Letzter Tag und Rückreise

Ich schlief diesmal etwas länger und nutzte die Zeit bis zum checkout um 12Uhr voll aus, um mein Gepäck für den Flug vorzubereiten. Ich frühstückte im Hostel und ging dann noch in die ABC-Backery um etwas mehr in den Magen zu bekommen. 

Ich versuchte dann die restlichen laotischen Kip die ich im Portmonait hatte zu wechseln. Der einzige Laden der Kip tauschte wollte 15% einbehalten, was ich dann doch für etwas unverschämt hielt. Gegen 14Uhr kam Vish vorbei und wir gingen Mittag essen. Wir fanden unweit meines Hostels ein Restaurant was ich als bestes Restaurant meiner Reise bezeichnen würde. Und dabei waren die Preise auch absolut fair. ​Wir teilten den frittierten Tofu, Mangosalat und die Tagessuppe. Dazu gab es dann noch die Nudeln als Hauptgericht und ein Getränk. Dieses durchaus oppulente Mal kostete uns 150.000Dong – 6EUR. 

Während wir aßen ging drausen ein Gewitterbruch nieder und es regnete wie aus Kübeln. Wir konnten uns also Zeit lassen. Nach dem Essen liefen wir zu einem Starbucks und sprachen bei einem Kaffee über alles mögliche. Kurz nach 16 Uhr liefen wir zum Banh Mi Stand von gestern und holten noch ein solches. Wir gingen dann zu meinem Hostel wo ich mich umzog. Im Hostel ging es etwas drunter und drüber, da man ein verstopftes Abwasserrohr hatte und um dies zu reparieren den Boden aufspitzte – quer durch den Eingangs/Frühstücksbereich. Ich konnte mich in einem Dorm-Room umziehen und pünktlich 17Uhr verließen wir das Hostel. Ich verabschiedete mich von Vishal, winkte ein Taxi heran und fuhr zum Flughafen. Meine Bargeld Reserven reichten auf 5000 Dong genau um das Taxi zu bezahlen.

Beim CheckIn Counter von Ethihad machte ich auf das verlorene Gepäck von Hinflug aufmerksam und versuchte ein Upgrade heraus zu schlagen. Dies ging leider nicht, jedoch erhielt ich als Kompensation 35EUR ausgezahlt – womit ich auch leben kann.  

Der Flug nach München startete in Abu Dabi verspätet, holte jedoch die Minuten wieder heraus. Ich kam also pünktlich an und wartete dann auf meine Bahn. Da die erst in 2,5h fuhr versuchte ich im DB Reisezentrum einen anderen Zug zu erwischen. Das hätte aber 80EUR gekostet. Deshalb setzte ich mich in das lokale Starbucks im Hauptbahnhof (neben Gleis 11) und trank eine nicht unerhebliche Menge Kaffee.

Danach ging es via Umstiege in Nürnberg und Hof nach Chemnitz. Es gab keine Verspätungen und ich war pünktlich zurück. Damit endete meine Reise.

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Chillen in Vish’s Luxushotel

Letze Nacht endete recht spät und so weckte ich erst gegen 9Uhr auf – was für Vietnam sehhr spät ist – auf. Ich ging frühstücken und befasste mich dann mit Blogbeiträge schreiben und Fotos durchsehen. Heute gibt es sonst keine weiteren Pläne und ich hab einfach mal etwas Zeit.

Gegen 14Uhr kam Vishal vorbei und wir suchten nach etwas zu essen. Als wir die Gegen um mein Hotel absuchten, wir suchten ein Restaurant aber nichts zu teures, aber auch keinen Straßengrill, viel uns der sehr dunkle Himmel auf. Wir beeilten uns zu einem Restaurant zu kommen was uns auf dem Weg aufgefallen war, als plötzlich dicke Tropfen vom Himmel fielen. Es wurde immer mehr und wir rannten ins Restaurant und kamen gerade noch an, bevor dies geschah: https://youtu.be/2ZyKtVT129Y

Nachdem wir ein paar Nudeln dort gegessen hatten gingen wir auf die andere Straßenseite und tranken Kaffee. Uns fiel nichts besseres ein und wir namen uns ein Uber um zu Vishals Hotel zu fahren. Dort suchten wir nach einer ruhigen Lounge wo wir etwas über seine Indien pläne reden konnten. Auf der Suche kamen wir am Spa/Schwimmbad vorbei und entschieden spontan, dass wir doch erstmal dort etwas Zeit verbringen könnten.

Ich war zwar kein Gast des Hotels, aber als großer weißer Europäer wird man in Asien nicht hinterfragt.Also verbrachten wir etwas Zeit im japanischen Dampfbad und der Sauna bevor wir uns zu einer Strategieberatungsrunde in Vish’s Zimmer verzogen. Gegen halb acht machten wir uns wieder auf Richtung Bui Vien (der Backpacker-Straße) und wir gingen getrennte Wege.

Nach der Cu Chi Tunnel Tour vor ein paar Tagen hatte mir meine Hostelbetreiberin einen Ban Mi Laden empfohlen der in der Nähe des Ortes war, wo ich aus dem Taxi stieg. Also lief ich dort hin und bestellte ein Ban Mi. Der Laden war wohl ein offener Geheimtip, denn es hielten andauern Motorräder an und holten Ban Mi für 33.000 Dong (was für Ban Mi recht stattlich ist. Allerdings sind die auch leicht größer ausgefallen.) und das bei starkem Regen! 

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In einer Regenpause lief ich zu meinem Hostel, holte in einem “Circle K” Markt noch einen Eis-Slush und ging auf mein Zimmer um das Ban Mi zu verkosten.

Am Abend schrieb mir Vish ich sollte noch in die Chillibar kommen. Die war nur 200m von meinem Hotel entfernt und bot als Skybar eine tolle Aussicht und gute Stimmung. Außerdem konnte ich so meine teuer erkaufte Zigarre aus Luang Prabang aufrauchen Die zwischenzeitliche Champagnerdusche der Kellner war etwas dick aufgetragen aber so bekam ich meinen Cocktail nochmal aufgefüllt. Es waren einige Japaner anwesend und auch einige Vietnamesen, welche sich haloweenmäßig angeputzt hatten. So konnte man mit kleinen asiatischen Hexen etc. tanzen. Die Stimmung war gut und ich blieb bis kurz nach 1 Uhr bevor es zurück ins Ho(s)tel ging.​ 

Mekong Delta Tag 2: Floating Market Cai Rang und Nobelschlepper

Nach einem überschaubaren Frühstück ging es kurz nach 7Uhr Richtung schwimmendem Markt von Cái Rang. Dieser Markt dient den Großhändlern der Gegend um ihre Waren an kleinere Verkäufer weiter zu reichen. Die Boote hier sind recht groß und schwer beladen. Die meisten Boote verkaufen genau eine Ware, z.B. Ananas oder Mango, manche auch mehrere. Was ein Boot verkauft wird durch eine Stange angezeigt die vorn am Boot hoch ragt. Hängt oben an der Stange eine Mango, wird Mango verkauft. Einfach aber effektiv. ​​Wir gingen kurz an Board eines Obsthändlers der am Rand des Marktes vor Anker lag und an Endkunden verkaufte. Dort konnte man zwei verschiedene Mango Qualitäten testen, was mir klar machte wieso bei manchen Fruchtsaftständen der Mangosaft fad schmeckt und bei anderen nicht. Der eine kauft billig Mangos, der andere die guten gelben mit dunkel orangenen Fruchtfleisch.​

Obwohl wir gegen 8Uhr am Markt ankamen war der Haupttroubel schon vorbei. Es waren nur relativ wenige kleine Boote unterwegs. Die meisten fuhren vollgepackt vom Fluss weg. In Can Tho gibt es noch mehrere kleinere schwimmende Märkte wo dann diese Verkäufer die Waren umschlagen. Am Ufer, neben dem Großhandelsmarkt, gibt es noch einen Landmarkt wo Leute zu Fuß einkaufen können.

Nachdem wir zurück im Bus waren fuhren wir zu einer Reisnudel-Fabrik. Die Nudeln werden zu 80% aus Reismehl und zu 20% aus Tapioca-Mehl hergestellt. Mit Wasser vermengt wird ein ein dünner runder Boden aus sehr flüssigen Teig geformt und gedämpft. Als Brennmaterial verwendet man die Trockene Reishülsenstreu. Nach 30Sekunden wird der Fladen aus dem Dampf genommen und auf Palmmatten zum trocknen in die Sonne gelegt. Diese großen trocknen Fladen werden dann mit einem Reißwolf in Nudeln geschnitten.​

Wir fuhren Mittagessen in ein weiteres “Gartenrestaurant”. Es gab einen Obstgarten und diverse Gehege in denen die Kleintiere gehalen wurden die in der Küchenhütte zubereitet wurden. u.A. wieder Frösche und Schlangen.​

Danach ging es wieder zum Bus und mit nur einer kurzen Pause zurück nach Saigon wo wir noch vor 18Uhr ankamen.  

Ich war gerade im Hotel angekommen als Vish mich anschrieb. Er hatte eine Verabredung war sich aber uneins ob er nicht lieber mit mir was unternehmen wollte. Ich sagte ihm, er soll fragen ob sein Date eine Freundin hat, den käme ich mit. Tatsächlich ließ sich das einrichten und wir gingen in die Park Hayet Hotel Bar. Eine ziemlich noble und teure Location. Wir gingen etwas früher hin um die Location zu checken und uns eine ruhige Ecke zu suchen. Die Mädels kamen schick angeputzt vorbei, waren aber absolut langweilige Gesprächspartner. Außerdem waren sie, dafür dass sie sich als Vietnamesen in einer Bar aufhielten die auf Londoner Niveau Getränke verkaufte, auch sehr unbeeindruckt und abgezockt. Eine Kombination die mir nicht gut gefiel und ich sprach mit Vish in einer ruhigen Minute darüber. Wir sagten den Mädels, dass wir gern in eine andere Location wechseln würden und ob sie Vorschläge hätten. Sie nannten eine Bar und wir fuhren mit einem Uber dort hin. Am Eingang wurde uns gesagt, dass der Laden voll wäre und wir nur rein kämen, wenn wir einen Tisch kauften. Der Preis lag bei 400$. Ich zog Vish nochmal an den Rand und wir gingen die Fakten nochmal durch. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir mit den Mädels definitiv keine Zeit verschwenden wollten und bestimmt auch kein Geld hinterher werfen würden. Also ging ich zu den Beiden und gab den Spielverderber. Ich sagte, dass ich mich verabschieden müsse, ich sein zu müde. Vish verabschiedete sich ebenfalls und wir zogen ab. Auf dem Weg, wir liefen gut 30Minuten zu Fuss durch die Stadt, versuchten wir den Abend einzuordnen. Es war recht offensichtlich, dass die Mädels nicht zum ersten mal in diesen Locations waren. Für Vietnamesen ist die aber zu teuer. Die beiden waren allerdings hübsch genug, um Drinks ausgegeben zu bekommen. Allerdings waren sie null an Gesprächen interessiert und wirkten langweilig. Wieso hängt also jemand freiwillig mit Leuten die einen nicht interessieren in einer Bar ab? Unsere Vermutung: Die Beiden bekommen von den Bars Geld dafür Kunden dort hin zu locken. Alles in Allem eine interessante Erfahrung die ich nicht so schnell wiederholen muss.

Mekong Delta Tour Tag 1: My Tho

Es ging, mal wieder, früh los. 8Uhr wurde ich vom Hostel abgeholt und wir liefen zu einem Tourbüro. Allerdings kam diesmal kein Bus sondern wir liefen zum nächsten Tourbüro und dann zum nächsten. Selbst früh um 8Uhr ist es in Saigon warm und unnötig durch die Gegend laufen ist kein Spaß. Entsprechend war ich wenig glücklich als wir endlich am Bus ankamen.Der Bus war voll besetzt mit Touristen, halb Westler, halb Vietnamesen und Malayen.

Erster halt war ein chinesischer buddistischer Tempel namens Vinh Tràng in My Tho der mehrere kolosale Buddha Figuren besaß. Das Wetter war schön und mir gelang ein Postkartenmotiv: ​

Im Inneren des Tempels befand sich ein Lichthof mit Miniaturberg. ​

Auf der Hauptachse vor und hinter dem Hof befanden sich diverse Altare.​


​Auf dem Grundstück, z.B. hinter dem Tempel und zur Linken lagen bzw. saßen die Kolosse.​

​Danach ging es mit dem Boot weiter zum Hafen am Mekong in My Tho. Dort wurden wir mit einem Schiff auf eine der Inseln geschippert wo u.a. Kokos-Süßigkeiten aus karamellisierter Kokosmilch hergestellt wurden. Dort wurden wir auch mit der Wasser-Kokusnuss vertraut gemacht. Deren Frucht sieht komplett anders aus als die normale Kokosnuss. Allerdings kann diese Variante im Wasser wachsen, was im Delta sehr hilfreich ist. ​​

​Wir fuhren dann Mittagessen in ein kleines Restaurant mit hohen Preisen. Das in der Tour enthaltene Mittagessen war überschaubar und man hoffte hier mehr als deutlich darauf, dass die Touristen die teuren Gerichte kaufen um satt zu werden. Das Gelende selbst war interessant da die auf der Speisekarte enthaltenen Tiere hier auch gehalten wurden. Darunter Frösche, Schlangen und Krokodile.

Danach ging es weiter in eine Imkerei wo ein leckerer Tee aus Honig, Pollen (macht den Tee milchig), Limettensaft und heißem Wasser gereicht wurde. Eine typische Touristen-Melk-Attraktion. Hier konnte man sich dann auch mit einer Python um den Hals fotografieren lassen. Danach wurden wir mit einer kurzen vietnamesischen Musikeinlage auf einer Obstfarm beglückt, wofür wir dann Trinkgeld geben sollten bevor wir mit kleinen Ruderboten durch einen ursprünglich belassenen mit Schilf und Wasserkokospalmen umstandenen Kanal gerudert wurden. Auch die wurden wohl vom Tourprovider nicht bezahlt und wollten Trinkgeld. Dumm gelaufen, dass wir das ganze Kleingeld bereits bei den Musikern gelassen hatten. Bei den 25$ sollten 50Ct für die Ruderer eigentlich enthalten sein…​

Danach ging es zurück zum Hafen. Dort verließen uns die Touristen die nur eine 1Tages Tour gebucht hatten und wir fuhren weiter nach Can Tho wo wir in einem überraschend guten Hotel abgesetzt wurden. Ich teilte mein Zimmer mit einem jungen Niederländer der nach seinem Uniabschluss etwas die Welt sehen wollte. Wir gingen um die Ecke in ein kleines Straßenlokal essen. Es gab eine sehr gute Bun Bo Hue (Hue Style Nudelsuppe) bevor wir früh ins Bett gingen. Morgen müssen wir um 6Uhr raus um zum schwimmenden Markt zu kommen.

Ku Chi Tunnel nördlich von Saigon und Bitexco Tower

Heute früh ging es bereits 8Uhr los. Ich lief noch schnell aus dem Hostel raus um Proviant zu kaufen, frühstückte etwas (Banana Pancake) und dann ging es zum nahegelegenen Tourbüro wo der Bus uns abholte. Meine Gruppe war 20-30 Personen stark. Unser Tourguide Mikey versuchte im Bus gute Laune auf gebrochenem Englisch zu verbreiten was ich persönlich eher anstrengend fand. Die Fahrt zu den Tunneln dauerte ca. 1,5h was weniger der Entfernung und mehr dem dichten Verkehr zu schulden kam. Unterwegs wurde wieder bei einer Behindertenwerkstadt mit angeschlossener Touristenfalle (Souvenierverkauf) angehalten.Eintritt kostete 110.000Dong (ca. 4,5EUR). Es ging durch einen “U-Bahntunnel” hindurch ins Freilichtmuseum. 

Es gab mit Palmblättern gedeckte Hütten, welche ca. 1-1,5m tief in den Boden eingelassen waren, so dass nur noch das Dach aus dem Boden ragte. In der ersten Hütte wurde ein Video über den Krieg gezeigt und wie die friedliebenden Bauern durch den bösen Amerikaner getötet wurden. Außerdem wurde stolz davon berichtet, dass die Bauern bei Tag auf den Feldern arbeiteten und bei Nacht mit der Waffe in der Hand gegen die Amerikaner kämpften – Frauen wie Männer und selbst ein 14Jähriges Mädchen wurden als Amerikan-Killer-Hero gefeiert. Hier darf man dann zurecht fragen, ob es sowas wie zivile Opfer in der Gegend überhaupt geben kann.​

Dann wurde gezeigt, welche Arten von fallen im Dschungel gebaut wurden. Klassiker wie Drehtürfallen mit darunter liegenden Bambusspitzen und diverse Fallen die beim hineintreten Stahl- oder Bambusspitzen in das Opfer jagten.​

Die Eingänge zu den Tunneln waren extrem klein (30x40cm), so dass gerade die üblicherweise kleingewachsenen Vietnamesen hindurch passen, Amerikaner jedoch nicht. ​

Die Tunnel selbst waren im Durchmesser durchaus auch nur 40x40cm groß. Für die Touristen wurden die Tunnel jedoch teilweise erweitert auf ca. 90 x 70cm. So konnte man im Entengang ein Stück des Tunnels passieren. Dieser war 100m lang und hatte alle 20m einen Ausgang. Jedes tiefer liegende Segment war etwas kleiner im Durchmesser (und damit etwas realistischer). Ich bin die ersten beiden Abschnitte hindurch gekrochen, wobei im zweiten Abschnitt bereits teilweise auf allen vieren gekrochen werden musste. Die Luft war sehr warm und stickig, schließlich arbeiteten sich in den Tunneln hunderte Touristen ab. Deshalb bin ich nach 40m raus.​ 

Es gab dann noch kleinere Bunker zu sehen die zum Kochen oder als Hospital genutzt wurden. Die Kochstellen wurden so angelegt, dass der Rauch der Feuerstelle ein Stück entfernt aus dem Boden kam um nicht als Zielmarkierung für Helikopter und Flugzeuge zu dienen.

Interessant war auch der Pausenplatz wo wir 20Minuten ausruhen konnten. Dieser war direkt neben der Schießbahn wo man verschiedene Waffen aus dem Vietnamkrieg, russische, amerikanische, Klein und Großkaliber, abfeuern konnte. Preis pro Schuss startete bei 2$, wobei man 5Schuss kaufen musste. Die Geräusche der Schießbahn hörte man überall auf dem Gelände was dem “Vietnamkriegs-Flair” zu Gute kam.​

Danach fuhren wir nach Saigon zurück und ich stieg hinter dem Ben Tran Markt aus um im Food Court etwas zu essen. Danach suchte ich einen Friseur und ließ mir Bart und Haare schneiden. Auf dem Weg zum Hostel sprach mich ein Schuhputzer an und ich ließ ihn meine Schuhe ordentlich polieren, was recht hilfreich war, nach dem Tunnelaufenthalt. Ich war auf dem Weg ins Hostel als ich sah, dass Vishal mir eine Nachricht geschrieben hatte. Ich sollte mich businessmäsig anziehen, er hatte mit einem Maklerbüro einen Besichtigungstermin im Bitexco Tower ausgemacht. Er gab vor Interesse zu haben in den oberen Etagen ein Büro einzurichten. Das Ganze war zwar vorgeschoben aber realistisch genug, dass man uns einen Besichtungstermin am späten Nachmittag gab. 

Ich fuhr mit dem Taxi zum Turm und wir trafen zusammen die Makler. Der Turm ist so hoch, dass es 4 verschiedene Aufzugskategorien gibt: Gerade Stockwerke, Ungerade Stockwerke und das ganze für unterhalb des 30ten Stocks und oberhalb des 30ten Stocks. Um zu den obersten Etagen zu gelangen muss man sogar einen zweiten Fahrstuhl nehmen der weiter oben startet. Wir besichtigten ein Büro mit Rundumblick oberhalb des Helipads (und damit oberhalb der Touristen-Aussichtsplatform) ca. im 55 Stock. Danach zeigte man uns noch andere Büros in tieferen Stockwerken. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass die Makler den Braten rochen, denn sie versuchten mehr über das Geschäft und unseren Aufenthalt in Vietnam zu erfahren. Nach ca. 1h und einigen Bildern verabschiedeten wir uns und gingen ein paar Straßen weiter etwas essen. ​

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Ich lief dann zu meinem Hostel zurück. Unterwegs traf ich Studenten, die zum englischlernen Touristen interviewen sollten. Ich spielte das Spiel einmal mit und machte mich aus dem Staub als mehr Studenten ankamen. Im Hostel buchte ich dann die morgige Tour ins Mekong Delta.

EasyRider Tour in Da Lat und Flug zurück nach Saigon

Ich stand vor 7Uhr auf um meine Sachen zu packen. Dann ging ich hinunter zum Frühstück und bezahlte das Zimmer und das Bier vom Vorabend. Mein Fahrer für den Tag war Juan (oder Chuan?) der sehr gut Englisch sprach und ein ordentliches Motorrad fuhr. Ich bekam Elbogen und Knieprotektoren und einen Helm, außerdem lange Jeans und eine Jacke – letztere benutzte ich zum ersten mal auf der Tour.Erster Stop war eine Straße oberhalb von Da Lat wo Juan mir die Geschichte von DaLat erklärte. Die Stadt wurde von den Franzosen als Erholungsort gegründet. Abgesehen von einem Bergvölkerdorf war früher hier nichts in der Gegend. Die Franzosen schätzten das kühle Klima. Als die Amerikaner in Vietnam kämpften, nutzten Sie DaLat ebenfalls als Erholungsgebiet. Erst nach dem Ende des Kriegs wurde die Stadt mit Vietnamesen besiedelt. Die kommunistische Partei motivierte ganze Dörfer aus dem Norden nach DaLat um zu siedeln und gab ihnen als ausgleich 3 Monate lange Nahrungsvorräte. Ziel war es treue Kommunisten überall im Land zu verteilen, nicht nur im Norden. Seit den 90er Jahren strömen nun Vietnamesen aus allen Regionen Vietnams nach DaLat und so ist die Stadt auf über 200.000 Einwohner angewachsen und man findet Fragmente aller vietnamesischen Kulturen in DaLat.

Wir fuhren weiter und ich kletterte auf einen Hügel der als Aussichtspunkt diente. Leider nieselte es stark und so ging ich zügig wieder hinunter. ​

Auf der anderen Seite wartete Juan und es ging weiter zu einer Blumenfarm. In diesem kleinen Dörfchen standen überall Gewächshäuser und es wurden Blumen für den Export in andere Asiatische und Pazifikländer angebaut. Es roch stark nach Fisch, weil der Dünger auf Fischbasis hergestellt wurde.​

Nächster halt war die langersehnte Kaffeeplantage, aber zuvor bot sich noch ein toller Ausblick:​

Eigentlich waren die Kaffeebäume überall an den Hängen. Allerdings waren die Plantagen nicht so deutlich sichtbar wie in den Cameron Highlands, weil die Bäume nicht so regelmäßig aussehen. Auf der Plantage wurden auch die Marder gehalten welche die Kaffebohnen veredeln indem sie die Früchte Fressen und dann die Bohnen unversehrt aber anverdaut ausscheiden. Das soll den Kaffee milder machen. Ich machte einen Test mit einem normalen Mokka und einem Marder-Mokka und der unterschied war kaum bis gar nicht zu schmecken. Außerdem war der Kaffee auf der Plantage auch 4x teurer als bei uns im Discounter – der normale Mokka! Der Marder-Mokka kostet wohl um die 80EUR pro Kilo.​


Danach fuhren wir zu einer kleinen Heuschrecken-Farm wo Heuschrecken bzw Grillen für die Gastronomie gezüchtet werden. Es gab auch eine kleine Probe zum testen und die grösteten Schrecken waren durchaus lecker. Solche Insekten-Farmen stellen Protein deutlich effizienter her als z.B. Rinderfarmen, da recht wenig Wasser, Platz, Nahrung und Energy benötigt wird. Ob das die Nahrung der Zukunft ist, bleibt aber abzuwarten.​

Danach fuhren wir zu einem chinesischen Buddha Tempel auf dessen Gelände ein riesiger “Happy Buddha” sitzt. Vom Eingang aus konnte man ihn erst nicht sehen, aber als ich schon eine kleine Buddha Figur als den “Happy Buddha” identifizieren wollte, sah ich plötzlich den Riesen und die Frage war klar, was der echte “Happy Buddha” ist.​

​Unweit vom Tempel (ca. 100m) war dann der Elefant-Fall (Alles was in Vietnam groß ist, wird mit Elefant benannt). Der Wasserfall kann über Treppen auch von unten besichtigt werden. Ich stieg hinab und wurde ordentlich eingeweicht als ich das folgende Video aufnahm: https://youtu.be/QQRB3qkpojA

Hier noch ein paar Bilder:


Danach gingen wir Essen und ich sprach etwas mit Juan über seine Arbeit. Er war zwischenzeitlich der Touroperator für den größten Adventure-Tour Provider in Dalat. Hatte aber die Büroarbeit satt und fährt nun statt dessen Motorrad.
Nächster halt war eine Seidenfabrik. Diesmal konnte man die lebenden Seidenraupen sehen und auch die Unmengen an Kokons die in der Fabrik gelagert wurden um gekocht zu werden. Die Maschienen die dort liefen dienten zur Herstellung von Rohseide und wurden dann in eine andere Fabrik zum verweben gebracht. Es gab zwar einen alten Webstuhl (der aussah wie 1850), der aber nur zu Demonstraktionszwecken lief. Man konnte dort auch Meterware kaufen für ca. 5EUR/Meter. Allerdings war ich mir nicht sicher was man daraus machen könnte und wieviel man bräuchte.​

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Letzter Halt war dann eine private Reiswein-Brennerei. Dort wurde diesmal hochprozentiges gebraut denn es wurde Klebreis angesetzt. Der enthält mehr Stärke und produziert so mehr Alkohol. Normalerweise wird einfacher Reis verwendet. Der Reis wird zubereitet (wie fürs Essen) und dann mit einer speziellen Hefe fermentiert. Nach einer Woche wird der Reis mit Wasser aufgekocht und der Alkohol weg kondensiert. Es gab etwas zu probieren bevor es zurück ging. Wir hielten noch in einem “lokal Village” wo die ursprünglichen Bergvölker in extrem simplen Holzschuppen leben. Genau dort fing es dann auch ordentlich zu regnen an und ich bekam einen Plastik-Ponscho der allerdings die Beine nicht bedeckte. Es war klar, dass ich ordentlich nasse Hosen bekomme.
Ich hatte mir mittlerweile überlegt, dass ich keine weitere Nacht in Dalat bleiben werde. Beim Mittagessen hatte ich mit Juan gesprochen und er konnte mit keine wirklichen sonstigen Sehenswürdigkeiten nennen. Also beschloss ich vom Hotel aus – mit nassen Hosen – zum Flughafen aufzubrechen. 

Ich nahm das Taxi zum Flughafenshuttle, fuhr mit diesem ca. 30Min durch die Stadt um andere Leute aufzusammeln bevor ich dann kurz nach 17:30Uhr am Flughafen war. Dort checkte ich die 3 Ticketshalter von VietJet, Jetstar und Vietnam Airlines ab und buchte dann für 60EUR den Flug um 19Uhr. Um 20Uhr war ich diesmal in Saigon und ging in ein anderes Hostel. Selbiges liegt zwar in einer Nebenstraße die recht düster aussieht aber das Ngoc Thao Guesthouse war sauber und das Privatzimmer für 15$ wirklich sein Geld wert. Am Abend traf ich mich mit Vishal und wir gingen etwas Essen. Auf dem Weg hinaus buchte ich für morgen die Ku Chi Tunnel Tour. D.h. es geht um 8Uhr los…  

Flug nach Dalat und Nachtmarkt

Der heutige Tag war von Flugzeugen, Flughäfen und Taxis geprägt.Nach dem Frühstück ging es zum Flughafen in Vientiane. Wir hatten einen Flug via Phnom Penh nach HCMC und ich dann einen Anschlussflug nach DaLat ins südliche Hochland. Ich verbrachte damit den größten Teil des Tages damit zu lesen, was mir entgegen kam. In HCMC musste ich mein Gepäck entgegen nehmen und ins benachbarte Domestic-Terminal laufen um wieder einzuchecken. Gegen 18Uhr, also nach Sonnenuntergang, war ich in Da Lat.

Das Klima war sofort spürbar anders. Es fühlte sich wie 18Grad an, also recht kühl. Ich kaufte für 40.000 Dong ein Shuttle-Ticket in die Stadt. Dort abgesetzt tat ich mich mit 2 Reisenden zusammen die ein Taxi in die gleiche Richtung nahmen und checkte bei den Tiny Tigers ein. Ich hatte tolle Kommentare bei Hostelworld gelesen und war deshalb nicht auf ausgedehnter Suche nach Zimmern aus. Ich wurde direkt zum Familien-Abendessen eingeladen. Da ich unangemeldet erschien gab es nur noch Reste, aber das war ok. Nicht so doll fand ich das anschließende “Gesellige Zusammensitzen” bei dem man gezwungen wurde nur gemeinsam Bier zu trinken (immer wenn einer etwas trinken wollte, mussten alle trinken).

Ich ging dann zum Nachtmarkt um mir ein Bild von der Stadt zu machen. Da Lat ist dreidimensional in die Hügel gebaut. Der Nachtmarkt liegt in einem Kessel der zu einer Seite hin offen ist und zu den anderen Seiten von höher gelegenen Gebäuden, hauptsächlich Hotels, umgeben ist. Außerdem fiel mir auf, dass ich das Interesse vieler Passanten auf mich zog. Ich gehe davon aus, dass die Menge an Touristen hier noch nicht ganz so hoch ist. An einem Grillstand kaufte ich dann 3 “Satai-Sticks” für 20.000 Dong. Diese Art Essensstände (BBQ Grill) sieht man überall in Vietnam.​


Ich ging dann zurück ins Hotel und Ging zu Bett. Beim Zähneputzen fiel mir auf, dass das Zimmer in einem deutlich schlechteren Zustand war als ursprünglich gedacht. So richtig happy war ich nicht und ich gehe davon aus, dass ich keine zweite Nacht hier bleiben werden.

Verregneter letzter Tag in Hoi An

Heute war der letzte volle Tag in Hoi An. Zum Frühstück schien noch die Sonne, aber bereits gegen Mittag setzte der Regen ein der den restlichen Tag über immer nur kurz aussetzte. Eigentlich wollten wir eine Tour ins Umland machen, aber als der Wetterbericht war wurde ließen wir es bleiben. Außerdem klagte Vishal schon gestern über leichte Erkältungssymptome und ich hatte diesen morgen auch das Gefühl, dass was im Anmarsch ist. Auch bei diversen Verkäuferinnen könnte ich Symptome erkennen. Es scheint also was in der Luft zu liegen.Am Nachmittag ging ich dann zum anprobieren der Schuhe. Sie passten und alles war wie bestellt. Die Frage nach der Tasche wurde dann aber damit beantwortet, dass man sie so wie ich sie wollte nicht herstellen kann. Mir kam das entgegen, denn ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mit der >100EUR Tasche glücklich geworden wäre.

Dann ging es zu Be Be Tailor um die Hemden anzuprobieren. Die Hemden sahen gut aus aber waren etwas unbequem und spannten stark über den Rücken und am Arm. Es wurde ein Hemd umgenäht während ich wartete und beim nächsten anprobieren war es noch nicht wirklich besser. Es kam die Chefin persönlich und maß und schaute und ich war Fokus diverser Mitarbeiterinnen die um mir herum schwirrten. Es nützte nichts, die Hemden mussten noch einmal genäht werden, und der Schnitt leicht geändert werden. Man passte das erste Hemd an und 1,5h später probierte ich es erneut. Es war genug Platz und nur an der ein oder anderen Stelle sollte etwas Material weg. Es wurde verabredet, dass alle Hemden am Abend gegen 20Uhr in mein Hotel gebracht werden. Ich verbrachte dann noch 1-2h in DKs House wo ich die Australierinnen traf und unterhielt mich mit anderen Reisenden. Außerdem gab es herzhaftes Essen (Ban Mi und Pulled Pork Burger) sowie günstige (Happy Hour) Getränke. 

Am Abend kam meine Verkäuferin Lisa und die Schneidermeisterin ins Hotel und alle Hemden wurden nochmals durchprobiert. Kleine Änderungen wie das versetzen von Knöpfen wurden direkt gemacht. Allerdings fehlte noch eine Änderung die Abgesprochen war und so gingen ein paar Hemden nochmals zurück und waren innerhalb 1h fertig und bei mir im Hotel. Alles in Allem war der Service und der Kundendienst hervorragend. Ich glaube nicht, dass BeBes viel an den Hemden verdient hat, denn der Aufwand war enorm. Ein anderer Schneider hätte nicht so einfach hingenommen, dass der erste Wurf nicht funktioniert hat, sondern hätte versucht mehr Geld heraus zu schlagen. Hier waren die Schneider von BeBes deutlich professioneller unterwegs.

Mit dem Fahrrad durch den Regen zum Schneider

Der Tag begann mit einer kurzen Runde im Pool während es nieselte. Danach ging ich Frühstücken. Während des Frühstücks schrieb ich Blogbeiträge und kümmerte mich um meinen Webshop. Ich wartete darauf, dass der Regen etwas nachläßt, was sich dank Fruchtteller und mehreren Kaffees recht gut abwarten ließ. Nur ließ der Regen kaum oder immer nur sehr kurz nach.

Ca. 11:30 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zu den Schneidern. Als erstes besuchte ich die Schneiderei “Sun” welche aber kaum gute Stoffe hatte. Also fuhr ich weiter zu “Be Be”, einer der großen Namen in Hoi An und von mehreren Stellen empfohlen. Die Stoffauswahl war riesig und nach 2h stöbern und begutachten stellte sich heraus, dass  es nicht 5 sondern 9 Hemden werden. Dann wurde noch das Design geklärt und es wurde verhandelt. Am Ende bezahle ich ca. 31EUR pro Hemd. Morgen kann ich die ersten Hemden anprobieren.​


Als ich gehen dann nach ca. 3h gehen wollte fragte mich die Verkäuferin, ob ich nicht noch Schuhe oder Taschen bräuchte. Die Preise waren zu teuer für mich. Jedoch hielt ich bei einem kleinen Lederwarengeschäft an und erklärte was ich haben wollte. Der Preis war etwas zu hoch. Jedoch hörte ich den Preis für ein paar Chelsea Boots der ziemlich fair war. Also fragte ich auch nach den Schuhen (standen sowieso auf meiner Liste) und schnürte ein Paket um etwas mehr Verhandlungsmasse zu haben. Am Ende bezahlte ich für die Spezialanfertigung meiner Laptoptasche und dem paar Schuhe nachmals 150EUR. Sicher kein unschlagbarer Deals aber die Tasche soll Volleder werden und theoretisch ein Leben lang halten. Interessant ist, dass auch diese Sachen innerhalb 1,5Tagen hergestellt werden können.
Das Wetter war in der zwischenzeit nicht wirklich besser geworden. Ich traf mich mit Vishal zum Essen. Da er sehr hungrig war aber kein Streetfood wollte ging er in ein Restaurant, während ich die Umgebung abgraste und diverse Happen probierte. Unter anderem Ban Mi (Bagett) und Fleischspieße vom Grill. Danach fuhren wir ins DKs Hostel und berieten dort wie wir unsere Reise weiter fortsetzen wollten. Insbesondere auch unter Berücksichtigung des Wetters.

Die Schlussfolgerung war, dass Laos keine 2 Wochen benötigt und man sich auf Luang Prabang konzentrieren kann (+1 oder 2 Tage auf den Weg Richtung Vientrienne). Statt dessen könnte ich danach noch etwas den Süden Vietnams und die Kaffee-Plantagen im südlichen Hochland besichtigen.

Roadtrip Hue -> Danang -> Hoi An

Gestern hatten wir die “Top Gear Experience” vom Vietnam Backpackers Hostel gebucht. Anders als die meisten hatten wir uns anstatt für Motorräder für ein Auto mit Fahrer entschieden. Um ca. 9:30Uhr fuhren wir los.

Erster Stop war das Phong Nam Cafe um die Ecke wo wir uns zum Abschied noch einmal die sehr leckeren und günstigen (15.000Dong, 0,60EUR) Fruchtshakes zum Mitnehmen bestellten. Danach ging es Richtung Küste. Die Straßen kamen uns bekannt vor, denn es waren die selben die wir gestern mit dem Motorrad abgefahren hatten.

Vishal wollte im Auto noch etwas schlafen, allerdings telefonierte der Fahrer ca. alle 10Minuten mit Freunden, Familie und Verwandten. Nach etwas Diskussion konnte das aber abgestellt werden und so ging es dann entlang der Küste und vorbei an riesigen (kilometer langen) Gräberfeldern mit prächtigen großen Gräbern . Wasser war auf beiden Seiten der Straße, da zu unserer Rechten ein großer Binnensee liegt. Die Straßen waren, auch wenn es Highway 41 hieß, eher Landstraßen, teilweise einspurig. Selbst in den abgelegeneren Dörfern sah man überall Kinder mit ihren Roten Halstüchern von/zur Schule radeln.​

Erstes Ziel waren die Elefant Springs im Bach Ma National Park. Der Nationalpark umschließt eine Hügelkette die wir später via Hay Van Pass überqueren wollen (anstatt durch den Tunnel drunter durch). Die Elefant Springs sind faktisch ein Bergfluss der zwischen größeren Steinen hindurch fließt und ab und an kleine Pools und natürliche Rutschen bildet.​

Nach ca. 30-40Minuten im Wasser gingen wir wieder zurück zum Auto und fuhren weiter Richtung Hay Van Pass. Der Pass schlängelt sich an den Bergen hinauf und bietet immer wieder Ausblicke hinunter aufs Meer.​​

Am Scheitelpunkt liegen alte Bunkeranlagen welche z.B. als interessantes Fotomotiv für ein Hochzeitspärchen genutzt wurde. Von dort konnte man in die eine Richtung den Strand vor Hue und in die andere Richtung Danang sehen.​
Danach ging es hinunter nach Danag und an den dortigen 25km langen Sandstrand. ​

Wir hatten ca. 2h Aufenthalt eingeplant und waren hungrig. Also suchten wir uns ein Restaurant mit vertretbaren Preisen in Strandnähe. Das war nicht ganz einfach. Jedoch fanden wir dann eines was ok war. Es stellte sich allerdings heraus, dass dort die höheren Preise durch größere Portionen wett gemacht wurde. Das wussten wir nur nicht, als wir bestellten. Da unsere Mägen leer und die Augen groß waren, beschwerten wir uns nicht. Allerdings kann man sagen, dass wir uns ordentlich überfraßen. (Kein Wunder nach 1 Teller Pommes, 1 Topf Seespinat, einer Platte voller Bratreis mit Meeresfrüchten und einem ganzen Huhn mit Zitronengras – was wir nicht wirklich schafften). Ich ging dann noch kurz schwimmen bevor wir zurück zu unserem Auto gingen.

Nächstes Ziel war dann Marble Mountain. Wir hatten keine Ahnung was das sein sollte, gingen aber davon aus, dass es wohl ein Berg sei mit Ausblick. Entsprechend überrascht waren wir, als wir am Fuß eines großen Felsens in Danang ausstiegen auf dem mehrere Tempel errichtet waren. Es war bereits nach 17Uhr und so langsam wurde es dunkel. Also beeilten wir uns noch etwas von der Anlage zu sehen.​

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Höhepunkt war im wahrsten Sinne des Wortes der Aussichtspunkt “Himmelspforte/Heavens Gate” auf dem höchsten Punkt der Anlage. Wir hätte noch gut 30 Minuten Tageslicht gebrauchen können, aber die Bilder entschuldigen für die kürze des Aufgenthalts:​