Fischerchor

Jong, der Besitzer der Reggae-Bar lud uns für den heutigen Tag zum Fischen ein. Da er aber erst auf einen Freund warten wollte, der aus Bangkok anreiste, sollten wir erst gegen drei bei ihm vorbei kommen.

Da ich wusste, dass Mike, der Tauchlehrer, zu einem der Finnen ins Ngamkoh Ressort fahren würde, nutzte ich die Gelegenheit und ließ mich dahin mitnehmen. Dort konnte ich gemütlich Frühstücken und dank des guten schnellen Internets meine Bilder hochladen.

Es dauerte ca. 1h und die anderen Finnen, Vessa und Enni, tauchten auf um auch zu frühstücken. Wir besprachen, was wir bis zum Fisch-Ausflug mit dem Tag angestellt werden könne. Sie erzählten vom Fischerdorf am Ao Yai Strand auf der anderen Seite der Insel, wo sie gern Seafood essen wollten. Da wollte ich eh noch einmal hin, jedoch hatte ich mein Motorrad bereits zurück gegeben. Da aber Sammy ohne Beifahrer unterwegs war, war noch Platz für mich und wir machten uns auf den Weg.

Die Straße ging ordentlich bergauf und ab. An einer Stelle war die Straße so steil, dass ich absteigen musste, da der kleine Roller mit mir allein wohl schon arge Probleme gehabt hätte.

Wir hielten an einem Aussichtspunktoberhalb des Dorfes und machten kurz Rast und Fotos. Enni entdeckte in den Ästen eines Baumes unterhalb der Plattform eine grüne Schlange die sich aber schnell wieder verdrückte. Im Dorf legte ein Schiff der Thai-Marine an, wohl um Mittagspause zu machen.

Wir fuhren ins Dorf und liefen, auf Fotosafari, über die Stege des Dorfes. Es war verblüffend, dass unter diesen Stegen so viele Fische zu sehen waren. Keine Speisefische, sondern kleinere, dafür aber in großen Schwärmen. Diese Fische ernährten sich von den Abfällen die von den Fischern ins Wasser geworfen wurden.
v.l.n.r.: Sammy, Enni, Vessa, Kevin



Wir hatten dann ein längeres Mittagsmahl im Dorf, hauptsächlich aber wegen des schlechten Services, der erst kurzerhand vergaß uns unsere Getränke zu bringen und dann, dass wir Reis bestellt hatten. Aber zumindest das Seafood war gut. Wir schafften es dann mit leichter Verspätung zu Jong, was aber nicht schlimm war, da er noch auf seinen Kumpel wartete. Dieser traf wenig später ein, entpuppte sich als Kanadier, der bei Jong als Untermieter wohnte, und war ein guter Musiker. Er kam zusammen mit einem älteren Mann und einem Mädchen an, welche wir erst noch zu ihren Hostels brachten bevor es Fischen ging.

Der Strand entpuppte sich als etwas versteckter Abschnitt mit vorgelagerten Felsen. Jong hatte leere 500ml Wasserflaschen mit einer Angelschnur präpariert und mit Tintenfisch-Stücken gefüllt (Nachfüll-Köder). Man machte etwas Schnur von der Flasche los und ließ diese im Wasser treiben. Durch die Wellenbewegung der Flasche, tanzte der Köder wie lebendig unter Wasser und lockte kleine Fische an. Die großen waren etwas vorsichtiger und nur selten am Köder.
Als ich eine Weile in der Bucht herum schwamm merkte ich, dass der Boden voller Koralle war. An einer Stelle war das Wasser sehr warm und ich glaubte beim beobachten des Köders, Wirbel wie von heißem Wasser erkennen zu können. Ich vermute, dass es dort auch thermische Quellen gibt. Jong wusste davon nichts, nur dass das Wasser dort sehr warm war.

Ich bekam keinen Fisch an den Haken und beschäftigte mich mehr mit den Korallen und dem Fotografieren. Als ich die Flasche einholen wollte, merkte ich, dass es einen Wiederstand gab. Als ich an der Leine zog, tauchte hinter einem Felsen plötzlich ein Fisch auf, der ca. 20cm lang war. Ich hatte einen Fisch am Haken, kaum zu glauben. Zurück an den Felsen, von wo aus wir ins Wasser gegangen waren, sicherte ich die Beute. Den Haken konnte ich aber nicht frei bekommen, da der Fisch den Haken komplett verschluckt hatte und im Maul kleine, spitze Zähne nicht zum hinein fassen einluden.
Ich nahm mir eine zweite Flasche und fischte von den Felsen aus. Es war schon spät geworden und die Sonne ging langsam unter. Als alle wieder zusammen waren und wir einpackten, kontrollierte ich nochmals die zweite Flasche und auch da war ein kleiner Fisch an der Angel, den wir aber frei ließen.
Grooper – der landete in der Pfanne

Der durfte schwimmen gehen

Wir fuhren zu Jong in die Bar. Auf dem Weg fing es an mit regnen und wir kamen gerade rechtzeitig vor dem großen Schauer in der Bar an. Wir waren mittlerweile alle hungrig und die von Jong schnell zubereiteten Fische (schmeckten mineralisch und nach Jod) waren nicht genug um satt zu werden. Wir warteten darauf, dass der Regen nachließ und liefen in die benachbarte Fischermens Hutt. Nach dem Abendessen liefen wir zurück in die Bar und es formte sich eine Band. Ich wollte nur mal kurz die Bassgitarre ausprobieren und wurde sogleich als Bassist “entdeckt”. Kurz darauf trafen auch schon die ersten Gäste in der Bar ein und die Band fing an zu spielen. Jong an der Gitarre inkl. Gesang, sein Gast am Keyboard und zeitweise auch an der Gitarre, Sammy an den Drumms (die eher Spiezeug Drumms waren) und ich am Bass. Wir spielten bis uns die Lieder ausgingen. Ich ließ mir immer grob die Gitarrengriffe zeigen und spielte dann die Bass Seiten davon als Begleitung – hin und wieder arg improvisiert. Aber für meine ersten 2h Bass ging das schon.

(Mit etwas Glück bekomm ich von den Finnen nochmal ein Bild)

Da ich am nächsten Morgen abreisen und die Fähre erreichen musste, verließen wir gegen 11:30Uhr die Bar und machten uns auf dem Heimweg. Sammy setzte mich an der Tauschschule ab, wo Mike mit zwei deutschen Neuankömmlingen am plauschen war. Nach kurzer Manöverkritik ging ich ins Bett und Sammy blieb noch eine Weile.

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Inselerkundung

Heute beschloss ich, wieder ein Motorrad zu mieten um die Insel zu erkunden. Mein erster Weg führte mich zum Ngamkoh Resort, einem kleines Resort mit Strandbungalows und einem Restaurant mit guter Internet Verbindung. Ich nutzte die Gelegenheit zum Upload meiner Bilder und Videos.
Das Ngamkoh Resort liegt direkt am Wasser und bietet für ca. 750Baht pro Nacht eine tolle Urlaubsatmosphäre. 

Danach fuhr ich zum großen Wasserfall “Klong Chao”. Die Fahrt dauerte deutlich länger als ich dachte, die Insel ist doch größer als sie scheint (Sie ist die 4. größte Insel Thailands… ). Unterwegs musste ich noch Tanken, da die Motorräder hier scheinbar immer ohne Treibstoff verliehen werden.

Ich kam am Ende einer Straße an und sah dort einige PickUps mit ihren Fahrern warten. Von dort aus ging es zu fuß ca. 500m bergauf um zu Wasserfall zu kommen. Man erreicht ein Felsenplatteu über das Wasser ströhmt und das dadurch sehr glitschig ist.  Man muss sich von dort aus, aufwändig und vorsichtig weiter berg/stromaufwärts bewegen um zum eigentlichen Wasserfall zu gelangen. Dieser stürzt ca. 12m tief in ein großes Becken in dem man super schwimmen kann. Wenn man sich am Rand ins Wasser setzt gibt es noch ein kostenloses Fisch-Spa dazu (kleine Putzerfische die an einem herum knabbern).



Und hier noch ein kleines Video vom Wasserfall:

Auf dem Rückweg vom Wasserfall hielt ich an einem kleinen Imbiss und machte Mittagspause. Am Nachbartisch saßen als einzige weitere Gäste 3 Traveler mit denen ich ins Gespräch kam. Sie erzählten mir von der Sunset-Bar in der Abends immer gut was los sein soll und wo man leicht andere Leute trifft.

Mein nächstes Ziel waren die Makka-Bäume, die irgendwo im östlichen Teil der Insel wachsen sollten und groß und eindrucksvoll waren. Ich orientierte mich an Schildern die ähnlich lautende Namen trugen, in der Hoffnung dort an zu kommen. Wie ich später herausfand, nennen die Einheimischen die Bäume Makajuk. Ich mußte relativ weit in den Dschungel hinein fahren. Diesmal waren die Straßen zwar eben, aber voller Rollsplitt. Ich kam trotzdem sicher an:

Am Fuß der Bäume hatten Einheimische Essen und Getränke als “Opfergaben” dar gebracht.

Da dort im Dschungel zu viele Mücken unterwegs waren, fuhr ich weiter. Ich wollte sehen, wo die Straße noch hinführt auf der ich zu den Bäumen gelangt war. Ich kam nach einiger Zeit in einem einsamen Ressort an, dass gepflegt aber menschenleer im Urwald lag. Ein Schild am Eingang deutete auf eine Badestelle hin. Also stellte ich mein Motorrad ab und lief den Dschungelpfad hinab zum Fluß. Da der Pfad recht steil war, gab es ein Seil an dem man sich festhalten und orientieren konnte. Was ich fand war ein weiterer Wasserfall. Leider deutlich schwieriger zum Baden geeignet. Beim letzten Abstieg (siehe das Seil im Video) rutschte ich ab und schlug mit den Fuß unglücklich gegen die Felswand so dass mein Zehennagel blutete. Ich sah von weiteren Kletterexperimenten ab. Glücklicherweise schmerzte der Zeh nicht stark und ich konnte recht ungehindert zurück zum Motorrad klettern. Auf dem Pfad lebten viele Eidechsen die mich interessiert beobachteten.

Zweiter Wasserfall:

Ich fuhr mit meiner blutigen Zehe zurück ins Hostel wo ich ein Heftpflaster bekam. Danach beschloss ich wieder ins Ngamkho Ressort zu fahren um zu Abend zu essen. Dort traf ich die Finnen wieder die im Ressort wohnen. Wir aßen gemeinsam uns sie luden mich auf ein gutes Glas Wein ein. Die Flasche hatten sie aus Bangkok mit gebracht. Ich erzählte ihnen von der Sunset Bar und die drei entschlossen mit zu kommen.

Wir fuhren zur Bar und fanden außer 2 Hunde auf dem Steg niemanden. Der DJ Pult stand verlassen da. Deshalb entschieden wir zur nächsten Bar zu fahren, der Cast Away Bar. Dort spielten wir Snooker und Tischfußball. Bei ersteren war meine Performance unterirdisch, bei letzterem war ich der Spielverderber weil ich einen guten Tag hatte. 😉

Danach fuhren wir wieder zu Sunset Bar wo immer noch niemand war. (Wie wir am nächsten morgen erfuhren gab es eine Geburtstagsfeier im Süden der Insel wo alle Insulaner waren) Wir fuhren zu einer Bar die mit “warm beer and bad service” warb. Es handelte sich um eine Reggae Bar. Der Inhaber schaute uns groß an als wir vorbei kamen und sagte er habe geschlossen und wir sollten zur Sunset Bar fahren. Wir sagten ihm, dass dort niemand sei. Daraufhin schaltete er das Licht an und sagte wir sollten hoch kommen. In seiner Bar standen viele Instrumente herum und aus dem Baraufenthalt wurde eine kleine Jam Session. Sammy, einer der Finnen, war Schlagzeuger. Ich konnte etwas Gitarre spielen, Vessa, der zweite Finne, lieferte die Bassstimme und Enni, seine Frau, hatte das Tamburin. Der Abend war damit noch recht lustig geworden und gegen halb eins fuhren wir vorsichtig wieder zurück zu unseren Hostels.

Schnuppertauchgang

Heute ging ich nach dem Frühstück im Hostel direkt wieder Schnorcheln. Da ich mich teilweise schon etwas verbrannt hatte, ließ ich das T-Shirt diesmal an.

Jack hatte mir gesagt, es gäbe mehr Korallen hinter dem Tempel, man müsse nur weiter raus schwimmen. Also versuchte ich genau das. Jack gab mir diesmal Flossen mit, damit ich schneller voran kam.

Das Riff war dort wirklich abwechslungsreicher auch wenn es nicht so farbenprächtig wie am Roten Meer war. Es dominierten vor Allem die Fischschulen die Herden gleich, über den Meeresgrund zogen um an einigen Stellen Algen zu fressen.

Außerdem entdeckte ich noch eine “Mördermuschel” die unter einem Felsen lebte. Wenn sie noch lebendig sind, schillert ihr inneres in bunten Farben.





Nach gut 1,5 bis 2 Stunden im Wasser ging ich zurück zum Hostel Mittagessen.  Vorher schwamm ich noch durch den kleinen Fluss der in die Bucht mündete um an einen Palmen-Strand herum zu spazieren. Der Strand lag hinter einer Kokus-Plantage und war damit nicht Teil eines Resorts. Ich versuchte dort eine Kokusnuss zu knacken bzw. diese zu schälen, aber mangels Werkzeug war das zum scheitern verurteilt.

Nach dem Mittagessen ging es mit Jack und dem Tauchschüler Stephan zum Schnuppertauchgang. Im Endeffekt machte ich ein Stück der Tauchscheinausbildung mit. Wir lernten da Ausblasen des Mundstücks, wie man das Mundstück blind wieder findet und wie man sich ausbalanciert. Letzteres ist wichtig um Unterwasser “schweben” zu können. Richtig ausbalanciert muss man nur einatmen um aufzusteigen und ausatmen um abzusinken. Anschließend lernten wir noch wie man die Maske ausbläßt wenn sie mit Wasser voll gelaufen ist.

Danach ging es ums Riff herum. Mein Tauchkollege hatte etwas Balance-Probleme und stieg häufig zu weit auf, deshalb kamen wir anfangs nur langsam voran. Später ging es schneller und wir kamen an ein paar größeren Fischschulen und einigen Fischräusen vorbei. Beim Tauchen hat man die Möglichkeit einige Korallen, Seeigel und Fische aus der Nähe zu betrachten. Leider hatten wir nur Sauerstoff für 45 Minuten dabei, also mussten wir bald umkehren. Auf dem Rückweg zeigte Jack uns einen großen Pufferfisch der sich zwischen Felsen versteckte und, durch uns aufgeschreckt, versuchte sich unter Stephan zu verstecken. Auch ein paar wirklich große Mördermuscheln konnte wir sehen.

Zurück am Strand verstauten wir die schwere Ausrüstung in einem bereitstehenden Lastenmotorad und Liefen nach Hause. Ich duschte und hatte dann Zeit etwas zu lesen. Am Abend hatte sich dann eine Party angekündigt.

Die Leute der Tauchbasis fuhren zuerst zu einem Restaurant weiter im Süden der Insel. Dieses lag direkt am Wasser und hatte eine gute Essensauswahl. Die Finnen, welche mit bei Mike tauchen, wohnen dort auch. Nach einer großen Kokussuppe mit Reis ging es dann zum Peter Pan Resort.  Das liegt nördlich der Tauchbasis und ist wohl recht teuer (7000 Baht pro Nacht, also 165EUR). Dort setzten wir uns an die Strandbar. Wir waren ca 10 Personen, darunter noch zwei Mädchen aus Londen die ebenso wie die Finnen im Restaurant lebten. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihnen, bis sie anfingen ihre sozialen Netzwerke zu pflegen und zu beschäftigt waren zu um sich zu unterhalten. Ich wechselte zu den Finnen, die interessantere Typen waren und außerdem ein Geburtstagskind dabei hatten. Insgesamt ging es bis ca. 22Uhr, dann rief Mike seine Taucher weg von der Bar, denn morgen früh sollten sie fit zum tauchen sein.

In Mikes Tauchbasis saßen dann noch Mike, Jack (die beiden Tauchlehrer), Lu, die ihren letzten Abend hatte und Dong ein Tauchlehrer der als Festangestellter in einem Nobelresort arbeitet. Hin und wieder werden Gäste, bei zu großem Andrang, auch an Tauchbasen wie Mike “outgesourced”. Die Tauchlehrer erzählten von reichen Tauchgästen die absolut unfähig waren zu tauchen, ja noch nicht mal die Flossen richtig einzusetzen, die aber trotzdem einen Tauchschein hatten. Mit Geld geht scheinbar alles. Mit solchen Gäste wird der interessante Tauchausflug zu einem anstrengenden Babysitting, weil solche Gäste sich, ohne es auch nur zu merken, in Lebensgefahr begeben. Der Tauchlehrer ist also ständig unter Strom die Leute vom versehentlichen Auftauchen, oder vom Abdriften ab zu halten.

Gegen 12 ging ich ins Bett. Ich scheine mich wohl erkältet zu haben. Ich habe das feuchte T-Shirt vom Schnorcheln unter Verdacht.

Reif für die Insel

Die Nacht verlief unspektakulär, d.h. keine Mückenplage oder sonstigen Plagegeister. Nachdem ich aufgestanden war, rief ich als erstes auf Ko Kood/Ko Kut bei Mike an. Er ist der Betreiber einer Tauchbasis mit Hostel auf der sonst noch recht unerschlossenen Insel. Mike machte mir ein gutes Angebot für die Übernachtung, und sagte zu, falls ich einen Tauchgang bei ihm mit mache, den Zimmerpreis etwas zu senken. Das klang sogar noch besser, also sagte ich zu. Auf der Insel ist Internet nur via Internetcafe oder Mobilfunkanbieter zu haben. Ich bin auf Anraten von Mike dann zu einem Handyladen und habe mir ein 1Wochen Internetpaket für die Thai-SIM gekauft (99Baht). Danach versuchte ich etwas zu essen zu finden.

Mein Weg führte mich in die Markthalle, die gestern Nacht noch wie ausgestorben da lag. Heute früh war sie voll mit Menschen und Waren. Am Eingang brutzelte eine alte Frau Bananen in Fett. Diese “Chips” waren sehr lecker und kosten nur 10Baht pro Tüte. Wie immer ist die Ecke mit dem Fisch und Fleisch die “intensivste”, in der ich mich nicht lange aufhalten wollte. Im Zentrum des Marktes fand ich dann lange Tischreihen umgeben von kleinen Essensständen. Ich ging zu einem Essenstand am Ende und bestellte mir da einen recht großen Satei-Spieß mit Klebreis für zusammen 25Baht.

Gegen 10 war ich zurück im Hostel, buchte meine Fähre nach Ko Kood, besorgte noch ein paar Getränke (auf Ko Kood soll das Bier recht teuer sein) und wartete auf das Shuttle zur Fähre. Das kam eine ganze Weile nicht, und ich hatte schon Sorge die einzige Fähre zur Insel nicht zu bekommen. Irgendwann hielt ein Song Thaew vor dem Haus. Es war bereits voll mit Leuten und deren Gepäck, aber man packte mich selbstsicher noch hinten rein. Mein Rucksack stand auf dem Trittbrett, zusammen mit einem Kinderfahrrad. Nach 30 Minuten waren wir an der Fähre.

Die Fähre startet recht weit im Süden von Trat auf einer Landzunge. Die Überfahrt dauert ca. 2h. Als ich im Januar nach Langkawi übergesetzt bin, saß ich im Bauch der Fähre wo man leider gar nichts sah. Diesmal hab ich mich aufs Oberdeck gesetzt und konnte zumindest beim Einlaufen ein paar Bilder machen.
Erst hatte ich das Gefühl der einzige Nicht-Thai an Board zu sein, aber in Summe waren es wohl 6 Ferang (Fremde) die vor Ort ausstiegen.

Am Landesteg (der auf der anderen Seite der Insel liegt) warteten dann schon Song Thaew, welche uns kostenlos (im Fährpreis enthalten) zu unseren Zielen fuhren. So kam ich unproblematisch bei den Paradise Divers an. Zusammen mit mir stieg ein Thai aus. Es stellte sich heraus, dass er einer der Tauchlehrer war.

Als ich ankam war nur eine Mitarbeiterin in der Tauchschnule. Aber Sie wusste Bescheid und sprach gut Englisch. Schnell hatte ich mein ordentliches und sauberes Zimmer mit großem Deckenventilator bezogen. Es gab auch eine Klimaanlage, aber da ich günstiger mit Ventilator gebucht hatte, sollte ich die doch bitte nicht benutzen. Ok.

Ich hab mich dann Umgezogen und wollte an den Strand. Als ich bei der Tauschschule vorbei kam, saßen diesmal mehr Leute herum. Darunter Mike, Lu(ise), eine Deutsche die Regelmäßig vorbei kommt, und zwei Finnen. Mike gab mir dann eine Brille mit Schnorchel und den Tip auf der Rückseite der kleinen Insel nach einem Riff zu suchen.

Ich lief zum ca. 200m entfernten Strand, legte meinen Rucksack im Schatten ein paar kleinerer Bäume ab, und ging ins Wasser. Der Strand ist weiß, das Wasser Blau und überall stehen Kokuspalmen. Aktuell werden einige kleine Ressorts in Strandnähe gebaut, ansonsten dominieren Einheimische das Bild.
Ich schnorchelte auf die Insel zu und war schnell auf dem Felsriff, welches zur Insel gehört. Das Wasser über den Felsen war sehr flach, so dass es schwierig war dort vorwärts zu kommen. Einfach wäre es gewesen etwas weiter von der Insel weg, diese zu umschwimmen.

Irgendwann hatte ich es geschafft und sah auf der Rückseite der Insel einen kleinen buddhistischen Schrein. Das Wasser wurde hier tiefer und es gab mehr Fische. Leider konnte ich nur eine kleine Koralle sehen. Auf dem Weg zurück fand ich eine riesige Muschel, eine sogenannte “Mördermuschel”, wie man sie gern auch in Disney-Zeichentrickserien sieht. Obwohl es nur die Schale war, wog sie immer noch ca. 1-2kg.

Zurück im Guesthouse zeigte ich die Bilder Mike und er rieht mir zur Vorsicht, Dinge auf zu heben. Ihn hatte bei einem Reinigungseinsatz vor 3 Wochen ein Steinfisch gestochen und er konnte Tagelang seinen Arm nicht bewegen und vor Schmerzen nicht schlafen.

Am Abend saß ich bei den deutschen Tauchern und wir gingen noch zusammen Essen. Als ich erzählte, dass ich in letzter Zeit häufig in Bochum war, gab es gelächter, denn einer der Taucher war aus Bochum, und Lu aus Dortmund.
Ich versuchte mit meinem Handy ins Netz zu kommen, jedoch schlug dies aus verschiedenen Gründen fehl. Jack, der Thai-Tauchlehrer, unterhielt sich dann mit der Hotline und wir konfigurierten an den Netzwerkeinstellungen herum. Scheinbar benutzt man auf der Insel ein Frequenzband für 3G welches mein Handy nicht unterstützt. Jedenfalls ist das Netz für mich extrem langsam Bilder können kaum, Videos gar nicht hochgeladen werden.

Morgen Nachmittag werde ich dann meinen Schnuppertauchgang am Riff machen.