ich den Laden und bin direkt zurück zum ersten Laden. Dort stand man prinzipiell zu seinem Wort, aber als ich mir dort einen Stoff heraus gesucht hatte wurden es auch etwas mehr (85S$ statt 70S$ wie erst behauptet). Eigentlich war der Preis ok, aber nach dem Erlebnis vom anderen Schneider war ich sauer und bin gegangen.

Danach wollte ich zum Museum. Die Stoffsuche hatte mich aber soviel Zeit gekostet, dass das Museum jetzt nicht mehr sinnvoll war (1h ist einfach zu kurz). Also ab zum Skypark. Der Weg dahin war nicht gerade einfach zu finde. Man musste erst durch die Mal, dann durch das Hotel und als ich schlussendlich die Lobby des Skyparks gefunden hatte – war diese zu wegen einer geschlossenen Veranstaltung.
Die mal war aber auch an sich schon sehenswert. Hier ein kleines Wasserspiel:

Zum Glück ist die Bay-Area aus jeder Richtung ein Dankbares Fotomotiv. So entstanden diese Bilder:

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Blaue Stunde in Singapur

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Danach ging es zum Essen ins Makansutra. Die Preise sind OK (10S$ für ein Hauptgericht) und das Essen schmeckt. Der Foodcourt ist direkt rechts vom schwimmenden Fußballplatz. Auf diesem wurden gerade die letzten Vorbereitungen für das chinesische Neujahr (am 17.Jan startet das Jahr des Pferdes) gemacht.
Ich machte mich auf den Heimweg und da ich die nächste MRT Station nicht direkt finden konnte fragte ich ein junges Pärchen. Diese wollten auch dort hin und wir kamen ins Gespräch. Sie stellten sich als Philipinos heraus. Er sprach sogar etwas Deutsch was mich doch überaschte.

Morgen will ich nach Sentosa. Eventuell bleibt etwas Zeit für das Museum.

100% Singapur

Nachdem ich mich aus dem Bett geschält hatte (Rücken und Ellenbogen waren unverändert schlecht in Form) ging es nach little India zum frühstücken. Kumi suchte eine spezielle Restaurant-Kette, die aber wohl nicht mehr in Little India zu finden ist. Statt dessen trafen wir einen netten Restaurantbesitzer der südindische Spezialitäten anzubieten hatte. So gestärkt nahmen wir uns unser erstes Ziel vor: Die “Gardens at the Bay”. Im Riesenrad waren uns die großen weinroten Pilze hinter dem Marina Bay Sands bereits aufgefallen. Heute wollten wir wissen, was es damit auf sich hat. Als wir aufbrechen wollten regnete es ordentlich, also besorgten wir uns aus dem Hotel nocht Regenschirme. Danach gings zur U-Bahn (MRT).

Vom Sands aus verläuft eine Brücke zu den Gärten. Zutritt ist prinzipiell erst einmal frei. Wir gelangten durch den Malaiischen Garten in den Chinesischen Garten und dann in den indischen Garten. Dahinter erhoben sich dann die beiden futuristischen Kuppeln mit der Blumenausstellung und dem Cloud Forrest (Wolkenwald). Hier ist dann Eintritt fällig und die 28S$ p.P. sind auch gerechtfertigt.
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Zuerst sind wir in den Wolkenwald gegangen. Diese Kuppel ist höher und schmaler als die andere. Im Inneren befindet sich ein von Menschenhand gemachter Berg mit diversen Wasserfällen. Der Berg ist von Blumen des Regenwalds bedeckt. Ein Rundgang führt erst um den Berg und dann zu einem Lift im Inneren. Dieser führt auf die Bergspitze von wo aus man dann den Berg hinunter laufen kann. Am Ende gibt es noch Ausstellungen im Berg über Höhlen und Kristalle.
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Der zweite Dom mit den Blumen war hauptsächlich architektonisch interessant. Als besonderes Ausstellungsstück waren Baobabs (Wasserspeicher-Bäume aus Afrika) zu sehen. Aber auch sehr alte Olivenbäume (keine Ahnung wie man die dort hin bekommen hat) waren zu sehen. Man nutzte auch Nutzpflanzen zu Deko-Zwecken. Darunter Erdbeeren, Tomaten, Orangen und Chilis. Von letzteren habe ich eine probiert und die waren richtig scharf!
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Die Kakteen Abteilung haben wir dann zügig absolivert, da wir noch zum Schneider mussten um das Hemd anzuprobieren. Der Weg führte uns noch einmal an den pilzartigen Gestellen vorbei.
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Es stellte sich heraus, dass die Manschetten nochmal weiter gemacht werden müssen. Die Schneiderin will das Hemd dann zum Hotel schicken und wenn das nicht klappt nach Deutschland senden.

Wir sind dann Essen gegangen und anschließend zur letzten Station des Tages aufgebrochen: Der Bay mit dem Merlion bei Nacht.
Vorher kamen wir jedoch noch an einem Massagesalon vorbei der günstige Preise zu bieten hatte. Ich nahm die Rückenmassage für 20S$ und Kumi die Fußmassage für 13S$. Beides dauerte 30Min und ich konnte mich danach wieder deutlich besser bewegen.

Der Merlion ist ein Fabeltier, halb Löwe halb Meerjungfrau bzw. Fisch. Eine große Statue steht als Wasserspeier am Ufer der Bucht mit Blick auf das Marina Bay Sands und den Singapore Flyer. Als wir dort ankamen, war es schon dunkel und die Lichtshow am Sands startete gerade. Einen Ausschnitt daraus und von der Aussicht vermittelt dieses Video:

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Letztes Ziel war dann das Hotelbett.

Ein schöner Tag trotz Behinderung

Als ich am morgen auf gewacht bin, wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Mein Rücken schmerzte, was bei den vielen Bus und Flugzeugstunden wenig überraschte, aber schlimmer war mein Ellenbogen. Der tat richtig weh, und ich erinnerte mich an meinen Vater der ähnliche Symptome einmal hatte. Wikipedia erzählte mir dann die Details zu einer Schleimbeutelentzündung. Ich denke die Fahrt von Auckland nach Wellington waren die Ursache, dort hatte ich meinen Ellenbogen im Fensterrahmen abgestützt um irgendwie meinen Kopf abzustützen um etwas Schlaf zu finden. In der letzten Nacht habe ich wohl dann auf dem Ellenbogen gelegen und den Auslöser gegeben. Als Lösung laut Wikipedia gilt, solange keine Infektion vorliegt, wenig belasten und gerne etwas kühlen. Da ich lieber Singapur als einen Arzt sehen wollte, war das dann auch die Lösung.

Wir gingen zum Frühstücken wieder in die indischen Restaurants in little India. Ein Frühstück kann dann z.B. so aussehen (ca. 7Eur für 2 Personen):
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Danach wollten wir Dinge besorgen und sind in die Orchard Road gefahren. Diese Straße ist auf beiden Seiten gesäumt mit Einkaufszentren der etwas größeren Art. Die Einwohner Singapurs haben als Hauptfreizeitbeschäftigung sich das Shoppen ausgesucht. Anders sind diese Malls nicht zu erklären. Singapur hat aktuell ca. anderthalb mal so viele Einwohner wie Berlin (also 5,5Mio). Als wir entlang der Straße laufen fallen uns immer wieder Schneider auf, die einem Anzüge, Hosen und Hemden Maßschneidern. Bei den ein oder anderen schaut man dann mal rein und mit einer Schneiderin sind wir dann ins Gespräch gekommen. Für einen Anzug hatte ich weder Budget noch Zeit eingeplant (ein anderer Schneider hatte für einen Anzug mit 2 Hosen und 2 Hemden 550EUR veranschlagt), jedoch war ein Hemd eine Option. Also habe ich Maß nehmen lassen und hoffe, dass es Morgen alles passt. Kostenpunkt 45EUR.

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Blick in die Orchard-Road.

Wir wollten eigentlich Elektronik Shoppen. Kumuda kannte aus ihren Besuchen in Singapur noch Suntec-City, eine Ansammlung mehrerer Bürotürme deren Lobby zu einer 3 stöckigen Mall ausgebaut sind. Also sind wir dort hin. Suntec City war jedoch mittlerweile nicht mehr so “In” wie noch vor 5Jahren. wir fanden da keine interessanten Shops – abgesehen von einem Immobilien-Händler von dem wir uns haben “beraten” lassen. Es ging um einen Wohnkomplex direkt hinter der Grenze in Malaysia. Die billigen Wohnungen (60qm, ca. 400k EUR) waren schon weg. Aktuell muß man für die 100qm Wohnung ca. 650k EUR zahlen.

Da wir in der Nähe des Singapur-Flyers waren, machten wir einen Abstecher dahin und buchten die Fahrt mit diesem Riesenrad. Dieses 165m hohe Riesenrad bietet seinen Besuchern eine tolle Aussicht, während der 30 minütigen Fahrt. Die Fahrt war der Höhepunkt des Tages. Hier ein paar Eindrücke von Singapur aus dem Flyer:

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Einstieg in den Flyer. (Fahrt pro Person 33S$)

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Links unten: Zielgerade der F1-Rennstrecke, In Zentrum das Stadium

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Nachdem wir noch ein günstiges Eis (Gutschein im Fahrpreis enthalten) gekauft hatten, liefen wir zur nächten UBahn Station. In der Orchard Road hatte uns ein Verkäufer den Tip gegeben in die “Electronic Mall” zu fahren, wenn wir Elektronik kaufen wollten. Also ging es da hin. Wir kamen dabei an der alten Kathedrale von Singapur vorbei, die mit ihren ausladenden Grünflächen wie ein Fremdkörper in der sonst so dicht bebauten Stadt wirkt.
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In der Mall (die tatsächlich ca. 70% Elektronik Läden enthält) lernten wir dann, dass E-Book-Reader in Singapur nicht zu bekommen sind. Man kauft eher Tabletts. Das günstigste Tablet war aber nicht wirklich überzeugend. Ich schau dann nochmal in KL ob ich was finde. Ich schaute dann nochmal nach Kopfhörern und fand ein paar kleine Lautsprecher mit ordentlich bumms für 7,5EUR (SonicGear Tatoo 101).

Nach dem Shopping-Ausflug waren wir beide ordentlich ausgelaugt und brauchten etwas zu essen. Wir fanden ein burmesisches Restaurant. Die “Century Eggs” waren nicht so der kracher, der Tee-Leaf-Salad jedoch war eine echte Überraschung. Mein Ellenbogen fand dabei Gelegenheit in einer Schüssel mit Eiswürfeln zu liegen.
Danach gings zurück ins Hotel und, tot müde, direkt ins Bett.

Australisches Frühstück, Indisches Mittagessen, Chinesisches Abendessen – Ankunft in Singapur

Nach dem sehr guten Frühstück in Australien ging es mit dem Flieger endlich nach Singapur. WIr landeten gegen 13Uhr. Gestern hatten wir mit dem Hotel telefonisch geklärt, dass wir einen Tag später kommen aber trotzdem 3 Nächste bleiben wollen.
Am Flughafen Changi, Kumis Lieblingsflughafen, fanden wir dann auch direkt einen Shuttle-Bus der einen für 9 Singapore-Doller (S$), also knapp 5Eur direkt zu unserem Hotel gefahren hat.

Erste Tat war der Gang nach little India um etwas zu Essen zu finden. Wir aßen in einem kleinen Restaurant 3 Snacks (u.a. Idiappam, eine Art feiner Nudeln aus Reismehl) und zahlten inkl. Getränke und Süßigkeiten als Desert für 2Personen 10EUR.

Danach fuhren wir mit der Bahn zum Red-Dot-Design Museum. Das stand im Malaysia/Singapur-Guide beschrieben. Das wir ein Museum gewählt hatten kam gelegen, denn auf den letzten Metern zum Museum fing es an ordentlich zu Regnen. Das Museum war wirklich interessant und eher eine Ausstellung. Der Katalog der RedDot-Preisträger war voll mit genialen Ideen für kleine Probleme. (z.B. Strumpfhosen-Laufmaschen-Stopper oder ein Kaffeepot der herunteraufende Tropfen aufhält.)  Überrascht sahen wir, dass der Katalog in Deutsch und Englisch gehalten war. Das lag daran, dass dies eine deutsche Designauszeichnung ist und in Essen eine noch größere Ausstellung ist.

Nachdem wir alles gesehen hatten liefen wir, doch etwas müde, Richtung Bahn. Wir machten dann Halt in einem Restaurant wo wir uns einen Kaffee und Kuchen gönnten. Ich konnte dann Kumi doch noch überzeugen, zumindest eine weitere Station vor dem schlafengehen zu absolvieren. Wir wollten sowieso noch etwas essen, also fuhren wir nach Chinatown.

Chinatown ist eine von Kumis Lieblingsecken in Singapur. Anders als in KL ist Chinatown hier deutlich gepflegter, aber nicht weniger wuselig. So sieht es aus, wenn man aus der UBahn heraus kommt und Chinatown betritt:

Wir sind dann noch etwas durch Chinatown gelaufen um den Sri Mariamman Temple zu sehen. Wie schon in KL ist das ein hinduistischer Tempel (indisch) in Chinatown.
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Danach liefen wir zurück zur Bahn und suchsten ein Restaurant. Wir fanden eines wo wir Chili-Chicken nach Sichuan-Art und Krokodil-Schwanz in Ingwer-Lemongras-Soße gab.
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Nachdem wir wieder im Hotel waren sind wir totmüde ins Bett gefallen. Deshalb gibt es den Bericht erst jetzt.