Halong Bay und Abendessen bei Freunden

Kurz vor 6Uhr stand ich auf um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Jedoch stand in östlicher Richtung ein großer Felsen, so dass davon nichts zu sehen war. Es wurde einfach hell.

Um 7Uhr gab es dann Frühstück mit Eiern, Toast und Pancakes. Anschließend fuhr das Boot zu einer Insel, welche als Aussichtspunkt genutzt wurde. Zum Gipfel des dortigen Felsens hatte man eine Treppe hoch gebaut und oben einen Pavillion errichtet von dem man aus Fotos machen konnte. Wir hatten nur 1h auf dieser Insel Zeit und gingen deshalb im zügigen Tempo die 500 Treppenstufen hoch. Oben angekommen tropfte der Schweiß aus allen Poren. Ich machte ein paar Fotos und begab mich wieder auf den Abstieg.​

Unten angekommen ging ich zielgerichtet zum kleinen Sandstrand. Dort badedeten schon zwei schwedische Backpacker die so wie ich heute noch nach Hanoi zurück fahren würden. Das Wasser war warm wie in der Badewanne. Bestimmt 30°C oder mehr. 

Danach ging es zum Boot zurück und wir fuhren nach Cat Ba Island wo die restliche Gruppe, bis auf die zwei Schweden, ausstieg und wir auf die Vortagesgruppe warteten die mit uns nach Hanoi zurück fuhr.

Bevor wir im Hafen von Halong erneut ankamen gab es noch einen Pseudokochkurs an Bord (Wie bereitet man Frühlingsrollen zu? Alles klein schneiden, in Reispapiereinwickeln, fertig) und Mittagessen. Dann warteten wir am Hafen noch ca. 1h bis der Bus aus Hanoi mit der neuen Gruppe ankam.

Auf der Rückfahrt telefonierte ich mit Nga und verabredete mich gegen kurz nach 17Uhr beim Schneider. Da ich einer der letzten war der vom Bus abgesetzt wurde, war ich spät dran und entschied mich ein Motorradtaxi zum Schneider zu nehmen. Die Anproben verliefen wie gewünscht und ich konnte noch ein paar Änderungswünsche anbringen.

Danach fuhren wir mit einem Taxi/Uber zu Freunden Ngas. Ihre Mutter hatte vor ein paar Tagen einen Verkehrsunfall gehabt und wir wollten den Eltern keinen Streß mit meinem Besuch machen. Ngas Freunde waren selbst früher einmal in Deutschland. Er hatte in Chemnitz seinen Doktor in Maschinenbau gemacht und war mittlerweile Abteilungsleiter in der Hanoier Universität, Sie hatte ein erfolgreiches Import/Export Business mit Raumausstattungsmaterialien wie Teppichen und Tapeten am laufen.

Die beiden leben in einem modernen Wohngebiet mit hohen Appartmenthäusern (>30 Stockwerke) und Annehmlichkeiten wie Tennisplatz, Swimmingpool, Fitnesscenter etc. In der nähe wurden noch weitere Wohntürme gebaut was im dunklen recht beeindruckend aussah:​

Nach der Begrüßer überreichte ich als Gastgeschenk Schokolade die ursprüngliche für Ngas Eltern gedacht war. Allerdings waren die Kinder der Familie darüber auch sehr erfreut. Man erwähnte, dass die Ferrero Marken in Vietnam zwar ebenfalls vorhanden wären, jedoch anders schmecken würden als in Deutschland.

Danach gab es Abendessen was wir Erwachsenen zusammen mit Ngas kleiner Tochter einnahmen. Es gab frittierten grünen/jungen Reis, Frühlingsrollen, Salad aus Bananenblüten und eine Pho (Suppe) mit Fleischbällchen mit Morcheln. Alles schmeckte sehr gut und war so reichlich, dass man es nicht schaffen konnte.

Nach dem essen setzten wir uns in Wohnzimmer un dunterhielten uns noch eine Weile. Dazu gab es eine große Obstplatte mit Ananas, Drachenfrucht (die in Asien sogar einen leichten Geschmack hat) sowie eine harte Frucht die in Stifte geschnitten wird und mit Chili und Zucker gegessen wird. Unter dem Glastisch lag noch eine Frucht die mir namentlich als Custard Apple (Zimtapfel) bekannt war, ich aber noch nie gegessen hatte. Man bot mir diese an und ich probierte gern. Die Frucht sieht aus wie eine Kreuzung aus Apfel und Drache. Von der reifen Frucht kann man mit etwas Druck die Schuppen ablösen und kommt so ans breiige sehr süße und aromatische Innere. Leider hat die Frucht große Kerne was sie etwas schwieriger zu essen macht, geschmacklich ist sie allerdings in meinen Top 5 der tropischen Früchte aufgestiegen.

 Gegen 22Uhr wollten wir aufbrechen und mit dem Taxi zurück fahren. Unsere Gastgeber boten spontan an, dass sie uns fahren würden. Da Ngas Wohnung auf dem Weg liegen würde, kamen wir mit einem Auto aus. Der Abend war sehr schön und ich habe mich über die Einladung sehr gefreut.

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Halong Bay mit Höhle

Am Morgen gegen 8Uhr ging es mit dem Bus nach Halong Bay. Der Bus war klein und rappelvoll. Nach 2h fahrt gab es eine Pause an einer Behindertenwerkstatt wo man teure Souveniere kaufen konnte. Allerdings hatten die auch eine kostenfreie ordentliche Toiliette und nur deshalb 😉  halten die Veranstalter dort an.

Wir kamen gegen 12:30Uhr am Hafen an, der von verlassenen Hotelrohbauten umgeben ist. Eine halbe Stunde später waren wir an Bord und es gab Mittagessen. Das Essen war reichhaltig aber nicht umwerfend. Die Preise für die Getränke, die nicht im Tourpreis inbegriffen sind, waren auf europäischem Niveau (Cocktail 5-7USD).

Das Boot fuhr während wir aßen aus dem Hafen und in die Bucht hinein. Die Bucht selbst ist riesig und enthält fast 2000 kleine Inseln. Jeder Veranstalter scheint seine Ecke zu haben wo er ankert. Gleichzeitig gibt es zentrale Sehenswürdigkeiten die alle ansteuern.​​

Eine solche Sehenswürdigkeit sind die größten Höhlen in der Halong Bay. Nach fast 200 Stufen aufstieg kommt man in die erste und kleinste Kammer die den Eingang zur Höhle bildet. Man steigt in diese hinein und auf der anderen Seite durch einen schmalen Gang in die zweite größere Kammer. Diese ist schon beeindruckend. Jedoch führt erneut ein kleiner Gang weiter und man betritt die riesige dritte Kammer. Diese wurden mit farbigen Licht beleuchtet und helfen so die verschiedenen Elemente der Höhle zu unterscheiden. In Summe war ich ca. 1h lang in der Höhle unterwegs.​​


Danach ging es aufs Boot zurück und zum Kanu fahren. Immer zwei Personen kamen zusammen in ein Kanu und es wurde erwartet, dass man sich zurecht fand. Ich hatte einen großen Amerikaner angesprochen der allein unterwegs war und wir paddelten los. Wirklich gerade aus ging es bei uns nicht. Mehr in S-Kurven. Allerdings reichte das aus um durch einen ca. 2m hohen Durchgang hindurch zu paddeln. Auf der anderen Seite lag ein See der komplett von Felsen umstanden war. Der Durchgang war der einzige Zugang zur restlichen Bucht. Wir kehrten dann um und paddelten zu einer anderen Höhle, ca. 500m entfernt. Wir navigierten durch einen schmalen Durchgang und umkurvten die Insel um dann zurück zu paddeln. In Summe waren wir ca. 1h unterwegs und, aufgrund mangelnder Technik, gut ausgepowert.
Als wir an Board kamen gab es einen Obststeller und dann hatten wir Zeit zum Duschen bevor es Abendessen gab. Das Essen war erneut reichhaltig, schön angerichtet aber geschmacklich Durchschnitt. Nach dem Abendessen war Zeit für Solcializing. Der Abend endete recht ruhig und gegen 22Uhr ging ich ins Bett da es hieß, man müsse gegen 6Uhr aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen. Das wollte ich probieren.