08 Lavra Gruft und Freilichtmuseum Pirogovo

Am Vortrag (von dem ich kein Video gemacht hatte) wechselten wir das Hostel da eine Verlängerung nicht möglich war. Wir fuhren (vergeblich) nach Lavra kamen aber 30 Minuten zu spät. Danach gingen wir zum Fluss hinunter und sahen das Denkmal für die Gründer der Stadt Kiew an. Am Abend war dann Champions League Finale, welches wir in einer Bar unweit des neuen Hostels ansahen.

An diesem Tag gab es nun zwei Ziele : die Höhlen von Lavra und das Freilichtmuseum Pirogovo.

Die Höhlen besuchten wir mit einer Führerin. Leider waren sie so überlaufen, dass kaum Zeit blieb alles genau anzusehen. Allerdings sieht man von den Toten Mönchen eh kaum etwas. Nur bei einigen wenigen sieht man eine Hand die unbedeckt ist.

Nach dem Mittagessen ging es ins Freilichtmuseum. Das gab einen interessanten Blick zurück wie man vor 100 bis 200 Jahren in den verschiedenen Regionen der Ukraine gelebt hat.

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Höhlentour mit Schlammbad in Phong Nha

Der Nachtbus war wenig erholsam und kurz nach 4Uhr am Morgen war ich froh als Phong Nha ausgerufen wurde und ich aussteigen konnte. Mein Hotel lag 200m die Straße hoch auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Hotels und Hostels in Phong Nha haben sich auf die Nachtbusse eingestellt und haben alle eine Option für den “early CheckIn”. Ich würde zum Dormroom geführt und war entzückt zu sehen, dass ich der einzigste Gast war – privates 8 Bett Zimmer ist nicht schlecht.Bevor ich ins Bett ging um noch ein paar Stunden zu schlafen, fragte ich wie spät die Touren starten würden. 9Uhr war genug Zeit um auszuschlafen.

Als ich aufgestanden war und zum Frühstück wollte suchte ich meine Brille und konnte sie nirgends finden. Ich erinnerte mich, dass ich die Brille im Nachtbus an einem anderen Ort als sonst verstaut hatte, konnte sie aber nicht mehr finden. Ich rief bei der Busfirma an und fragte ob im Bus was gefunden wurde, was verneint wurde. Also war die Höhlentour nur mit meiner Sonnenbrille machbar – oder ohne Brille. Toll.

Die Tour wurde vom Hotel selbst durchgeführt und da aktuell Nebensaison ist waren wir nur eine kleine Gruppe von 5Personen. Mit dem Minibus ging es in die Kernzone des Nationalparks und zuerst zu einer kleinen Höhle die mittlerweile als Gedenkstätte für 8 Frauen genutzt wird, die im Vietnamkrieg in dieser Höhle durch einen Bombenangriff eingeschlossen und gestorben sind. Durch den Nationalpark verlief damals der Hoh Chi Minh Highway 20 und der Park lag in einem Gebiet was mit die meisten Angriffe abbekommen hat. Ca. alle 9Minuten wurde eine  Bombe abgeworfen.​ Im Bild unten sieht man nebenbei einen Blindgänger der als Glocke umfunktioniert wurde.

Danach ging es in die größte Höhle auf der Tour, die Paradise Cave. Wir fuhren mit einem Elektrobuggy ca. 1km in den Wald zur Treppe die zum Eingang führte. Neben der Treppe führte eine Zickzack-Rampe einige hundert Meter den Berg hinauf. Kurz bevor man den Eingang erreicht spürt man die kühle Luft die aus der Höhle heraus kommt. So hat vor 20Jahren der Dschungelmann ebenfalls diese Höhle gefunden. Er ist mittlerweile eine Berühmtheit, denn er fand noch einige andere Höhlen darunter die längste der Welt. Die Paradise Cave ist nicht die längste der Welt. Jedoch sind 34km länge auch kein Pappenstiel. Davon sind 1km zugänglich und in der Trockenzeit gibt es Touren die bis zu 6km in die Höhle eindringen.

Vom Eingang aus führen Treppen in die Höhle hinunter. Direkt die erste Kammer am Eingang ist beeindruckend groß. Ich würde die Deckenhöhe auf 30-40m einschätzen.​

Danach ging es auf Laufstegen tiefer in den Berg hinein. Es gab riesige Stalagmieten und Stalagtieten zu sehen. Teilweise bildeten sie Formationen die aussahen wie die 8m hohe “Zwergenfestungen”im nächsten Bild.  ​​

Auf dem Boden hatten sich über die Jahrtausende Formationen gebildet die an Reisfelder erinnerten.​​

Danach ging es zum Mittagessen in Richtung Dark Cave. Am Eingang stand ein Besucherbereich wo wir Mittag aßen. Es gab einen großen Teller mit verschiedenen Fleisch, Gemüse und Reissorten. Dazu gab es Reispapier und man konnte sich seine Frühlingsrollen bauen. Das Essen war sehr gut und wir gingen gestärkt zur Dark Cave. Normalerweise geht es über eine Zip-Line (was ich in Chiang Mai schon mal gemacht hatte) zur anderen Seite des Flusses. Da die Zipline hier aber nur bis 90kg ausgelegt war, padelte ich mit dem Guide in einem Kanu zur anderen Seite. Das hatte den Vorteil, dass ich ca. 20 Minuten lang dort im Fluss baden und von einem Baum aus ins Wasser springen konnte, während die restliche Gruppe sich beim Zip-Line-Turm anstellte. Als wir alle zusammen waren, schwammen wir zum Höhleneingang. u.A. deshalb konnte ich meine Kamera nicht mitnehmen. Allerdings gab es am Eingang Handyhüllen für 2$ zu kaufen, welche Wasserdicht waren und es trotzdem ermöglichten das Handy zu bedienen. Einzigstes Problem für mich: Mein Handy hatte noch 8% Batterie, ich musste also sparsam sein.

Die Dark Cave trägt ihren Namen nicht umsonst. Anders als bei den anderen Höhlen gab es kein Licht sondern nur Helme mit Lampe. Es ging tiefer in die Höhle hinein und ich war froh mir vor dem Trip Badeschuhe gekauft zu haben, denn der Boden war recht hart und scharfkantig. Je weiter man hinein ging desto sandiger wurde der Boden und desto trüber das Wasser. Wir kamen an einer Stelle vorbei wo man ein Fischfossil im Stein sehen konnte und was zeigte, wie die Berge hier einst entstanden sind. Wir legten unsere Schwimmwesten auf einen Felsen im Wasser und wateten zu einem schmalen Gang. Es ging diesen Gang ca. 20m tiefer in den Berg hinein und es wurde immer schlammiger. Irgendwann standen wir Kniehoch in dünnflüssigem Schlamm und es ging weiter. Schließlich erreichten wir die Schlammkammer. Dort war der Schlamm brusthoch und dünn wie flüssige Schokolade. Der Auftrieb war so groß, dass man problemlos im Schlamm sitzen oder liegen konnte. Man sollte halt nur schauen, dass man keinen Schlamm ins Auge bekommt, denn es gab nichts sauberes in dieser Höhle um sich inden Augen zu reiben.​

Dann ging es wieder aus der Höhle hinaus und wir wuschen uns im weniger dreckigen Wasser am Eingang. Danach ging es mit dem Kajak zurück zum Besucherbereich. Dort gab es noch eine Zipline – allerdings eine die im Fluss endete und die ich auch benutzen konnte. So konnte man noch etwas im Fluss bleiben, der angenehm kühl war.

Wir duschten und danach ging es zurück ins Hotel. Zum Abendessen ging ich mit 3 Niederländerinnen Essen die allerdings nicht sehr gesprächig waren. Dort sah ich jedoch einen Backpacker den ich in Hanoi bereits getroffen hatte und wir gingen noch in sein Hostel auf ein Bier. Das Easy Tiger war anders als die anderen Hostels voll mit Leuten und laut. Dort scheint es jeden Abend Party zu geben – was angenehm ist wenn man da nicht schlafen muss.

Wir setzten uns mit den Drinks an den Pool und ich sah eine sehr hübsche Kanadierin die übel zugerichtet war. Ich fragte sie was passiert sein und sie sagte, dass sie mit dem Moped in einer Kurve weggerutscht sei. Sie hatte oberflächliche Schürfwunden an den Beinen und Armen und war echt nicht zu beneiden. Vermutlich ist das ein Grund warum die Vietnamesen so gut wie immer mit langer Kleidung auf ihren Scootern unterwegs sind.

Ich ging in mein Hostel und buchte gegenüber den Nachtbus nach Hue (der selbe Bus der mich um 4 abgesetzt hat fährt weiter nach Hue) . Ich wollte die Zeit dort nutzen um mir eine neue Brille zu besorgen. Dann Als ich mein Gepäck neu sortierte und mich für die Fahrt vorbereitete fand ich an einer absolut unpraktischen Stelle meine Brille wieder.

Halong Bay mit Höhle

Am Morgen gegen 8Uhr ging es mit dem Bus nach Halong Bay. Der Bus war klein und rappelvoll. Nach 2h fahrt gab es eine Pause an einer Behindertenwerkstatt wo man teure Souveniere kaufen konnte. Allerdings hatten die auch eine kostenfreie ordentliche Toiliette und nur deshalb 😉  halten die Veranstalter dort an.

Wir kamen gegen 12:30Uhr am Hafen an, der von verlassenen Hotelrohbauten umgeben ist. Eine halbe Stunde später waren wir an Bord und es gab Mittagessen. Das Essen war reichhaltig aber nicht umwerfend. Die Preise für die Getränke, die nicht im Tourpreis inbegriffen sind, waren auf europäischem Niveau (Cocktail 5-7USD).

Das Boot fuhr während wir aßen aus dem Hafen und in die Bucht hinein. Die Bucht selbst ist riesig und enthält fast 2000 kleine Inseln. Jeder Veranstalter scheint seine Ecke zu haben wo er ankert. Gleichzeitig gibt es zentrale Sehenswürdigkeiten die alle ansteuern.​​

Eine solche Sehenswürdigkeit sind die größten Höhlen in der Halong Bay. Nach fast 200 Stufen aufstieg kommt man in die erste und kleinste Kammer die den Eingang zur Höhle bildet. Man steigt in diese hinein und auf der anderen Seite durch einen schmalen Gang in die zweite größere Kammer. Diese ist schon beeindruckend. Jedoch führt erneut ein kleiner Gang weiter und man betritt die riesige dritte Kammer. Diese wurden mit farbigen Licht beleuchtet und helfen so die verschiedenen Elemente der Höhle zu unterscheiden. In Summe war ich ca. 1h lang in der Höhle unterwegs.​​


Danach ging es aufs Boot zurück und zum Kanu fahren. Immer zwei Personen kamen zusammen in ein Kanu und es wurde erwartet, dass man sich zurecht fand. Ich hatte einen großen Amerikaner angesprochen der allein unterwegs war und wir paddelten los. Wirklich gerade aus ging es bei uns nicht. Mehr in S-Kurven. Allerdings reichte das aus um durch einen ca. 2m hohen Durchgang hindurch zu paddeln. Auf der anderen Seite lag ein See der komplett von Felsen umstanden war. Der Durchgang war der einzige Zugang zur restlichen Bucht. Wir kehrten dann um und paddelten zu einer anderen Höhle, ca. 500m entfernt. Wir navigierten durch einen schmalen Durchgang und umkurvten die Insel um dann zurück zu paddeln. In Summe waren wir ca. 1h unterwegs und, aufgrund mangelnder Technik, gut ausgepowert.
Als wir an Board kamen gab es einen Obststeller und dann hatten wir Zeit zum Duschen bevor es Abendessen gab. Das Essen war erneut reichhaltig, schön angerichtet aber geschmacklich Durchschnitt. Nach dem Abendessen war Zeit für Solcializing. Der Abend endete recht ruhig und gegen 22Uhr ging ich ins Bett da es hieß, man müsse gegen 6Uhr aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen. Das wollte ich probieren.

Naxos Roadtrip

Nach einem ausgedehnten Frühstück ließ ich über mein Hotel ein Auto kommen. Das Auto, ein recht neuer Lancia Ypsilon kostete mich 25EUR für einen Tag.
Bis das Auto kam, laß ich in meinem Reiseführer etwas über Naxos und die Sehenswürdigkeiten im Hinterland.
Dabei laß ich von der Zeus-Höhle (benannt nach dem Berg Zeus bzw. Zas) welche hinter Filoti liegt und über die Kirche Panagia Drosiani. Diese steuerte ich als erstes an, da sie als einzige nicht auf der Route lag, sondern leicht daneben. Die Kirche sah aus wie aus dem Fels gehauen. Sie war von der Anlage her recht schief und krum (die Seitenschiffe gingen eher im 45 Grad Winkel ab). Sie beeindruckte nicht durch ihre Größe, sondern eher durch ihre Gewölbeartigkeit. Sie wurde nicht im Detail geplant und durch einen Architekten ausgeführt, sondern einfach von Amateuren über die Jahrhunderte gebaut – so das es passt. Leider konnte man innen keine Fotos aufnehmen.
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Danach ging es nach Chalkri, ein Dörfchen was von allen besuchten das meiste zu bieten hatte. Höhepunkt war der Besuch der lokalen Distille wo Kitron hergestellt wird. Dieser Zitronenlikör wird aus den Blättern einer bitteren Orange gemacht (aus den Früchten macht man Marmelade). Die alten Brennöfen werden noch immer benutzt. Der Likör war lecker und so wanderte eine weitere Flasche in meinen Souvenirkorb. Ich fand dann eine gut besuchte Taverne zwei Ecken weiter und aß dort einen Feta mit Chili zu mittag.
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Danach ging es weiter zum Berg Zas und der dortigen Höhle. Auf dem Weg lag Filoti, wo ich unter einem großen Baum in der Dorfmitte einen Kaffee trank. Ich fand dann, dank Google Maps App und der Beschilderung, die Straße zur Höhle, bzw. zu einem Aussichtspunkt von dem man aus weiter zu Fuß gehen musste. An dieser Stelle klingelte es aus dem Tal unter dem Aussichtspunkt. Eine Herde Ziegen kletterte durchs Gelände und ließ die Glöckchen am Hals läuten. Hier ein Video davon:
http://vimeo.com/166864682
Danach begann der Aufstieg. Erst ging es über einen einfachen Pfad, dann über Stock und Stein – Marmor um genau zu sein. Die Felsen waren weiß und leuchteten in der Sonne. Auffällig war auf dem Weg eine Blume mit interessant aussehender Blüte (welche aber unangenehm roch).
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Der Höhleneingang war halb zugemauert, so das nur ein Türdurchgang offen war. Die Höhle war sehr tief und nur mit einer Lampe zu erkunden. Ich versuchte mein Glück mit meinem Handy. Zuerst ging es links entlang und auf einen Geröllhaufen hinauf. Als ich hinab stieg (was leichter klingt als es in der Dunkelheit war) stellte ich fest, dass man auf der rechten Seite der Höhle um den Haufen herum gehen konnte und noch tiefer in die Höhle kam. Als ich dort weiter ging stand ich irgendwann vor einem recht steilen Geröllhang, den ich dann doch nicht erklomm. Ich war allein in der Höhle und gut 100m tief drinnen als ich umgekehrte. Im Schein meiner Taschenlampe sah ich eine fette Spinne rennen und hörte Fledermäuse zirpen.
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Ich hielt dann auf der Fahrt Richtung Norden noch in Aperathos, einem weiteren kleinen Dörfchen. Ich stieg aus und lief einfach die ersten Treppenstufen hinauf, die ich fand. Es war ein kleines verwinkeltes Dörfchen und nach einigem herumlaufen fand ich ein schönes Plätzchen was für ein Foto taugte. Danach ging ich zurück zum Auto. Ich war spät dran und wollte nach Apollonas um dort zu baden. Die Straße war spektakulär. Es ging in Serpentinen durchs Gebirge hoch und runter. Um 17:20Uhr kam ich in Apollonas an und stellte mein Auto am winzigen Hafen/Strand ab.
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Ich ging dann schwimmen (endlich Sandstrand) und saß noch eine Weile und laß. Als ich mich in den herunter gekommenen Kabinen wieder umgezogen hatte, ging ich die Restaurants/Tavernen ab, musste aber feststellen, dass man sich hier keine Mühe gab etwas interessantes zu essen zu bieten. Ich setzte mich dann wieder ins Auto und fuhr die Westküste zurück nach Naxos Stadt (Chora). Das klingt einfacher als getan, denn die Straße war genauso gewunden wie im Gebirge (faktisch war man im Gebirge, nur mit Blick aufs Meer).

Mein Reiseführer erwähnte den Strand Abram, den ich auch besuchte. Ein kleiner Kiesstrand ohne Besonderheiten. Die Betreiber der kleinen Taverne waren gerade bei Renovierungsarbeiten und wollten mich gern als Gast haben. Aber auf Tiefkühlkost hatte ich keine Lust.

Ich kam bei Sonnenuntergang in Chora an, tankte nochmal nach (in Summe 16EUR Sprit – Super95 kostet 1,60EUR!) und fuhr dann ins Hotel. Heute gehe ich ins Fischrestaurant am Strand vor meinem Hotel essen. Die gemischte Fischplatte für 12EUR sieht so aus.(Sogar mit Oktopus!) 
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