12 Transfer nach Ivano-Frankivs’k

Am Morgen versuchten wir nochmal unser Glück beim Haus der Wissenschaftler. Diesmal mit Erfolg. Was extrem seltsam war, war der Eintritt. Man wollte uns dazu bringen bei der Bank eine Überweisung zu tätigen anstatt uns einfach am Einlass eine Eintrittskarte zu geben. Tanja konnte das nach vielen Worten dann abwenden und wir bezahlten Cash an der Tür.

Wir waren zum Glück früh dran, so dass wir vor den ganzen “Fotoshootings” das Haus besichtigen konnten. Es ist wirklich den Eintritt wert und absolut großartig anzuschauen. Eine echte Perle…. Hier ein paar Bilder:

Danach ging es zur Uni wo wir unseren Fahrer für Blabla Car trafen. Mit ihm ging es zügig nach Ivano-Frankivs’k, einer Stadt von der Größe von Chemnitz am Fuße der Karpaten.

Wir machten dann dort Mittag und gingen noch in der Stadt spazieren. Morgen wollen wir eigentlich in die Berge. Mal schauen ob das was wird.

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11 Leviv – Stadtrundgang und Ruhetag

Am Morgen suchten wir nach etwas was nach Frühstück aussah. Unsere Wahl fiel auf einen kleinen Laden unweit des Hostels der Crepes in verschiedenen Geschmacksrichtungen zubereitete.

Anschließend bauten wir uns eine kleine Sight-seeing Route. Es ging los mit der Erz-Kathedrale und Kapelle der Familie Boim direkt im Zentrum. Die Kathedrale direkt vor unserem Hostel lohnte nicht wirklich, da der gesamte Innenraum mit Gerüste zugestellt war.

Weiter ging es zur National-Oper die zur Jahrhundertwende 1900 eröffnet und von Anfang an mit elektrischem Licht (durch Firma Siemens) ausgestattet war. Tanja wartete draußen, während ich eine Besichtigung machte.

Weiter liefen wir zum Dominikaner Kloster. Am Wegesrand saßen, wie eigentlich in alle Städten in denen wir waren, alte Leute und verkauften Obst und Gemüse. Wir kauften so eine Portion Walderdbeeren, etwas was man bei uns nur selten sieht.

Anschließend liefen wir zum Lychakivsky Friedhof in Lviv. Dieser riesige und alte Friedhof, der dicht mit alten kunstvollen Grabsteine belegt ist, liegt auf einem Hügel und ist eine Besichtigung wert. Tatsächlich wird von den Touristen dort Eintritt verlangt.

Der Friedhof besteht zu einem großen Teil aus Wald, und der wiederum beherbergt unzählige Mücken die sich bevorzugt an mir gütlich tun wollen. Nach dem vielen Laufen nahmen wir eine (alte) Tram zurück zum Zentrum. Der öffentliche Nahverkehr ist hier sehr günstig mit 15Ct pro Fahrt.

Am nächsten Tag wollten wir zum “Haus der Wissenschaftler”, einem ehemaligen Clubhaus der Stallungsbesitzer von Lviv das extrem prächtig verziert war. Leider fand dort eine Hochzeit oder dergleichen statt und wir konnten deshalb nicht den Innenbereich besichtigen. Wir machten deshalb einfach eine kleine Tour durch den Ivan Franko Park und gingen dann zum Taras Shevchenko Platz wo wir dann einige Zeit im Schatten saßen und lasen.

10 Lviv – Lemberg Frühstart

Die Reise mit dem Blabla Car war eine Tortur! Harte Sitze, zu enge Sitzreihen, voller Bus und am schlimmsten: nun stop Film-Beschallung mit Pirates of the Carabean so das man ja nicht schlafen kann.

Am Morgen liefen wir dann durch die Stadt zum Hostel. Die Entfernung war nicht so groß und als wir aus dem Auto raus waren waren wir auch ruck zuck wieder wach. Der Weg durch die leeren Straßen war interessant. Was uns aber direkt auffiel waren die vielen Mücken die uns verfolgten. Das sollte ein Wahrzeichen der Stadt werden – überall wo Parks waren, wurde man direkt von mehreren angeflogen.

Wir konnten in unserem Hostel (wenig verwunderlich) zwar einchecken aber die Zimmer nicht beziehen. Also entschlossen wir uns etwas zu frühstücken und dann auf den “Hausberg” von Lemberg zu steigen. Wir machten stop bei “L’viv Croissant” um zu frühstücken. Leider sahen die Croissants in echt nicht so toll aus, wie auf den Bildern.

Dann ging es auf den Berg hinauf – durch einen weiteren Mückenwald. Nach erfolgte Abstieg besuchten wir eine Kathedrale am Wegesrand und später noch das Museum “Arsenal”, welches mittelalterliche Waffen und Rüstungen aus aller Welt (neben Europa auch Afrika und Japan) zeigte.

Zu Mittag aßen wir in einer Kultkneipe die es auf Google Maps auf ca. 16500(!) Bewertungen gebracht hat. Diese ist im Stile eines Partisanen-Unterschlupfs gehalten und serviert das Essen in Feldgeschirr. Hinein kommt man nur mit richtiger Parole (steht im Netz) und nachdem man geschworen hat kein Russe zu sein. Der Ausgang führt durch eine Fantasiewerkstadt wo man einen Partisanen-Kampfroboter sehen kann.

Nach dem Essen gingen wir noch über einen Flohmarkt spazieren und in eine weitere Kathedrale bevor wir uns für ein paar Stunden ins Hostel zurück zogen. Spät abends gingen wir noch etwas kleines Essen. Dabei wurden wir Zeugen eines 5:1 Siegs der Ukrainischen Nationalmannschaft, welche in Lviv gespielt hat (und im Hotel 500m Luftlinie von uns entfernt untergebracht war). Die Innenstadt von Lviv ist abends immer voll mit Leuten. Einen starker Kontrast zu den letzten Tagen in Pryluky.