Krönender Abschluss

Nach einem ausführlichen und gemütlichen Frühstück im Hilton ging es zum eigentlichen Tagesziel: Dem Königspalast und dem Tempel des Jade Buddhas.
Auf dem Weg fiel mir auf, dass der Fluss voll mit Fischen waren. So voll, dass es mir gelang die springenden Fische zu fotografieren:

Den Weg zum Palast kannte ich aus meiner ersten Woche. Es war sonnig und der ein oder andere Tourist hatte sich in den Palast verirrt:

Nachdem ich die Karte gekauft hatte und meinen Pass hinterlegt um den Audioguide zu bekommen, ging es auf den Tempelbezirk zu erkunden. Tempel und Palast liegen innerhalb der weißen Mauern des Palastbereichs. Man wird zuerst in den Tempelbereich gelotst.

In meinem Reiseführer stand, dass man den Tempel zum Schluss der Reise ansehen sollte, da sonst alle anderen Tempel uninteressant werden würde. Der Reiseführer hatte recht: Kein anderer Tempel war derart reich geschmückt und verziert. Ein Gebäude war von First bis Grundmauer mit farbigen Spiegeln verziert, ein anderes mit Porzellanblüten aus chinesischem Porzellan, welches beim Transport beschädigt wurde.

Der Haupttempel enthält die “höchstverehrte” Buddhastatue des Landes und damit ein Nationalheiligtum. Eine kleine grüne Jade Buddhastatue die aus dem Norden Thailands stammt. Je nach Jahreszeit (man unterscheidet hier 3: heiß, kalt und nass) wird die Statue mit unterschiedlichen goldenen Gewändern bekleidet. Überall im Tempelbereich stehen deshalb 12m hohe goldene “Riesen” welche die Statue bewachen.

Von dort ging es zum Palast. Die Königsfamilie wohnt aktuell abseits in einem anderen Palast.

Der Königspalast dient aktuell nur als Schauplatz für Empfänge und einige Gebäudeteile als Unterkunft für Staatsgäste. Nicht alle Teile sind öffentlich zugänglich. Zu betrachten gab es ein Waffenmuseum mit mittelalterlichen Waffen (Schwertern, Pieken, Lanzen, etc.) und alten Feuerwaffen, darunter Handfeuerwaffen der früheren Könige. In einem Teil des Palastes waren gerade Renovierungsarbeiten. Ein Stück des Saals (Kreuzförmige Grundfläche mit 30m Durchmesser und 10m Höhe) wurde gerade neu bemalt. Ein Maler saß da mit ruhiger Hand und malte seinen Buddha an die Wand. Nichts da mit Tapeten oder Farbrollern. Handgemalt wird im Palast.

Ausgedörrt und durtstig machte ich mich auf den Rückweg. In der Lounge angekommen leerte ich diverse Sprite Dosen. Als mein Körper wieder hydriert war, gingen Kellner herum und reichten jedem Gast einen Teller mit Snacks. Scheinbar war ich zur rechten Zeit gekommen.

Danach ging ich aufs Zimmer. Kurz darauf klingelte das Telefon und man teilte mir mit, dass mein Schneider meine Sachen vorbei gebracht hatte. Als ich die Sachen entgegen nahm war ich überrascht, wie schwer die Sachen waren. Ich musste checken, ob das ein Problem mit dem Gepäck geben würde. Auf dem Zimmer probierte ich die neuen Travel-Trousers an (passt) und packte meine Sachen. Die mitgebrachte Reisewaage sagte mir, dass es kein Gewichtsproblem geben würde. Da ich den Smoking aber nicht in den Rucksack pressen möchte, wird das im Handgepäck abgehandelt…

Einzig ein Teil fehlte: Die Ledertasche die ich beim Schneider eingelagert hatte. Die wollte er noch vorbei bringen.

Zum Abendessen wollte ich nochmal raus und Thaifood essen. An der Rezeption fragte ich, wo ich Thaifood finden könnte. Man verwies mich auf die Restaurants in der Nähe, 400+ Bath pro Gericht. Ich fragte nach dem günstigen Thaifood, was auch die Locals essen der Mann winkte ab. Das sei nicht hygienisch und nicht gut und überhaupt. Merke: Wer im Hilton unter kommt wird seine Umgebung nur aus der Touristenperspektive kennen lernen. Ich erkundete dann die Umgebung des Sathorn Pierts. Unter einer Mall war ein food court eingerichtet. Als ich etwas zu essen suchte, geriet ich in eine Gruppe Deutscher. Ich kam mit ihnen ins Gespräch und setzte mich zu ihnen. Die Truppe war geschäftlich unterwegs, Ingenieure von Ford aus dem Saarland. Nach 2 großen Chang und 2 Gerichten für insgesamt 110 Baht machte ich mich auf den Heimweg.

Ach ja – Die Ledertasche ist nun auch da.

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Hoch hinaus

Ich war gestern früh ins Bett gegangen und wachte entsprechend früh (vor 6Uhr Ortszeit) auf. Ich laß dann im Bett in einer Neuerwerbung (Farang, von Doc Corness). Das Buch ist so witzig geschrieben, dass ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte.

Gegen 7 verließ ich dann das Hostel um zu frühstücken. Da ich nur Straßenstände fand, gab es Kaffee und einen Fleischspieß. Ich war auf der Suche nach einen Friseur in der Soi 8. Und tatsächlich fand ich einen chinesischen Friseur der verdutzt war, so früh einen Kunden zu finden. Aber als chinesischer Geschäftsmann verschiebt man gern sein Frühstück, wenn man dafür Umsatz bekommt. Für 200Baht (<5EUR) erhielt ich einen Haarschnitt, wurde mit Duftwässerchen besprenkelt und erhielt dann noch eine Nackenmassage.

Nächste Stop war eine Schuhreperatur. Ich wollte dort Ledersohlen für meine Schuhe zu Hause kaufen. Für meine Größe hatte er aber nichts vorrätig und außerdem versuchte er mich über den Tisch zu ziehen. Also gibt es wohl keine Ersatzsohlen…
Auf dem Weg zum Schuster fand ich einen Food Court in dem ich Kaffee und Brötchen hätte bekommen können…. schade. Mein Hostel wusste das auch nicht, aber ab jetzt können sie das ihren Gästen empfehlen.

Ich checkte dann aus und nahm ein Taxi um zum Hilton zu fahren. Der Fahrer wusste nicht wohin es gehen sollte, telefonierte mit der Zentrale und setzte mich dann an der S-Bahn ab. Die nutzloseste Taxifahrt bis dahin. Mit der S-Bahn ging es dann auf die andere Flussseite und dann mit dem Taxi ins Hilton. Der Check-Inn erfolgte für mich nicht, bei den "normalen" Gästen, sondern im 31 Stock in der Executiv Lounge, wo man mir gleich ein Getränk und Erfrischungstuch reichte. Nachdem ich etwas Zeit dort verbracht hatte, und mir die Annehmlichkeiten erklärt lassen hatte, wurde ich in mein Zimmer gebracht.

Mein ursprünglich gebuchtes Zimmer war leider nicht verfügbar. Man gab mir dieses hier (siehe Video):

Richtig … die Executive Suite. 7.000-10.000 Baht pro Nacht, laut Booking.com .

Mir wurde dann noch das Gepäck gebracht und dann noch ein Obstkorb.
Ich verbrachte mehr Zeit als geplant auf dem Zimmer. Ich brach dann auf um den Königspalast und den Golden Mount zu besichtigen. Aber das warten am hoteleigenen und danach am öffentlichen Bootssteg sorgten dafür, dass ich umplanen musste. Der Königspalast schließt um 15:30 seine Tore und deshalb fuhr ich etwas weiter und lief dann zur Khaosan Road. Diese stellte sich als Einkaufsstraße mit vielen (aufdringlichen) Schneidern, Souvenier- und T-Shirt Läden sowie Hostels heraus. Nichts weltbewegendes. Wer einen Traveler-Treffpunkt sucht, ist hier sicherlich richtig. Ich war mit langer Hose und weißem Hemd aber ein Fremdkörper und rief nur bei den Händlern Begeisterung hervor, die dachten bei mir könnten sie mehr verdienen. Ich musste deshalb extra hart verhandeln um einen halbwegs vernünftigen Preis für einen Handylautsprecher zu bekommen.

Danach ging es mit einem TukTuk zum golden Mount. Der Fahrer verstand nicht wo ich hin wollte, ich hatte meine Karte in der Kaosan Rd. liegen gelassen, und erst durch die Hilfe eines Passanten konnte dem Fahrer klar gemacht werden, wohin die Reise gehen sollte.

Auf dem Weg vom TukTuk zum Mount kam ich an einem Markt vorbei der gerade aufgebaut wurde und dessen Essensstände bereits verkauften. Ich fand wieder einen Insekten-Grill. Er verkaufte am laufenden Band kleine Tüten mit den Köstlichkeiten. Ich wartete bis eine ruhige Minute kam und fragte, ob ich eine einzelne goldene Larve kosten könnte. Er gab mir eine und ich war überascht, dass diese mit Zucker überzogen waren. Der Geschmack war ok, aber nicht motivierend genug um eine ganze Tüte zu kaufen.

Nach einem beschwerlichen, schweißtreibenden Aufstieg kam ich auf der oberen Plattform des Golden Mount an. Der Berg ist nicht wirklich golden, nur seine Spitze. Trotzdem hatte ich eine gute Aussicht auf den Sonnenuntergang über Bangkok. Es war heute besonders schwühl und das sieht man den "nebligen" Bildern auch an.

Mit einem weiteren TukTuk ging es dann nach Chinatown um etwas zu essen zu finden. Ich lief die Straße ab und entschied mich in einem kleinen Seafood Restaurant mit AC zu essen. Ich saß neben einem chinesischen Paar welches 4 oder 5 verschiedene Gerichte bestellte und laut schmatzend verzehrte. Sie schauten etwas amüsiert auf mein einzelnes Gericht. Im Gegensatz zu ihnen, aß ich aber auf.

Danach ging es mit ein paar Umwegen (ich brauch eine Kompass-App) zum Pier und dann zurück ins Hotel.

Langsamer als gedacht

Heute war der Plan sich von Ko Kood bis Siam Riep (Ankor Wat) in Kambodscha durch zu schlagen. Gleich vorn weg: Daraus wurde nichts. Und das kam so…

Ich stand früh auf, sackte meine Wäsche ein (Laundry Service kostete 100Baht, d.h. 3x soviel wie in Chiang Mai), frühstückte und brach bei tollem Wetter mit der Fähre auf nach Trat. An Board saß ich neben einem älteren Herrn der mich ansprach. Er war Thai, selbst Urlauber, und sehr hilfsbereit. Ich erzählte von meinem Plan nach Siam Riep zu reisen, und dass ich noch nicht wüsste wie genau ich da hin käme. Vom Bus riet er mir ab, da der wohl 6-8h braucht und in jedem Nest auf der Strecke zur Grenze anhält. Fliegen ab Trat wäre eine Möglichkeit. Er rief seine Tochter zur hilfe und beauftragte sie für mich die Preise von Trat nach Bangkok und von da nach Siam Riep zu recherchieren. Nach 15 Minuten hatte ich Flugdaten, Abflugzeiten und Preise. Wow, ein Reisebüro auf reisen! 😉

Die andere Alternative wäre nach Chantabury mit dem Bus/Van zu fahren und dann von dort zu versuchen entweder nach Bangkok oder Siam Riep zu kommen.

Ich entschloss mich zu fliegen. 150Eur sind nicht zu teuer und ich würde Zeit sparen. Doch dann lief die Zeit davon. Die Fähr-Überfahrt dauerte länger und länger, die Shuttlebusse nach Trat ebenso und schließlich wurde mir klar, dass ich tagsüber Siam Riep nicht mehr erreichen würde.

Ich entschloss mich die Alternative via Chantaburi ins Auge zu fassen. Der Loose-Reiseführer schreibt außerdem, dass diese Stadt ein Insider-Tip abseits der Touristenrouten ist. Also ein Grund mehr da hin zu fahren.

Ich machte in Trat halt im Orchid-Guesthouse wo man mich direkt wieder erkannte. Ich konnte dort mein Gepäck ablegen und mit dem kleinen Rucksack etwas essen gehen. Eine Flasche Bier hatte ich von der Insel mit zurück gebracht und die wollte ich in diesem Zuge gleich mit vernichten. Ich lief zur Markthalle, suchte nach einem Stand wo es Curries gab, fand nichts und ging wieder zu den Grillständen mit dem tollen Fleisch für 20Baht. (Diesmal hab ich ein Foto gemacht).

Im Guesthouse gab man mir außerdem den Tip, dass ich Tickets für den Van nach Chantaburi direkt in der Stadt kaufen könne und nicht zur Busstation fahren muss. Das sparte mir ein Taxi.

Die Fahrt nach Chantaburi war beengt aber schnell vorbei (ca. 1h). Als wir ins Stadtgebiet einfuhren versuchte ich mich zu orientieren und hatte Glück. Ich laß den Namen des Guesthouses in das ich einchecken wollte (das einzige in Chantaburi). Praktischerweise kann man in Thailand die Fahrer der Busse und Vans bitten direkt anzuhalten um auszusteigen. So sparte ich mir ein weiteres Taxi. Ich checkte ein und nahm mir ein Zimmer mit AC. Es hatte sogar einen Balkon zum Fluss.

Nachdem ich das Zimmer und mich etwas herunter gekühlt hatte, entschloss ich mich die Stadt zu erkunden. Es hatte zu nieseln angefangen, aber das war weiter nicht schlimm. Ich lief die Altstadt am Fluss entlang und auch kurz hinüber zur Kathedrale. Diese stammt aus kolonialen Zeiten. Die Region Chantaburi war als einzige in Thailand unter Kolonialherrschaft (französisch). Die Kathedrale stammte aus dem Jahr 1906 und deutlich schöner hergerichtet als das was ich in Malaysia sehen konnte.

Danach ging ich zu einem Aussichtspunkt am Fluss. Dort wollte ich einen Kaffee trinken. Es gab zu meiner Überraschung keine englischsprachige Karte. Die Bedienung war freundlich aber auch des Englischen nicht mächtig. “Americano” verstand er nicht, und erst nach mehrmaligen wiederholen machte es bei “Coffee” klick. Er führte mich zu einem Kaffee auf der anderen Seite der Straße, weg vom Fluss. Dort konnte ich bestellen und man brachte dann den Kaffee zur Terrasse zu diesem komischen Fremden der nicht, wie jeder normale Mensch, dort Reis essen mochte.



Chantaburi ist ein Zentrum für den Edelsteinhandel, wobei sehr viele “bunte Steine”, oder Halbedelsteine verkauft werden. Ich war außerhalb der Marktzeit unterwegs und wurde deshalb damit nicht behelligt. Ich lief dann noch bei zwei Klöstern vorbei bevor ich mich zu einem Restaurant aufmachte, welches im Reiseführer erwähnt wurde (Chanthorn Phochana). Es handelte sich um ein Restaurant mit langer Tradition in dem man die regionale Kräutersuppe mit Schweinefleisch (Bai Cha Muong) essen konnte. Die Suppe war sehr gehaltvoll und machte zusammen mit dem Reis gut satt. Geschmacklich war sie leicht sauer und erinnerte damit etwas an Rouladen-Soße.

Anschließend lief ich zum Busbahnhof um mir mein Ticket für morgen zu kaufen. Ich werde nach Bangkok fahren um dann von dort aus zu fliegen.

Den Rückweg sparte ich mir und fuhr mit dem Motorradtaxi. Nach einem kurzen Einkauf im 7/11 zog ich mich in mein Zimmer zurück und konnte wieder Bloggen.

Fischerchor

Jong, der Besitzer der Reggae-Bar lud uns für den heutigen Tag zum Fischen ein. Da er aber erst auf einen Freund warten wollte, der aus Bangkok anreiste, sollten wir erst gegen drei bei ihm vorbei kommen.

Da ich wusste, dass Mike, der Tauchlehrer, zu einem der Finnen ins Ngamkoh Ressort fahren würde, nutzte ich die Gelegenheit und ließ mich dahin mitnehmen. Dort konnte ich gemütlich Frühstücken und dank des guten schnellen Internets meine Bilder hochladen.

Es dauerte ca. 1h und die anderen Finnen, Vessa und Enni, tauchten auf um auch zu frühstücken. Wir besprachen, was wir bis zum Fisch-Ausflug mit dem Tag angestellt werden könne. Sie erzählten vom Fischerdorf am Ao Yai Strand auf der anderen Seite der Insel, wo sie gern Seafood essen wollten. Da wollte ich eh noch einmal hin, jedoch hatte ich mein Motorrad bereits zurück gegeben. Da aber Sammy ohne Beifahrer unterwegs war, war noch Platz für mich und wir machten uns auf den Weg.

Die Straße ging ordentlich bergauf und ab. An einer Stelle war die Straße so steil, dass ich absteigen musste, da der kleine Roller mit mir allein wohl schon arge Probleme gehabt hätte.

Wir hielten an einem Aussichtspunktoberhalb des Dorfes und machten kurz Rast und Fotos. Enni entdeckte in den Ästen eines Baumes unterhalb der Plattform eine grüne Schlange die sich aber schnell wieder verdrückte. Im Dorf legte ein Schiff der Thai-Marine an, wohl um Mittagspause zu machen.

Wir fuhren ins Dorf und liefen, auf Fotosafari, über die Stege des Dorfes. Es war verblüffend, dass unter diesen Stegen so viele Fische zu sehen waren. Keine Speisefische, sondern kleinere, dafür aber in großen Schwärmen. Diese Fische ernährten sich von den Abfällen die von den Fischern ins Wasser geworfen wurden.
v.l.n.r.: Sammy, Enni, Vessa, Kevin



Wir hatten dann ein längeres Mittagsmahl im Dorf, hauptsächlich aber wegen des schlechten Services, der erst kurzerhand vergaß uns unsere Getränke zu bringen und dann, dass wir Reis bestellt hatten. Aber zumindest das Seafood war gut. Wir schafften es dann mit leichter Verspätung zu Jong, was aber nicht schlimm war, da er noch auf seinen Kumpel wartete. Dieser traf wenig später ein, entpuppte sich als Kanadier, der bei Jong als Untermieter wohnte, und war ein guter Musiker. Er kam zusammen mit einem älteren Mann und einem Mädchen an, welche wir erst noch zu ihren Hostels brachten bevor es Fischen ging.

Der Strand entpuppte sich als etwas versteckter Abschnitt mit vorgelagerten Felsen. Jong hatte leere 500ml Wasserflaschen mit einer Angelschnur präpariert und mit Tintenfisch-Stücken gefüllt (Nachfüll-Köder). Man machte etwas Schnur von der Flasche los und ließ diese im Wasser treiben. Durch die Wellenbewegung der Flasche, tanzte der Köder wie lebendig unter Wasser und lockte kleine Fische an. Die großen waren etwas vorsichtiger und nur selten am Köder.
Als ich eine Weile in der Bucht herum schwamm merkte ich, dass der Boden voller Koralle war. An einer Stelle war das Wasser sehr warm und ich glaubte beim beobachten des Köders, Wirbel wie von heißem Wasser erkennen zu können. Ich vermute, dass es dort auch thermische Quellen gibt. Jong wusste davon nichts, nur dass das Wasser dort sehr warm war.

Ich bekam keinen Fisch an den Haken und beschäftigte mich mehr mit den Korallen und dem Fotografieren. Als ich die Flasche einholen wollte, merkte ich, dass es einen Wiederstand gab. Als ich an der Leine zog, tauchte hinter einem Felsen plötzlich ein Fisch auf, der ca. 20cm lang war. Ich hatte einen Fisch am Haken, kaum zu glauben. Zurück an den Felsen, von wo aus wir ins Wasser gegangen waren, sicherte ich die Beute. Den Haken konnte ich aber nicht frei bekommen, da der Fisch den Haken komplett verschluckt hatte und im Maul kleine, spitze Zähne nicht zum hinein fassen einluden.
Ich nahm mir eine zweite Flasche und fischte von den Felsen aus. Es war schon spät geworden und die Sonne ging langsam unter. Als alle wieder zusammen waren und wir einpackten, kontrollierte ich nochmals die zweite Flasche und auch da war ein kleiner Fisch an der Angel, den wir aber frei ließen.
Grooper – der landete in der Pfanne

Der durfte schwimmen gehen

Wir fuhren zu Jong in die Bar. Auf dem Weg fing es an mit regnen und wir kamen gerade rechtzeitig vor dem großen Schauer in der Bar an. Wir waren mittlerweile alle hungrig und die von Jong schnell zubereiteten Fische (schmeckten mineralisch und nach Jod) waren nicht genug um satt zu werden. Wir warteten darauf, dass der Regen nachließ und liefen in die benachbarte Fischermens Hutt. Nach dem Abendessen liefen wir zurück in die Bar und es formte sich eine Band. Ich wollte nur mal kurz die Bassgitarre ausprobieren und wurde sogleich als Bassist “entdeckt”. Kurz darauf trafen auch schon die ersten Gäste in der Bar ein und die Band fing an zu spielen. Jong an der Gitarre inkl. Gesang, sein Gast am Keyboard und zeitweise auch an der Gitarre, Sammy an den Drumms (die eher Spiezeug Drumms waren) und ich am Bass. Wir spielten bis uns die Lieder ausgingen. Ich ließ mir immer grob die Gitarrengriffe zeigen und spielte dann die Bass Seiten davon als Begleitung – hin und wieder arg improvisiert. Aber für meine ersten 2h Bass ging das schon.

(Mit etwas Glück bekomm ich von den Finnen nochmal ein Bild)

Da ich am nächsten Morgen abreisen und die Fähre erreichen musste, verließen wir gegen 11:30Uhr die Bar und machten uns auf dem Heimweg. Sammy setzte mich an der Tauschschule ab, wo Mike mit zwei deutschen Neuankömmlingen am plauschen war. Nach kurzer Manöverkritik ging ich ins Bett und Sammy blieb noch eine Weile.

Inselerkundung

Heute beschloss ich, wieder ein Motorrad zu mieten um die Insel zu erkunden. Mein erster Weg führte mich zum Ngamkoh Resort, einem kleines Resort mit Strandbungalows und einem Restaurant mit guter Internet Verbindung. Ich nutzte die Gelegenheit zum Upload meiner Bilder und Videos.
Das Ngamkoh Resort liegt direkt am Wasser und bietet für ca. 750Baht pro Nacht eine tolle Urlaubsatmosphäre. 

Danach fuhr ich zum großen Wasserfall “Klong Chao”. Die Fahrt dauerte deutlich länger als ich dachte, die Insel ist doch größer als sie scheint (Sie ist die 4. größte Insel Thailands… ). Unterwegs musste ich noch Tanken, da die Motorräder hier scheinbar immer ohne Treibstoff verliehen werden.

Ich kam am Ende einer Straße an und sah dort einige PickUps mit ihren Fahrern warten. Von dort aus ging es zu fuß ca. 500m bergauf um zu Wasserfall zu kommen. Man erreicht ein Felsenplatteu über das Wasser ströhmt und das dadurch sehr glitschig ist.  Man muss sich von dort aus, aufwändig und vorsichtig weiter berg/stromaufwärts bewegen um zum eigentlichen Wasserfall zu gelangen. Dieser stürzt ca. 12m tief in ein großes Becken in dem man super schwimmen kann. Wenn man sich am Rand ins Wasser setzt gibt es noch ein kostenloses Fisch-Spa dazu (kleine Putzerfische die an einem herum knabbern).



Und hier noch ein kleines Video vom Wasserfall:

Auf dem Rückweg vom Wasserfall hielt ich an einem kleinen Imbiss und machte Mittagspause. Am Nachbartisch saßen als einzige weitere Gäste 3 Traveler mit denen ich ins Gespräch kam. Sie erzählten mir von der Sunset-Bar in der Abends immer gut was los sein soll und wo man leicht andere Leute trifft.

Mein nächstes Ziel waren die Makka-Bäume, die irgendwo im östlichen Teil der Insel wachsen sollten und groß und eindrucksvoll waren. Ich orientierte mich an Schildern die ähnlich lautende Namen trugen, in der Hoffnung dort an zu kommen. Wie ich später herausfand, nennen die Einheimischen die Bäume Makajuk. Ich mußte relativ weit in den Dschungel hinein fahren. Diesmal waren die Straßen zwar eben, aber voller Rollsplitt. Ich kam trotzdem sicher an:

Am Fuß der Bäume hatten Einheimische Essen und Getränke als “Opfergaben” dar gebracht.

Da dort im Dschungel zu viele Mücken unterwegs waren, fuhr ich weiter. Ich wollte sehen, wo die Straße noch hinführt auf der ich zu den Bäumen gelangt war. Ich kam nach einiger Zeit in einem einsamen Ressort an, dass gepflegt aber menschenleer im Urwald lag. Ein Schild am Eingang deutete auf eine Badestelle hin. Also stellte ich mein Motorrad ab und lief den Dschungelpfad hinab zum Fluß. Da der Pfad recht steil war, gab es ein Seil an dem man sich festhalten und orientieren konnte. Was ich fand war ein weiterer Wasserfall. Leider deutlich schwieriger zum Baden geeignet. Beim letzten Abstieg (siehe das Seil im Video) rutschte ich ab und schlug mit den Fuß unglücklich gegen die Felswand so dass mein Zehennagel blutete. Ich sah von weiteren Kletterexperimenten ab. Glücklicherweise schmerzte der Zeh nicht stark und ich konnte recht ungehindert zurück zum Motorrad klettern. Auf dem Pfad lebten viele Eidechsen die mich interessiert beobachteten.

Zweiter Wasserfall:

Ich fuhr mit meiner blutigen Zehe zurück ins Hostel wo ich ein Heftpflaster bekam. Danach beschloss ich wieder ins Ngamkho Ressort zu fahren um zu Abend zu essen. Dort traf ich die Finnen wieder die im Ressort wohnen. Wir aßen gemeinsam uns sie luden mich auf ein gutes Glas Wein ein. Die Flasche hatten sie aus Bangkok mit gebracht. Ich erzählte ihnen von der Sunset Bar und die drei entschlossen mit zu kommen.

Wir fuhren zur Bar und fanden außer 2 Hunde auf dem Steg niemanden. Der DJ Pult stand verlassen da. Deshalb entschieden wir zur nächsten Bar zu fahren, der Cast Away Bar. Dort spielten wir Snooker und Tischfußball. Bei ersteren war meine Performance unterirdisch, bei letzterem war ich der Spielverderber weil ich einen guten Tag hatte. 😉

Danach fuhren wir wieder zu Sunset Bar wo immer noch niemand war. (Wie wir am nächsten morgen erfuhren gab es eine Geburtstagsfeier im Süden der Insel wo alle Insulaner waren) Wir fuhren zu einer Bar die mit “warm beer and bad service” warb. Es handelte sich um eine Reggae Bar. Der Inhaber schaute uns groß an als wir vorbei kamen und sagte er habe geschlossen und wir sollten zur Sunset Bar fahren. Wir sagten ihm, dass dort niemand sei. Daraufhin schaltete er das Licht an und sagte wir sollten hoch kommen. In seiner Bar standen viele Instrumente herum und aus dem Baraufenthalt wurde eine kleine Jam Session. Sammy, einer der Finnen, war Schlagzeuger. Ich konnte etwas Gitarre spielen, Vessa, der zweite Finne, lieferte die Bassstimme und Enni, seine Frau, hatte das Tamburin. Der Abend war damit noch recht lustig geworden und gegen halb eins fuhren wir vorsichtig wieder zurück zu unseren Hostels.

Schnuppertauchgang

Heute ging ich nach dem Frühstück im Hostel direkt wieder Schnorcheln. Da ich mich teilweise schon etwas verbrannt hatte, ließ ich das T-Shirt diesmal an.

Jack hatte mir gesagt, es gäbe mehr Korallen hinter dem Tempel, man müsse nur weiter raus schwimmen. Also versuchte ich genau das. Jack gab mir diesmal Flossen mit, damit ich schneller voran kam.

Das Riff war dort wirklich abwechslungsreicher auch wenn es nicht so farbenprächtig wie am Roten Meer war. Es dominierten vor Allem die Fischschulen die Herden gleich, über den Meeresgrund zogen um an einigen Stellen Algen zu fressen.

Außerdem entdeckte ich noch eine “Mördermuschel” die unter einem Felsen lebte. Wenn sie noch lebendig sind, schillert ihr inneres in bunten Farben.





Nach gut 1,5 bis 2 Stunden im Wasser ging ich zurück zum Hostel Mittagessen.  Vorher schwamm ich noch durch den kleinen Fluss der in die Bucht mündete um an einen Palmen-Strand herum zu spazieren. Der Strand lag hinter einer Kokus-Plantage und war damit nicht Teil eines Resorts. Ich versuchte dort eine Kokusnuss zu knacken bzw. diese zu schälen, aber mangels Werkzeug war das zum scheitern verurteilt.

Nach dem Mittagessen ging es mit Jack und dem Tauchschüler Stephan zum Schnuppertauchgang. Im Endeffekt machte ich ein Stück der Tauchscheinausbildung mit. Wir lernten da Ausblasen des Mundstücks, wie man das Mundstück blind wieder findet und wie man sich ausbalanciert. Letzteres ist wichtig um Unterwasser “schweben” zu können. Richtig ausbalanciert muss man nur einatmen um aufzusteigen und ausatmen um abzusinken. Anschließend lernten wir noch wie man die Maske ausbläßt wenn sie mit Wasser voll gelaufen ist.

Danach ging es ums Riff herum. Mein Tauchkollege hatte etwas Balance-Probleme und stieg häufig zu weit auf, deshalb kamen wir anfangs nur langsam voran. Später ging es schneller und wir kamen an ein paar größeren Fischschulen und einigen Fischräusen vorbei. Beim Tauchen hat man die Möglichkeit einige Korallen, Seeigel und Fische aus der Nähe zu betrachten. Leider hatten wir nur Sauerstoff für 45 Minuten dabei, also mussten wir bald umkehren. Auf dem Rückweg zeigte Jack uns einen großen Pufferfisch der sich zwischen Felsen versteckte und, durch uns aufgeschreckt, versuchte sich unter Stephan zu verstecken. Auch ein paar wirklich große Mördermuscheln konnte wir sehen.

Zurück am Strand verstauten wir die schwere Ausrüstung in einem bereitstehenden Lastenmotorad und Liefen nach Hause. Ich duschte und hatte dann Zeit etwas zu lesen. Am Abend hatte sich dann eine Party angekündigt.

Die Leute der Tauchbasis fuhren zuerst zu einem Restaurant weiter im Süden der Insel. Dieses lag direkt am Wasser und hatte eine gute Essensauswahl. Die Finnen, welche mit bei Mike tauchen, wohnen dort auch. Nach einer großen Kokussuppe mit Reis ging es dann zum Peter Pan Resort.  Das liegt nördlich der Tauchbasis und ist wohl recht teuer (7000 Baht pro Nacht, also 165EUR). Dort setzten wir uns an die Strandbar. Wir waren ca 10 Personen, darunter noch zwei Mädchen aus Londen die ebenso wie die Finnen im Restaurant lebten. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihnen, bis sie anfingen ihre sozialen Netzwerke zu pflegen und zu beschäftigt waren zu um sich zu unterhalten. Ich wechselte zu den Finnen, die interessantere Typen waren und außerdem ein Geburtstagskind dabei hatten. Insgesamt ging es bis ca. 22Uhr, dann rief Mike seine Taucher weg von der Bar, denn morgen früh sollten sie fit zum tauchen sein.

In Mikes Tauchbasis saßen dann noch Mike, Jack (die beiden Tauchlehrer), Lu, die ihren letzten Abend hatte und Dong ein Tauchlehrer der als Festangestellter in einem Nobelresort arbeitet. Hin und wieder werden Gäste, bei zu großem Andrang, auch an Tauchbasen wie Mike “outgesourced”. Die Tauchlehrer erzählten von reichen Tauchgästen die absolut unfähig waren zu tauchen, ja noch nicht mal die Flossen richtig einzusetzen, die aber trotzdem einen Tauchschein hatten. Mit Geld geht scheinbar alles. Mit solchen Gäste wird der interessante Tauchausflug zu einem anstrengenden Babysitting, weil solche Gäste sich, ohne es auch nur zu merken, in Lebensgefahr begeben. Der Tauchlehrer ist also ständig unter Strom die Leute vom versehentlichen Auftauchen, oder vom Abdriften ab zu halten.

Gegen 12 ging ich ins Bett. Ich scheine mich wohl erkältet zu haben. Ich habe das feuchte T-Shirt vom Schnorcheln unter Verdacht.

Reif für die Insel

Die Nacht verlief unspektakulär, d.h. keine Mückenplage oder sonstigen Plagegeister. Nachdem ich aufgestanden war, rief ich als erstes auf Ko Kood/Ko Kut bei Mike an. Er ist der Betreiber einer Tauchbasis mit Hostel auf der sonst noch recht unerschlossenen Insel. Mike machte mir ein gutes Angebot für die Übernachtung, und sagte zu, falls ich einen Tauchgang bei ihm mit mache, den Zimmerpreis etwas zu senken. Das klang sogar noch besser, also sagte ich zu. Auf der Insel ist Internet nur via Internetcafe oder Mobilfunkanbieter zu haben. Ich bin auf Anraten von Mike dann zu einem Handyladen und habe mir ein 1Wochen Internetpaket für die Thai-SIM gekauft (99Baht). Danach versuchte ich etwas zu essen zu finden.

Mein Weg führte mich in die Markthalle, die gestern Nacht noch wie ausgestorben da lag. Heute früh war sie voll mit Menschen und Waren. Am Eingang brutzelte eine alte Frau Bananen in Fett. Diese “Chips” waren sehr lecker und kosten nur 10Baht pro Tüte. Wie immer ist die Ecke mit dem Fisch und Fleisch die “intensivste”, in der ich mich nicht lange aufhalten wollte. Im Zentrum des Marktes fand ich dann lange Tischreihen umgeben von kleinen Essensständen. Ich ging zu einem Essenstand am Ende und bestellte mir da einen recht großen Satei-Spieß mit Klebreis für zusammen 25Baht.

Gegen 10 war ich zurück im Hostel, buchte meine Fähre nach Ko Kood, besorgte noch ein paar Getränke (auf Ko Kood soll das Bier recht teuer sein) und wartete auf das Shuttle zur Fähre. Das kam eine ganze Weile nicht, und ich hatte schon Sorge die einzige Fähre zur Insel nicht zu bekommen. Irgendwann hielt ein Song Thaew vor dem Haus. Es war bereits voll mit Leuten und deren Gepäck, aber man packte mich selbstsicher noch hinten rein. Mein Rucksack stand auf dem Trittbrett, zusammen mit einem Kinderfahrrad. Nach 30 Minuten waren wir an der Fähre.

Die Fähre startet recht weit im Süden von Trat auf einer Landzunge. Die Überfahrt dauert ca. 2h. Als ich im Januar nach Langkawi übergesetzt bin, saß ich im Bauch der Fähre wo man leider gar nichts sah. Diesmal hab ich mich aufs Oberdeck gesetzt und konnte zumindest beim Einlaufen ein paar Bilder machen.
Erst hatte ich das Gefühl der einzige Nicht-Thai an Board zu sein, aber in Summe waren es wohl 6 Ferang (Fremde) die vor Ort ausstiegen.

Am Landesteg (der auf der anderen Seite der Insel liegt) warteten dann schon Song Thaew, welche uns kostenlos (im Fährpreis enthalten) zu unseren Zielen fuhren. So kam ich unproblematisch bei den Paradise Divers an. Zusammen mit mir stieg ein Thai aus. Es stellte sich heraus, dass er einer der Tauchlehrer war.

Als ich ankam war nur eine Mitarbeiterin in der Tauchschnule. Aber Sie wusste Bescheid und sprach gut Englisch. Schnell hatte ich mein ordentliches und sauberes Zimmer mit großem Deckenventilator bezogen. Es gab auch eine Klimaanlage, aber da ich günstiger mit Ventilator gebucht hatte, sollte ich die doch bitte nicht benutzen. Ok.

Ich hab mich dann Umgezogen und wollte an den Strand. Als ich bei der Tauschschule vorbei kam, saßen diesmal mehr Leute herum. Darunter Mike, Lu(ise), eine Deutsche die Regelmäßig vorbei kommt, und zwei Finnen. Mike gab mir dann eine Brille mit Schnorchel und den Tip auf der Rückseite der kleinen Insel nach einem Riff zu suchen.

Ich lief zum ca. 200m entfernten Strand, legte meinen Rucksack im Schatten ein paar kleinerer Bäume ab, und ging ins Wasser. Der Strand ist weiß, das Wasser Blau und überall stehen Kokuspalmen. Aktuell werden einige kleine Ressorts in Strandnähe gebaut, ansonsten dominieren Einheimische das Bild.
Ich schnorchelte auf die Insel zu und war schnell auf dem Felsriff, welches zur Insel gehört. Das Wasser über den Felsen war sehr flach, so dass es schwierig war dort vorwärts zu kommen. Einfach wäre es gewesen etwas weiter von der Insel weg, diese zu umschwimmen.

Irgendwann hatte ich es geschafft und sah auf der Rückseite der Insel einen kleinen buddhistischen Schrein. Das Wasser wurde hier tiefer und es gab mehr Fische. Leider konnte ich nur eine kleine Koralle sehen. Auf dem Weg zurück fand ich eine riesige Muschel, eine sogenannte “Mördermuschel”, wie man sie gern auch in Disney-Zeichentrickserien sieht. Obwohl es nur die Schale war, wog sie immer noch ca. 1-2kg.

Zurück im Guesthouse zeigte ich die Bilder Mike und er rieht mir zur Vorsicht, Dinge auf zu heben. Ihn hatte bei einem Reinigungseinsatz vor 3 Wochen ein Steinfisch gestochen und er konnte Tagelang seinen Arm nicht bewegen und vor Schmerzen nicht schlafen.

Am Abend saß ich bei den deutschen Tauchern und wir gingen noch zusammen Essen. Als ich erzählte, dass ich in letzter Zeit häufig in Bochum war, gab es gelächter, denn einer der Taucher war aus Bochum, und Lu aus Dortmund.
Ich versuchte mit meinem Handy ins Netz zu kommen, jedoch schlug dies aus verschiedenen Gründen fehl. Jack, der Thai-Tauchlehrer, unterhielt sich dann mit der Hotline und wir konfigurierten an den Netzwerkeinstellungen herum. Scheinbar benutzt man auf der Insel ein Frequenzband für 3G welches mein Handy nicht unterstützt. Jedenfalls ist das Netz für mich extrem langsam Bilder können kaum, Videos gar nicht hochgeladen werden.

Morgen Nachmittag werde ich dann meinen Schnuppertauchgang am Riff machen.

Ab in den Süden

Ich wachte ausgeruht und leicht hungrig in meinem 6 Bett Einzelzimmer auf. Ich war mir immer noch nicht recht im klaren was ich heute eigentlich machen würde. Wenn ich heute Abend den Nachtzug nach Bangkok nehmen würde, währe ich frühestens morgen Abend in Ko Chang oder Pattaya. Chiang Mai hat als Alternative auch noch einen Flughafen zu bieten, von dem aus man nach Bangkok oder direkt nach Pattaya oder Phuket fliegen kann.

Ich entschied mich zuerst in die Apotheke, dann zum Frühstück und dann zum Air Asia Shop um die Ecke zu gehen, um Flüge zu checken. Dort angekommen wurde mir mitgeteilt, dass ich für ca. 50EUR nach Bangkok fliegen könne. Flüge die noch früher abfliegen wären nur direkt am Flughafen zu buchen.

Also ging es zurück ins Hostel Sachen packen und mit dem Song Thaew für 60 Baht zum Flughafen. Neben dem Air Asia Schalter war noch einer der kleinen Airline namens Nuk. Ich fragte dort einfach mal an wann der nächste Flug startete und wie viel er kosten würde. in 45 Minuten für 1500 Baht (35EUR), 15 kg Gepäck frei. Ich checkte mein Gepäckgewicht (14,7kg) und buchte direkt. Das alles lief so zügig und günstig für mich ab, dass es schon unheimlich war. Entsprechend musste irgendetwas blödes passieren: Mein teures deutsches 50er Sunscreen-Spray war dann das Opfer beim einchecken und landete in der Mülltonne. Diese 100ml Regel ist so sinnlos, dass ich mich jedes mal wundere wieso das nicht wieder abgeschafft wird. 100ml Flüssigsprengstoff bzw. 200ml eines Zwei-Komponenten-Sprengstoffs reichen locker um ein Flugzeug zu zerlegen. Diese willkürliche Grenze zeigt deutlich die Wirkung solcher Symbolpolitik.

Auf dem 1h Flug gab es sogar einen kleinen Snack zu essen. Am Flughafen angekommen irrte ich einen kleinen Augenblick herum, bis ich das Busterminal 6 gefunden hatte von wo aus ich mit der Buslinie A1 zur S-Bahn Station Ko Chang gelangte. Von dort aus ging es direkt zum östlichen Busterminal. Ich hatte wieder einen westlichen Traveler angesprochen und einen Amerikaner kennen gelernt, der in China als Englisch-Lehrer und Admin einer Reisewebsite arbeitet. Er verbrachte ein paar Tage in Bangkok um dann sein Visum auf dem Rückflug zu erneuern.

Am Busterminal angekommen fand ich recht schnell den Verkaufsstand für den Bus nach Trat. Trat ist die Stadt von der es mit der Fähre weiter nach Ko Chang geht. Da ich mir alles andere als Sicher war, ob am Abend noch Fähren fahren, plante ich erstmal nur bis Trat. Das waren jedenfalls meine naiven Gedanken zum Thema “Fahrt nach Trat”. Was ich nämlich ignoriert hatte war die Entfernung und Fahrtdauer. Mir fiel erst während der Fahrt auf, dass ich der einzige Nicht-Thai im Bus war. 5 Stunden Busfahrt – da wäre ein Flug nach Trat sicherlich sinnvoller gewesen, auch wenn der mehr als 7,5Eur gekostet hätte.

Die Fahrt war “Landschaftlich” interessant. Man konnte am Stadtrand von Bangkok die großen Industrieparks sehen und damit auch leicht erkennen welche Produkte am gefragtesten sind: Yamahas Roller Werk fiel ins Auge genau wie die beiden Honda PKW Werke. Interessant waren auch zwei große Baumaschinenhersteller, darunter Caterpilar, deren Gelände mit einer Parade aus Baggern voll gestellt war.

Da die Fahrt wie angedeutet etwas länger dauerte, konnte ich mir Gedanken machen, ob ich nach Ko Chang oder nach Ko Kood fahre. Letztere Insel wird als Geheimtipp im Loose-Reiseführer gehandelt. Eine Unterkunft dort, die von eine Deutschen geleitet wird, wird besonders gelobt. Ich werde also versuchen dort anzurufen.

Ich kam um 9Uhr in Trat an und musste ein TukTuk ins Zentrum nehmen. Im Reiseführer stand, dass häufig die Fahrer als Schlepper für ein großes Hostel arbeiten, in das ich nicht wollte. Und tatsächlich fuhr mich der Fahrer nicht zu dem Ort wo ich hin wollte sondern zu einem anderen Hostel. Erst als ich darauf bestand mich zu einem anderen Hostel zu fahren kam ich meinem Ziel näher. Ich bin jetzt in einem sehr einfachen Einzelzimmer mit durch gelegener Matratze für 150 Baht untergekommen. Vorteil ist aber, dass das Hostel einen Shuttleservice zur Fähre nach Ko Kood anbietet.

Nach dem ich mein Gepäck unter gebracht hatte bin ich nochmal auf den Nachtmarkt um etwas zu essen. Man konnte sehn, dass Trat ein kleines Nest ist, denn die meisten Essensstände schlossen bereits (es war gerade 22:00Uhr). Ich hatte dann ein sehr günstiges Abendessen für 40 Baht.

Zwischenstop in Chiang Mai

Ich stand gegen 9Uhr auf und machte mir Gedanken was ich mit dem halben Tag Pai anstellen wollte. Mein erster Weg führte mich in die Stadt zum Frühstücken und zum Ticketkauf für den Mini-Bus nach Chiang Mai. Ich entschied mich für den 14Uhr Bus. Theoretisch könnte ich so nochmals mit einem Scooter die andere Richtung erkunden.

Beim Frühstück traf ich dann eine Deutsche die als Englischlehrerin arbeitete (und gerade mit dem Abi fertig war). Sie war der Meinung, der Canyon wäre direkt an der Straße und nicht weiter weg. Da dies auf den Touristenkarten auch so ausgewiesen war, war ich gestern also deutlich an meinem Ziel vorbei und in die hinteren Regionen von Pai vorgestoßen – bevor es mich gelegt hatte.

Da ich keinen anderen Scooterverleiher finden konnte und ich ungern bei dem Selben erneut mieten wollte, ließ ich es bleiben und verbrachte die Zeit mit Schlendern in der Stadt. Als ich zurück im Hostel war und meine Wunde verarztete kam ein alter Auswanderer vorbei der Deutsch sprach. Er meinte, er wäre früher Militärarzt gewesen und gab mir Tips wie ich die Wunde erstmal sauber bekomme, bevor ich Luft zum heilen dran lasse.

Nachdem ich meinen Blogeintrag geschrieben hatte, gings im Beiwagen des Hostelbesitzers zum Busterminal und dann die Kurvenreiche Strecke zurück nach Chiang Mai. Der Fahrer fuhr verhältnismäßig gesittet, auch wenn das die Chinesische Frau neben mir wohl anders sah (und sich an ihren Mann klammerte).

In Chiang Mai nahm ich mir ein TukTuk und fuhr zum Bahnhof. Es war recht viel Verkehr aber ca. 17Uhr war ich da und wollte mir ein Ticket für den Nachtzug kaufen. Die Frau am Schalter sagte, dass der letzte Nachtzug 17:30Uhr abfahren würde. Ich überlegte kurz, und machte dem TukTuk Fahrer klar, dass wir in 20 Minuten zum Hostel und zurück zum Bahnhof müssten (ich musste noch meinen großen Backpack holen). Er nahm die Herausforderung an, und es ging in wilder Hatz durch Chiang Mai. Hinfahrt dauerte knapp 10 Minuten. Meinen Backpack konnte ich in 2 Minuten loseisen aber dann standen wir im Stau und um 17:23 war klar, dass es nicht zu schaffen war. Ich bat den Fahrer umzukehren und mich in der Altstadt ab zu setzen.

Ich suchte mir dann ein Hostel mit Schlafsaal, und fand eines indem ich der einzige Gast bin. Auf dem Weg riet ich noch zwei Mädels aus Deutschland ab, eine Massage bei den zwielichtigen Damen zu machen, sondern zeigte ihnen wo der Tempel mit den guten Masseuren war.
Danach ging ich selbst auch zu diesem Tempel. Dort warteten noch 3 andere darauf, dass sie dran kamen. Es war schon recht spät und der Tempel schloss bald. Eine der Frauen die dort arbeitet packte dann zusammen und sagte wir sollten ihr nach Hause folgen. Wir schauten uns verdutzt an, liefen aber hinterher. Eine Straße weiter lief sie in einen Hinterhof und öffnete die Tür zu einer Massage-Schule (jedenfalls interpretiere ich den Raum mit großem Fernsehr und vielen Liegen so). Kurz darauf kamen auch die anderen Masseure und gaben uns die zugesagten Massagen.

Anschließend lief ich in eine Nebenstraße in der ich bei meiner Hostelsuche ein kleines Restaurant gesehen hatte. Ich hörte dort beim herangehen ein Gespräch über Schneider in Chiang Mai auf Deutsch. Ein älterer Herr aus der Schweiz war wohl nicht glücklich über den Service. Ich bestellte mir etwas zu essen und kam ins Gespräch. Der Mann war wohl auch viel in Indien unterwegs und kannte sich mit Stoffen etwas aus, so dass ich wieder etwas dazu lernen konnte.

Nach etwas mehr Smalltalk brach ich auf und wollte noch etwas Streetfood essen. Jedoch fanden sich keine interessanten Essenstände, und so lief ich bis zum Nachtmarkt. Dort aß ich dann bei einer Chinesischen Suppenküche etwas, was zwar gut aussah, aber etwas zu wässrig schmeckte.

Danach lief ich zurück zum Hostel um mein Gepäck aufzuräumen, meine Wunde zu verarzten und etwas Schlaf ab zu bekommen.

Pai

Es ging entspannt um 10Uhr mit dem Minivan nach Pai. Pai ist ein kleines Städtchen, eher Dorf in den Bergen im Norden Thailands. Früher wurde hier wohl auch Opium angebaut, aber das ist vorbei. Aus der wilden Zeit übrig geblieben ist die Backpackerszene in Pai. Früher haben sich hier die Alternativen und Reggae-Freunde in das Dörfchen begeben um fern von Polizeieinflüssen ihr Ding zu machen. Daraus entstand eine recht Kreative Künstlerszene. So gibt es z.B. eine Zirkusschule, Restaurants mit Essen aus aller Welt und beim täglichen Nachtmarkt viele kleine Dinge zu kaufen.

Ich kam gegen 14Uhr in Pai an und versuchte ein Hostel zu finden. Ich hatte im Reiseführer vom Happy-House gelesen und lief dorthin. Der Chef (ein Australier) empfing mich freundlich, hatte aber kein Bett mehr frei. Er schickte mich quer über die Straße, dort hatte man Platz für mich. Leider konnte ich mich mit dem dortigen Thai-Chef nicht gut unterhalten, also ging ich ab und an rüber ins Happy House wenn ich Fragen hatte.

Ich lief dann in die “Stadt” und mietet einen Scooter um die Umgebung zu erkunden. Auf der Karte laß ich etwas vom Pai-Canyon. Ich fuhr die Straße ab und kam an zwei tollen Aussichtspunkten vorbei und schließlich auch an ein Schild mit der Aufschrift “Land-Split”.


Ich folgte der Straße und das war wohl wie ich heute weiß der Fehler. Nach 10 Minuten war ich durch das erste Dorf durch und fand ein Schild mit der Aufschrift “Viewpoint” und einer Kilometerangabe. Ich glaubte auf dem richtigen Weg zu sein und fuhr weiter.

Die Dörfer wurden kleiner, die Wege schlechter und ich war nun wirklich auf dem Land und in den Bergen. Ich überquerte kleine Bäche zwischen den Feldern wo als Brücke ein gespaltener Baumstamm lag. Ich umkurfte gekonnt die tiefen Spurrinnen und fuhr weiter und weiter in das kleine Tal hinein. Eigentlich folgte ich nur noch eingen Reifenspuren, jedoch tauchte alle paar Kilometer ein Schild mit dem “Viewpoint” und einer Kilometerangabe auf. Also fuhr ich weiter. Irgendwann wurde die Straße richtig krass. Dicke Steinbrocken auf der Straße, Spurrinnen die 30cm tief waren, Steigungen die der Scooter nur durch anschieben mit den Beinen schaffte. Ich kam mir vor wie in einem Computerspiel wo ich mich Level für Level hocharbeitete und es immer schieriger wurde. Nach 40 Minuten Bergauffahrt kam ich an eine Stelle mit einem Schild: Viewpoint 3km, 20Minutes, Only Motorbikes, no Cars, Very Steep.

Als ich den ersten steilen Anstieg geschafft hatte stand ich vor einer Matschpfütze an deren Rand es 30m in die Tiefe ging. Ich entschied ein Beweisfoto zu machen und umzukehren.

Aber es ging natürlich noch krasser, denn sobald ich umkehrte begann es zu regnen. Ich wusste, dass dies nun wirklich gefährlich wurde, denn die steilen Dreckpisten wurden nun nass und wirklich glitschig. Die Fahrt war extrem. Ich musste einerseits vermeiden in die Spurrinnen zu rutschen, konnte an den Hängen aber auch nicht wirklich umherkurfen, da es zu glatt war. Meine linke Hand hielt die Hinterbremse ständig fest. Es gab dann aber auch wieder Stücke, wo ich Schwung brauchte um hoch zu kommen. Ich machte immer wieder kurze Pausen zum verschnaufen und um das ein oder andere Foto zu machen.


Nach 30 Minuten war das schlimmste geschafft und ich war unfallfrei wieder auf einer befestigten Straße. Dort konnte man problemlos 40 fahren. Einige Hühner querten die Straße, kein Problem, doch dann tauchte ein Nachzügler-Hühnchen auf. Es lief direkt in meine Spur, ich bremste, krach!

Auf dem glitschigen Boden hatte es den Scooter hingelegt und mich ein kleines Stück über den Asphalt geschleift. Der Scooter lief noch und sah nicht kaputt aus, nur der Spiegel war defekt. Ich checkte mich selbst und war sicher nichts gebrochen zu haben. Aber die Knie waren aufgeschürft und bluteten leicht. Außerdem waren die Beine leicht verdreckt. Eine Anwohnerin kam gelaufen und wieß mich ein Stück die Straße hoch, dort sei ein Doktor. Die Artztpraxis fand ich, aber niemand war da. Ich nutzte einen Wasserschlauch am Haus um die Beine abzuwaschen und mir ein Bild zu machen. Es waren nur leichte oberflächliche Abschürfungen die auch kaum bluteten. Also fuhr ich weiter.

Auf dem Weg zurück war ein Wasserfall und ich wollte mir den Tag nicht komplett versauen lassen. Also ging ich noch kurz schwimmen und machte ein paar Bilder. Ich nutzte dort die Möglichkeit den Scooter von seiner Motorcross-Fahrt zu reinigen.

Danach fuhr ich in mein Hostel und ging zum Australier gegenüber um zu fragen, was ich mit dem Scooter machen sollte. Er zeigte mir eine Werkstatt wo man mir neue Spiegel für 190Baht montierte (4,5EUR).
Danach zog ich mich um und brachte den Scooter zurück. Der Verleiher merkte nichts und ich bekam meinen Pass als Pfand zurück.

Danach ging ich in eine Apotheke. Ich wollte mir eine Creme kaufen um die Schürfwunde zu desinfizieren. Der Apotheker sah mein leicht geschwollenes Knie und wollte mir nichts verkaufen. Ich solle zum Doktor gehen – Pai hat ein Hospital. Also lief ich da hin und ging in die Notaufnahme.
Nachdem  ich dort ca. 20 Minuten gewartet hatte kam ich dran. Als erstes wurde ich gewogen und mein Blutdruck gemessen, was ich leicht irritiert über mich ergehen ließ. Danach wurde meine Wunde desinfiziert und mir eine Jod-Flüssigkeit und sterile Pads zur Selbstbehandlung mitgegeben.

Der kleine Mopedausflug hat mich 200Baht für Scooter und Benzin gekostet + 600Baht für Reperatur und Arzt. Aber ich muss sagen, es hätte auch schlimmer ausgehen können, wie mir der Abend noch zeigte.

Ich lief dann etwas durch die Straßen von Pai und suchte etwas zu essen. Eine europäische(?) Straßenhändlerin empfahl mir die Curry-Shack wo ich dann ein sehr gutes Rotes Curry essen konnte. Ich lief die Straße dann nochmal hoch und hörte plötzlich ein “Kevin!?” hinter mir. Ich drehte mich um und sah eine Gruppe von 4 Leuten die ich bei Sammys Kochkurs kennen gelernt hatte. Ich setzte mich zu ihnen und erzählte ihnen meinen Tagesablauf. Das Thema passte da sie sich morgen Scooter ausleihen wollten und nun extra Vorsichtig fahren werden. 😉

Wir gingen dann zusammen den Nachtmarkt ab und aßen u.A. eine Durian wo sich zeigte, dass ich keine Probleme mit dem Geruch habe. Auch einer der Kerle konnte das Fruchtfleisch problemlos essen. Die andere Hälfte der Gruppe aber nicht.

Um den Duriangeruch zu bekämpfen beschlossen wir etwas trinken zu gehen. Wir endeten in der “Almost Famous Bar” wo es Mojitos in allen möglichen Geschmacksrichtungen im Angebot gab (4 bestellen, 1 umsonst. Preis 100Baht) Da wir 5 waren passte dies perfekt. Nach einiger Zeit in der Bar hörten wir von außen ein “Kevin!?” und eines der Holländer-Päarchen aus meinem Hostel in Chiang Mai stand auf der Straße. Wir holten sie dazu und waren nun zu siebt. Nach ein paar weiteren Drinks ging es in eine Jazz-Bar wo live Musik gespielt wurde. Der Typ an der Gitarre war richtig gut, leider kamen wir zu spät und hörten nur noch 10 Minuten die Musik. Ich wurde u.A. mit einen Südafrikaner bekannt gemacht den ich etwas über Afrika ausfragte. Später ging es zu einer anderen Bar unweit der ersten. Die “Kochschüler” verabschiedeten sich gegen 1 und ich blieb mit den Niederländern noch eine Stunde sitzen. Als sie dann noch eine Bar weiter wollten bin ich ins Hostel gelaufen.

Der Abend endete dann unter einem Moskitonetz in einer ziemlich primitiven Unterkunft. Aber für eine Nacht ging das.